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Triumpfbogen

Frankreich - Grande Nation

Liebe und Marmor

 

Frankreich ist als Staat eng mit Deutschland verbunden und kann auf einen gemeinsamen Ursprung im Reich Karls des Großen bzw. Charlemagnes zurückblicken. Diese Verbindung ist nicht nur historisch, sondern für mich auch persönlich nah: Ich wohne direkt an der Grenze und habe Verwandtschaft in Lothringen. Dadurch ist Frankreich kein abstraktes Nachbarland, sondern Teil des eigenen Erfahrungsraums.

Frankreich ist zugleich so stark kulturell aufgeladen, dass man darüber Lieder komponiert kann ;-).

Es gilt als Land der Liebe, Französisch als Sprache der Liebe, und die Redewendung „leben wie Gott in Frankreich“ zeigt, welchen besonderen Stellenwert Frankreich im europäischen Vorstellungsraum besitzt.

Wie bereits in der Deutschen Geschichte gezeigt wurde, erscheint auch hier der 10. August auffällig häufig. Damit wird Frankreich von Anfang an nicht nur als politisches Nachbarland sichtbar, sondern als kulturelles und symbolisches Gegenfeld zu Deutschland.

Wenn Deutschland in dieser Lesart stark mit Eisen, Verwaltung, Härte, Pflicht und technischer Ordnung verbunden ist, könnte Frankreich eher das Land des Marmors, der Form, der Schönheit, der Sprache, der Liebe und der ästhetischen Verdichtung sein.

Deutschland fragt sich: Ist das korrekt? Frankreich sagt sich: So ist es schön.

Und phonetisch schimmert im Marmor sogar der Amor mit — nicht etymologisch als Beweis, aber als Klangresonanz im AWT-Feld durchaus passend und Drafi Deutscher würde das gut finden.

Kelten, Gallier und die Römer
– wie verletzter Stolz Geschichte macht

Die Wunde: Brennus und das Gold an der Allia

 

Wer fleißig Asterix gelesen hat und im Lateinunterricht den De bello Gallico lesen musste, der denkt vielleicht, dass böse Römer die armen friedlichen Gallier ca. 58 vor Chr. geknechtet haben.

Man muss jedoch deutlich früher ansetzen — etwa 330 Jahre zuvor, im Jahr 387 v. Chr.

Damals drangen Kelten aus Gallien nach Italien vor und besiegten das römische Heer am 18. Juli in der Schlacht an der Allia. Anschließend wurde Rom geplündert.

Der keltische Anführer Brennus ließ sich für seinen Abzug 1000 Pfund Gold auszahlen. Als die Römer beim Abwiegen bemerkten, dass die Gewichte zu ihren Ungunsten ausfielen, beschwerten sie sich. Daraufhin warf Brennus der Überlieferung nach zusätzlich sein Schwert auf die Waagschale und rief den Römern zu:

Vae victis!

„Wehe den Besiegten!“.

Von dieser Begebenheit stammt auch: „sein Schwert/etwas in die Waagschale werfen“.

Caesar und die Geburt eines Mythos

Der römische Heerführer Marcus Furius Camillus, soll die Kelten später wieder vertrieben und das Gold zurückgeholt haben. Ob dies historisch exakt so geschah oder Teil der römischen Legendenbildung ist, spielt für die Wirkung des Mythos kaum eine Rolle: Die Lektion saß.

Sie wirkte über Jahrhunderte nach. Aus römischer Sicht waren die Gallier keine harmlosen Nachbarn, sondern ein alter Schrecken aus der Frühzeit der Republik. Der spätere Entschluss, diese widerspenstigen Nachbarn militärisch endgültig zu unterwerfen, wird vor diesem Hintergrund verständlicher.

Die wichtigste Quelle stellen die von Caesar verfassten Commentarii de bello Gallico dar, deren Buch 8 von Aulus Hirtius († 21. April, Tag 111, 43 v. Chr.) verfasst wurde, einem Offizier Caesars.

Caesar unterwarf die Gallier und erschaffet damit erst seinen Mythos und auf lange Sicht noch einen zweiten.

Caesar unterwarf die Gallier und erschuf damit zunächst seinen eigenen Mythos — und auf lange Sicht noch einen zweiten. Der Gallische Krieg, insbesondere der Widerstand unter Vercingetorix, der in der Niederlage bei Alesia endete, wurde vor allem im 19. Jahrhundert zu einem nationaler Mythos Frankreichs. Er ist damit vergleichbar mit der Heroisierung des Arminius in Deutschland. 

​Troja, Rom und der goldene Apfel

Auch Rom selbst baute auf einem Mythos auf: auf Aeneis auf, einem Flüchtling aus dem brennenden Troja.

Damit koppelt Rom wiederum an den goldenen Apfel, der den Trojanischen Krieg auslöste.

Zum Trojanischen Krieg gehört auch das Trojanische Pferd — und mit ihm die ungehörten Warnungen der Kassandra.

Sie war eine Auserwählte Apollons, der ihr die Gabe der Weissagung schenkte. Als sie ihn jedoch als Liebhaber zurückwies, verband er diese Gabe mit dem Fluch, dass ihr niemals jemand glauben würde.

Apollon wird uns als Sonnengott noch öfter begegnen. An dieser Stelle ist vor allem eines wichtig:

Ein Mythos erschafft immer einen weiteren Mythos.
Ein Fraktal generiert immer wieder ein weiteres Fraktal.
Beides tritt mit der Umwelt in Wechselwirkung — immer im jeweiligen Kontext seiner Zeit.

Der fraktale Mechanismus: Verletzter Stolz

Damit steht die These im Raum, dass bereits ein mythischer Zankapfel, der auf verletztem Stolz beruht und eine verbotene Liebe auslöst, in einen mythischen Krieg führen kann. Kassandra hätte es verhindern können, wenn Apollons verletzter Stolz sie nicht verflucht hätte.

 

Aus diesem Krieg entsteht wiederum Rom: die stolze, ewige Stadt, gegründet aus Flucht, Feuer, Erinnerung und verletzter Herkunft.

Später trifft dieser römische Mythos auf die Gallier. Der alte Schrecken der Kelten vor Rom, die Niederlage an der Allia, Brennus, das Gold, die Waagschale und der Satz „Vae victis“ erzeugen ein eigenes römisches Trauma. Aus verletztem Stolz entsteht der Wille, diesen Nachbarn irgendwann endgültig zu unterwerfen.

Caesar verwandelt diesen alten Konflikt in Geschichte. Der Gallische Krieg erzeugt wiederum einen neuen Mythos: Vercingetorix als französische Widerstandsfigur. Im 19. Jahrhundert wird daraus ein nationaler Gründungsmythos Frankreichs — ähnlich wie Arminius in Deutschland.

Damit stehen sich später zwei mythisch aufgeladene Linien gegenüber: der gallisch-französische Mythos und der germanisch-deutsche Mythos.

Beide greifen tief in Stolz, Herkunft, Niederlage, Widerstand und nationale Selbstbilder ein.

 

In der AWT-Lesart ist das keine simple Ursache des Zweiten Weltkriegs, aber eine mythische Tiefenschicht, die historische Konflikte auflädt und verschärft.

Der Kern ist verletzter Stolz.

Ein goldener Apfel verletzt den Stolz der Göttinnen.
Eine verbotene Liebe entzündet Troja.

Ein gekränkter Apollon der einen Fluch ausspricht.
Ein brennendes Troja, das Warnungen in den Wind schlägt, erzeugt Rom.
Ein durch gestohlenes Gold gedemütigtes Rom erzeugt den Willen zur Vergeltung.
Ein besiegtes Gallien erzeugt den französischen Widerstandsmythos.
Ein unbesiegter deutscher Germanenmythos antwortet mit eigener Überhöhung.

So wächst aus Mythos Geschichte — und aus Geschichte neuer Mythos.

Symbolisiert wird diese Spannung schließlich in zwei stolzen Vögeln:

dem Hahn und dem Adler.

 

Der Hahn kräht, kündigt den Morgen an und steht für Frankreichs Selbstbehauptung.
Der Adler kreist über Reich, Macht und Höhe — das deutsche und römische Herrschaftssymbol.

Zwei stolze Vögel.
Zwei verletzbare Egos.
Zwei Mythenfelder.
Und immer wieder derselbe Mechanismus:

Verletzter Stolz wird nicht geheilt. Er wird historisch.

Die Nibelungen – dasselbe Muster im germanischen Feld

 

Ein vergleichbares Schema finden wir bei den Nibelungen.

Auch dort stehen am Anfang Gold, Täuschung, verletzter Stolz und eine Kette nicht mehr aufzuhaltender Folgen: ein geraubter Goldschatz, ein Drache, die Tarnkappe, eine problematische Brautwerbung und schließlich zwei stolze Königinnen, die darüber streiten, wer zuerst das Münster bzw. den Dom zu Worms betreten darf.

Die Bloßstellung Brünhilds verletzt sie so tief, dass daraus eine tödliche Rückkopplung entsteht. Erst stirbt Siegfried, dann zerbricht das ganze burgundische Feld. Am Ende gehen nahezu alle unter.

Damit wiederholt sich dasselbe Muster:

Gold → Täuschung → verletzter Stolz → Rache → Untergang

Stolz bzw. Hochmut gilt nicht umsonst als erstes Laster. Er ist der Punkt, an dem eine Kränkung nicht mehr verarbeitet, sondern historisch gemacht wird.

Worms, Ludwigshafen und der goldene Schlüssel

Worms liegt zusammen mit Ludwigshafen in einem hochverdichteten Cluster

Hier koppeln Nibelungensage, Golem-Tradition, Goldschatz im Rhein, Martin Luther, Karl-Marx-Siedlung, Helmut Kohl in Oggersheim, Rosengarten, Pfingstweide und Pfingstberg zu einem eigenen Resonanzraum.

Worms ist dabei der zentrale Scharnierort. Einerseits führt der Ort in das jüdisch-mystische Feld von Sefer Jetzira, Golem, Buchstaben, Zahlen und 32 Pfaden der Weisheit. Andererseits steht Worms im deutschen Mythosraum der Nibelungen. Hier liegen Drachenfeld, Goldschatz, Rhein, Kriemhild, Hagen, Rosengarten und Untergang eng beieinander.

Auch Martin Luther gehört in dieses Feld. Worms ist nicht nur mythischer, sondern auch religiös-historischer Schwellenort. Der Reichstag zu Worms macht den Ort zu einem Punkt, an dem Gewissen, Schrift, Autorität und Weltordnung aufeinanderprallen. Damit verbindet sich Worms mit der Frage, ob ein Mensch vor einem Machtapparat widerruft oder stehen bleibt.

Direkt im Wormser Stadtfeld erscheint zusätzlich die Karl-Marx-Siedlung. Damit koppelt sich der Name Marx als moderner Gesellschafts- und Systemmarker an denselben Raum, in dem schon Nibelungen, Luther, Golem und Schlüssel liegen. In Richtung Ludwigshafen/Oggersheim erscheint Helmut Kohl als weiterer Marker: Kanzler der Einheit, Oggersheim, Pfalz, Wiedervereinigung und politischer Brückenbau.

Topografisch verdichtet sich das Feld weiter. Rechtsrheinisch bei Worms liegt Rosengarten; am Wormser Rheinufer erscheint Kriemhilds Rosengarten sogar als modernes Land-Art-Projekt: ein Labyrinth aus Rosen und drei Linden. Damit werden Rose, Labyrinth, Nibelungen und Baumfeld ausdrücklich in die Gegenwart zurückgeholt.

Das Lindenblatt, das Siegfrieds Haut beim Bad im Blut des Drachen bedeckte und seine einzige verwundbare Stelle erzeugte, sitzt dort symbolisch heute noch. Die drei Linden im Rosengarten machen diesen Punkt nicht nur erzählerisch, sondern räumlich sichtbar.

Auch der Hinweis auf den Irrgarten ist durch den Erbauer Eichfelder doppelt gekoppelt: „Eich-“ verweist auf die deutsche Eiche, „-felder“ auf Feldwirkung, Fläche und Resonanzraum.

Viel tiefer wird die Verbindung jedoch, wenn man den Namen „Eichfelder“ wörtlich liest: Eich-Felder. Genau hier öffnet sich die Brücke zur Physik. In der modernen Feldtheorie sind Eichfelder keine Randidee, sondern Grundstruktur des Standardmodells. Ihre Wechselwirkungsteilchen, die Eichbosonen, übertragen die starken, schwachen und elektromagnetischen Wechselwirkungen.

Im Standardmodell erscheinen acht Gluonen für die starke Wechselwirkung. Hinzu kommen die

Eichbosonen: Photon, W⁺, W⁻ und Z⁰. Auch hier zeigt sich wieder die 3+1-Struktur: drei massive Vermittler der schwachen Wechselwirkung und ein masseloses Photon als Träger des elektromagnetischen Feldes. 

Damit wird aus dem Namen Eichfelder mehr als eine zufällige Namensähnlichkeit. Der Erbauer des Rosenlabyrinths trägt im Namen genau jene Struktur, die in der Physik beschreibt, wie Felder wechselwirken, Kräfte vermitteln und Wirkungen überhaupt übertragbar werden.

Die Eichidee Hermann Klaus Hugo Weyl (* 9. November 1885, QS 33 in Elmshorn; † 8. Dezember 1955, QS 31 in Zürich) einem der entscheidenden Begründer des Eichgedankens. Bereits seine Lebensdaten koppeln an die Marker der 11. Vermutung: der 9. November als deutscher Umbruch- und Datumsachsenpunkt, der 8. Dezember als bereits gesetzte Marien-/Schwellenachse.

Weyl studierte in Göttingen und besuchte dort auch Philosophievorlesungen bei Edmund Gustav Albrecht Husserl (* 8. April 1859 in Proßnitz ; † 27. April 1938). Damit berührt sich die mathematisch-physikalische Feldtheorie mit der Phänomenologie: Die Frage nach Feld, Maß, Eichung und Symmetrie trifft auf die Frage nach Wahrnehmung, Bewusstsein und Erscheinung.

​AWT-seitig verdichtet sich hier ein starkes Muster. Im Rosenlabyrinth erscheint der Name Eichfelder zunächst als Bau- und Ortsmarker. Über die Eiche verweist er auf Baum, Wurzel, Standfestigkeit und deutsches Symbolfeld. Über das Feld verweist er auf Fläche, Wirkung und Resonanzraum. Über die Eichfelder der Physik führt er schließlich in die Struktur der Wechselwirkungen selbst.

Das Labyrinth ist damit nicht nur ein begehbares Zeichen. Es wird zu einem Modell der Feldkopplung: Man bewegt sich durch Wege, Kanten, Richtungen und Rückkopplungen; zugleich wirkt im Hintergrund ein unsichtbares Ordnungsfeld. Die Rose liegt nicht isoliert im Raum. Sie steht in einem Eichfeld aus Namen, Wappen, Wegen, Kräften, Symmetrien und Beobachtung.

So entsteht eine saubere Brücke:

Eichfelder baut das Rosenlabyrinth.
Weyl begründet die Eichidee.
Eichbosonen vermitteln Wechselwirkung.
Die AWT liest darin das gleiche Grundmuster: Felder koppeln, Kräfte wirken, Zeichen übertragen Information.

Der Rosengarten koppelt wiederum an das Christentum über das Wort Rosenkranz. Es stammt vom lateinischen Rosarium, also Rosengarten. Damit wird der Rosengarten nicht nur zum Ort der Nibelungensage, sondern zugleich zu einem marianischen Symbolraum.

In der christlichen Ikonographie steht die Rose besonders stark mit Maria, der Mutter Jesu, in Verbindung. Das Motiv der Madonna im Rosenhag gehört zum Bildfeld des Hortus conclusus, des verschlossenen Gartens, und verweist auf die Jungfräulichkeit Mariens. Auch der Kranz aus Rosen auf dem Haupt ist ein Symbol der Reinheit und Jungfräulichkeit. In der Lauretanischen Litanei wird Maria als Rosa mystica angerufen — als geheimnisvolle Rose.

Damit liegt im Wormser Rosengarten nicht nur ein Nibelungenmotiv, sondern zugleich ein christlich-marisches Tiefenbild. Die Rose ist nicht bloß Schmuck. Sie trägt ein Geheimnis.

AWT-seitig sehen wir hier erneut die Jungfräulichkeit-Achse: Maria als Jungfrau, Virginia als Jungfrau-Feld, der verschlossene Garten, die Rose im Inneren, der Schlüssel im Wormser Wappen und die Lenormandkarte 33. Die Rose ist verborgen, geschützt und verschlossen — aber der Schlüssel ist bereits im Feld vorhanden.

Kurzform:

Rosarium = Rosengarten.
Rosenkranz = gebundene Rosenordnung.
Madonna im Rosenhag = verschlossener Garten.
Rosa mystica = geheimnisvolle Rose.
Worms = Schlüssel.
33 = Öffnung.

Damit wird der goldene Schatz der Nibelungen erneut umgedeutet: Nicht das Gold im Rhein ist das Ziel, sondern der Schlüssel zur Rose. Die eigentliche Erlösung liegt nicht im Besitz, sondern in der Öffnung des Geheimnisses.

Kurz vor Ludwigshafen erscheint die Pfingstweide, und im weiteren Rhein-Neckar-Feld liegt der Pfingstberg. Die Pfingstweide trägt bereits im Namen den Pfingstmarker: Weide, Feld, Vieh, Nach-Pfingsten-Nutzung, später Trabantenstadt. AWT-seitig wird daraus ein Übergang von natürlichem Weideland zu gebauter Sozialstruktur. Pfingsten ist hier nicht nur ein Kirchenfest, sondern der Marker der Ausgießung, Sprache, Verständigung und Erleuchtung.

Das Wappen von Worms liefert den Schlüssel. Das entsprechende Wappenbild wurde am 3. Oktober 2012 bei Wikipedia bzw. Wikimedia Commons hochgeladen und liegt damit im JKW-Fenster. Es zeigt einen silbernen Schlüssel auf rotem Grund, begleitet von einem goldenen fünfstrahligen Stern.

