
Der kalte Krieg & 9/11
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam die Welt nur sehr kurz zur Ruhe. Es folgte ein Wettrüsten, ein Wettlauf zum All und zahlreiche "kleinere" Kriege in der ganzen Welt. Die USA verstricken sich in unzählige Konflikte und erleiden erst in Vietnam eine empfindliche Niederlage gegen den Vietcong und danach gegen die Moslems im mittleren Osten.
Grafik "Die Welt 1980 im Kalten Krieg". Diese W3C-unbestimmte Vektorgrafik wurde mit Inkscape erstellt
Venona Projekt
Schon während des 2. Weltkrieges versuchten die USA den Code der russischen Seite zu knacken und das gelang ihnen auch. Zwei herausragende Spezialisten waren dabei Meredith Knox Gardner und Genevieve Marie Grotjan Feinstein.
Gardner starb am 9. August und Feinstein am 10. August.
Sie hat am 30.4. Geburtstag - Gaußtag.
Zitat: "Am 31. Juli 1946 extrahierte er einen Teil einer Nachricht des KGB aus New York vom
10. August 1944, die eine Diskussion über geheime KGB-Aktionen in Lateinamerika enthielt."
Der russische Führungsoffizier der Spione innerhalb des "Manhattan-Projekts" war Anatoli Antonowitsch Jazkow † 26.3. 1993 QS 33).
Meredith Knox Gardner (1912–2002)
By w: National Security Agency
Genevieve Marie Grotjan Feinstein 1939
by U.S. Army
Die Details werden hier in der BILD-DOKU erklärt. Es sind stets sich wiederholende Muster, die dazu führen, dass ein Code geknackt wird.
Screenshots aus: Geheime Codes zur ultimativen Waffe des Kalten Krieges – „Streng geheim“ Folge 6 | BILD Doku
Bei Klaus Fuchs, dem deutschen Spion, der zusammen mit Harry Gold * 12.12.1910 die Technologie der Atombomben an die UDSSR verriet, gibt es kaum Zahlenmuster, die man verwenden kann. Dafür das das Wappen seiner Geburtsstadt Rüsselsheim am Main. Die sog. Wolfsangel wird als Z in der Ukraine auftauchen. Ursprünglich war ein Löwe das Wappentier der Stadt.

Wappen der Stadt Rüsselsheim am Main
33. Breitengrad
Breitengrad-33 by wiki
Es ist plausibel anzunehmen, dass die Welle mit der eingesetzten Energie an Stärke zunimmt. Das erklärt die Häufung in Kriegen, wenn sehr viel Energie eingesetzt wird.
Sieht man sich an wo auf der Welt gerade, und eigentlich irgendwie schon immer, Kriege geführt werden – so kann man einfach den 33. Breitengrad Nord entlangfahren.
Da liegen die bekannten Namen: Syrien, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan. Dort entstanden übrigens die ersten Hochkulturen der Menschheit. Entlang dieser Linie findet man natürlich auch die USA und China.
Der kalte Krieg endete 1989 mit dem Fall der Mauer. Ca. 33 Jahre später wiederholt sich der Konflikt wieder in der Ukraine. Dieses Land wird mittig durch den 33. Längengrad geteilt.
Der Auguststurm 1945
Um die heutige Situation in Fernost zu verstehen, muss man einen Blick in das Jahr 1945 werfen. Im August überrannten die russischen Truppen in der Mandschurei das, was von der japanischen Armee noch übrig war. Man nennt es heute Operation Auguststurm. Alles im Zeichen des Löwe. Der russische Außenminister Molotow erklärte dem japanischen Botschafter Satō Naotake * 30. Oktober 1882 (Tag 303) am 8. August, dass man sich ab dem 9. August im Krieg befindet.
Ohne diese Operation wären die Kommunisten weder in China noch in Nordkorea an die Macht gelangt. Der Koreakrieg und der Vietnamkrieg haben hier ihren Starpunkt.
Sowjetische Invasion der Mandschurei (1945), basierend auf den Karten von Glantz in Levenworth Paper No 7 - Feb 1983. CC BY-SA 3.0
Operation Auguststum
Indochinakrieg
Bevor die USA in Vietnam loslegten, war die Kolonialmacht Frankreich als westliche Besatzungsmacht dran. Der Grund für die Ablehnung der Franzosen durch die Vietminh war die Hungersnot 1944-45. Diese wurde durch die Franzosen aktiv mit verursacht. Dadurch verhungerten über 1,3 Mio. Menschen. Vergleichbar mit dem Holodomor und der Hungersnot in Bengalen sowie Arabien. Schon im August 1945 wurde klar, dass die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hier nicht mehr willkommen war.
Auf französischer Seite regierte Georges-Augustin Bidault * 5. Oktober 1899 (5+1+1+8+9+9=33) / (Jom-Kippur-Welle). Indochina wurde durch Hồ Chí Minh * "19. Mai 1890" (1+9+5+1+8+9=33) repräsentiert.
Der Krieg begann am 23. November 1946 (Tag 327) und endet am 1. August 1954.
Hier dazu ein guter Vortrag dazu von Dirk Pohlmann (11. August 1959).
Insbesondere die Fremdenlegion mit ehemaligen Waffen-SS Soldaten war in Indochina stark involviert. Während des Krieges dienten insgesamt 78.833 Legionäre in Indochina.
Die Franzosen haben den Gegner geradezu absurd unterschätzt und sind hier sang und klanglos untergegangen. Die Amerikaner, die nicht auf Seiten der unabhängigkeitsliebenden Vietminh agieren, sondern die unterdrückende Kolonialmacht Frankreich unterstützen, werden den Fehler potenziert-fraktal wiederholen. Im Dschungel und im Reisfeld werden die GIs auf einen Gegner treffen, der ihnen mental und moralisch haushoch überlegen ist. Besser kann man die Heuchelei von der Unabhängigkeit der Völker nicht darstellen, als es die Amerikaner hier abgeliefert haben.
Das Debakel der Franzosen hat einen Namen: Điện Biên Phủ. Das Stalingrad im Dschungel. Wegen der vielen Deutschen in den Reihen der Fremdenlegion wir diese Schlacht als das letzte Schlacht der Waffen-SS tituliert. Nur 3290 Mann überlebten, 7573 Soldaten starben.
Es begann am 13.3.1954 und endet passenderweise am 8. Mai 1954 - dem Tag der Deutschen Kapitulation 1945 - kann man sich nicht ausdenken. 8. Mai 45/54.
Der kommandierende General der Franzosen war Oberst Christian Marie de Castries. Er kam am 11. August 1902 als Löwe in Paris auf die Welt. Er starb am 29. Juli 1991 ebenso im Zeichen des Löwen in Paris. Sein Chef war General Henri Navarre und auch er ist ein Löwe. 31. Juli 1898.
Der militärische Führer der Việt-Minh-Truppen im Unabhängigkeitskampf gegen die französische Kolonialherrschaft war General Võ Nguyên Giáp † 4. Oktober 2013 (Jom-Kippur-Welle). Es gibt aber noch weitere Teilnehmer mit den passenden Zahlen:
Louis de la Trinité * 7. August 1889 war von 1945 bis 1947 Generalgouverneur und Hochkommissar in Indochina.
Trường Chinh † 30. September 1988 (Jom-Kippur-Welle) war Erster Sekretär der Kommunist Partei Nordvietnams und führender Theoretiker der Partei. Der Norweger Stein D. Tønnesson * 2. Dezember 1953 (Tag 336) hat seine historische Forschung auf dem Gebiet der Revolution in Indochina betrieben.
Christian Marie Comte de La Croix de Castries
Französische Infanteristen in ihren Gräben bei Điện Biên Phủ
Võ Nguyên Giáp (1957)
Libanonkonflikt
Die Geschichte des modernen Libanon beginnt mit der Unabhängigkeit vom osmanischen Reich nach dem 1. Weltkrieg. Das Völkerbundmandat Frankreichs über Syrien und Libanon trat am 29. September 1923 (Jom-Kippur-Welle) in Kraft und bestand bis 1943.
Am 26. November 1941 (Tag 330) kündigte der französische General Georges Catroux die Unabhängigkeit des Libanon unter dem Schutz der Regierung des Freien Frankreichs an.
Schon die Flagge mit der Zeder weist auf den bekannten Baumkult hin und hat christliche Wurzeln. Der Libanon wird seit Jahrtausenden besiedelt, durch das Land zieht sich der 33. Breitengrad Nord und das Seefahrervolk der Phönizier erschloss sich von hier aus den Mittelmeerraum. Die kyrillische Schrift mit 33 Buchstaben basiert auf den Schriftzeichen der Phönizier.
Flagge des Libanon mit Zeder
Am 22. November 1943 (22+11=33) fand die Wiedereinsetzung der Regierung durch libanesische Amtsträger statt; dies ist zugleich der offizielle Unabhängigkeitstag.
Eine bedeutende Kultstätte ist der römische Jupiter-Tempel in Baalbek mit einem Löwenkopf.

Löwenfigur in Baalbeck (Libanon) by Dominik Tefert
Der Libanon war in der Nachkriegszeit durch christlich-französisch geprägte Führung an den Westen und die USA gebunden. Diese Politik war eingebettet in den sog. Nationalpakt. Der Nationalpakt wurde erstmals am 7. Oktober 1943 (Jom-Kippur-Welle) in einer ministeriellen Erklärung durch Riad es-Solh verkündet. Das Land war demokratisch, es gab ein Wahlrecht für Frauen und es gab einen sichtbaren Aufschwung. Man nannte das Land die Schweiz des nahen Ostens und Beirut das Paris des nahen Ostens.
Das änderte sich durch den immer stärkeren Einfluss von diversen arabischen Moslemgruppierungen. Hauptsächlich palästinensische Flüchtlinge, was letztlich in einen sehr langen Bürgerkrieg führte. Der Libanon ist heute ein "failed State" und ein mahnendes Beispiel wie schnell ein blühendes Land in einen Trümmerhaufen verwandelt wird, wenn man den Einfluss von, in sich zerstrittenen, arabischen Moslems zulässt.
Egal wo man das "Experiment" wiederholt, wird das Ergebnis stets das Gleiche sein. Iranisch gesponsorte Schiiten werden gegen Sunniten mit saudischer Unterstützung in den Kampf ziehen und dazwischen christliche oder jüdische Minderheiten unterdrücken.
Das Sponsoring von Fußballklubs wie PSG * 12. August 1970 (KW-33) in Frankreich durch Qatar mobilisiert dort eher die Kampfbereitschaft von muslimischen Migranten und nicht den Fair-Play Gedanken.
Die Petrodollar wandern auch selten in zivile Projekte oder Schulen. Höchstens in Koranschulen und Waffen für den Kampf. Kein Wunder, dass jedes Land, das in so einem System gefangen ist unweigerlich kollabiert. Die Flüchtlinge dazu wandern in Europa ein und dort setzt sich das dann fort, bis auch dort die Metropolen unbewohnbar sind. Je urbaner das Areal und umso höher der Anteil an arabischen Moslems, umso schneller und nachhaltiger ist der Niedergang. Es gibt auf der ganzen Welt unzählige Beispiele dazu und nicht einen Ausreißer in die andere Richtung. Grundsätzlich ist einfach eine zu geringe Bereitschaft zur Bildung und Disziplin bei der Arbeit zu konstatieren. Wer sich als Moslem immer im recht sieht und jede Antwort auf eine Frage immer nur Allahu Akbar ist - der packt keine Prüfung und wird nie von seiner Arbeit leben können. Die "Glaubensbrüder" am Persischen Golf stecken ihr Geld auch lieber in plakative Sportevents als in die nachhaltige Entwicklung des Gazastreifens und der Westbank. Kein arabisches Land würde auch nur annähernd die Zahl an arabischen Flüchtlingen aufnehmen wie die EU. Die Grenzanlagen zw. Ägypten und dem Gazastreifen sehen aus wie der Todesstreifen in Ostberlin.
Wichtige Akteure und Gruppierungen im Libanonkonflikt sind die PLO und deren bewaffneter Arm die Fatah.
Die PLO / Palästinensische Befreiungsorganisation wurde am 28. Mai 1964 (28+5=33) auf der konstituierenden Tagung des Palästinensischen Nationalrats (PNC) gegründet.
Geführt wurde Sie von Jassir Arafat * 4. August oder 24.8. 1929.
Am 10. Oktober 1959 (Jom-Kippur-Welle) wurde die Fatah als Guerillaorganisation von Jassir Arafat zusammen mit Salah Chalaf * 1933 , Chalil al-Wazir * 10. Oktober 1935 (Jom-Kippur-Welle) und Faruq al-Qadumi Faruq al-Qadumi * 10. August (KW-33) oder 18. August 1931 † 22. August 2024 ; in Kuwait gegründet. Die genauen Geburtstage sind nicht immer sicher.
Arafat wird zusammen mit Shimon Peres * 2. August 1923 ; † 28. September 2016 (Jom-Kippur-Welle) und Jitzchak Rabin der Friedensnobelpreis verliehen.