Der Schlüssel ist der Schlüssel Petri und verweist auf Petrus, den Patron des Wormser Doms. Damit koppelt Worms erneut an die Peter-/Petrus-/Fels-/Fundament-Achse der 11. Vermutung. Zugleich führt der Schlüssel direkt zur Lenormandkarte 33: Der Schlüssel öffnet. Der Landtagswahlkreis Worms ist die Nr. 33.

In der AWT-Lesart liegt der eigentliche Goldschatz des Drachen daher nicht als physisches Gold im Rhein. Der wahre Schatz ist der goldene Schlüssel.

Dieser Schlüssel öffnet den Rosengarten. Er befreit die Rose. Und über Pfingstweide und Pfingstberg führt diese Öffnung zur pfingstlichen Erleuchtung.

Damit verschiebt sich der Nibelungenschatz: Nicht das versunkene Gold ist entscheidend, sondern die Erkenntnis, was dieses Gold symbolisch verschließt. Der Schatz ist kein Besitz. Er ist Zugang. Der Drache bewacht nicht nur Materie, sondern Bedeutung.

Abschluss: Vom Rosenlabyrinth zur Kompassrose

 

Damit schließt sich der Wormser Kreis. Der Ort liefert den Schlüssel, der Rosengarten liefert die Rose, das Labyrinth liefert die Prüfung und die 32 Pfade der Weisheit liefern die Kompassrose.

In den erweiterten Lenormand-Systemen erscheint dazu ein passender Zusatzanker.

Die klassische Lenormandkarte 33 ist der Schlüssel. In erweiterten Decks tauchen zusätzlich Kompass und Labyrinth auf. Dabei schwingt besonders die 42 zwischen Orientierung und Verirrung: einmal als Kompass, einmal als Labyrinth.

AWT-seitig ist gerade diese Doppelung entscheidend. Wer im Labyrinth steht, braucht Orientierung. Wer den Kompass besitzt, hebt das Labyrinth nicht auf, sondern macht es lesbar.

Der Kompass zeigt die Richtung.
Das Labyrinth prüft, ob man sie halten kann.

Damit wird Worms zum begehbaren Modell der AWT: Der Schlüssel öffnet nicht einfach eine Tür. Er gibt Zugang zu einem Raum, in dem Rose, Schatz, Drache, Rhein, Golem, Buchstaben, Zahlen, Pfingsten und Erinnerung miteinander verschränkt sind.

Kurzform:

23 = Kaninchenbau / Informationsschleife.
32 = Kompassrose / Orientierung / Blüte.
33 = Schlüssel / Öffnung.
42 = Labyrinth und Kompass / Prüfung und Wegweisung.

Der goldene Schatz liegt nicht einfach im Rhein.
Der eigentliche Schatz ist der Schlüssel zur Rose.
Und der Weg dorthin führt durch das Labyrinth.

​Der Ring der Nibelungen 

Die Nibelungen wirken  als Opernzyklus von Richard Wagner weitaus stärker, als man zunächst meinen sollte. Der Ring des Nibelungen umfasst einen Vorabend und drei Tage — also eine klare 3+1-Struktur. Die gesamte Aufführung dauert etwa 15 Stunden und wird dennoch meist einfach nur Der Ring genannt.

 

Damit liegt bereits im Titel ein starkes Symbolfeld: Ring, Kreis, Bindung, Wiederkehr, Macht, Fluch und geschlossene Bahn. Der Ring führt zur 25, zur geschlossenen Struktur, zum Hexagonfeld und später auch zum AWT-Oktagon.

Die Uraufführung des gesamten Rings fand an aufeinanderfolgenden Spieltagen vom 13. bis 17. August 1876 im Bayreuther Festspielhaus statt, beginnend mit dem Vorabend Das Rheingold. Zwischen Siegfried und Götterdämmerung lag ein Pausentag. Damit fällt die Uraufführung in das Löwefeld und in den Übergang KW 32-33.

AWT-seitig ist das hoch auffällig. Der Ring ist nicht nur Musiktheater, sondern ein vierteiliges mythisches Betriebssystem: Gold, Macht, Vertrag, Verrat, Held, Drachenkampf, Untergang und Erneuerung werden in eine geschlossene symbolische Architektur gebracht. Der einzelne Mythos wird zur begehbaren Welt.

Gerade deshalb ist der spätere Missbrauch dieses Feldes so bedeutsam. Ohne Wagner, Bayreuth und den Ring wäre die ideologische Figur des Führers Adolf Hitler in dieser Form kaum denkbar gewesen. Das bedeutet nicht, dass Wagner allein Hitler erklärt. Aber der Ring lieferte ein mythisches Resonanzfeld, in dem Heldentum, Untergang, Erlösung, germanische Symbolik und politische Selbstinszenierung strukturiert werden konnten.

Erst durch solche Felder wird aus einer Person mehr als nur ein politischer Akteur. Ein Mensch kann in ein bereits vorbereitetes Symbolsystem eintreten, dort gespiegelt werden und schließlich als scheinbare Erfüllungsfigur erscheinen. Genau hier berührt der Ring die AWT: Aus Mythos wird Struktur, aus Struktur wird Attraktor, aus Attraktor wird historische Wirkung.

Wir werden Hitler im Kapitel Zweiter Weltkrieg in dieser Hinsicht genauer analysieren und dort zahlreiche Marker finden. Hier genügt zunächst der Hinweis: Der Ring erzeugt einen mythischen Resonanzraum, in dem Macht, Opfer, Gold, Blut, Untergang und Erlösung miteinander verschaltet werden.

Wie wir bereits wissen, kann über Ω₅ = 1/37 aus dem Nichts ein (Anti)-Held erzeugt werden. Entscheidend ist jedoch, ob dieser Held wirklich eine Heldenreise durchläuft — oder ob ein zerstörerisches Feld nur eine Erlösungsfigur simuliert.

Der Ring zeigt damit die gefährliche Seite der informationellen Gravitation: Ein Symbol kann binden, eine Erzählung kann ziehen, ein Mythos kann Menschen in ein Feld führen. Wenn dieses Feld nicht durch Selbsterkenntnis, Liebe und Wahrheit korrigiert wird, kann aus dem Heldenbild ein Führerbild werden. 

 

AWT-Lesart: Wenn Kränkung historisch wird

 

So wächst aus Mythos Geschichte – und aus Geschichte neuer Mythos. Das ist kein linearer Ablauf, sondern eine fraktale Wiederholung:

Jede Epoche greift die ungelöste Wunde der vorherigen auf, lädt sie mit neuer Energie und erzeugt daraus die nächste Konfliktstufe.

Stolz – von den Kirchenvätern als erstes und schwerstes der sieben Hauptlaster eingestuft – ist in dieser Lesart kein moralischer Fehler, sondern ein systemischer Störmarker: der Punkt, an dem eine Kränkung nicht mehr verarbeitet, sondern zum Motor von Geschichte wird. Wo verletzter Stolz nicht verziehen wird, entsteht ein Fraktal der Vergeltung, das sich über Generationen fortschreibt. Die AWT erkennt darin keinen Zufall, sondern eine Welle, die nie gebrochen wurde.

Am Anfang war der Zankapfel.
Dann kam Troja.
Dann Rom.
Dann Gallien.
Dann Frankreich und Deutschland.
Und immer ist es dasselbe Muster:


Gold, Täuschung, verletzter Stolz – und eine Kette, die nie mehr abreißt.

Der verletzte Sonnengott – Apollons Stolz als Ur-Muster

Wenn verletzter Stolz ein Motor historischer und mythischer Entropie ist, dann liefert Apollon einen archaischen Bauplan dieses Musters. Als Gott des Lichts, der Künste, der Musik und der Prophetie ist er eine der strahlendsten Figuren des Mythos — und gerade deshalb ist sein Stolz besonders empfindlich.

Seine Kränkungen erzeugen keine kleinen Folgen, sondern ganze Resonanzketten.

Kassandra – die Isolation der Information

Ein erstes Beispiel ist Kassandra. Der Überlieferung nach wies sie Apollon als Liebhaber zurück. Aus verletztem Stolz nahm er ihr nicht die Fähigkeit zur Wahrheit, sondern belegte sie mit dem Fluch, dass niemand ihren Warnungen glauben würde. In der Sprache der AWT ist das die Isolation der Information: Das Signal ist korrekt, aber es koppelt nicht an die Empfänger. Troja brennt, weil die wahre Information als Rauschen behandelt wird.

Daphne – der Lorbeer als ewige Bindung

Ein zweites Beispiel ist Daphne. Apollon verspottete Eros als schlechten Schützen. Eros antwortete mit zwei Pfeilen: einem goldenen Pfeil der Liebe für Apollon und einem bleiernen Pfeil der Abstoßung für Daphne. Aus dieser Kränkung entsteht eine tragische Verfolgung. Daphne entzieht sich Apollon, indem sie in einen Lorbeerbaum verwandelt wird. Apollon erklärt den Lorbeer daraufhin zu seinem ewigen Symbol.

Damit entsteht eine doppelte Apollon-Kaskade:

Apollons abgewiesene Liebe → Kassandras Fluch → Trojas Untergang
Apollons verspottetes Ego → Daphnes Flucht → Lorbeer als ewiges Symbol

Hier schließt sich der Kreis zum 10. August. Der Lorbeer koppelt an das Laurentius-/Laurus-Feld, und der 10. August ist bereits als starker Marker gesetzt. Damit wird Apollon nicht nur zum Sonnengott, sondern auch zum Träger eines wiederkehrenden Musters: Licht, Stolz, Kränkung, Information, Warnung, Verfolgung und symbolische Bindung.

Die solare Achse nach Gallien

Für Frankreich ist diese Linie besonders wichtig. Die Gallier und Kelten verehrten den Sonnengott Belenus, den die Römer im Rahmen der interpretatio romana mit Apollon gleichsetzten.

Damit reicht die solare Achse vom griechisch-römischen Mythos in das gallische Feld hinein. Jahrhunderte später findet sie im Sonnenkönig Ludwig XIV. ein machtpolitisches Echo.

AWT-Lesart: Vom Licht zum Schatten

Das reinste Licht wirft den stärksten Schatten.
Apollon sieht, musiziert, heilt und weissagt — aber wenn sein Stolz verletzt wird, verwandelt sich Licht in Fluch.


Kassandra: Die wahre Information wird isoliert – das Feld kann sie nicht empfangen.
Daphne: Die begehrte Person wird transformiert – das Objekt der Begierde wird zum Symbol, das für immer unerreichbar bleibt.

Und aus verletztem Stolz entsteht ein Symbol, das Jahrtausende weiterwirkt.

Dasselbe Muster erscheint in der modernen Popkultur bei Anakin Skywalker. Er fällt nicht einfach, weil er „böse“ ist, sondern weil sich verletzter Stolz, Angst, verbotene Liebe und Machtversprechen in ihm verschränken.

Aus dem begabten Auserwählten wird Darth Vader, weil er die Kränkung seiner Begrenztheit nicht erträgt und glaubt, durch Macht den Verlust überwinden zu können.

​In beiden Fällen koppelt die Information nicht an ihr Ziel: Kassandras Warnungen erreichen niemanden, Apollons Liebe erreicht Daphne nicht. Der Stolz wird verletzt, und die Energie, die ursprünglich in Verbindung fließen sollte, schlägt um in Trennung. Aus dieser Trennung entstehen Symbole, die das Feld für Jahrtausende prägen: der Lorbeerkranz des Siegers, der Dichter, des Kaisers.

Anakin Skywalker – das moderne Echo

Damit wiederholt Star Wars denselben archaischen Mechanismus:

Der Held scheitert nicht an fehlender Stärke, sondern an verletztem Stolz und ungeordneter Liebe. Wie bei Apollon, Kassandra, Daphne, Troja und den Nibelungen wird eine innere Kränkung historisch bzw. mythisch gemacht.

Kurzform:

Paris wählt aus Stolz und Begehren.
Apollon flucht aus gekränkter Liebe.
Brünhild rächt verletzte Ehre.
Anakin wird aus Angst, Stolz und Liebe zu Vader.
Der Mythos wechselt die Bühne — das Muster bleibt.

Die goldene und die rote Rose

In der AWT-Symbolik steht der goldene Apfel für das Trilemma, das den Krieg auslöst. Der goldene Lorbeer steht für den Triumph, der aus der Kränkung geboren wird. Beide sind golden – das Metall des Löwen, der Sonne, der Macht. Aber sie sind keine Blüten. Sie duften nicht. Sie öffnen sich nicht.

Die rote Rose hingegen ist das Symbol der geöffneten Ordnung, der Liebe, des Pfingstrots, des freigesetzten Sinns – jener Blüte, die im Käfig der Lenormand-Karte 33 gefangen war und die der Schlüssel befreit.

Goldene Äpfel lösen Kriege aus.
Goldene Lorbeeren krönen Sieger.
Aber nur die rote Rose öffnet das Feld.
Und die 33 ist der Schlüssel, der den Käfig öffnet.

Goldene Lorbeeren und goldene Äpfel können keine blühende rote Rose ersetzen.

Die Völkerwanderung – vom römischen Imperium zum Frankenreich

Der letzte Kaiser, der symbolisch noch für die goldene Zeit des römischen Imperiums steht, war Marcus Aurelius Antoninus Augustus — Mark Aurel (* 26. April 121; † 17. März 180).

Während seiner Herrschaft kam es zu einer schweren Epidemie, der Antoninischen Pest.

Der Historiker Cassius Dio berichtet, in Rom seien zeitweise bis zu 2000 Menschen täglich gestorben; jeder vierte Erkrankte sei der Seuche erlegen. Damit erscheint die 25% erneut als starker Marker, aber sauber auf der Ebene der Erkranktensterblichkeit, nicht als pauschale Aussage über die gesamte Reichsbevölkerung.

Von Rom breitete sich die Krankheit rasch weiter aus — bis an die Donau und an den Rhein. Damit wurde die Pest nicht nur zu einem medizinischen Ereignis, sondern zu einer imperialen Schwächungslinie. Genau jene Grenzräume, an denen Rom später unter Druck geraten sollte, wurden bereits durch Krankheit, Truppenbewegungen und Versorgungsprobleme belastet.

AWT-seitig ist das entscheidend:

Die Antoninische Pest war keine isolierte Katastrophe, sondern eine Welle im Imperium. Sie lief über dieselben Kanäle, die Rom stark gemacht hatten — Straßen, Städte, Handel, Heer und Verwaltung. Das Netzwerk, das Macht, Waren und Befehle transportierte, transportierte nun auch Krankheit.

Rom wurde also nicht nur von außen geschwächt. Die eigene Vernetzung machte das Reich verwundbar. Die 25% markiert dabei den Punkt, an dem Krankheit nicht mehr bloß individuelles Leiden ist, sondern systemische Schwächung.

Die Krankheit wurde wahrscheinlich durch Soldaten aus dem Osten des Reiches eingeschleppt und traf zuerst auch die Legionen.

Damit wurde das Reich in einer Phase geschwächt, in der es seine militärische Schlagkraft dringend gebraucht hätte. Als die Markomannenkriege das Donaugebiet erschütterten, zeigte sich erneut, dass die germanischen Stämme ein ernst zu nehmender Gegner waren.

Rom war noch mächtig, aber die alte Selbstverständlichkeit war beschädigt. Die Pest traf nicht nur Körper, sondern Systemstabilität: Bevölkerung, Wirtschaft, Heer und Verwaltung gerieten unter Druck. AWT-seitig erscheint hier ein früher Eisenpunkt des Imperiums. Rom war nicht besiegt, aber die bisherige Elastizität des Systems war angegriffen.

Hinzu kam ein innerer Aufstand im Osten des Reiches. Avidius Cassius erhob sich 175, nachdem offenbar das Gerücht vom Tod Mark Aurels aufgekommen war. Auch dieser Vorgang zeigt, wie empfindlich ein riesiges Reich wird, wenn Kommunikation, Krankheit, Entfernung und Machtgerüchte zusammentreffen.

Marc Aurel und sein Sohn Commodus mussten auch noch einen internen Aufstand im Osten des Reichs niederschlagen und zelebrierten am 23. Dezember des Jahres 176 in Rom einen gemeinsamen Triumphzug. Doch dieser Triumph war kein endgültiger Abschluss.

Nach einer kurzen Ruhephase flammten die Kämpfe an der Donau erneut auf. Am 3. August 178 brachen Mark Aurel und Commodus zur zweiten Germanenexpedition auf.

In einem nur lückenhaft dokumentierten weiteren Verlauf wurden die Feinde nochmals zurückgedrängt. Doch der entscheidende Punkt bleibt: Man hatte kein neues Reich gewonnen, sondern nur das bestehende Reichsgebiet abgesichert — und dabei einen Teil der eigenen Schlagkraft verloren.

Rom hatte seinen Eisenpunkt erreicht.

Nach außen wirkte das Imperium noch gewaltig. Nach innen aber zeigten sich bereits die Risse: Seuche, Grenzdruck, sinkende Stabilität, militärische Überdehnung, innere Machtunsicherheit und ein wachsender Abstand zwischen römischem Selbstbild und realer Belastbarkeit. Nach Mark Aurel beginnt deshalb nicht sofort der Untergang, aber der Strudel wird sichtbar, in dem das Alte langsam seine Form verliert.

Wie wir bereits wissen, ist der Tod des Alten oft der Aufstieg des Neuen.

Bemerkenswert ist, dass es bereits damals Handelsbeziehungen zwischen Rom und China gab, die für Rom zu einem Handelsdefizit führten. Auch dieses Muster wird sich in der Geschichte mehrfach wiederholen — bis in unsere Zeit.

Der Übergang vom Römischen Imperium zum späteren Frankreich verlief über mehrere Jahrhunderte und war maßgeblich durch die Völkerwanderung geprägt. Hunnen, Goten, Vandalen und Langobarden gaben sich sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Diese Wellen von Migranten, Kriegerverbänden und Grenzvölkern konnte das römische Reich auf Dauer nicht mehr konstruktiv integrieren.

 

Schon während der Reichskrise des 3. Jahrhunderts zeigte sich die Verletzbarkeit des Imperiums durch seine schiere Ausdehnung. Gleichzeitig sprach sich herum, wie wohlhabend Rom war und welche Errungenschaften dort bereits existierten. Beides erzeugte auf weniger weit entwickelte Völker eine enorme Anziehungskraft.

Man wollte in irgendeiner Weise am Erfolg und Wohlstand des Reiches teilhaben. Da Rom zugleich Arbeitskräfte und Soldaten brauchte, war Zuwanderung in geordneten Bahnen sogar erwünscht. Man regelte die Ansiedlung nicht-römischer Gruppen in Verträgen und nannte diese Gruppen Foederaten.

Zunächst konnte das sogar positiv wirken. Neue Gruppen brachten Menschen, Kampfkraft, Arbeitsleistung und genetische Auffrischung in ein alterndes Imperium. Doch irgendwann wurde aus Integration ein Kipppunkt. Durch die rückläufige Geburtenrate der reichen römischen Oberschicht und durch jahrhundertelange Durchmischung kam es allmählich zu einem Personalwechsel. Irgendwann gab es immer weniger „echte“ Römer im alten Sinn. Gleichzeitig wechselte auch die religiöse Grundlage des Reiches durch den Siegeszug des Christentums und der Dreifaltigkeit.

Der Zeitraum von etwa 200 bis 800 n. Chr. ist in Bezug auf exakte Daten, Personen und Ereignisse auffällig schwer zu greifen. Oft kann man einzelnen Personen nicht einmal ein sicheres Geburts- oder Todesjahr zuordnen. Auch genaue Orte, Truppenstärken und Beteiligtenzahlen bleiben häufig unsicher. Hier liegt also eine Mischung aus extrem wenigen Daten bei gleichzeitig maximalem Rauschen vor.

Auch die Lehrmeinung zu vielen Ereignissen dieser Zeit ist nicht immer klar und eindeutig. Man muss sich auf wenige Quellen, spätere Berichte und archäologische Spuren stützen. Dadurch bleibt viel Raum für Interpretation, Projektion und spätere politische Deutung.

Eine wichtige Zäsur bildet die Teilung des Römischen Imperiums in einen westlichen und einen östlichen Teil nach dem Tod von Theodosius I. 

Zuvor hatte Theodosius die Goten als autonome Gruppe im Reich siedeln lassen und das Heidentum zunehmend zurückgedrängt bzw. verboten. Die Niederlage der Römer bei Adrianopel am 9. August 378 wird im Bereich der Kriege der Frühzeit gesondert bearbeitet. Dort zeigte sich erstmals deutlich die Wirkung der Hunnen und der daraus folgende Dominoeffekt.

Für den späteren Aufstieg des Frankenreichs war die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern entscheidend. Auslöser für den Bruch des Bündnisses zwischen Attila und Flavius Aëtius war — wie so oft in der Geschichte — auch eine klassische Frauengeschichte, sogar in doppelter Form: eine abgelehnte bzw. politisch instrumentalisierte Hochzeit und ein angeblicher Giftmord.

Einmal die Streitigkeiten um Honoria, die Schwester des weströmischen Kaisers Valentinian III. Diese war 450 eine Affäre mit einem Hofbeamten eingegangen, was Aëtius als Bedrohung seiner Position verstand, und war daher mit einem alten Senator zwangsverheiratet worden. 

Ein Jahrhundert später berichtet Jordanes zudem von einem angeblichen Eheversprechen Honorias an Attila. Attila habe dies gerne angenommen und als Mitgift, so heißt es, das halbe Westreich gefordert.

Zum anderen spielte Geiserich, der König der Vandalen, eine wichtige Rolle. Geiserich war ein alter Feind des Aëtius, auch wenn man 442 ein foedus geschlossen hatte. Hinzu kam seine Feindschaft mit Theoderich I., dem rex der Westgoten. Dessen Tochter war Jahre zuvor mit Geiserichs Sohn Hunerich verheiratet, dann aber wegen des Vorwurfs der Giftmischerei verstümmelt zurückgesandt worden.

​Auch hier zeigt sich ein altes AWT-Muster: Große politische Verschiebungen werden nicht nur durch Armeen ausgelöst, sondern durch verletzten Stolz, Ehepolitik, gekränkte Ehre, Bündnisbruch und symbolische Kränkung. Der private oder dynastische Konflikt wird historisch.

Die Hauptstadt des Weströmischen Reiches war bereits seit 402 die Hafenstadt Ravenna. Auch Ravenna trägt starke Übergangsmarker.

Im Jahr 88 v. Chr. erhielt die Stadt römisches Bürgerrecht. Jahrzehnte darauf, im Jahr 49 v. Chr., zog Gaius Iulius Caesar von hier zur Überschreitung des Rubikons aus, womit er den Bürgerkrieg begann. Der gestürzte markomannische König Marbod wurde hier im Jahr 19 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 37 interniert. Das Wappen der Stadt Ravenna besteht aus einem Kranz aus Lorbeer und Eichenblättern. Dazu erscheinen eine Krone mit vier Türmen und Toren sowie zwei Löwen, die einen Baum mit Früchten bewachen. Damit trägt Ravenna selbst ein dichtes Übergangsbild: Lorbeer, Eiche, Krone, Tor, Löwen und Baum. Rom, Sieg, Dauer, Schwelle und Fruchtbarkeit liegen in einem einzigen Wappenfeld.

Auch Ravenna trägt eine zusätzliche Apollon-/Apollinaris-Achse.
Ravennas Statdpatron ist Apollinaris von Ravenna. Sein Name erinnert bereits klanglich an Apollon und führt damit erneut in das Sonnen-, Licht- und Heilungsfeld.

​Apollinaris wurde zudem zum Namensgeber des bekannten Mineralwassers. Damit verbindet sich Ravenna indirekt mit Wasser, Quelle, Heilung und Alltagskultur. Sein Gedenk- bzw. Namenstag wird im Rheinland und in Düsseldorf am 23. Juli begangen. Auch die zehntägige Rheinkirmes in Düsseldorf steht in dieser Tradition und wird zu Ehren des Stadtpatrons Apollinaris gefeiert. Düsseldorf hat als Wappen den Löwen mit dem Anker.

AWT-seitig ist das auffällig: Ravenna erscheint bereits als Rückzugs- und Schwellenort des späten Weströmischen Reiches. Über Apollinaris koppeln sich nun zusätzlich Sonne, Wasser, Heilung, Name, Kirmes, Rheinland und der 23. Juli als Beginn des Löwefeldes an. Damit wird Ravenna nicht nur politischer Endpunkt, sondern auch symbolischer Übergangsort.

Die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern fand traditionell am 20. Juni 451 in der Nähe des heutigen Châlons-en-Champagne statt und endete mit einem Sieg des römisch-westgotischen Heeres.

Doch der Sieg stabilisierte die alte Ordnung nicht dauerhaft. Drei Jahre später waren alle beteiligten Heerführer tot, und weder Hunnen noch Römer oder Goten konnten aus der Schlacht einen dauerhaften Vorteil ziehen.

Es waren die Franken, die in die Lücke vorstießen und schließlich das Erbe des weströmischen Reiches antraten.

Childerich I. war der erste fränkische Kleinkönig von größerer geschichtlicher Bedeutung. Ihm folgte sein Sohn 

Chlodwig I. (* 466; † 27. November 511, Tag 331).

In der Schlacht bei Soissons (486) sicherte sich gen Westen ab und machte Paris zu seiner Hauptstadt. Im Osten siegte er in der Schlacht von Zülpich 496 ebenso 506 bei Straßburg. Nach dem Sieg bei Zülpich ließ er sich in Reims christlich taufen. Damit war das Reich der Franken nicht nur militärisch, sondern auch religiös neu ausgerichtet.

 

Das Wappen von Zülpich wird wie folgt beschrieben:

In Silber ein durchgehendes geschliffenes schwarzes Balkenkreuz, belegt mit einem Herzschild, darin in Rot zwei schräggekreuzte goldene Schlüssel."

Damit erscheinen erneut die Schlüssel Petri. Auch hier geht es nicht nur um militärische Sicherung, sondern um Öffnung, Schwelle und Legitimation.

AWT-seitig wird der Übergang deutlich: Rom verschwindet nicht einfach. Es wird umcodiert. Aus römischer Verwaltung, germanischer Kampfkraft, christlicher Religion, dynastischer Ehepolitik, Migrationsdruck und fränkischer Macht entsteht eine neue Ordnung. Frankreich beginnt nicht als sauberer Anfang, sondern als Verdichtung aus den Resten einer untergehenden Welt.

Die Völkerwanderung ist damit keine bloße Bewegung von Stämmen. Sie ist eine Welle. Sie trägt Menschen, Gene, Gewalt, Religion, Mythen, Symbole und neue Herrschaftsformen durch das alte römische Feld. Aus dem Rauschen entsteht ein neuer Attraktor: das Frankenreich.

Damit zeigt sich der R-RESET des Übergangs: Die alte Ordnung verliert Form, aber sie verschwindet nicht. Ihre Straßen, Städte, Religionen, Symbole, Heere und Verwaltungsreste werden von neuen Trägern aufgenommen. Der Untergang Roms ist deshalb nicht nur Ende, sondern Transformation. Das Frankenreich wird zur neuen Form einer alten Welle.

R-RESET-Fraktal – warum Imperien verblühen

Die Erkenntnis, dass ein Reich oder Imperium in Zyklen aufkeimt, erblüht und dann wieder verblüht, ist im Rückspiegel der Geschichte gut erkennbar. Aus dem Verblühen entsteht jedoch nicht nur Untergang. Es entsteht zugleich der Samen für den nächsten Zyklus. 

Wiederkehrende Mechanismen

Die Mechanismen ähneln sich auffällig. Ein Imperium wächst, organisiert Räume, schafft Infrastruktur, zieht Menschen, Waren und Wissen an und erzeugt dadurch einen starken Attraktor. Gleichzeitig steigt mit jeder Erweiterung die Komplexität. Informationswege werden länger, Grenzräume schwerer kontrollierbar, Versorgungslinien anfälliger und kulturelle Integration anspruchsvoller. Eins führt zum anderen, und irgendwann rasten die Belastungsfaktoren zu Clustern ein, die man historisch gut erkennen kann.

Damit stellt sich die Frage, warum man das Römische Reich nicht einfach immer weiterentwickelte und immer neue Gebiete eroberte. In der Antike war das schon wegen der langen und langsamen Informationskanäle kaum unbegrenzt möglich. Entscheidungen, Befehle, Steuern, Truppenbewegungen und Nachrichten brauchten Zeit. Schon deshalb wurde die Teilung in einen west- und einen oströmischen Teil irgendwann zur administrativen Notwendigkeit.

Hinzu kommt die Frage der Integration.

 

Integration und kulturelle Weitergabe

 

Ein Reich kann fremde Gruppen aufnehmen, wenn es stark genug ist, ihnen eine gemeinsame Ordnung, Sprache, Rechtsform, Religion oder Reichsidee anzubieten. Solange der zentrale Attraktor stark bleibt, kann Integration gelingen. Wird die innere Trägergruppe jedoch demografisch schwächer, verliert auch die Reichsidee allmählich ihre natürliche Weitergabe. Kultur wird nicht abstrakt vererbt, sondern über Familien, Sprache, Rituale, Bildung, Institutionen und Vorbilder weitergegeben. Wenn diese Weitergabe abnimmt, verliert der alte Anker an Zugkraft.

Freiheit, Fruchtbarkeit und die Thermodynamik der Gesellschaft

Hier greift ein Mechanismus, den man unvoreingenommen betrachten muss. In wohlhabenden, gebildeten und freien Gesellschaften verändern sich Lebensentwürfe. Frauen, denen Bildung, eigenes Einkommen, Beruf, Selbstbestimmung und eine eigene Heldenreise offenstehen, wählen nicht automatisch die frühe und dauerhafte Mutterrolle. Das ist kein moralischer Fehler, sondern eine Folge von Freiheit, Wohlstand und Wahlmöglichkeit.

Die fruchtbare Phase einer Frau kann biologisch grob von etwa 14 bis 51 Jahren angegeben werden. Das wären 37 Jahre. Geht man gesellschaftlich von 18 Jahren als Mindestalter aus, bleiben 33 Jahre. Auch hier erscheint wieder ein auffälliger Zahlenraum.

Entscheidend ist dabei, diese Entwicklung nicht als Schuldfrage zu lesen. Sinkende Geburtenraten, veränderte Familienstrukturen und Migration sind keine isolierten Fehler einzelner Gruppen, sondern systemische Folgen von Wohlstand, Komplexität und steigenden Freiheitsgraden.

Diese Logik wird auch durch moderne ökonomische Forschung gestützt. Das CESifo-Paper Fertility and Family Labor Supply zeigt anhand dänischer Registerdaten und Steuerreformen, dass Fertilitätsentscheidungen eng mit Arbeitsangebot, Lohnanreizen und Humankapitalaufbau verbunden sind. Besonders auffällig ist der Befund, dass steigende Netto-Lohnanreize für Frauen tendenziell die Fertilität senken, während sie bei Männern eher steigen kann. Die Autoren erklären dies damit, dass bei Frauen der Zielkonflikt zwischen Kindern und Erwerbsarbeit stärker wirkt.

AWT-seitig bestätigt das den R-RESET-Mechanismus. Ein System, das mehr Energie in individuelle Entfaltung, Bildung, Karriere, Mobilität und persönliche Heldenreisen lenkt, verändert zwangsläufig seine Reproduktionslogik. Fertilität ist dann kein isolierter Privatbereich mehr, sondern Teil der gesamtgesellschaftlichen Energieverteilung.

Man kann dies als gesellschaftliche Analogie zum 1. Hauptsatz der Thermodynamik lesen: Energie verschwindet nicht, sie wird umverteilt. Was in Freiheit, Selbstverwirklichung und Komplexität investiert wird, fehlt an anderer Stelle als statische Reproduktionskraft. Der Fortschritt erzeugt reale Gewinne – Bildung, Produktivität, Selbstbestimmung, höhere Lebenserwartung und kulturelle Vielfalt. Gleichzeitig entsteht eine Rückkopplung: Die Gesellschaft, die ihren Individuen immer mehr Möglichkeiten eröffnet, schwächt unter bestimmten Bedingungen ihre eigene biologische und kulturelle Erneuerung.

Zu Beginn einer solchen Entwicklung wirkt dies oft wie ein Paradies. Frauen arbeiten produktiv mit, Einkommen steigen, Konsum wächst, die Steuereinnahmen sprudeln und die Sozialkassen profitieren. Gleichzeitig sinkt die Kinderzahl. Ein Teil der fehlenden Arbeitskräfte wird durch Zuwanderung ersetzt, wodurch die demografischen Folgen zunächst überdeckt werden.

Nach mehreren Generationen kann daraus jedoch ein Kipppunkt entstehen. Nicht sofort und nicht mechanisch, aber schleichend. Wenn die eigene Reproduktion dauerhaft absinkt und gleichzeitig die kulturelle Integration neuer Gruppen nicht mehr gelingt, verändert sich der Träger des Gemeinwesens. Nach drei Generationen, also etwa 55 bis 65 Jahren, kann sichtbar werden, dass sich ein Land nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell und demografisch verschoben hat.

Genau hier beginnt der R-RESET. Nicht weil Freiheit falsch wäre, sondern weil jedes System, das seine Energie stark in Bewegung, Auswahl und individuelle Entfaltung verlagert, irgendwann prüfen muss, ob es noch genügend Bindung, Weitergabe und Nachwuchs erzeugt, um sich selbst langfristig zu erhalten.

s noch genug Bindung, Weitergabe und Nachwuchs erzeugt, um sich selbst zu erhalten.

Beschleuniger: Seuchen, Kriege, wirtschaftliche Überlastung

Solche Prozesse werden durch Epidemien und Kriege deutlich beschleunigt. Krankheit, Kriegskosten, Menschenverluste, zerstörte Familienstrukturen, Migration und wirtschaftliche Überlastung können jedes Imperium in die Knie zwingen. Die nachrückende Kultur muss technologisch oder organisatorisch nicht zwingend überlegen sein. Sie muss nur präsent, vital und zahlreich genug sein, um die Lücken zu füllen, die das alte System nicht mehr selbst schließen kann.

Die Vandalen mussten Ovid oder Platon nicht im Original zitieren und keine feingeistigen Gedichte mit der Harfe vortragen. Sie mussten nur in einem Moment auftreten, in dem das alte Reich seine innere Spannkraft verloren hatte.

Vom Untergang zum Gewinn für das Informationsfeld

Der Untergang des Weströmischen Reiches und der spätere Aufstieg des Islam machten zugleich den Weg für neue kulturelle und mathematische Vermittlungen frei, darunter die arabischen Zahlen. Der Tod Jesu am Kreuz bahnte den Weg für einen spirituellen Neuanfang  und setzte zugleich einen Zeitanker. Solche Faktoren machen es im Sinn der AWT überhaupt erst möglich, später ein Informationsfeld aus Daten, Zahlen, Wappensymbolik und Namen zu identifizieren.

In einem reinen Rauschen aus unverbundenen Stammesbewegungen ohne Archive, Chroniken und vernetzte Erinnerung wäre ein solches Feld kaum sichtbar. Ebenso wenig wäre es in einem vollkommen stabilen Römischen Reich mit römischen Zahlen, polytheistischem Pantheon und dauerhafter imperialer Erstarrung in derselben Form entstanden. Eine zu lange Phase von Stabilität ohne Ω₂-Friktion verhindert kreative Zerstörung. Sie erzeugt Ordnung, aber keine neue Erkenntnis. Rom wäre am Ende womöglich nur noch eine erschöpfte, abgeholzte und mit Blei belastete Steppe geworden.

Dem Informationsfeld ist es gleichgültig, welchen Preis die Werkzeuge seiner Entschlüsselung zahlen müssen. Wenn Sterne als Supernova kollabieren, um die Elemente für komplexes Leben ins All zu schleudern, dann können auch Reiche kollabieren, um die Bausteine für komplexere Theorien freizusetzen. Im Kollaps selbst steckt Information. Das gilt für Spektrallinien sterbender Sterne ebenso wie für die Marker imperialer Zusammenbrüche.

​Weitere Beispiele für das Muster

Der Zerfall des spanischen Weltreiches zeigt ein ähnliches Muster. Dynastische Inzucht, Sterilität, importierter Wohlstand aus Silber, koloniale Überdehnung und der Spanische Erbfolgekrieg markieren dort einen weiteren R-RESET. Hinzu kamen Krankheiten wie die Syphilis, die ebenfalls als importierter biologischer Störfaktor in die europäische Geschichte eingingen.