Indien wird eine unabhängige Republik
Indien wird am 15.8.1947 unabhängig und am 26.11.1949 eine Republik. Es ist der 330 Tag des Jahres. Angeführt wurde diese Bewegung von Mahatma Gandhi; * 2. Oktober 1869 (Jom-Kippur-Welle)
Seit 2014 ist aber eine Welle über die größte Demokratie der Welt gekommen. Die Modi-Welle mit dem Löwen. Es wird nun mehr vom indischen Löwen gesprochen. Es sind 4 davon, sie stehen für Macht, Mut, Stolz und Vertrauen.
Make in India by FAZ
Modi und die indischen Löwen by FAZ/ Amt des Premierministers
Pakistan & Kaschmir
Die Unabhängigkeit Pakistans wurde am 14. August 1947 (KW-33) offiziell. Auch hier war Großbritannien die entsprechende Kolonialmacht. Bei der ersten Volkszählung 1951 hatte das Land 33,740 Mio. Einwohner.
Die Hauptstadt Islamabad hat die Koordinaten 33° 43′ 0″ N. Das nominales BIP des Landes betrug 2023 338 Mrd. US-$.
Die Aufteilung Indiens und Pakistans durch die abziehenden Briten wurde von beiden Seiten nicht akzeptiert. Der Kaschmirkonflikt ist so zum Begriff geworden. Die Region Kaschmir wird durch den 33° Breitengrad Nord geteilt. An dieser Stellen treffen 3 Atommächte aufeinander. Indien, Pakistan und China.
Der zweite Kaschmirkrieg begann am 1965 5. August. Da kam es zu Gefechten zwischen Mudschahedin und indischen Sicherheitskräften. Die Situation eskalierte, so dass am 15. August (KW-33) indische Truppen die 1949 festgelegte Waffenstillstandslinie in Kaschmir überquerten und in den pakistanisch verwalteten Teil der Region vorstießen. Indiens Premierminister Lal Bahadur Shastri * 2. Oktober 1904 (Jom-Kippur-Welle) und der pakistanische Präsident Muhammed Ayub Khan † 20. April 1974 beendeten den Krieg durch das Abkommen von Taschkent.
Der Dritte Indisch-Pakistanische Krieg war eine bewaffnete Auseinandersetzung bei der Indien am 3. Dezember 1971 (Tag 337) auf der Seite Ostpakistans eingriff.
Ein wichtiger Politiker war Pervez Musharraf * 11. August 1943 - er sollte die USA im Kampf gegen Al Kaida helfen. Als Generalstabschef der Armee übernahm Musharraf durch einen Militärputsch am 12. Oktober 1999 (Jom-Kippur-Welle) die Macht und stellte Premierminister Nawaz Sharif * 25. Dezember 1949 unter Hausarrest.
Koreakrieg
Das Land war nach dem 2. Weltkrieg im Norden von den Russen und im Süden von den USA kontrolliert. Bei den Wahlen im Süden gewann Rhee Syng-man und am 13. August 1948 (KW-33)
übernahm er offiziell die Regierungsgeschäfte von der US-amerikanischen Militärregierung. Damit spaltete sich das Land, so wie Deutschland am 13. August 1961 beim Mauerbau in Berlin.
Die entscheidende Operation war die Landung der US-Marines bei Inchon am 15.9.1950 der D-Day des Koreakriegs. Um 6:33 Uhr gehen die ersten Marines an Land. Die Landung unter 5-Sterne-General Douglas MacArthur gelingt gegen jede Wahrscheinlichkeit.
Am 1. Oktober 1950 (Jom -Kippur
-Welle) überqueren Südkoreanische Truppen unter UNO-Kommando den 38. Breitengrad gen Norden.
Mit dem Eintritt chinesischer Truppen kippt das aber wieder. Am 26.11.1950 (Tag 330) beginnt die Schlacht um den Changjin-Stausee, die mit dem Sieg der Chinesen endet.
Douglas MacArthur wird im 11.April 1951 von Präsident Truman seines Kommandos enthoben und darf als erster Militär vor dem Kongress eine Rede halten. (8:12min)
Die Rede dauert 34min und wird 34-mal von Applaus unterbrochen. Er ist größer als das Leben und kein normaler Mensch mehr. Er ist übrigens ebenfalls Freimaurer wir Truman. McArthur muss vor Selbstgewissheit nur so gestrotzt haben, was glaubhaft klingt. Man wird kein 5-Sterne General, wenn man nicht an sich glaubt.
Es gibt 33739 gefallene GI‘s durch Kampfhandlungen. Am 27. Juli 1953 (2+7+7+1+9+5+3=34)wird der Waffenstillstand unterzeichnet.
US-Marines im Koreakrieg (Aufnahme vom 26. Dezember 1950) by www.historynet.com

Korean war 1950-1953 Von Leomonaci98 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
5* General Douglas MacArthur
by www.universalfreemasonry.org

Ausschnitt aus: Korea: Der vergessene Krieg Teil 8 by Doku Channel
Stay-behind - Gladio
Die CIA und der MI6 baute kurz nach dem 2. Weltkrieg paramilitärische Netzwerke in den von ihnen beeinflussten Staaten auf. Gladio war der Name des Netzwerkes in Italien. Vorbild waren die Kommandoaktionen und der Partisanenkrieg im 2. Weltkrieg. Man wollte sich im Fall einer kommunistischen Invasion von den feindlichen Truppen überrollen lassen und diesen dann durch Hinterhalte zersetzen.
In Italien führte man mit Gladio einen regelrechten Terrorkrieg gegen jeden der den Interessen der USA bzw. der NATO im Weg stand. Das blieb sehr lange verborgen und ist bis heute nicht vollständig aufgearbeitet. Die EU hat am 22.11.1990 dazu einen Entschluss veröffentlicht.
Felice Casson * 5. August 1953 ist ein italienischer Richter, Staatsanwalt und parteiloser Politiker. Er trug maßgeblich zur Aufdeckung der Stay-behind-Organisation Gladio bei.
Die Strategie der Geheimdienste war es durch wahllosen Terror eine Stimmung im Volk zu erzeugen, dass dieses eine schärfere Sicherheitspolitik fordern würde.
In der BRD war man ebenso aktiv. Der Bund Deutscher Jugend (BDJ) war am 23. Juni 1950 in Frankfurt am Main von dem Arzt und Publizist Paul Lüth † 6. August 1986 gegründet worden.
Der Bereich TD - Technischer Dienst war dabei der Stay-behind-Bereich.