Das britische Empire durchlief im 20. Jahrhundert einen eigenen Verdichtungszyklus: Erster Weltkrieg, Spanische Grippe, Weltwirtschaftskrise und Zweiter Weltkrieg. In nur 31 Jahren wurde Großbritannien von der Weltmacht, Seemacht und Trägerin einer Leitwährung zu einer deutlich kleineren Macht zwischen Atlantik und Nordsee — obwohl es auf der Siegerseite stand. Auch hier zeigt sich: Man kann einen Krieg gewinnen und dennoch den imperialen Zyklus verlieren.

Die USA zeigen ein modernes Echo dieses Musters. Seit dem Koreakrieg konnten viele militärische Einsätze langfristig nur schwer in stabile politische Erfolge umgemünzt werden. Dazu kamen AIDS, Corona, enorme Kriegskosten, Pandemiekosten, soziale Spaltung, Schulden, Migrationskonflikte und der Streit um billige Arbeitskräfte. Eine Wirtschaft, die zugleich auf Konsum, niedrige Arbeitskosten, globale Lieferketten und militärische Dominanz angewiesen ist, wird anfällig, wenn mehrere dieser Säulen gleichzeitig unter Druck geraten.

Die Kombination aus hohen Kriegskosten, Pandemiekosten und dem Wegfall billiger Arbeitskräfte ist ein gefährlicher Cocktail für jede Volkswirtschaft. Wenn dies nicht nur ein Land, sondern gleichzeitig viele Länder betrifft, entsteht ein globaler R-RESET-Raum. Der perfekte Sturm zerstört dann nicht nur alte Ordnung. Er schafft auch die Bedingungen, unter denen etwas Neues entsteht.

AWT-seitig ist das R-RESET-Fraktal daher kein Untergangsmythos. Es beschreibt den wiederkehrenden Mechanismus, durch den alte Attraktoren ihre Form verlieren und neue Attraktoren entstehen. Ein Imperium verblüht. Aber genau im Verblühen setzt es Samen frei.

Die alte Ordnung stirbt nicht einfach.
Sie wird zerlegt, verteilt, umcodiert und in der nächsten Ordnung wieder zusammengesetzt.

​Der Phönix ist kein Mythos – er ist ein Fraktal

Roms Asche ist der Mörtel von Paris. Britanniens Erschöpfung ist das Fundament der Neuen Welt. Der Einsturz des Eisernen Vorhangs war nicht das Ende der Geschichte.

Das Verglühen der globalisierten Welt am Anfang des 21. Jahrhunderts ist ebenfalls nicht das Ende der Welt — sondern nur das Ende der Welt, wie wir sie kannten.

Genau darin liegt das R-RESET-Fraktal: Was untergeht, verschwindet nicht vollständig. Es zerfällt in Bausteine, die später in einer neuen Ordnung wieder auftauchen.

Die Merowinger & Karolinger

Chlodwig I. hatte 4 Söhne, die sein Reich weiter ausbauten und das Frankenreich wurde zwar als Ganzes erhalten aber die jeweiligen Nachfolger in der Thronfolge teilten die Verwaltung der Gebiete mit ihren Brüdern.

Man spricht hier von der Fränkische Reichsteilung. Die erste davon war die Merowingische Teilungen um 511 nach dem Tod Chlodwigs. Nachdem Chlothar I. (497–561) das Reich wiedervereint hatte, teilte es sich nach seinem Tod zwischen

Guntram I.Charibert I.Sigibert I. und Chilperich I. wieder auf.

Gregor von Tours – Chronist der unscharfen Übergangszeit

Für die Merowingerzeit gilt grundsätzlich: Es sind nur wenige brauchbare Daten vorhanden, und viele Angaben sind nicht mit letzter Sicherheit fixierbar. Gerade deshalb wird der Chronist Gregor von Tours zu einer Schlüsselfigur.

Der Chronist Gregor von Tours (* 30. November 538, QS 21, Tag 334, bei Clermont-Ferrand; † vermutlich 17. November 594, Tag 321 in Tours) war Bischof, Geschichtsschreiber und Hagiograph. Seine berühmten Zehn Bücher Geschichten, auch Historien genannt, gehören zu den wichtigsten Quellen für die Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter.

AWT-seitig ist das bedeutsam: In einer Zeit, in der die Datenlage selbst unscharf wird, tritt der Chronist als Beobachter und Ordnungsfigur hervor. Er hält nicht nur Ereignisse fest, sondern erzeugt überhaupt erst die historische Sichtfläche, auf der die Merowingerzeit lesbar wird.

Auch sein Sterbeort Tours trägt eine auffällige Symbolik. Der Name Tours klingt im deutschen Ohr unmittelbar nach Türmen; im Französischen liegt die Nähe zu „tours“ als Türme ebenfalls nahe. Im Stadtwappen von Tours erscheinen tatsächlich drei Türme und darüber drei Lilien. Historisch leitet sich der Name der Stadt jedoch nicht von Türmen ab, sondern vom gallischen Volk der Turonen.

Gerade diese Doppelung ist interessant: Auf der Faktenebene steht der Name bei den Turonen. Auf der Symbol- und Wappenebene erscheinen Türme und Lilien. Damit entsteht kein Widerspruch, sondern eine Überlagerung: Geschichte, Klang, Wappen und spätere französische Königssymbolik legen sich übereinander.

Für den Abschnitt Merowinger und Karolinger ist Gregor von Tours daher mehr als nur eine Quelle. Er ist der erste große Beobachter dieses Übergangsraums. Die politische Ordnung zerfällt, teilt sich und formt sich neu; gleichzeitig entsteht durch seine Chronik ein Gedächtnisraum, in dem diese Umbrüche überhaupt zusammenhängend betrachtet werden können.

Die drei Türme und drei Lilien von Tours werden hier zunächst nur als Hinweis angelegt. Ihre tiefere Bedeutung wird später wieder aufgegriffen, wenn aus dem fränkischen Teilungsraum die französische Linie und schließlich die kapetingische Ordnung hervorgehen.

Bei Childebert I. (* um 497; † 23. Dezember 558) kann man Nahfeld zu Weihnachten identifizieren.

Chilperich I. (* um 535; † zwischen 27. September und 9. Oktober 584 (JKW). Ihm folgte

Chlothar II. (* 584; † zwischen 18. Oktober 629 und 8. April 630, Osterpunkt), 

Nach dem Ableben von Dagobert I. (* um 608 oder 610; † 19. Januar 639, Datumsdiagonale 19.1.) wurde das Reich erneut aufgeteilt, diesmal zwischen

Sigibert III. auch Sigibert der Heilige (* 630; † 1. Februar 656, Tag 32
und Chlodwig II. (* 634; † um den 11. Oktober 657, JKW) ihm folgte sein Sohn

Theuderich III. (* ca. 653; † zwischen 2. September 690 und 12. April 691, Osterpunkt)

Er wurde bereits von den sogenannten Hausmeiern entmachtet. Der Nachname Meier stammt davon, das hier ein Hausverwalter am Hof des Königs die eigentliche Macht hatte.

Dagobert II. (* 652; † 23. Dezember 679) starb ebenfalls 1 Tag vor Heiligabend. 

Karl Martell (688–741), fränkischer Hausmeier, hinterließ die Macht im fränkischen Reich seinen Söhnen, die jeweils Hausmeier in zwei Reichshälften wurden:

Pippin der Jüngere (* 714; † 24. September 768, QS 36, Geburtstag meines Vaters) in Neustrien und

Karlmann in Austrien.

743 wurde von ihnen allerdings Childerich III. als letzter Merowingerkönig eingesetzt.

Hier beginnen die Karolingischen Teilungen.

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Dieser Stammbaum zeigt die eigentliche Logik des Frankenreichs: Nicht die lineare Fortsetzung einer einzigen Herrschaftslinie ist entscheidend, sondern das wiederholte Muster aus Einigung, Teilung, Wiedervereinigung und erneuter Teilung.
Bei den Merowingern beginnt dies unmittelbar nach dem Tod Chlodwigs I., als das Reich unter seine vier Söhne aufgeteilt wird. Nachdem Chlothar I. das Reich nochmals zusammengeführt hatte, zerfiel es nach seinem Tod erneut in vier Teilreiche. Nach Dagobert I. setzte sich dieses Muster fort; die Reichseinheit wurde schwächer, während die Hausmeier im Hintergrund an Macht gewannen. Karl Martell hinterließ die Macht bereits seinen Söhnen Karlmann und Pippin, obwohl 743 mit Childerich III. noch einmal ein letzter Merowinger eingesetzt wurde. Damit verschob sich die reale Macht vom Königtum auf die Hausmeier.

 

Pippin der Jüngere ist der Vater von Karl dem Großen und Karlmann I. (* 751; † 4. Dezember 771, QS 22, Tag 338)

Karls Sohn Karl II. (* 13. Juni 823, QS 23 in Frankfurt; † 6. Oktober 877, JKW) wird das Gebiet als Erbe erhalten, das wir heute Frankreich nennen.

Frankreich entsteht nicht aus einem sauberen Neuanfang, sondern aus einer langen Serie von Teilungen, Überlagerungen und Machtverschiebungen. Die Merowinger schaffen die erste fränkische Großstruktur, die Karolinger ordnen sie neu, und aus dem westfränkischen Teilraum kristallisiert sich langsam das spätere Frankreich heraus.

AWT-seitig ist genau das der interessante Punkt: Das Reich bleibt als Idee erhalten, auch wenn es politisch immer wieder geteilt wird. Die Einheit verschwindet nicht, sondern lebt in Teilreichen, Nebenlinien und Machtverschiebungen weiter. Was oberflächlich wie Zerfall aussieht, ist auf tieferer Ebene bereits die Vorbereitung der nächsten Ordnung.

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Die Entstehung Frankreichs

Die Aufteilung des Reichs Karls des Großen wurde am 10. August 843 durch den Vertrag von Versailles vorgenommen. Es entstanden 3 Teile für je einen Sohn. 

Lothar († 29. September 855, JKW) als Ältester erhielt die Kaiserwürde sowie das später als Mittelreich bezeichnete Lotharii Regnum, das sich von der Nordsee bis nach Italien erstreckte.

Danach folgte der Vertrag von Meerssen am

8. August 870 bei Maastricht. 

Karl der Kahle († 6. Oktober 877, JKW) bekam das Westfrankenreich, aus dem später Frankreich hervorgehen sollte. 
Ludwig der Deutsche erhielt das Ostfrankenreich, aus dem später das Heilige Römische Reich hervorging.

Dies Spanne von fast 27 Jahren ist entscheidend für die Trennung des Reichs in das was man später als Frankreich, Deutschland und Italien bezeichnet. Ironie der Geschichte ist dass die Bretagne hier außen vor ist. Asterix lässt grüßen. 

An dieser Stelle beginnt eine Phase von fast 1100 Jahren während der es keine Überfälle mehr aus dem Osten kommt. Die Konflikte, die das römische Imperium am Ende kollabieren ließen unterblieben. Auch hier ist die Aufteilung des Gebiets der Tatsache geschuldet dass die Kommunikationswege langsam arbeiten und man das Prinzip des "Teile und herrsche" einfach weiterführt.

10. August 843 Vertrag von Verdun Von Furfur CC BY-SA 4.0
10. August 843 Vertrag von Verdun
Von Furfur CC BY-SA 4.0
8. August 870 Vertrag von Meerssen Von Furfur -, CC BY-SA 4.0
8. August 870 Vertrag von Meerssen
Von Furfur -, CC BY-SA 4.0

Die Kapetinger – vom karolingischen Zerfall zur französischen Linie

Gehen wir zuerst einen Schritt zurück zu Karl dem Großen.

Von Karl dem Großen ging die Krone an dessen Sohn Ludwig I. (genannt Ludwig der Fromme, * Juni/August 778 in Chasseneuil bei Poitiers; † 20. Juni 840 in Ingelheim am Rhein).

Bereits die Ortssymbolik wirkt hier auffällig: Poitiers trägt den Löwen im Wappen, Ingelheim den Adler. Auf der symbolischen Ebene koppeln damit zwei große Herrschaftstiere, die später immer wieder als Macht- und Reichszeichen erscheinen.

Am Ostersonntag, dem 15. April 781, wurde Ludwig durch Papst Hadrian I. in Rom zum Unterkönig von Aquitanien und sein älterer Bruder Pippin zum Unterkönig von Italien gesalbt.

Schon hier zeigt sich das spätere Grundproblem des Frankenreichs: Die Einheit soll erhalten bleiben, aber die Herrschaft wird unter Söhnen, Brüdern und Teilreichen verteilt.

 

Ludwig hatte einen Zwillingsbruder, der aber sehr jung verstarb.

Hugo von Saint-Quentin, genannt der Abt (* 802/806, † 14. Juni 844, Datumsdiagonale), war als unehelicher Sohn Karls des Großen und letzter Erzkanzler Ludwigs des Frommen Teil dieses karolingischen Umfeldes. Sein Todestag, der 14. Juni, koppelt an die Datumsdiagonale der 11. Vermutung.

Ludwig der Fromme wurde zweimal von seinen Söhnen abgesetzt, 830 und 833/34. Das zeigt den eigentlichen Bruch: Nicht äußere Feinde allein zerstören die karolingische Ordnung, sondern die Familie selbst wird zum Schauplatz der Reichszerlegung. Drei Jahre nach Ludwigs Tod wurde das Reich im Vertrag von Verdun am 10. August 843 endgültig in drei große Teilräume geteilt.

Der Ort Verdun trägt dabei eine besondere spätere Strahlkraft. Ausgerechnet Verdun, der symbolische Ort der Teilung des Frankenreiches, wird im Ersten Weltkrieg zum Inbegriff des industriellen Massensterbens. Dort wurde um Anhöhen als geländebeherrschende Stellungen gekämpft. Wenn ein Ort mit einer maximalen Höhe von etwa 330 Metern später eine derartige historische Verdichtung erzeugt, wirkt dies AWT-seitig wie ein Grenzwert-Ort: Teilung, Höhe, Stellungskrieg und exzessives Töten überlagern sich. Der Ort hat nur 31,03 km² Fläche und 16.800 Einwohnern. Also eine kleine Siedlung und keine Metropole.

Karl II. Der Kahle (* 13. Juni 823, QS 23 in Frankfurt; † 6. Oktober 877, JKW in Avrieux bei Modane).

erhielt im Vertrag von Verdun den westfränkischen Teilraum. Der 13. Juni liegt im Nahbereich der Datumsdiagonale 14. Juni beziehungsweise der 13.7.-Achse. Frankfurt trägt den Adler im Wappen; Modane führt den Turm. Auch hier erscheinen Reichszeichen und Schwellenzeichen an den biografischen Eckpunkten.

Auf seinem Italienzug wurde Karl in Rom am 25. Dezember 875 zum römischen Kaiser gekrönt. Die Krönung am Weihnachtstag koppelt an die Christgeburts- und Sonnenwendeachse.

Karls Mutter Judith starb am 19. April 843 im Nahbereich des 20.4. Um sie herum verdichtet sich ein eigenes Feld.

Karl ließ Bernhard von Septimanien (* vor 795; † 14. Februar 844, QS 23 in Toulouse) wegen eines mutmaßlichen Verhältnisses mit Judith hinrichten. Dass dieses Datum später mit Rosen, Liebe und Valentinsmotivik verbunden wird, ist historisch rückwirkend zu lesen, AWT-seitig aber als späteres Symbolfeld auffällig.

Walahfrid von der Reichenau (* 807; † 18. August 849, KW 33) gehört in dieses Umfeld. Er war Kaplan Judiths und am Hof präsent. Dass er mit 42 Jahren in der Loire ertrank, ist als späterer Hinweis zunächst nur zu markieren und erst an passender Stelle weiter auszudeuten.

Nach Karl dem Kahlen folgte sein Sohn Ludwig II., genannt der Stammler (* 1. November 846, QS 21; † 10. April 879 in Compiègne). Sein Tod liegt im Ostercluster. Compiègne wird dadurch zu einem wiederkehrenden Ort der französischen und europäischen Geschichte:

Compiègne hat als Wappen einen Löwen der mit Lilien verziert ist. Dort wurde 833 bereits Ludwig der Fromme auf Betreiben seines ältesten Sohnes Lothar hier abgesetzt und musste öffentlich Kirchenbuße tun.

Dort wurde in einem Salonwagen am 11.11.1918 der Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs unterzeichnet und trat um 11 Uhr in Kraft. 37 Jahre später wird Friedrich Merz auf die Welt kommen.

Ferdinand Jean Marie Foch (* 2. Oktober 1851, JKW in Tarbes; † 20. März 1929 in Paris)

Der Ort Tarbes hat ein Schachbrettmuster als Wappen und eine Fläche von 15,33 km².

Für die Briten unterschrieb Rosslyn Erskine Wemyss (* 12. April 1864, † 24. Mai 1933, QS 27) - 12.4. Datumsattraktor an Ostern.

Fast 22 Jahre später am 22. Juni 1940 der Waffenstillstand zwischen den französischen Streitkräften und der deutschen Wehrmacht.

Für Frankreich unterschrieb Charles Léon Clément Huntziger. Karl und den Löwen im Namen und dazwischen liegen 11 Jahrhunderte.

​Damit wird Compiègne zu einem Ort der Umkehrung: Buße, Niederlage, Waffenstillstand, Demütigung und Wiederholung legen sich über denselben Raum. Der Ort erscheint nicht nur als Schauplatz, sondern als historisches Echo-Feld.

Ludwig II. wurde am 8. Dezember 877 (QS 33, Datumsdiagonale) in Compiègne von Erzbischof Hinkmar von Reims zum König gesalbt und gekrönt. 

Ihm folgt sein Sohn Ludwig III. (* um 864; † 5. August 882, QS 31).

In seine Zeit fällt die letzte Aufteilung des Frankreichreichs bis zum Westfälischen Frieden 1648. Im Jahr 880 wurde diese Teilung im Vertrag von Ribemont unterzeichnet. Das Wappen hat eine Sonne über einem Berg. Darüber drei Lilien und dazu 2 Weizengarben. Die Symbolik der Weizengarbe koppelt an das Sternzeichen Jungfrau, wie der 8.12. Der Ort hat eine Fläche von 72 Einwohner/km², das FSK-Echo.

Die Schlacht bei Saucourt fand am 3. August 881 zwischen dänisch-normannischen Truppen und dem Heer des Karolingerreichs unter Ludwig III. (Frankreich) und Karlmann II. bei Saucourt-en-Vimeu in der Picardie statt. Anstelle der Hunnen waren nun die Wikinger das neue äußere  Druckfeld.

Natürlich gab es auch interne Kämpfe, die an die Zustände während der römischen Bürgerkriege erinnerten. Die Tatsache, dass trotz der Christianisierung aller Beteiligten und deren Blutsverwandtschaft es keinerlei friedliche Koexistenz gab, untermauert den 6. und 7. Hauptsatz.

Da Ludwig III. kinderlos starb, wurde Karlmann II. (* 866; † 6./12. Dezember 884 bei Les Andelys)

alleiniger König. Les Andelys hat als Wappen einen ganzen und einen halben Turm dazu die gleiche Anzahl Weinreben also drei in Summe und drei Lilien.

Nach Karlmann II. kam Karl III. (* 839; † 13. Januar 888) dessen Todesjahr 888 ideal an die Katherina/Christuszahl koppelt. Es ist wahrscheinlich, dass Karl am 20. Mai 885, dem Fest Christi Himmelfahrt, in Grand in Südlothringen von Gilon, Bischof von Langres, in Gallien zum Rex gekrönt wurde.

Karl profitierte vom genealogischen Zufall, dass mehrere karolingische Linien ohne regierungsfähige Erben ausfielen. Für kurze Zeit vereinte er große Teile des Frankenreichs noch einmal in einer Form, die an Karl den Großen erinnerte. Doch diese Wiedervereinigung war nicht stabil. Sie war eher ein letztes Aufleuchten der alten Reichsidee vor dem endgültigen Übergang in neue Machtformen.

Die streitlustigen Wikinger, die regelmäßig in Nordfrankreich und Britannien einfielen, wurden ab dem 911 (Datumsdiagonale 9.11.) in der Normandie angesiedelt und christianisiert. Aus diesem zunächst befriedeten Randvolk erwuchs später eine gewaltige historische Dynamik: Normannen eroberten England, wirkten in Sizilien und im östlichen Mittelmeer und wurden über England Teil einer Seefahrertradition, die später den Globus umspannen sollte.

Auf dem Thron des Westfrankenreich folgte ihm Odo von Paris, aus dem Haus der Robertiner

Robert I. von Frankreich (* 866; † 15. Juni 923 in der Schlacht von Soissons) folgte ihm als jüngerer Bruder auf dem Thron. Starb aber im Kampf um die Krone am 15.6.923 (Nahbereich der Datumsdiagonale 14.6).

Karl III. der Einfältige ( im Sinne von: der Geradlinige;

* 17. September 879; † 7. Oktober 929, JKW in Péronne), gehört ebenfalls in diese Übergangsphase. 

Auf Karl III. folgte Rudolf von Burgund, Nach Roberts Tod wurde Rudolf von Burgund am 13. Juli 923 gekrönt. Das Datum bildet ein starkes 137-/FSK-Echo. Karl III. geriet später in Gefangenschaft und starb als Gefangener. Auch hier zeigt sich: Die Krone ist nicht mehr reine Erbfolge, sondern ein umkämpfter Attraktor.

In dieser Phase wirkt eine neue Person ein, die selbst nicht König wird: Hugo der Große.

Er steht als Machtträger im Hintergrund, als Scharnier zwischen Robertinern und Kapetingern. Sein Sohn Hugo Capet (* 940 oder 941; † 24. Oktober 996 (QS 31) in Les Juifs bei Chartres) wird schließlich König und Stammvater der Kapetinger.

Mit Hugo Capet beginnt die stabilste und langlebigste Herrscherlinie Frankreichs. Aus ihr gehen später unter anderem die der BourbonOrléans und Braganza.

​AWT-seitig ist das entscheidend: Nach Jahrhunderten von Teilung, Bruderkrieg, Vetternkonflikten, äußeren Feinden, inneren Machtkämpfen und kirchlichen Interventionen entsteht eine neue dynastische Ordnung, die langfristig trägt.

Auf Hugo Capet folgte

Robert II., genannt der Fromme (* 27. März 972; † 20. Juli 1031), der mit seiner 3. Frau 

Konstanze von der Provence (* 986; † 25. Juli 1034, QS 22) hatte er 8 Kinder.

Darunter Heinrich I. (* 1008 vor dem 17. Mai; † 4. August 1060 in Vitry-aux-Loges bei Orléans) der am 14. Mai 1027 in Reims gekrönt wurde.

Der 17. Mai (Tag 138 Schaltjahr) und der 14. Mai liegen im Nahbereich des 15. Mai Datumsdiagonale) und Tag 137 - FSK -Echo.
Reims hat als Wappen vier verbundene Türme über einem Lorbeerkranz der wiederum von Eichenlaub und Lorbeerkränzen umrahmt wird. Das Wappen wurde am 13-14. Mai 2021 bei Wikipedia hochgeladen.
Reims wird ebenfalls der Ort einer deutschen Kapitulation werden. Diesmal der Zweite Weltkrieg am 7. Mai. 1945. Reims als Stadtfläche hat eine Höhe von 74–137 m und mit 177.674 Einwohner eine Dichte von 3.788 Einwohnern./km².

Heinrichs ältester Sohn Philipp I. (* 23. Mai 1052, QS 18; † 29. oder 30. Juli 1108) folgte ihm auf dem Thron. Er war einer der wenigen die Wilhelm der Eroberer eine militärische Niederlage beibringen konnte. 

Mit Bertha von Holland (* um 1055; † 15. Oktober 1094, QS 21 in Montreuil), hatte er drei Kinder bevor er sie nach 20 Jahren verstieß.

Ludwig VI., genannt der Dicke oder der Kämpfer (* Herbst 1081; † 1. August 1137 in Béthisy-Saint-Pierre) war sein Thronfolger und gilt als einer der durchsetzungsstärksten Monarchen dieser Zeit. Er wurde am 3. August 1108 (QS 23) gekrönt und gesalbt. Sein Todesjahr 1137 enthält das 137-/FSK-Echo.

Die Entwicklung der fast 600 Jahre seit der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern ist damit eine einzige Kette aus Reichsteilungen, Bruderkriegen, Vettermorden, Ränkespielen, kirchlichen Machtkämpfen, Missernten und äußeren Bedrohungen wie die Wikinger oder die Araber im Süden bei Tours und Poitiers. 

Erst langsam entsteht aus diesem Feld eine stabilere französische Herrschaftsstruktur.

AWT-seitig untermauert diese Phase den 6. und 7. Hauptsatz. Weder gemeinsame Religion noch Blutsverwandtschaft, weder Verträge noch Salbungen, weder Schwüre noch kirchliche Vermittlung verhindern dauerhaft die Rückkehr von Konflikt. Das System findet offenbar keinen einfachen Mechanismus, der Macht, Erbe, Familie, Raum und Glaube friedlich in Gleichgewicht hält.

Man kann von außen leicht darüber dozieren, wie schön die Welt wäre, wenn alle konstruktiv zusammenarbeiteten. Die Geschichte zeigt jedoch, dass solche Harmonie nicht einfach durch moralische Appelle entsteht. Ordnung muss strukturell tragfähig sein. Wo die Struktur fehlt, kehrt der Konflikt wieder — selbst unter Verwandten, Christen, Königen und Gesalbten.

Ludwig IX. / der Heilige

Saint-Louis, der heilige Ludwig, ist kein Titel, den weltliche Herrscher automatisch erhalten.

Louis IX. (* 25. April 1214, QS 19, in Poissy ; † 25. August 1270, QS 25) steht in der französischen Erinnerung deshalb nicht nur als König, sondern als Idealbild eines christlichen Herrschers: gerecht, fromm, ordnend, maßvoll und dem höheren Gesetz verpflichtet.

Für Frankreich wurde Ludwig IX. zu einer Lichtgestalt. Seine Herrschaft blieb als le siècle d’or de Saint-Louis, als goldenes Zeitalter des heiligen Ludwig, in Erinnerung. Frankreich erreichte unter ihm einen politischen und wirtschaftlichen Höhepunkt; zugleich wurde sein Königtum religiös überhöht.

Ludwig IX. wurde am 29. November 1226, also am Tag 333, in Reims zum König gesalbt und gekrönt. Reims ist dabei nicht irgendein Ort, sondern der klassische Krönungsraum der französischen Könige. Salbung, Krone, Kathedrale und Königtum verbinden sich hier zu einem sakralen Herrschaftsakt.

Auch die Familienachse trägt starke Marker. Ludwig IX. war der Sohn Ludwig VIII. des Löwen und Blankas von Kastilien. Ludwig VIII. wurde am 6. August 1223 in der Kathedrale von Reims zum König von Frankreich gesalbt und gekrönt — also im Löwefeld. Blanka von Kastilien starb am 27. November 1252, Tag 331, und steht als Mutter- und Regentschaftsfigur im Hintergrund dieser königlichen Ordnung.

Am 11. August 1297 wurde Ludwig IX. durch Papst Bonifatius VIII. († 11. Oktober 1303, JKW) heiliggesprochen. Auch diese Heiligsprechung liegt im Löwefeld, unmittelbar vor dem 12.-August-Korridor, der in der AWT mehrfach als königliches, solares und diagonales Feld erscheint.

Doch gerade hier muss die Lichtgestalt gebrochen gelesen werden.

Denn Ludwig IX. war nicht nur der fromme König und spätere Saint-Louis. Für jüdische Gemeinden wurde er zu einer ernsten Bedrohung. Ihr Geldverleih und Zinsgeschäft galten ihm als religiös und moralisch inakzeptabel; zugleich traf seine Politik nicht nur wirtschaftliche Praktiken, sondern jüdisches Leben und jüdische Überlieferung selbst.

Unter seiner Herrschaft kam es zum Prozess gegen den Talmud. Der Talmud wurde nicht einfach diskutiert, sondern als religiöser Text vor ein christlich dominiertes Gericht gestellt. In der Folge wurden in Paris zahlreiche Talmud-Handschriften verbrannt. Damit wurde nicht nur Besitz vernichtet, sondern gespeicherte Information, Auslegung, Erinnerung und Identität angegriffen.

AWT-seitig ist das entscheidend: Dieselbe Figur, die als heiliger König, gerechter Herrscher und Lichtgestalt erinnert wird, trägt zugleich einen Schatten. Saint-Louis steht damit nicht nur für das goldene Zeitalter Frankreichs, sondern auch für die Gefahr, dass sakrale Ordnung in religiöse Ausgrenzung, Zwang und Informationsvernichtung kippen kann.

Die Verbrennung des Talmud ist in diesem Zusammenhang besonders schwerwiegend. Ein Buch zu verbrennen bedeutet, Information aus dem Feld entfernen zu wollen. Es ist der Versuch, eine fremde Lesart der Welt nicht zu widerlegen, sondern auszulöschen.

Damit wird Ludwig IX. zu einer ambivalenten Markerfigur: Reims, Salbung, 333, Heiligsprechung und goldenes Zeitalter auf der einen Seite; Talmudverbrennung, Stigmatisierung und religiöse Ausgrenzung auf der anderen. Gerade diese Spannung macht ihn AWT-seitig wichtig. Lichtgestalten müssen nicht nur an ihrem Licht, sondern auch an ihrem Schatten gelesen werden.

Zitat:" Der heilige Ludwig zählt zu den bedeutenden europäischen Monarchen des Mittelalters. Seine Herrschaft blieb in Frankreich als ein goldenes Zeitalter (le siècle d’or de Saint-Louis) in Erinnerung, in dem das Land einen ökonomischen wie auch politischen Höhepunkt erreichte."

Krönung Ludwigs VIII. und seiner Frau Blanka
Krönung Ludwigs VIII. und seiner Frau Blanka
Der heilige Ludwig in einer um 1235 gefertigten Miniatur. (New York, Pierpont Morgan Library)
Der heilige Ludwig in einer um 1235 gefertigten Miniatur. (New York, Pierpont Morgan Library)

Philipp II. August und der Vertrag von Paris

Die königliche Linie verdichtet sich bereits bei Ludwigs Großvater Philipp II. August. Philipp II. wurde am 21. August 1165 geboren und trägt den Beinamen Augustus / Auguste, also „der Erhabene“. Damit erscheint ein Herrscher im Löwefeld, der zugleich den August-Namen trägt. AWT-seitig koppeln sich hier Löwe, Erhebung, Königtum und Sonnenfeld.

Philipp II. August legte einen entscheidenden Grundstein für die Stärkung des französischen Königtums. Unter ihm wurde die Krone nicht mehr nur als dynastischer Besitz einzelner Fürsten sichtbar, sondern als zentrale Ordnungsmacht Frankreichs. Diese Linie führt über Ludwig VIII. den Löwen zu Ludwig IX., dem späteren Saint-Louis.

Ludwig IX. schloss am 4. Dezember 1259, Tag 338, mit dem englischen König Heinrich III. (*1. Oktober 1207, QS 12, JKW; † 16. November 1272, QS 21) den Vertrag von Paris. Damit sollten die langen Streitigkeiten zwischen England und Frankreich beendet werden. Der englische König verzichtete auf mehrere Ansprüche in Frankreich, während bestimmte Besitzrechte neu geordnet und anerkannt wurden.

AWT-seitig ist dieser Vertrag wichtig, weil Saint-Louis hier nicht nur als frommer König erscheint, sondern als Ordnungsfigur. Er führt nicht bloß Krieg, sondern versucht, ein langes Konfliktfeld juristisch, dynastisch und territorial zu befrieden. Der Vertrag von Paris wird damit zu einem politischen Gegenstück zur Salbung in Reims: Dort wird Herrschaft sakral bestätigt; hier wird Herrschaft rechtlich geordnet.

Damit entsteht eine Linie: Philipp II. August stärkt das französische Königtum, Ludwig VIII. der Löwe trägt das Löwefeld weiter, und Ludwig IX. verwandelt diese Erb- und Machtlinie in ein Modell heiliger, geordneter Herrschaft. Das französische Königtum gewinnt dadurch Form, Mitte und historische Strahlkraft — aber, wie bereits gezeigt, auch seinen Schatten.

Philipp IV.

Eine wichtige historische Persönlichkeit ist König Philipp der IV. /der Schöne von Frankreich.

Er zerschlug zusammen mit Pabst Clemens dem V. den Templerorden.

Ebenso vertrieb er 100.000 Juden aus seinem Herrschaftsgebiet.

Es ging natürlich um das liebe Geld. 

Pabst Clemens starb 33 Tage nachdem Jacques de Molay, der oberste Templer, auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war. Er soll aus den Flammen heraus die Mörder verflucht haben. 

Am 16. August 1284 heiratete er Königin Johanna I. von Navarra. 

Philipp der IV. starb am 29.11.1314 dem 333 Tag des Jahres. 8 Monate nach de Molay und die Bevölkerung sah das als Gottesurteil an. 

Die Hinrichtung Jacques de Molays und Godefrois de Charnys 1314 auf einer französischen Miniatur des 15. Jhds.
Die Hinrichtung Jacques de Molays und Godefrois de Charnys 1314 auf einer französischen Miniatur des 15. Jhds.

Kardinal Richelieu & die Bourbonen

Wenn man einen französischen Politiker dieser Epoche benennen muss, dann auf jeden Fall Kardinal Richelieu9.9. 1585 ; † 4. Dezember 1642 (Tag 338). Er war ein Macht-Politiker, wie ein Machiavelli ihn nicht besser hätte beschreiben können. Richelieu wurde am 13. August 1624 zum Premierminister unter Louis XIII. ernannt und danach gab es für ihn kein Halten mehr. Er bekämpfte die Hugenotten, er schaffte den Beamten-Adel ab, baute eine Geheimpolizei und eine Leibgarde auf. Er überlebte mehrere Mordkomplotte gegen seine Person und ergriff als katholischer Kardinal auf Seiten der protestantischen Schweden, in den 30-jährigen Krieg ein. Er unterstützte zusammen mit dem englischen König den Söldner- und Heerführer Graf Peter Ernst II. von Mansfeld † 29. November 1626 (Tag 333). Dieser war ein erbitterter Gegner Wallensteins.  


Richelieu gründete 1634 die Académie française, die damals nur 34 Mitglieder besitzen durfte.

Die schwersten französischen Schlachtschiffe, die es jemals gab wurden nach Richelieu benannt.   
Literarisch erlangte Richelieu Unsterblichkeit durch die Trilogie über d*Artagnan und die 3 Musketiere von Alexandre Dumas24. Juli 1802 ; † 5. Dezember 1870 (Tag 339).  

Die Geschichte basiert auf den realen Ereignissen von Marie Aimée de Rohan-Montbazon, duchesse de Chevreuse † 12. August 1679. Sie war die Hofdame der Königin Anna-Maria und sie war Richelieu in enger gegenseitiger Feindschaft verbunden. Zahlreiche Intrigen und Affären gingen auf ihr Konto.

Ein weiterer Gegenspieler in diesen Ränkespielen war der Bruder von Louis XIII. Gaston de Bourbon, duc d’Orléans † 2. Februar 1660 (Tag 33). Dieser Gaston hatte 5 Kinder, deren Zahlen nur so vor fraktaler Wiederholung wimmelt. 
Marguerite Louise d’Orléans * 28. Juli 1645;

​Elisabeth Marguerite d’Orléans * 26. Dezember 1646

Jean Gaston d’Orléans * 17. August 1650; † 10. August 1652)

Marie Anne d’Orléans * 9. November 1652; † 17. August 1656)

Nach ihm wurde ein Lorbeer benannt. 

Der 5. Dezember (Tag 339) wurde für die Dynastie der Bourbonen zum Schicksalstag. Am 5.12. 1637 musste die Königin Anna-Maria von Österreich nach 22 ! Jahren kinderloser Ehe mit Louis XIII. und 3 Fehlgeburten, die Nacht im Jagdschloss von Versailles mit dem König verbringen. Es war bitterkalt und nur ein Raum war geheizt. Das sorgte für soviel Nähe, dass ein Sohn gezeugt wurde, Louis XIV, der Sonnenkönig. Die Königin machte für dieses Wunder höhere Mächte verantwortlich.