Ein Konzept dazu lieferte der vormalige SD-Sturmbannführer Alarich Bross, der kurz vor Kriegsende zusammen mit Fregattenkapitän Alexander Cellarius * 2. Februar 1898 (Tag 33) von der Abwehr das Sonderkommando Nord geleitet hatte, eine Stay-Behind-Organisation in Finnland. Aber es gab auch hier immer wieder Überläufer und Doppelagenten. Michał Goleniewski * 16. August 1922 (KW-33) war ein polnischer Offizier und Spion. 1959 wurde er zum Dreifachagenten, der der CIA polnische und sowjetische Geheimnisse verriet und 1960 in den Westen überlief.
Teile des TD wurden verhaftet und nachdem die Bundesanwaltschaft den Fall übernommen hatte, entließ Oberbundesanwalt (seit 7. Oktober 1950) Carlo Wiechmann die Verdächtigten am 1. Oktober 1952 (Jom-Kippur-welle) wieder. Die USA erklärten am 2. Oktober 1952 erstmals, sie hätten den BDJ-TD aufgebaut und finanziert, diese Aktivitäten jedoch ein halbes Jahr zuvor eingestellt.
Am 3. August 1990 bestätigte der italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti auf eine Parlamentsanfrage hin die Existenz von Gladio. Gladio ist die Bezeichnung des römischen Kurzschwertes. Das Wappen des NATO Hauptquartiers besitzt 2 solcher Schwerter. Dazu ein Strahlenkranz und Lorbeeren. Es wurde am 5. Oktober 1952 in Präsident Eisenhower gestiftet. Der deutsche General Markus Laubenthal * 4. Dezember 1962 (Tag 338) ist Chief of Staff - Stabschef.
Wappen des Oberstes Hauptquartier der Alliierten Streitkräfte in Europa
Die USA haben generell über Jahrzehnte eine sehr aktive Rolle bei allen Arten von Staatsstreichen und anschließender wirtschaftlicher Ausbeutung dieser Länder gespielt. Ein Insider hat dazu ein viel beachtetes Buch herausgebracht. John Perkins und "Bekenntnisse eines Economic Hit Man". Dazu gibt es eine gute Doku.
3 Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten
unter Eisenhower
Die Ära von Dwight D. (Ike) Eisenhower * 14. Oktober 1890 (Ausgang Jom-Kippur-Welle) war von sehr vielen Kriegen und dem kalten Krieg als Ganzes geprägt. In den 8 Jahren seiner Präsidentschaft wechselten sich 3 Minister im Pentagon ab.
Charles Erwin Wilson trat am 2. Oktober 1957 zurück und am 8. Oktober wurde er entlassen. (Jom Kippur-Welle). Sein Nachfolger am 9. Oktober 1957 war Neil McElroy * 30. Oktober 1904 (Tag 304 Schaltjahr) ; † 30. November 1972 (Tag 335 Schaltjahr). Am 1. Dezember 1959 (Tag 335) trat McElroy zurück. Am 2. Dezember 1959 (Tag 336) folgte ihm Thomas Sovereign Gates Jr.
Operation Ajax 1953
Um die heutige Situation im Mittleren und Nahen Osten zu verstehen lohnt sich ein Blick ins Jahr 1953.
Genauer gesagt in die KW 33 vom 13. August. bis 19.8.1953.
Damals hielten es Winston Churchill und Dwight D. Eisenhower für eine prima Idee, religiöse Anführer und den Schah Mohammad Reza Pahlavi † 27. Juli 1980 dazu zu missbrauchen, den rechtmäßigen, aber unbequemen iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh zu stürzen. Am 13.8.1953 unterschrieb der Schah die Entlassungsurkunde und am 15.8.1953 erfuhr der Geschasste am Telefon davon.
Die Vorgeschichte muss man aber auch kennen.
Am 7. März 1951 wurde Premierminister Hadsch Ali Razmara (* 30.3. 1901; † 7. März 1951, Tag 66) durch ein Attentat von Chalil Tahmassebi, einem Mitglied der Geheimorganisation Fedajin-e Islam, ermordet. Sein Nachfolger im Amt, Hossein Ala (* 13. Dezember 1881, QS 25; † 13. Juli 1964, QS 31, 137-FSK-Echo), trat nach wenigen Wochen auf Grund politischen Drucks, ausgelöst durch gewalttätige Demonstrationen der Anhänger Mossadeghs, zurück.
Am 28. April 1951 wählte das Parlament Mossadegh mit 79 zu 6 Stimmen bei 14 Enthaltungen zum Premierminister. Es gab also 99 Stimmberechtigte.
Am 15. März (Tag 74, Julius Caesars Todestag) verabschiedete das Parlament das Gesetz zur Verstaatlichung der Ölförder- und Raffinerieanlagen. Auslöser war der von Großbritannien geführte internationale Ölkonzern Anglo-Iranian Oil Company (AIOC, heute BP), der das Ölgeschäft des Landes beherrschte und sich weigerte, die Gewinne daraus in von iranischer Seite neu gefordertem Umfang zu teilen.
Am 3. August 1952 verabschiedete das iranische Parlament ein Ermächtigungsgesetz, nach dem alle von Mossadegh unterzeichneten Gesetzesentwürfe unmittelbar Rechtskraft erlangten, auch wenn sie vom Parlament und Senat noch nicht diskutiert und verabschiedet und vom Schah unterschrieben waren.
Am 20. April 1953 wurde der Polizeichef von Teheran, Mahmud Afschartus, entführt und wenig später ermordet aufgefunden.
Der Plan eines Umsturzes wurde am 1. Juli 1953 vom britischen Premierminister Winston Churchill und am 11. Juli 1953 vom amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower genehmigt. Von den beiden Regierungen war ein Budget von $ 285.000 bereitgestellt worden, wobei die Vereinigten Staaten $ 147.000 (47-Marker) und Großbritannien $ 137.000 (FSK-Echo) zugesagt hatten. Der Plan basierte auf einer Zusammenarbeit mit prominenten Geistlichen, der Unterstützung der iranischen Armee und einer Mehrheit der Abgeordneten des iranischen Parlaments sowie des Schahs.
Nachdem am 2. August 1953 Mossadegh die Kontrolle über die königlichen Paläste übernommen hatte, wurde dem Schah nicht mehr gestattet, ohne vorherige Erlaubnis des Ministerpräsidenten Besucher zu empfangen
Am 3. August 1953 hatte Roosevelt eine lange Unterredung mit Schah Mohammad Reza Pahlavi.
U.S. President Dwight D. Eisenhower (right) meets with Iran's Mohammad Reza Shah Pahlavi in 1954. by Courtesy Photo
Ironischerweise hatten die Briten und Russen den Iran am 25.8 1941 (25+8=33) übernommen und den Vater des Shahs, Reza Schah Pahlavi † 26.7. 1944 (2+6+7+1+9+4+4=33) abgesetzt. Das Wappen der Pahlavis ist mit Löwen und Sonnen besetzt.