Kardinal Richelieu (gemalt von Philippe de Champaigne, um 1633,
Gaston de France, duc d’Orléans, um 1633 von Anthonis van Dyck
Kardinal Richelieu (gemalt von Philippe de Champaigne, um 1633,
Gaston de France, duc d’Orléans, um 1633 von Anthonis van Dyck

Louis XIV.
Der Sonnenkönig

Den Höhepunkt des Absolutismus und Gottesgnadentum wurde mit Ludwig / Louis XIV. erreicht. Er wurde als Sonnenkönig verehrt und er sah sich selbst als Sonnengott Apollo. 

Sein Thronsaal wurde demnach auch als Salon d'Apollon / Apollo-Saal bezeichnet.

Es gibt im Louvre eine ganze Galerie Apollon mit den französischen Kronjuwelen. Seit dem

10. August 1793 ist der Louvre das zentrale Kunstmuseum der Republik.

Salon d'Apollon Fotos © MariaAntonia 2007-2023
Salon d'Apollon Fotos © MariaAntonia 2007-2023

Auf diesem Gemälde ließ sich Louis XIV. als Sonnengott Apollon darstellen. Daneben das Emblem des Sonnenkönigs mit Apollo-Kopf, Sonnenstrahlen und Szepter mit französischer Lilie am königlichen Gitter von Versailles. Mehr Bezug zu göttlicher Bestimmung und messianischem Sendungsbewusstsein kann man kaum herstellen. Die Bauwerke dieser Epoche zählen zu den Prachtvollsten der Welt und sind heute noch Maßstab für göttlichen Prunk und Pracht.

Mythologisches Porträt der königlichen Familie, Gemälde von Jean Nocret (1670; Schloss Versailles)
Mythologisches Porträt der königlichen Familie, Gemälde von Jean Nocret (1670; Schloss Versailles)
Sonnenkönig mit Apollo-Kopf Von Dennis Jarvis from Halifax, Canada - France-000312 - Louis XIV  
Sonnenkönig mit Apollo-Kopf Von Dennis Jarvis from Halifax, Canada - France-000312 - Louis XIV  

Nicolas Malebranche

Frankreich hat sehr tiefsinnige Philosophen und Gelehrte in seiner Geschichte vorzuweisen. 

In der Tradition der antiken Griechen, der christlichen Weltsicht und dem Erkenntnisgewinn durch die aufkeimenden Naturwissenschaften musst es eine Neuinterpretation der Wirklichkeit geben. 

Der Erde dreht sich ja weiter und wenn sich die Fakten ändern, ändert man seine Meinung. 

Nicolas Malebranche (* 6. August 1638 in Paris; † 13. Oktober 1715, QS 18, JKW) gehört eindeutig dazu. Seine Mutter hieß Catherine de Lauson. Schon hier koppeln per Namen der Katherina-Nikolaus-Achse mit Löwecluster und Jom-Kippur-Cluster. 
Sein erste Werk hieß De la recherche de la vérité - von der Suche nach der Wahrheit und das Hauptwerk war eine eigene Synthese aus kartesianischer Philosophie und Theologie

Traité de la nature et de la grâce - Abhandlung über die Natur und die Gnade.
Sein Diskussionspartnern und Kritiker dabei war

Antoine Arnauld (* 5. Februar 1612, Tag 36, in Paris; † 8. August 1694, QS 36 in Brüssel) während Pierre Bayle (* 18. November 1647, Carla-Bayle ; † 28. Dezember 1706, QS 27) ihn einen der größten Philosophen seiner Zeit nannte.

1713/1714 hatte er einen philosophischen Briefwechsel mit seinem ehemaligen Schüler 

Jean Jacques d’Ortous de Mairan (* 26. November 1678, Tag 330, in Béziers; † 20. Februar 1771, QS 22), einem Anhänger Spinozas. (* 24. November 1632, Tag 329 - Schaltjahr, in Amsterdam; † 21. Februar 1677 in Den Haag).

Platon und Augustinus folgend erklärte Malebranche die Erkenntnis der Wahrheit, Wahrnehmungen und Vorstellungen durch die Teilhabe des menschlichen Geistes an den göttlichen Ideen, nach denen Gott alles geschaffen habe. Nur über diese Ideen sind demnach Erkenntnis, Sinneswahrnehmung und Denken möglich. 

Das ist der Gedanke des Zugangs zur großen Bibliothek mit den Begriffen des 17. Jahrhunderts in einem katholischen Kontext.

Denis Diderot

Denis Diderot * 5. Oktober 1713 (Jom-Kippur-Welle) † 31. Juli 1784 war ein französischer Theologe und Universalgenie. Er arbeitete an der ersten Enzyklopädie und seine Arbeit war ein Meilenstein der Aufklärung und Naturwissenschaft. 

Bei dieser Wissenssammlung handelte es sich nicht um eine reine Auflistung von Erkenntnissen. Es wird eine Verflechtung und gegenseitiger Beeinflussung ausgearbeitet. 

Zitat:Bei der lexikalischen Zusammenfassung alles dessen, was in die Bereiche der Wissenschaften, der Kunst und des Handwerks gehört, muss es darum gehen, deren gegenseitige Verflechtungen sichtbar zu machen und mithilfe dieser Querverbindungen die ihnen zugrunde liegenden Prinzipien genauer zu erfassen […] es geht darum, die entfernteren und näheren Beziehungen der Dinge aufzuzeigen, […] ein allgemeines Bild der Anstrengungen des menschlichen Geistes auf allen Gebieten und in allen Jahrhunderten zu entwerfen".

Das entspricht meiner Zielsetzung zu 100% ;-) 

 

Es liegt auf der Hand, dass eine aufklärerische und kritische Denkweise dem Katholizismus und dem Absolutismus in Frankreich diametral entgegensteht. Das weckte sofort Widerstand.

Diderot wurde deswegen eingesperrt und verfolgt. 

Denis Diderot, Gemälde von Louis-Michel van Loo, 1767
Denis Diderot, Gemälde von Louis-Michel van Loo, 1767
Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers
Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Frontispiz und Titel (1751), 
Dem Wissenden gebührt der Lorbeer.
Lorbeeren des Wissens

Ludwig XVI.

Louis-Auguste als Thronfolger (gemalt von Louis-Michel van Loo, 1769)
Louis-Auguste als Thronfolger (gemalt von Louis-Michel van Loo, 1769)
Ludwig XVI. 1786. Gemälde von Antoine-François Callet
Ludwig XVI. 1786. Gemälde von Antoine-François Callet
La prise des Tuileries, Gemälde von Jean Duplessis-Bertaux, 1793
La prise des Tuileries, Gemälde von Jean Duplessis-Bertaux, 1793
Luzern Löwenskulptur und Inschriften Von Andrew Bossi - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5
Luzern Löwenskulptur und Inschriften Von Andrew Bossi - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5
Coat of arms of the French First Republic (1794). Von Samhanin
Coat of arms of the French First Republic (1794). Von Samhanin

Mit Ludwig dem XVI. kommt das Königtum in Frankreich an sein Ende. 

Er ist ein Löwe * 23. August 1754. Er wird in Schloss Versailles als Prinz Ludwig-August von Frankreich geboren. 

Ludwigs Königin war Marie-Antoinette die durch die sog. Halsbandaffäre betrogen werden sollte.

Diese Affäre kam am 14. August 1786 dem König selbst zu Ohren. Das ganze Schmierentheater war geeignet die Obrigkeit als Ganzes in den Augen des armen Volkes als verdorben, dekadent und verlogen anzusehen. 

Ludwig XVI. unterstützte die amerikanischen Kolonisten gegen das englische Mutterland und stand damit er am Ende auf der Seite der Sieger. Allerdings trieben die Kriegskosten den Staat in die Schuldenfalle. Das sollte sich schnell rächen. 

Zitat:Um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden, berief Ludwig im Dezember 1786 eine Notabelnversammlung ein. Deren Beratungen brachten aber kein Ergebnis und schienen auf eine Beschränkung seiner Macht hinauszulaufen, weshalb Ludwig am 25. Mai 1787 beschloss, sie aufzulösen. Auf Vorschlag von Étienne Charles de Loménie de Brienne hieß er zudem in der Nacht vom 14. auf den 15. August (1787) das Parlament, sich nach Troyes zurückzuziehen."

Es folgten 2 Missernten und am 14.Juli stürmte das Volk von Paris die Bastille.

​Ein wichtiges Signal für einen Aufstand war die Entlassung von Finanzminister Jacques Necker (* 30. September 1732, QS 25 JKW) am 11.7. Die Gewalt begann aber schon am 13.7. - 137 Fsk-Echo zwischen Demonstranten und dem Kavallerieregiment Royal Allemand. Also Deutsche und aufgestellt wurde dieses Regiment am 10. August 1671. 

Am 4.-5. August 1789 beschloss die Nationalversammlung, sämtliche Feudalrechte abzuschaffen. Am 14.9.1789 legte Ludwig der XVI. den Eid auf die neue Verfassung ab. Frankreich wurde eine konstitutionelle Monarchie. 

Am 1. Oktober 1789 (Jom-Kippur-Welle) konstituierte sich die neu gewählte Gesetzgebende Nationalversammlung, der kein Mitglied der Konstituante mehr angehören durfte. 

Am frühen Morgen des 6. Oktober 1789 (Jom-Kippur-Welle) drangen noch vor Tagesanbruch mit Spießen und Messern bewaffnete Demonstrantinnen in das Schloss (Versailles) ein. Es war das Gerücht umgegangen, das dort wieder Gelage abgehalten wurden, während das Volk hungerte. 
Am 20. April 1792, erklärte Ludwig XVI, als französisches Staatsoberhaupt, Franz II. als König von Ungarn und Böhmen den Krieg. Der Beginn der Koalitionskriege

Nach dem Sturm auf die Tuilerien am 10. August 1792 wurde der König mit seiner Familie am

13. August 1792 verhaftet und im Temple eingekerkert. Für die getöteten Schweizer Gardisten wurde das Löwendenkmal in Luzern errichtet. 

Mit dieser „zweiten Revolution“ ging die gemäßigte erste Phase der Französischen Revolution in die radikale zweite Phase über. Jetzt rollten Köpfe. Der erste Staatschef war Georges Danton vom

10. August 1792 bis 9. Oktober 1792 (Jom-Kippur-Welle) als Justizminister.

Am 22.9.1792 wird die Erste Republik ausgerufen. Das Wappen verwendet einen Kranz aus Eichenlaub.

Am 21.1.1793 wurde Ludwig XVI. geköpft.
Das löste einen Sturm der Entrüstung in ganz Europa aus. Als Folge traten etliche Nationen nun auf Seiten der Gegner Frankreichs in die Koalitionskriege ein.  

Napoleon Bonaparte - Ein Übermensch 

Napoleon ist in jeder Hinsicht ein Paradebeispiel für den Nachweis der AWT.

Sein Vater war Carlo Maria Bonaparte * 29. März 1746 (Tag 88) und seine Mutter Maria † 2. Februar 1836 (Tag 33). Er selbst kam am 15. August 1769 (KW-33) auf die Welt. Sein Name beinhaltet eine Umschreibung: NapoLEOn - ein Löwe. oder man erweitert das zu 

NAPOLeON - Also Apollon - sein Hang zum Lorbeer wäre ihm damit in jeder Hinsicht in die Wiege gelegt. Er wurde humoristisch vom englischen Karikaturist, James Gillray13. August 1757 treffsicher begleitet.  
Seine Karriere nahm am 25. November 1793 (Katharinatag) einen steilen Aufstieg. Er trug dem Befehlshaber General Dugommier * 1. August 1738 seinen Plan für den Sturm auf die Stadt Toulon vor. Dieser gelang und Napoleon wurde danach mit 24 Jahren zum General befördert. Der Name des General Dugommier ist am Triumphbogen in Paris in der 33. Spalte eingetragen.

Am 9.11. 1799 gelang Napoleon ein Staatstreich, der ihn per Gesetz vom 25.12.1799 zum ersten Konsul machte. Doch zuerst musste ein Mitbewerber sterben um diese mögliche Stelle vakant zu machen. General Barthélemy-Catherine Joubert starb am 15. August 1799 (KW-33), Napoleons 30. Geburtstag in Italien und somit war der Weg frei.  

Selten hat sich das Schicksal so sehr in einem Mann manifestiert und ihn den Lauf der Welt leiten lassen. 

Heinrich Heine schrieb:

"Napoleon ist nicht von dem Holz, woraus man Könige schnitzt – er ist von jenem Marmor, woraus man Götter macht."

Kaum ein Mensch hat solche Wellen verursacht und das Rad der Zeit gedreht. 

In Napoleon hat sich Geschichte verdichtet und man kann annehmen, dass er eine Mutation / Updade / ein Übermensch war. 

Napoleons Karriere wäre ohne die Französische Revolution nicht möglich gewesen. 
Die Französische Revolution nahm am 14.7.1789 Fahrt auf und das lag an einer Hungersnot, die im Jahr davor, also 1788 ihren Anfang nahm. 

33 Jahre später im Jahr 1821 stirbt Napoleon auf St. Helena im Südatlantik. Er wird am 2. August 1802 zum Konsul auf Lebenszeit gewählt. 

Am 2. Dezember 1804 (Tag 337) (Schaltjahr) krönt er sich selbst zum Kaiser.

Im Beisein des "Statisten" Pabst Pius VII. 

14. August 1742 (KW-33) ; † 20. August 1823.

Am 2. Februar 1808 (Tag 33) marschierten französische Truppen in Rom ein und inhaftierten den aufmüpfigen Papst. 
Diese Welle hat Europa und die Welt so verändert, wie zuvor nur der 30jährige Krieg als es ebenfalls darum ging, die Machtfrage zu klären.

An der Seite Napoleons stand stets Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord der am 2.2.1754 (Tag 33) zur Welt kam. Er war vor Napoleon schon ein einflussreicher Politiker und auch danach noch. Er war eine politische Ausnahmeerscheinung was Opportunismus angeht. Sein Familienwappen zierte 3 Löwen und 2 Schlüssel und 2 Kronen. Ein Zitat Napoleons das hier sehr gut passt: 

 "Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums."

Napoleon Bonaparte
Napoleon Bonaparte mit goldenem Lorbeerkranz und Hermelinfell, Gemälde von Marie-Victoire Jaquotot 1833
Wappen Pius’ VII. Von Odejea - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
Wappen Pius’ VII. by Odejea - Eigenes Werk
Wappen Talleyrands zur Zeit der bourbonischen Restauration
Wappen Talleyrands zur Zeit der bourbonischen Restauration. CC BY-SA 3.0

Napoleon musste gleich 2x von den Koalitionstruppen besiegt werden. Am 20. April 1814 musste er im Schloss Fontainebleau abdanken und nach Elba ins Exil. Nach der Niederlage von Waterloo wurde er am 8. August 1815 an Bord der HMS Northumberland gebracht, die ihn nach St. Helena bringen sollte. Selbst dieses Schiff ist pure Welle. 

Bestellung: 30. April 1795 

Kiellegung: Oktober 1795 (Jom-Kippur-Welle) 

Stapellauf: 2. Februar 1798 (Tag 33

Napoleons Beerdigung wurde vom 7.-9. Mai 1821 vorbereitet und zelebriert. 
Ähnlichkeiten zw. Napoleon und Hitler in Bezug auf den 20. April, 30 April und die deutsche Kapitulation vom 7.-9. Mai 1945 springen geradezu ins Auge. Im Bereich 2. Weltkrieg werde ich das Datum 20. April weiter aufdröseln. 

Aber Napoleons sterbliche Überreste. sollte nicht auf St. Helena bleiben. Das französische Schiff Belle Poule lief am 8. Oktober 1840 (Jom-Kippur-Welle) in den Hafen von St. Helena ein. Man exhumierte Napoleons Leichnam und brachte ihn nach Frankreich zurück. Die Belle Poule erreichte am 30.11.1840 den Hafen von Cherbourg und am 2.12.1840 (Tag 337).

Die Belle Poule war am 29. November 1827 (Tag 333) bestellt worden.  

Es versteht sich von selbst dass der Geburtsort Napoleons sich mit ihm schmückt und dazu auch noch Löwen verwendet. Das ursprüngliche Wappen von Ajaccio bestand aus einer gekrönten Säule mit zwei Hunden. Die wurden gegen zwei Löwen ausgetauscht. Ein Denkmal / Brunnen mit 4 Löwen steht ebenso in der Stadt. Napoleon wird hier mit Lorbeerkranz dargestellt. 

Wappen von Ajaccio Von Odejea, CC BY-SA 3.0
Statue de Napoléon Empereur Romain, Fontaine des 4 lions , Von Olaf Meister -  CC BY-SA 4.0,
Statue de Napoléon Empereur Romain, Fontaine des 4 lions , Von Olaf Meister -  CC BY-SA 4.0

Gesellschaftstheorie

In Frankreich stellte Charles Fourier † 10. Oktober 1837 (Jom-Kippur-Welle) gesellschaftliche Theorien auf. Dazu kann man die Gleichberechtigung der Geschlechter, antisemitische Kapitalismuskritik und befreite sexuelle Triebe zählen. Der Feminismus, die sexuelle Revolution und das bedingungslose Grundeinkommen haben bei ihm ihre Wurzeln. Bei ihm wird auch der Gedanke an eine Art von Leben in einer sozialistischen Genossenschaft mit freier Liebe und esoterischen Anlagen formuliert. 

Zu seinen Mitforschern im Bereich des Zusammenlebens in der Genossenschaft zählen Victor Considerant * 12. Oktober 1808 (Jom-Kippur-Welle) † 27. Dezember 1893 und Karl Bürkli

* 31. Juli 1823. 

Künstlerisch inspirierte er seine Zeitgenossen Imre Madách † 5. Oktober 1864 (Jom-Kippur-Welle) und Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski * 24. Juli 1828.
Die Sexualforscher William Howell Masters * 27. Dezember 1915 und Virginia Johnson † 24. Juli 2013 untermauerten das Thema durch wissenschaftliche Arbeit. 