Alles was danach im Iran passierte, der Hass der Moslems auf die USA, der Schah Besuch 1967 und die RAF, 9/11 der Krieg gegen den Terror usw. sind ein direktes Resultat dieser CIA/MI6-Aktion in der KW-33/1953. Das ist ein Konfliktherd der seit 70 Jahren schwelt. Vergleichbare Aktivitäten hat die CIA auch in Mittelamerika und später Südamerika durchgeführt. Staatsstreiche am laufenden Band und hunderttausende Opfer gehen auf das Konto des Geheimdienstes. Die Befreiung der US-Geiseln durch die US-Delta-Forces in der Operation "Eagle Claw" wurde zum Desaster und die Koordinaten dazu sind bemerkenswert:
33°04′23″N 55°53′33″E
Wappen der Pahlavi-Dynastie von Sodacan - Eigenes Werk
Titelbild DER SPIEGEL Nr. 33 / 14.08.1951
I. Golfkrieg und Desert Storm
Die Ölkriege
Die Unruhen im Iran führten auch direkt in den 1. Golfkrieg zwischen dem Irak unter Saddam Hussein und dem Iran unter Ayatollah Khomeini. Am 8. August 1988 wurde ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Der Krieg endete am 20.8.1988 in der KW-33. Die Amerikaner haben den Irak unterstützt und dessen Einsatz von chemischen Kampfstoffen technisch erst möglich gemacht. Der Irak hatte bis zum Jahre 1991 3.850 Tonnen chemischer Kampfstoffe produziert, von denen 3.300 Tonnen aufmunitioniert wurden. Das war der Vorwand für den Krieg gegen den Irak 2003 und von Frieden im mittleren Osten ist weit und breit keine Spur.
Der Golestanpalast in Teheran hat folgende Telefonnr. +982133113335. Der Pfauenthron des Schahs ist mit 26.733 Edelsteinen verziert.
Auch im Irak wurde die CIA aktiv und räumte ihre Gegner aus dem Weg. Selbst Saddam Hussein hat im Namen der Baath-Partei und mit Wissen der CIA am 7. Oktober 1959 (Jom-Kippur-Welle) ein Attentat auf den irakischen Premierminister Abd al-Karīm Qāsim erfolglos durchgeführt.
Saddams Vorgänger war Aḥmad Ḥasan al-Bakr † 4. Oktober 1982 (Jom-Kippur-Welle).
Am 8. August 1995 flüchteten Saddams Schwiegersöhne sowie der Geheimdienstchef und dessen Bruder wegen Meinungsverschiedenheiten nach Jordanien.
In dem Zusammenhang muss man auf familiäre Beziehungen über fast 5 Jahrzehnte Konflikt im mittleren Osten hinweisen.
Den Namen Kermit Roosevelt Junior † 8. August 2000 kommt Ihnen bekannt vor? Er ist der Enkel des Präsidenten Theodor Roosevelt. Kermit Roosevelt Junior war maßgeblich als CIA-Agent in die Operation Ajax und damit am Sturz von Mossadegh involviert.
Sein militärischer Gehilfe im Iran 1953 war Herbert Norman Schwarzkopf Senior, der wiederum starb am 25.11.1958 / Katharina-Tag.
Sein Sohn dürfte Ihnen bekannter sein, H. Norman Schwarzkopf Junior, er kommandierte im 2. Golfkrieg 1991 die Koalitionstruppen beim Desert Storm. Er kam als Löwe zur Welt *22. August 1934. Der 2. Golfkrieg begann mit der Invasion Kuwaits am 2.August 1990. Am 8. August 1990 wird Kuwait eine irakische Provinz und die USA starten den Aufmarsch am Golf, die Operation Desert Shield. Am 9. August 1990 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat einstimmig die Resolution 662, Am 10. August 1990 fand in Kairo ein Sondergipfel der Arabischen Liga (ohne Tunesien) statt.
Passenderweise entsendeten die USA u.a. die Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt Bestellung 30. September 1980 (Jom-Kippur-Welle) und USS Dwight D. Eisenhower
Kiellegung 15. August 1970 (KW-33) , Stapellauf 11. Oktober 1975 (Jom-Kippur-Welle) in dem Kampf. Insgesamt zogen 33 Länder zusammen mit den USA gegen Saddam in den Krieg.
Die Weichen dieses Bündnisses wurden in der KW-33 1990 gestellt.
Mit der Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates vom 29.11.1990 (Tag 333) war der Krieg quasi genehmigt. Der Krieg verlief wie ein "Blitzkrieg" aus dem Lehrbuch, was auch über die TV-Berichterstattung gesagt werden kann. Im Fernsehen war alles perfekt in Szene gesetzt. Man hatte aus dem Vietnamdebakel gelernt.
Die passende Propagandalüge flog allerdings noch schneller auf. Die sog. "Brutkastenlüge" wurde am 10. Oktober 1990 (Jom-Kippur-Welle) im TV gesendet. Die Tochter des kuwaitischen Botschafters Scheich Saud Nasir as-Sabah * 3. Oktober 1944 (Jom-Kippur-Welle) erklärte der Welt wie grausam irakische Soldaten selbst vor Babymord nicht zurückschreckten. Eine frei erfundene Geschichte in einer langen Reihe von ähnlichen Fällen die man passend zum Gegner aus dem Hut gezaubert hat. Auch im 3. Golfkrieg (Iraqi-Freedom) würde man so vorgehen.
Erinnern Sie sich noch an die Aufnahmen in diesem typischen grünen Licht der Restlichtverstärker. Wie die Tomahawk-Marschflugkörper in ihre Ziele einschlugen.
Zitat: "Am ersten Tag der Operation Desert Storm, am 17. Januar 1991, griffen sieben B-52G mit insgesamt 39 Marschflugkörpern AGM-86C irakische Ziele an. Davon konnten 35 erfolgreich gestartet werden, von denen 33 ihr Ziel erreichten."
Der damalige Präsident Georg Bush Senior starb am 30.11. (Tag 334) 2018, sein Sohn wird den Job fortsetzen. Georg W. Bush * 6.7. 1946 (6+7+1+9+4+6=33).
Die Briten unter John Major * 29. März 1943 (Tag 88) waren auch hier mit im Boot. Major war seit 28. November 1990 (Tag 332) im Amt.
Sie sehen, wie sich am Persischen Golf seit den 50.er Jahren die Welle aufschaukelt. Denn der Desert Storm war noch lange nicht das Ende. Der amtierende Präsident des Irak (17.4.2024) ist Abdul Latif Raschid * 10. August 1944. Ein Löwe in Bagdad - was sonst.