 Julirevolution von 1830, Les Trois Glorieuses 
„Drei Glorreiche Tage“

Die Julirevolution brachte den sogenannten „Bürgerkönig“ auf den Thron: Louis Philippe von Orléans * 6. Oktober 1773 (Jom-Kippur-Welle). Durch die Revolution wurde Jules Auguste Armand Marie de Chalençon, Duc de Polignac † 29. März 1847 (Tag 88) als Premierminister von Frankreich entmachtet. Ebenso Karl X. Philipp9. Oktober 1757 (Jom-Kippur-Welle) vom Thron entfernt. Am 2. August 1830 musste er abdanken.

Das berühmte Gemälde "Die Freiheit führt das Volk" von Eugène Delacroix13. August 1863 (KW-33) beschreibt die heroische Handlung am 2. Revolutionstag. Die Freiheit wird von der vollbusigen und entblößten Marianne dargestellt. Eine Hommage an eine klassisch-antike Fruchtbarkeitsgöttin. 

Zitat:Das Bildprogramm könnte von Auguste Barbiers Revolutionsgedicht La Curée (dt. Die Jagd) angeregt worden sein. Darin wird die Freiheit als „ein kraftvoll Weib mit mächtigen Brüsten,/ mit rauher Stimme und derben Reizen“ beschrieben."

Diese Vollweib wird unaufhaltsam die Herrschaft der Monarchen in Europa beenden und ihre Büste steht heute in den Rathäusern der französischen Republik. Nicht Napoleon oder Marie Curie. Die erste echte Frau die dafür Modell stand war die Ikone Brigitte Bardot

 * 28. September 1934 (Jom-Kippur-Welle). Blonde Mähne und vollbusig.  

Das "befreite Brüste" als Symbol für eine befreite Gesellschaft stehen wird sich während der sexuellen Befreiung im 20. Jahrhundert wiederholen. Gegen demonstrierende Frauen mit nackten Brüsten kann man nicht mit Gewalt vorgehen. Das widerstrebt der Natur des Menschen einfach, sich gegen das zu wenden, was man am meisten liebt.  

Die Freiheit führt das Volk" von Eugène Delacroix † 13. August 1863
Die Freiheit führt das Volk" von Eugène Delacroix
13. August 1863
Marianne Brigitte Bardot by /ateliers.grandpalaisrmn.fr
Marianne Brigitte Bardot by /ateliers.grandpalaisrmn.fr

Restauration - 3. Republik

Nachdem Napoleon bei Waterloo besiegt worden war, wurde im Zuge der sog. Restauration wieder ein Bourbone auf den französischen Thron gesetzt. 

Ludwig XVIII. Er verdankt seinen Thron einmal dem gewieften Talleyrand und Joseph Fouché † 26. Dezember 1820 (Stephanstag). Beide wurden mit wichtigen Ministerämtern entlohnt.

Aus den Parlamentswahlen vom 12.-22. August 1815 gingen die Royalisten mit 75 % aller Abgeordneten hervor. Es folgte der sog. "weiße Terror" und jetzt waren Revolutionäre und Bonapartisten die Opfer.  

Ihm folgte, wie oben beschrieben, Karl X. Philipp9. Oktober 1757 (Jom-Kippur-Welle) auf den Thron. Am 2. August 1830 musste er abdanken. 

Am 7. August 1830 kam Louis-Philippe I. * 6. Oktober 1773 (Jom-Kippur-Welle) an die Macht

Nach den Wirren des Aufstand 1848 kam schließlich Napoleon III. an die Macht und die 2. Republik wurde gegründet. Am 2. Dezember 1851 (Tag 336) führte er einen Staatsstreich durch und genau ein Jahr später, am 2. Dezember 1852 (Tag 336​), ließ er sich zum Kaiser krönen. Am selben Tag hatte schon Napoleon Bonaparte dies getan. Dazu schrieb Hegel:

daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich so zu sagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce.

Man erkannte also auch damals schon die fraktale Wiederholung ohne jedoch den Grund zu verstehen. Wellenberg und Wellental eben.  

Auch für Napoleon III. endete die Geschichte mit einer krachenden Niederlage gegen die Deutschen und so dankte er ab. Ihm folgte Louis Jules Trochu † 7. Oktober 1896 (Jom-Kippur-Welle).

Während der 3. Republik kommt erst an 3. Stelle wieder ein AWT-Kandidat.
François-Judith-Paul Grévy * 15. August 1807 ; † 9.9.1891. Er hat wie Napoleon Bonaparte am 15.8 Geburtstag und er stirb am Geburtstag von Kardinal Richelieu.

Er trat am 2. Dezember 1887 (Tag 336​) ungeplant zurück. Mehr französischer Staatsmann geht ja kaum noch und trotzdem kennt den vermutlich fast niemand.

Doch es wird noch besser, denn am 3.12.1887 kommt Marie François Sadi Carnot * 11. August 1837 an die Spitze der 3. Republik. 

Als Highlight der französischen Politik folgt nun die sog. Dreyfuss-Affäre benannt nach Alfred Dreyfus9. Oktober 1859 (Jom-Kippur-Welle). Émile Zolas † 29. September 1902 (Jom-Kippur-Welle) berühmter Ausruf: J’accuse…! („Ich klage an…!“) war markerschütternd für Frankreich. 

Die im Juni 1899 neu gebildete Regierung unter Pierre Waldeck-Rousseau 

* 2. Dezember 1846 (Tag 336) ; † 10. August 1904 beendete die Auseinandersetzungen in der Affäre Dreyfus mit einem Kompromiss. Später wurde er vollständig rehabilitiert. Die Dreyfuss-Affäre und der Panama-Skandal ließen in Frankreich einen starken Antisemitismus aufflackern, der als Initialzündung des modernen Zionismus unter Herzel wirkte. Diese an sich kleine Angelegenheit, aber ein enormes Unrecht hatte für den Lauf der Geschichte extreme Konsequenzen.  

Frankreich wird im Ersten Weltkrieg von Raymond Poincaré * 20. August 1860 regiert werden und siegen. 

Belle Époque

Belle Époque ist ein französischer Begriff, der die "schöne Epoche" nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870-71 und dem Beginn des I. Weltkriegs bezeichnet. In diese 4 Jahrzehnte fällt in England der Höhepunkt des Empires, der Aufstieg Deutschlands "zur Sonne" unter Wilhelm II. und dem "Gilded Age" dem vergoldeten Zeitalter der USA nach dem Ende des Bürgerkriegs. Das Tempo der Erfindungen und des Fortschritts nahm fühlbar zu und auch die Kunst und Literatur transformierten sich. Der Wohlstand der Menschen wuchs in dem Maße an wie sie Energie gewinnen konnten. Mehr und mehr Kohle wurde durch Dampfmaschinen in kinetische Energie verwandelt und durch die chemische Industrie in neue Stoffe umgewandelt. Vor allem Farben. Diese 4 Nationen führten in dieser Zeit keinen Krieg gegeneinander und auch Russlands Westgrenze blieb ruhig. Ideale Bedingungen also um sich zu entwickeln. Eine Ergänzung zur These

"Der Krieg ist der Vater aller Dinge" <-> "Der Frieden ist die Mutter allen Wohlstands"

Stellvertretend für diese These hier mal ein Paar Bilder und die Daten der berühmten Künstler dazu.

Die Bar des Maxim’s (um 1890) von Pierre-Victor Galland † 30. November 1892 (Tag 335)
Die Bar des Maxim’s (um 1890) von
Pierre-Victor Galland † 30. November 1892 (Tag 335)
Loge im Sophiensaal (1903) Von Josef Engelhart CC BY-SA 3.0
Loge im Sophiensaal (1903) CC BY-SA 3.0 Von Josef Engelhart 
19. August 1864 (KW-33) in Wien in der Löwengasse.
Der Tanzunterricht (um 1874) von Edgar Degas
Der Tanzunterricht (um 1874) von Edgar Degas † 27. September 1917 (Eingang Jom-Kippur-Welle)
Die Jungfrau Maria mit Engeln, Gemälde von William Adolphe Bouguereau
Das Frühstück der Ruderer, 1880-81 Pierre-Auguste Renoir † 3. Dezember 1919 (Tag 337)
Das Frühstück der Ruderer, 1880-81
Pierre-Auguste Renoir † 3. Dezember 1919 (Tag 337)
Die Terrasse von Sainte-Adresse, 1867, Metropolitan Museum of Art in New York von Claude Monet
Die Terrasse von Sainte-Adresse, 1867, Metropolitan Museum of Art in New York von Claude Monet † 5. Dezember 1926 (Tag 339)
​Boulevard Bonne-Nouvelle, Paris Édouard-Léon Cortès * 6. August 1882 ; † 26. November 1969 (Tag 330)
Boulevard Bonne-Nouvelle, Paris
Édouard-Léon Cortès * 6. August 1882 ; † 26. November 1969 (Tag 330)
Triumphbogen, Paris Édouard-Léon Cortès * 6. August 1882 ; † 26. November 1969 (Tag 330)
Triumphbogen, Paris
Édouard-Léon Cortès * 6. August 1882 ; † 26. November 1969 (Tag 330)
Die Jungfrau Maria mit Engeln, Gemälde von William Adolphe Bouguereau
* 30. November 1825 (Tag 334) ; † 19. August 1905 (KW-33)

Betrachtet man diese Bilder so erkennt man gut den Zeitgeist dahinter. Maler und Schriftsteller hatten damals den Rang den heute Filmstars oder Regisseure hatten. Man begibt sich dabei immer auch in eine "Träumerei" und idealisierte Welt. Wie wichtig Kunst ist begreift man auch dadurch dass man den Ruhm, die Lorbeeren und das Ansehen erkennt, das damit einhergeht.

Adolf Hitler erträumte sich als Teenager ein Leben zurecht, das ihn als gefeierten Künstler im Mittelpunkt des Interesses sah. Wohlhabend und anerkannt. Daraus wurde nichts, weil er 2x durch die Aufnahmeprüfung der Akademie in Wien fiel. Er malte Postkarten im Stil seiner Vorbilder und als er an die Macht kam, da lies er sehr schnell alles an Literatur verbieten, was ihn nicht ansprach und auch die die sog. "Entartete Kunst" wurde verfemt. Das war sein erster Krieg - der gegen die "Traumwelten" von Anderen, die mehr Erfolg hatten als er.

Mutter Gottes mit Jesuskind - Adolf Hitler 1913
Haus am See mit Bergen - Adolf Hitler 1910
Haus am See mit Bergen - Adolf Hitler 1910
Mutter Gottes mit Jesuskind - Adolf Hitler 1913

Sie werden kein Bild von Adolf Hitler finden, dass auch nur ansatzweise krieg- oder gewaltverherrlichend ist. Im Gegenteil, es spiegelt sich die gleiche Stimmung wieder wie bei den oben aufgezeigten Künstlern. Frieden, Ruhe und Geborgenheit. Erst mit dem 1. Weltkrieg ändert sich Hitlers Ausrichtung um 100% und er malt auch nicht mehr. Er schafft Realitäten. 
Ihm wurde ohnehin bescheinigt viel eher Architekt zu sein denn Maler und auch da folgt auf die Belle Époque die "Art déco".
Art déco beginnt etwa um die Jahrhundertwende und hat in den 20er Jahren seinen Höhepunkt. Mit dem Ende des 2. Weltkriegs verblasst dieser Stil fast völlig. Es ist ein Stilbegriff, der sich in Kleidung, Architektur und Kunstgegenständen wiederfindet. 
Auch hier mal Paar auserwählte Namen und wichtigen Vertretern dazu.

Karl Coelestin Moser * 10. August 1860. Am 1. Oktober 1915 (Jom-Kippur-Welle) wurde Moser zum ordentlichen Professor für Baukunst. Zum 1. Oktober 1928 (Jom-Kippur-Welle) trat Moser in den Ruhestand. Er plante auffällig viele Kirchen und war Gründungspräsident des Congrès Internationaux d’Architecture Moderne (CIAM) (dt.: Internationale Kongresse Moderner Architektur). Initiatoren waren Le Corbusier * 6. Oktober 1887 (Jom-Kippur-Welle) unterstützt von Hélène de Mandrot * 27. November 1867 (Tag 331) ;  26. Dezember 1948 (Stephanstag)

Le Corbusier Er war einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, dessen neue Ideen aber auch Kontroversen auslösten. Rudolf Steiger * 4. Oktober 1900 (Jom-Kippur-Welle) war ebenso ein Gründungsmitglied der CIAM und wichtiger Architekt des 20. Jahrhunderts.

Innenraum der Pfarrkirche St. Antonius in Basel, 1927 von Ikiwaner CC BY-SA 3.0
Mosers Arbeit: Innenraum der Pfarrkirche St. Antonius in Basel, 1927 von Ikiwaner CC BY-SA 3.0 
Erstellt: 26. Juli 2007 (26+7=33)

Paul Poiret * 20. April 1879 in Paris  ein französischer Couturier und Parfümeur. Bekannt für seinen Wagemut, gilt er als Vorläufer des Art-déco-Stils. 
Zitat: "Im Jahre 1914, kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, entwickelte Poiret für die französische Armee den ersten neuen Militärmantel seit 1877. Nachdem festgestellt worden war, dass alle Stofffarben, selbst die der Trikolore, aus dem nun verfeindeten Deutschland importiert wurden, konnte die französische Armee nur Zugriff auf die Lagerbestände einer deutschen Tochterfirma nehmen. Den ursprünglichen Plan, einen neuen Uniformstoff in den französischen Nationalfarben rot – weiß – blau zu weben, musste man bald fallen lassen, da keine beschlagnahmte rote Importfarbe in ausreichender Menge verfügbar war. So wurde der neue Mantelstoff in den Tönen indigoblau und weiß gewebt.

Durch Zufall war so die später berühmte „horizontblaue“ Optik des französischen Frontsoldaten entstanden." Das Beispiel zeigt wie wichtig die chemische Industrie da schon war. 

Die Zeichnung darunter ist von 1908. Sie zeigt 3 Frauen und einen Frosch. Scheinbar ein beliebiger Modeentwurf, für Insider aber eine klare Botschaft.

Entwürfe von Poiret (1908, Zeichnung von Paul Iribe)
Entwürfe von Poiret (1908, Zeichnung von Paul Iribe)

Jacques Doucet † 30. Oktober 1929 (Tag 303) war ein französischer Modeschöpfer, Kunstsammler und Mäzen.

Henry Dreyfuss † 5. Oktober 1972 (Jom-Kippur-Welle) war in den USA für die Streamline-Moderne vertretend. Ein klassisches Industriedesign.

  1 ⁄ 23    Weitere Einzelheiten Klasse J-3a der New York Central Railroad mit „Bullet Nose“-Design von Henry Dreyfuss

Klasse J-3a der New York Central Railroad mit „Bullet Nose“-Design von Henry Dreyfuss

Hier mal 3 Beispiele für die Verknüpfung von religiösen Motiven und moderner Baukunst. Man erfindet immer nur die Form neu aber nie das Thema an sich. Art déco steht im krassen Widerspruch zur Architektur der NS-Zeit. Jedoch wird Beides gleichzeitig durch das Ende des 2. Weltkriegs beendet. Die Figuren sind Engel mit übermenschlicher Optik. 

Hoover Dam Guardian Angel

Hoover Dam Guardian Angel Art déco

  2 ⁄ 16    Weitere Einzelheiten Art-Déco-Spitze am Hochhaus 570 Lexington Avenue von 1931, New York City by Chris06

 Art-Déco-Spitze am Hochhaus 570 Lexington Avenue von 1931, New York City by Chris06

Niagara Mohawk Building von 1932, Syracuse (New York) von Peter Dutton CC BY 2.0

Niagara Mohawk Building von 1932, Syracuse (New York) von Peter Dutton CC BY 2.0  

Kolonien in Afrika

Französisch-Westafrika by Von Hogweard - Africa map 1935
Französisch-Westafrika by Von Hogweard - Africa map 1935

In Afrika hatte Frankreich bis in die 1960er Jahre noch viele Kolonien.

Neun französische Kolonien erlangten allein im August 1960 die Unabhängigkeit:

  1. am 1. August die Republik Dahomey ( seit 30. November (Tag 334) 1975 Benin)

  2. am 3. August Niger.

  3. am 5. August Obervolta (Seit 4. August 1984 Burkina Faso)

  4. am 7. August die Elfenbeinküste (heute offiziell Côte d’Ivoire)

  5. am 11. August Tschad  

  6. am 13. August die Zentralafrikanische Republik Nationalfeiertag ist 1. Dezember (Tag 335)

  7. am 15. August die Republik Kongo. Seit 9. August 2002 per Verfassung eine präsidiale Republik.

  8. am 17. August Gabun 

  9. am 20. August der Senegal

  10. am 28. November (Tag 333) Mauretanien /  Nach einem Putsch am 8. August 2008 herrschte kurzzeitig eine Militärdiktatur
     

Aus diesen ehemaligen Kolonien bezieht Frankreich Öl, Rohstoffe aller Art und auch Uran für die AKWs der EDF.

In sehr vielen dieser Staaten gab es seit 2020 einen Militärputsch und die richteten sich auch gegen den Neokolonialismus Frankreichs. Teilweise haben Staaten gleich mehrfach Militärputsche erlebt. Die Deutsche Welle spricht von einer Putschwelle.

Im Niger gab es am 26.7. (26+7=33) 2023 einen solchen Putsch. 

Zitat: "Als das Ultimatum am 7. August 2023 auslief, ordnete die Ecowas am 10. August 2023 die Entsendung einer "Standby-Truppe" an, um die Ordnung im Land wiederherzustellen....

Die Generalstabschefs der Ecowas sollten am 12. August 2023 in Ghana zusammentreffen, wie AFP am 11. August 2023 aus regionalen Militärquellen erfuhr. Dieses Zusammentreffen wurde jedoch auf den 17. und 18. August 2023 verschoben".

Hier der Beschluss der Ecowas vom 10. August 2023. 

Frankreich wird in Afrika vor die Tür gesetzt, auch mit Hilfe der russischen Wagner-Gruppe.

Proteste in Mali gegen Frankreich. Foto Reuters
Proteste in Mali gegen Frankreich. Foto Reuters

Allgemeines

Pyramide du Louvre Image by Daniele D'Andreti
Pyramide du Louvre Image by Daniele D'Andreti

Frankreich hat die Vorwahl 0033. Es gliedert sich in 335 Arrondissements.