Verlauf der Invasion der Koalitionstruppen US Army
Die Eliteeinheiten des Irak waren die 6 Divisionen der "Republikanischen Garde" Deren Abzeichen ist ein rotes Dreieck mit schwarzem Rand. Damit haben die Alliierten seit der Normandie Erfahrung.
Abzeichen der Republikanischen Garde
Algerienkrieg

Will man die heutige Situation in Frankreich verstehen muss man sich auch den Algerienkrieg näher ansehen. Die ehemalige Kolonie wurde unabhängig, aber viele Bewohner wollten nach Frankreich. Dort wurden sie jedoch nie akzeptiert und leben sprichwörtlich am Rand der Gesellschaft in Ghettos / Banlieue.
Die FNL (marxistische Befreiungsfront) hatte ca. 336.000 Angehörige
Landesfläche: 10.332.000 ha.
Opferzahl Algerien: 336.748
Denkmal der Märtyrer des Algerienkriegs in Algier Makam Ech'ahid von Manel.leela CC BY-SA 4.0
U-2 - Gary Powers
Die Lockheed U-2 Dragon Lady flog zum ersten mal am 4. August 1955. Die U-2 war ein Spionageflugzeug der CIA und am 1. Mai 1960 wurde zum ersten Mal eine Maschine über der UDSSR abgeschossen. Der Pilot war Francis Gary Powers * 17. August 1929 (KW-33) ;
† 1. August 1977 (1+8+1+9+7+7=33). Er starb bei einem Helikopterabsturz. Die modernisierten Varianten der U-2 sind heute noch im Einsatz. Am 5. August 1962 schoss die U2 die ersten Fotos der russischen Luftabwehrraketenbasen in Kuba. Auf Seiten der Russen stand Nikita Sergejewitsch Chruschtschow † 11. September 1971. Die U-2 verletzte praktisch andauernd den Luftraum souveräner Staaten mit Atomwaffenpotential. Ein Spiel mit dem Feuer und dazu der Name Dragon Lady. -> Siehe Drachen- /Vogelkult.
TR-1 der U.S. Air Force United States Department of the Air Force
Zypern-Konflikt
Griechen und Türken sind im Krieg seit fast 3 Jahrtausenden und seit dem 16. August 1960 (KW-33) gab es den nächsten Streit, dieses Mal um die Insel Zypern. Am 16.8.1960 wurde Republik gegründet.
Am 30. November 1963 (Tag 334) unterbreitete Präsident Makarios III. * 13. August 1913 (KW-33); † 3. August 1977 in Nikosia ein 3-Punkte-Memorandum zur Verfassungsänderung, in dem unter anderem die Abschaffung des Vetorechts vorgeschlagen wurde.
Im Jahr 1974 eskalierte die Sache wieder. Obwohl die griechische Militärjunta wegen eines drohenden Krieges mit der Türkei am 23. Juli 1974 (2+3+7+1+9+7+4=33) stürzte ... entschied sich die Türkei am 14. August 1974 (KW-33) dazu, die Invasion auszuweiten.
Bei einem Referendum für eine lockere Föderation im Jahr 2004 stimmten 33,31 % mit JA und 66,69 % mit Nein.
Zypern seit 1983 Von Maximilian Dörrbecker
Der Krieg im Kongo
Die Bevölkerung im Kongo war durch die jahrzehntelange Ausbeutung von 1885 bis 1908 durch die Belgier schon extrem dezimiert worden. Schätzungen gehen von bis zu 13 Mio. Toten aus. Die Vergewaltigungen, Folter und Verstümmelungen kommen noch obendrauf. Damals ging es hauptsächlich um den Profit aus dem Handel mit Kautschuk. 50 Jahre später ging es um die reichhaltigsten Vorkommen an Uran weltweit.
Die USA unter Dwight D. Eisenhower haben es sich nicht nur mit den Moslems böse verscherzt, sie haben 1961 auch noch den Kongo ins Chaos gestürzt und auch dort gibt es bis heute keine Ruhe.
Grund war das hochwertige Uranerz und ein Politiker namens Patrice É. Lumumba, der die Sowjetunion um Beistand gegen die belgischen Truppen bat. Belgien hatte damals noch einen König, Balduin Albert Karl Leopold Axel Marie Gustav † 31. Juli 1993 (3+1+7+1+9+9+3=33). Der legte am 11. August 1950 seinen Eid ab.
Das Wahlergebnis hatte Lumumbas Mouvement National Congolais mit 33 von 137 Sitzen zur stärksten Fraktion des zersplitterten Parlaments gemacht. Das passte den USA aber nicht.
Präsident Eisenhower wies am 18. August 1960 (KW-33) die CIA an, Lumumba zu töten. Was später auch passierte und den Kongo in eine Diktatur verwandelte, die sich bis heute davon nicht erholt hat. Am 27. November 1960 (Tag 332) gelang Lumumba die Flucht aus Léopoldville; kurz darauf wurde er festgenommen und am 1. Dezember 1960 (Tag 336). AM 17.1.1961 wurde er ermordet.
Ebenfalls kam der hochangesehene Generalsekretär der Vereinten Nationen
Dag Hammarskjöld * 29. Juli 1905 bei einem "Unfall"/"Absturz" ums Leben. Der Mann war extrem bemüht den Frieden auf der Welt zu bewahren und wurde posthum mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Dag Hammarskjöld. En minnesbok. Malmö 1961.


Kongo 1961 map
Von Don-kun, Uwe Dedering - Eigenes Werk, based on File:Democratic Republic of the Congo location ma
Patrice Lumumba in Brussels, 26 January 1960. Collection Anefo NL-HaNA 2.24.01.05 0 910-9740. Von Harry Pot
Präsident Eisenhower schien am Ende seiner Präsidentschaft zu ahnen, zu was die USA fähig waren. Vielleicht dämmerte ihm da auch, dass seine "Berater" ihn in Verbrechen verstrickt hatten, die schwer auf ihm lasten würden. Er verabschiedete sich von den Amerikanern mit einer denkwürdigen Rede:
"Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammenwachsen und gedeihen können."
Eine interessante Information zu den Wurzeln des 34. Präsidenten Eisenhowers ist folgendes:
Sein Urahn Johann Eisenhauer kam aus dem saarländischen Karlsbrunn im Warndt-Wald. Ich wohne um die Ecke und könnte mit dem Rad vorbeifahren. Die Welt ist doch ein Dorf.
Die Amerikaner hatten schon den nächsten Krieg in Planung, diesmal in Vietnam, aber dort kämpften sie selbst und kassierten eine bittere Niederlage. Der Kollaps des Weltfinanzsystems hat in diesem Krieg seine Wurzeln.