Die Fläche beträgt 632.733,9 km² bewohnt von 68.373.433 Menschen. 

BIP/Einw. (KKP) 60.339 USD

Neben den beiden Weltkriegen war der sog. Hundertjährige Krieg in der Landesgeschichte extrem prägend. Er begann 1337 und eine berühmte Figur dabei war Jean d‘Arc.

1348 starb ca. 1/3 also 33% der Bevölkerung an der Pest.

Der Eiffelturm 

In Paris gibt es das Wahrzeichen schlechthin, den Eiffelturm, welcher 330m hoch ist und 33m über NN liegt.

Bereits im Jahr 1833 schlug der Engländer Richard Trevithick vor, eine 1000 Fuß (304,80 Meter) hohe, von 1000 Stützen getragene gusseiserne Säule mit dem Durchmesser von 30 Metern an der Basis und 3,60 Metern an der Spitze zu bauen.

Nachahmung gab es dazu in Japan mit dem ca. 333m hohen Tokyo Tower. Das es "Kopien" gibt ist ein Indiz für den 4. Hauptsatz.

Tour Eiffel de 330 m de haut Image by Nikolay Kovalenko
Tour Eiffel de 330 m de haut Image by Nikolay Kovalenko

 Arc de Triomphe de l’Étoile

Der Triumphbogen auf dem Place Charles de Gaulle wurde am 15. August 1806 mit der Grundsteinlegung begonnen. Es war der Geburtstag von Kaiser Napoleon I. KW-33.

Am 29. Juli 1836 wurde er in Anwesenheit des Königs der Franzosen, Louis-Philippe eingeweiht.

 Arc de Triomphe de l’Étoile
 Arc de Triomphe de l’Étoile

Notre Dame de Paris

Notre Dame de Paris Image by Fabio Rogerio Sant Ana

Sie möchten was über die Kathedrale „Notre Dame de Paris“ und den berühmten Glöckner Quasimodo sehen. Obwohl es der 34. Film der Disneyserie ist, wird er dennoch in Deutschland als Nr. 33 angeboten

Notre Dame de Paris Image by Fabio Rogerio Sant Ana
Tour de France Image by Markus Spiske

Tour de France

Die Tour de France 2022 gewann ein Däne in 79h33min20s und die Strecke dazu war 3350km lang. Die Tour endete wie immer in Paris.

Tour de France Image by Markus Spiske

Vin rouge

Sie mögen vielleicht teuren edlen Rotwein aus Frankreich. Einen Château Lafite Rothschild bekommen Sie in der 33, RUE DE LA BAUME, 75008 PARIS.

Rotwein
Vin rouge Französischer Wein

Cartier

Frankreich kann mehrere Luxusmarken vorweisen die weltweit gefragt sind. Die Schmuck und Uhrenmanufaktur Cartier ist nur eine davon. Gegründet wurde sie von 

Louis-François Cartier (* 2. Dezember 1819, Tag 336; † 15. Mai 1904, QS 25, Datumsdiagonale).

Sein Sohn Alfred Louis François Cartier (* 17. Februar 1841; † 15. Oktober 1925) liegt je einen Tag versetzt zur Datumsdiagonale 18.2. und dem Jom-Kippur-Cluster. Er baut die kleine Firma zum Konzern aus.
Der Enkel Louis Joseph Cartier (* 6.6. 1875, QS 33, † 23 Juli 1942) setzt das Werk fort und denn folgt der Ur-Enkel Jacques-Théodule Cartier (* 2. Februar 1884, QS 25, Tag 33; † 10. September 1941, QS 25, KW 37). Dieser stirbt während des Zweiten Weltkriegs im kleinen Ort Dax. Das Ortswappen besteht aus einem dreistufigen Turm, einem Löwen und Wellen. Diese weisen auf die Thermalquellen in der Nähe des Ortes hin.

Louis Vuitton

Louis Vuitton ist eine der 20 wertvollsten Marken der Welt und der Gründer und Namensgeber war Louis Vuitton (* 4. August 1821; † 27. Februar 1892, QS 31). Mit 33 Jahren gründete er seine Firma.

Für Louis V. arbeiten Nicolas Ghesquière (* 9. Mai 1971 in Comines) als Designer. Der Ort Comines hat den Schlüssel im Wappen und 5 Blüten mit je 5 Blättern.
2008 entwarf die japanische Designerin Rei Kawakubo ( * 11. Oktober 1942; JKW) eine exklusive Canvas-Taschenkollektion für Louis Vuitton.

Virgil Abloh (* 30. September 1980, JKW; † 28. November 2021, Tag 332) war Modedesigner. 

Coco Chanel

Coco Chanel (* 19. August 1883, K33) war die Stilikone der französischen Mode und Parfum. Sie war sogar eine Geheimagentin für die Deutschen im 2. Weltkrieg. Sie hat "das kleine Schwarze" und "Chanel No.5" erfunden. 

Le Corbusier

Le Corbusier * 6. Oktober 1887 (Jom-Kippur-Welle) war ein berühmter Architekt, Künstler und Designer. Seine Betongebäude begründeten den Architekturstil des Brutalismus.

Seit 2016 gehören 17 seiner Bauten in sieben Ländern zum UNESCO-Welterbe. Die Schweizer haben sein Gesicht auf einer Banknote verewigt. Das will was heißen.

Die Cité radieuse – Strahlende Stadt

AWT-seitig verdichtet sich die Unité d’habitation zu einem modernen Markerkern. Bereits die Maße öffnen das Feld: Die Länge wird je nach Quelle mit rund 135 m beziehungsweise 137 m angegeben und liegt damit im Nahbereich der 137-Achse. Die Höhe von 56 m lässt sich als 33 + 23 lesen und verbindet damit Grenzwert- und Informationsschleifenfeld. Die Breite von 24 m entspricht 3 × 8 und koppelt an Sauerstoff-, Oktogon- und Ordnungsstruktur.

Auch die innere Organisation trägt Marker. Die 18 Geschosse berühren das Mondfeld, also Rhythmus, Wiederkehr und Unterbewusstsein. Die 337 Wohnungen liegen im Nahbereich des 333-Markers, ergänzt um die 4 als Raum-, Kreuz- und Fundamentzahl. Wo andere Quellen 330 Wohnungen nennen, erscheint zusätzlich die Nähe zur 333 sowie zum Tag 330 im Kalender.

Die Pilotis, also die tragenden Stützen, heben den Baukörper vom Boden ab. Damit steht die Wohnmaschine nicht einfach auf der Erde, sondern auf gesetzten Stützen: Fundament, Abstand, Tragwerk und Ordnung werden sichtbar. Der Bau ruht nicht im Boden, sondern über ihm.

Der Name Cité radieuse, die „Strahlende Stadt“, führt die Architektur direkt ins Lichtfeld. Nach Krieg, Zerstörung und Wohnungsnot erscheint hier keine Burg, kein Schloss und keine Kathedrale mehr, sondern ein moderner Wohnkörper aus Beton, Modul, Licht, Luft und Gemeinschaft. Ordnung soll sichtbar, bewohnbar und sozial wirksam werden.

Besonders stark ist dabei der Modulor. Le Corbusier entwickelt hier ein Maßsystem, das den menschlichen Körper mit dem Goldenen Schnitt verbindet. Der Mensch wird zum Maß der Architektur. AWT-seitig koppelt dies unmittelbar an Axiom 1: Selbsterkenntnis. Der Bau soll nicht nur Raum schaffen, sondern den Menschen als Maß, Körper, Rhythmus und Proportion in die Ordnung der Architektur einschreiben.

Damit wird die Unité d’habitation zu einem modernen Gegenstück früherer Markerkörper. Die Pyramide speichert Tod im Stein. Der Dom speichert Glaube im Stein. Die Cité radieuse speichert Wohnen, Licht, Maß und Gesellschaft im Beton.

Aus Stein, Krone und Burg wird Beton, Modul und Wohnblock. Die Frage bleibt dieselbe: Wie baut man eine Ordnung, in der Menschen leben können?

Yves Saint Laurent

Yves Saint Laurent1. August 1936 ist ein weiterer kreativer Löwe aus Frankreich. Wieder finden wir mit Laurent den Lorbeer.

Simone de Beauvoir

Eine berühmte Feministin und Autorin war Simone de Beauvoir  † 14. April 1986 (1+4+4+1+9+8+6=33). Ihr langjähriger Partner war Jean-Paul Sartre.  

Daniel Hechter

Daniel Hechter * 30. Juli 1938 ist ein französischer Modeschöpfer. Er wird zu den Wegbereitern des Prêt-à-porter gezählt. Die Prêt-à-porter Mode kann man auf Lucien Lelong * 11. Oktober 1889 (Jom-Kippur-Welle) zurückverfolgen. 

Er sponsorte PSG ab 1973 * 12. August 1970 (KW-33) und legte den Grundstein für den sportlichen Erfolg.  

Charles de Gaulle

Charles André Joseph Marie de Gaulle. Der General und Staatsmann Frankreichs. 

*22. November (22+11=33) 1890 in Lille im Département Nord. Er starb am 9.11.1970  

Die Stadt Lille hat folgende Koordinaten: ♁ 50° 38′ N, 3° 3′ O

PLZ: 59033. Das Département Nord hat einen Löwen als Wappen.

De Gaulle starb am † 9. November 1970. Dem Deutschen Schicksalstag. 9 = 3x3; 11 = 1/3 33

Zitat:" Bereits im ersten Gefecht bei Dinant erlitt de Gaulle am 15. August 1914 eine Verwundung. Er kehrte dann als Chef der 7. Kompanie zum 33e régiment d’infanterie an die Champagne-Front zurück."

33.regiment von Leroypy - Eigenes Werk
33.regiment von Leroypy - Eigenes Werk
Charles de Gaulle (1942) Von Office of War Information, Overseas Picture Division.
Wappen des Departements Nord
Wappen des Departements Nord
CC BY-SA 3.0
Charles de Gaulle (1942) Von Office of War Information, Overseas Picture Division. 

Provisorische Regierung der Französischen Republik

Nach dem 2. Weltkrieg wurde erst Charles de Gaulles Staatsoberhaupt aber nur bis 1946. 

Dann kam Félix Gouin4. Oktober 1884 (Jom-Kippur-Welle) und danach Georges-Augustin Bidault * 5. Oktober 1899 (Jom-Kippur-Welle) bis 28. November 1946 (Tag 332).  

Valéry Giscard d’Estaing

Valéry Giscard d’Estaing wurde am 2. Februar 1901 (Tag 33) in Koblenz geboren. Er sprach fließend Deutsch und war sehr eng mit Helmut Schmidt befreundet. Er kam am 27. Mai 1974 an die Macht. Helmuth Schmidt am 16. Mai 1974. Das verbindet sie vielleicht zusätzlich und damals war das wirklich mal eine Phase echter Französisch-Deutscher Freundschaft.  

Er verstarb am 2.12.2020 (Tag 337) an Covid-19.

Die Frau an Helmut Schmidts Seite war Loki Schmidt. Sie kam am 3.3.1919 auf die Welt. 

Valéry Giscard d’Estaing & Helmuth Schmidt
Valéry Giscard d’Estaing & Helmuth Schmidt 29. November 1976
(Tag 334) von Hans Peters / Anefo
Loki Schmidt 3.3. Von Montgomery - U.S. DefenseImagery photo VIRIN: DF-SC-83-01314
Loki Schmidt 1981 Von Montgomery - U.S. DefenseImagery photo VIRIN: DF-SC-83-01314

Jacques Chirac

Der Mann war ein typisch französischer Politiker der Moderne. Er hatte diverse Skandale, ließ Atomwaffen im Pazifik testen und verweigerte George W. Bush die Gefolgschaft im Krieg gegen Saddam Hussein. Er kam am 29.11.1932 auf die Welt - Der 334. Tag des (Schalt)-Jahres.

Clinton Chirac Von David Scull
US-Präsident Bill Clinton und sein damaliger französischer Amtskollege Jacques Chirac Von David Scull

François Hollande

François Hollande kam am 12. August 1954 in Rouen, Seine-Maritime auf die Welt. Er ist ein KW-32-Löwe und das Wappen des Departements Seine-Martime ist passend.

Mehr Löwen und mehr Wellen kann man ja nicht verlangen. 

Wappen des Departements Seine-Martime Von I, Koro, CC BY 2.5
Ségolène Royal
Ségolène Royal (Foto: AFP)
Wappen des Departements Seine-Martime Von I, Koro, CC BY 2.5

Seine Regierungszeit war vom Sparzwang geprägt. 2013 hätten 33 Milliarden Euro an den geplanten Staatsausgaben gekürzt werden müssen, um die Defizit-Obergrenze von 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einzuhalten. Entgegen Hollandes Bestrebungen stieg die Arbeitslosenzahl bis Ende 2013 auf 3,303 Millionen. Das Beste an Ihm war, meiner Meinung nach, seine Frau Marie-Ségolène Royal.

Image by Pawel Janiak
Image by Pawel Janiak
Wappen von Nanterre  CC BY-SA 3.0

Unruhen / Islamisten

Präsident Macron hat nur noch 33% Zustimmung.

Im Jahr 2019 hat er noch über 33 tote Terroristen frohlockt.

In Nanterre starb bei einer Polizeikontrolle ein junger Mann. Das löste landesweite Unruhen aus.

Das Wappen des Ortes besteht aus zwei Wellen. Die Universität von Nanterre ist berühmt für ihre Absolventen u.a. Präsident Macron. Dort nahmen die Studentenproteste von 1968 ihren Lauf. Das war die erste Welle.

Wappen von Nanterre  CC BY-SA 3.0

Marine Le Pen

Marine Le Pen * 5. August 1968 als Marion Anne Perrine Le Pen in Neuilly-sur-Seine.

Beim zweiten Wahlgang am 7. Mai 2017 erhielt sie 33,9 Prozent der abgegebenen Stimmen, für Macron stimmten 66,1 Prozent. 

Marine Le Pen (2022) VOX España
Marine Le Pen (2022) VOX España

Jean-Luc Mélenchon

Die Parlamentswahlen in Frankreich am 7.7.2024 haben Jean-Luc Mélenchon auf Platz 1. 

* 19.8.1951 (KW-33) gehievt. 

Er wird die Politik Frankreichs mit Sicherheit in neue Bahnen lenken. Das ist mal sicher, wenn die AWT auch nur in Ansätzen stimmen sollte, wird das eine Zäsur.  

Jean-Luc Mélenchon Von Thomas Bresson - Eigenes Werk, CC BY 4.0
Jean-Luc Mélenchon Von Thomas Bresson - Eigenes Werk, CC BY 4.0

Asterix & Obelix

Asterix-Logo
Asterix-Logo hochgeladen am 28. November 2012 (Tag 333)

Diese sehr spezielle Comicserie aus Frankreich wurde vom Autor René Goscinny 

* 14. August 1926 ins Leben geschrieben. Als er starb übernahm der Zeichner Albert Uderzo das Texten bis zur Ausgabe 34. Danach übernahm das Jean-Yves Ferri20. April 1959 und mittlerweile macht das Fabrice Caro10. August 1973. Im Nachkriegsfrankreich kam die Story wohl auch deshalb gut an, weil man sich hier der Illusion eines beharrlichen und gerechten Widerstands gegen eine Besatzungsmacht hingeben konnte. Kurz nach der Kollaboration vieler Franzosen mit den Deutschen, den verlorenen Kriegen in Vietnam und Algerien, eine heilsame Medizin für das eigene Selbstbild, die Grande Nation halt. 

Musiker

Frankreich hat neben Malern und Schauspielern auch viele Gesangstalente zu bieten. 
Einige davon sind wegen der Sprache international nicht so erfolgreich aber innerhalb Frankreichs und französischsprachigen Ländern sind sie umso beliebter.

Achille-Claude Debussy * 22. August 1862.

Yvette Guilbert † 2. Februar 1944 (Tag 33).

Yves Montand * 13. Oktober 1921 (Ausgang Jom-Kippur-Welle) ; † 9. November 1991.

Jacques Romain Georges Brel † 9. Oktober 1978 (Jom-Kippur-Welle).

Édith Piaf † 10. Oktober 1963 (Jom-Kippur-Welle).

Charles Aznavour † 1. Oktober 2018 (Jom-Kippur-Welle).

Nino Ferrer * 15. August 1934 (KW-33) ; † 13. August 1998 (KW-33).

Isabelle Aubret * 27. Juli 1938. 

Johnny Hallyday † 5. Dezember 2017 (Tag 339).

Sylvie Vartan * 15. August 1944 (KW-33). 

Sheila * 16. August 1945 (KW-33). 

France Gall * 9. Oktober 1947 (Jom-Kippur-Welle).

Patricia Kaas * 5. Dezember 1966 (Tag 339).

Alizée Lyonnet * 21. August 1984.

Ein berühmtes Theater für viele dieser Musiker ist das L'Olympia in Paris.

Die Fassade des Olympia bei Nacht Von KoS - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Die Fassade des Olympia bei Nacht Von KoS - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 
Erstellt: 30. November 2016 (Tag 335)

Schauspieler

Es gibt bedeutende Schauspieler aus Frankreich, die in verschiedenen Genre brillieren. Französische Filme besitzen einen ganz eigenen Charme, Witz, Esprit und Leichtigkeit, die deutschen Werken fehlt.  

Einige Stars davon sind Löwen und haben über die Grenzen hinweg unzählige Fans. 

Ich zähle Ihnen die mal auf:

Jean Gabin * 17. Mai 1904 (Tag 138 Schaltjahr) ; † 15. November 1976 Leopolditag.

Louis de Funès - die Grimassen sind Legende, er hat am 31. Juli 1914 Geburtstag.

Bourvil 27. Juli 1917.

Pierre Richard - der große Blonde mit den schwarzen Schuhen, hat am 16. August 1930 Geburtstag.

Jean Reno - aka Leon der Profi am 30. Juli 1948 - Arnold Schwarzenegger am 30.Juli 1947.  

Alain Delon * 8. November 1935 (Tag 312) ; † 18. August 2024 (KW-33) wurde 88 Jahre alt.

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