Uganda-Diktatur
Hatten sich die Briten im 2. Weltkrieg noch so für die Freiheit der Völker und das Selbstbestimmungsrecht ins Zeug gelegt, dauert es dann doch noch bis 1962 bis man die sog. Protektorate in die Unabhängigkeit entließ. Im Fall von Uganda in Ostafrika war das am 9. Oktober 1962 (Jom-Kippur-Welle). An dem Tag wurde auch das Wappen per Gesetz legitimiert.
Apollo Milton Obote † 10. Oktober 2005 (Jom-Kippur-Welle) war zunächst Ministerpräsident, dann Präsident Ugandas von 1966 bis 1971 sowie von 1980 bis 1985. Man kann ihn problemlos als Diktator bezeichnen. Aber er war ein nette Kerl gegen den Mann der Uganda von 1971-79 regiert. Idi Amin † 16. August 2003 (KW-33). Idi Amin war berüchtigt für seine Grausamkeit und barbarischen Methoden, auf sein Konto gegen über 300.000 Tote. Er führte mehrfach Krieg gegen Tansania. Ab August 1971 bis zum 7. Oktober 1972 (Jom-Kippur-Welle) das erste Mal. Am 9. Oktober 1978 (Jom-Kippur-Welle) marschierten ugandische Einheiten im Kagerastreifen in Tansania ein und es verlor den Krieg. Adi Amins Gegner war dabei Julius Kambarage Nyerere
† 14. Oktober 1999 (Ausgang Jom-Kippur-Welle).
Uganda Staatswappen mit Wellen und Sonne
Von Sodacan - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Nordirland-Konflikt
Der Kampf um Nordirland begann schon im Jahr 1169 mit der Eroberung der grünen Insel durch die Briten. Durch die Jahrhunderte verschärfe sich der Konflikt an der grundsätzlichen Konfessionsfrage "katholisch" oder "protestantisch". Die Mehrheit der Iren war katholisch aber im Norden der Insel gab es eben auch Protestanten. Man sollte meinen dass diese Nebensächlichkeit spätestens mit der Aufklärung kein großes Thema mehr gewesen sein müsste. Doch weit gefehlt.
Irland war ab 1801 Teil Großbritanniens aber im Zuge der Nationalstaatsbewegungen nach Napoleon wollten auch die Iren wieder autonom werden.
Die wichtigste Person in dieser Ära war Charles Stewart Parnell † 6. Oktober 1891 (Jom-Kippur-Welle).
Die Irische Republikanische Bruderschaft, ein erster Vorläufer der IRA entstand 1858. Ihr Gründer war James Stephens † 29. März 1901 (Tag 88).
Arthur Griffith † 12. August 1922 gründete die politische Partei Sinn Féin am 28. November 1905 (Tag 332).
Im Jahr 1916 kam es in Irland zum "Osteraufstand" der blutig niedergeschlagen wurde, das Kommando der britischen Truppen hatte Sir John Grenfell Maxwell * 13. August 1859.
Der Aufstand gilt als Wendepunkt in der Geschichte Irlands, der letztlich zur Unabhängigkeit führte und war die Geburtsstunde der IRA. Einer ihrer Führungskräfte war Michael Collins
* 16. Oktober 1890 ; † 22. August 1922.
James Craig, 1. Viscount Craigavon † 24. November 1940 (Tag 329) war erster Premierminister von Irland.
Ende der 1960er Jahre eskalierte die Sache dann aber erst so richtig.
Für den 5. Oktober 1968 (Jom-Kippur-Welle) hatte die NICRA eine Demonstration in Derry angekündigt. Die protestantische Bruderschaft Apprentice Boys of Derry kündigte eine Gegendemonstration zur selben Zeit am selben Ort an. Es kam zu über hundert Verletzten.
Zu einer weiteren Eskalation kam es am 12. August 1969 (KW-33), als wieder im nordirischen Derry Protestanten den katholischen Stadtteil Bogside stürmten. Das führte von da ab zum permanenten Einsatz des Militärs und einer Anschlagsserie durch die IRA.
Am 9. August 1971 begann die britische Armee nach Beschluss des neuen nordirischen Premiers Brian Faulkner † 3.3. 1977 und seiner Regierung mit der Operation Demetrius, was die Einführung von Internierungen bedeutete, die zur Verhaftung der IRA-Führer beitragen sollten.
Am 5. August 1983 wurden 22 Mitglieder der IRA aufgrund von Blacks Anschuldigungen zu insgesamt 4000 Jahren Gefängnis verurteilt.
Die von den Morden zwischen der IRA und den Loyalisten erzeugte Spirale der Gewalt endete erst im August 1994, nachdem die IRA einen einseitigen Waffenstillstand vermeldete.
Um diese Gewaltspirale zu beenden mussten man sich an einen Tisch setzen und verhandeln. Das waren u.a. Gerard „Gerry“ Adams * 6. Oktober 1948 (Jom-Kippur-Welle) Präsident der Partei Sinn Féin und John Hume † 3. August 2020. John Hume wurde für seine Arbeit der Friedensnobelpreis verliehen. Am 10. April 1998, dem Karfreitag, wurde durch das Karfreitags-abkommen eine friedliche Lösung gefunden. Man kam also nach fast 30 Jahren Terror zur Ruhe. Der 30ige jährige Krieg zw. Katholiken und Protestanten dauerte auch nicht länger.
Am 28. Juli 2005 erklärte die IRA den bewaffneten Kampf für beendet. In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2007 beendete die britische Armee nach 38 Jahren ihren Einsatz in Nordirland.
Am 12. August 2015 (KW-33) wurde Kevin McGuigan, ein ehemaliges führendes Mitglied der Provisional IRA (PIRA), in Belfast von Unbekannten erschossen.
Sunburst flag (irisch: An Gal Gréine) der Irisch Republikanischen Bruderschaft CC BY-SA 4.0
Vietnamkrieg
Die USA suchten einen Grund, um in Vietnam auf Seiten des Südens zu intervenieren und die kommunistischen Vietkong im Norden zu bekämpfen. Man inszeniert den sog.
Tonkin-Zwischenfall 2.-4. August 1964 und dann folgte die passende Resolution dazu.
Alles eine einzige Lüge und die wird von Lyndon B. Johnson am 10.August 1961 (KW-33)per Unterschrift in Kraft gesetzt.
Vietnam hat eine Fläche von 331.690 km² und die Hauptstadt Hanoi hat eine Fläche von 3324,92 km² erklärt am 10. Oktober 1954.
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USS Maddox (DD-731) is refueled in the South China Sea in 1964 Von U.S. Navy - U.S. Navy photo from the USS Ticonderoga (CVA-14) 1964 cruise book
Die Gesamtkosten des Kriegs betragen für die USA 332 Mrd. US-$.
Bei den extrem heftigen Luftangriffen verloren die US-Streitkräfte 3338 Flugzeuge und Helikopter. Die USA annullieren den Goldstandard am 15.August 1971.
330.000 Heimkehrer waren Ende 1971 arbeitslos, in den meisten Fällen schwer traumatisiert.
Ihr Schicksal wird z.B. in "Rambo I", "Geboren am 4.Juli", "Apocalypse Now" bzw. "Platoon" aufgearbeitet.
Apocalypse Now basiert u.a. auf den Erzählung Heart of Darkness von
Joseph Conrad * 3. Dezember 1857 (Tag 337) ; † 3. August 1924.
Martin Sheen * 3. August 1940 als Hauptdarsteller Captain Willard.
Die Regie übernahm Francis Ford Coppola * 7. April 1939 (QS 33).
In dem Film wird ein Offizier auf eine Reise geschickt, um einen anderen Offizier zu töten, der nicht mehr so funktioniert, wie man sich das vorstellt.
Platoon: Chris Taylor: ...Wir haben im Grunde genommen gegen uns selbst gekämpft...
In Vietnam starben 3 Mio. Menschen völlig sinnlos.
Full Metal Jacket 1987 by Warner Bros.
Wie man in Full Metal Jacket sieht, ist auch hier die 33 nicht weit. Stanley Kubrick * 26.7.1928 (26+7=33) ist Sternzeichen Löwe und viele seiner Filme behandeln Kriege: Spartacus, Wege zum Ruhm, Dr. Seltsam, FMJ.
Privat Paula / Pyle heißt Leonard Laurence,
Leonhard = mutig wie ein Löwe
Lawrence stammt von lat. Laurentius - Lorbeerkranzträger. Die Drehbuchvorlage stammt von Gustav Hasford * 28. November 1947 (Tag 332).
In Apocalypse Now spielt Martin Sheen * 3. August 1940 die Hauptrolle.

Flagge Vietnams
Am 29. November 1967 (Tag 333) erklärte Verteidigungsminister Robert McNamara seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird Clark McAdams Clifford * 25. Dezember 1906 † 10. Oktober 1998 (Jom-Kippur-Welle).
Als die Truppen Nordvietnams den Süden eroberten wurden viele Südvietnamesen ausgeflogen. Darunter 3.300 Kinder bis zum letzten Tag am 26.4.1975.
Operation Babylift 1975: Auf dem Bild sieht man Präsident Gerald Ford † 26. Dezember 2006. (Stephanstag)
US-Präsident Gerald R. Ford begrüßt die mit dem Jumbo von Pan Am eingetroffenen Kinder, Krankenschwestern und Besatzungsmitglieder eines Evakierungsfluges am 5. April 1975 in San Francisco.
© U.S. National Archives
Das 9jährige Mädchen Phan Thị Kim Phúc wurde durch einen Luftangriff mit Napalm verbrannt. Das Foto wurde weltbekannt und ist von Huynh Cong Út * 29. März 1951 (Tag 88). Der Golden Eye Award 1973 wurde dafür von Ivo Samkalden * 10. August 1912 überreicht.
Das Foto von verbrannten, schreienden Kindern war der moralische Sargnagel auf die Kriegsführung der USA, die aus Prestigegründen nicht abziehen konnten, ohne das Gesicht zu verlieren. Man hatte sich vollkommen im Dschungel verrannt.
Am 30. April 1975 wurde die US-Botschaft in Saigon evakuiert - 30 Jahre auf den Tag genau nach dem Selbstmord Adolf Hitlers musste auch hier eine Weltmacht vor Kommunisten davonlaufen. Fraktale Wiederholung auf einem anderen Level. 46 Jahre später am 15. August 2021 wiederholt sich das Ganze in Kabul wieder.
Saigon 75 & Kabul 2021 by https://german.cri.cn/
Prager Frühling
Im Jahr 1967 zeichnete sich in der CSSR eine Trendwende weg vom Sozialismus á la Moskau ab. Diese Abwendung von der UDSSR wurde mit einer massiven Invasion seitens der Warschauer Pakt Staaten gekontert.
Zitat: "
In der Nacht vom 20. zum 21. August 1968 (KW-33-34) marschierten etwa eine halbe Million Soldaten der Sowjetunion, Polens, Ungarns und Bulgariens in die Tschechoslowakei ein und besetzten innerhalb von wenigen Stunden alle strategisch wichtigen Positionen des Landes. Es war die größte Militäroperation in Europa seit 1945."
Der wichtigste Akteur auf Seite der Tschechen war Alexander Dubček * 27. November 1921 (Tag 331). Er sollte durch Alois Indra † 2. August 1990 ersetzt werden.
Auf Seiten der Warschauer Pakt Staaten war es nur Nicolae Ceaușescu † 25. Dezember 1989 der sich weigerte Truppen für die Invasion abzustellen. Er protestierte lautstark gegen die Invasion eines Bruderstaates und gewann dadurch weltweit an Popularität, obwohl er selbst als Diktator agierte.
Die Wende kam im Jahr 1989 mit der samtenen Revolution durch Václav Havel * 5. Oktober 1936 (Jom-Kippur-Welle). Ab dem 26. November 1989 (Tag 330) verhandelten beide Seiten miteinander.
Sowjetische Panzer auf dem Altstädter Ring in Prag
Von ALDOR46 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
11. September 1973
Ein Militärputsch am 11.9.1973 führte zum Sturz der Regierung Allende und der Errichtung einer Militärregierung unter Augusto Pinochet * 25. November 1915 (Katharina Tag).
Der demokratisch gewählte Präsident Allende beging Selbstmord als der Regierungspalast "La Moneda" von der Luftwaffe bombardiert wurde. Die Koordinaten des Palasts sind 33° 26′ 34,9″ S, 70° 39′ 13,9″ W
Das Datum 11.9. ist identisch mit dem Anschlag auf die Twin Towers in New York 9/11/01 und die CIA unterstützte den Putsch 1973 gegen den Sozialisten Allende 3 Jahre lang. Das kennt man ja bereits aus den Fällen davor.
Natürlich wurde niemand von diesen Leuten dafür zur Rechenschaft gezogen, die US-Gerichte sahen z.B. bei Henry Kissinger im Falle der Ermordung von General René Schneider Immunität per Amt. In Nürnberg 1946 sahen US-Richter hingegen keine Immunität der Angeklagten. Diese Doppelmoral zieht sich bis heute hin.
Palacio de La Moneda Von Biblioteca del Congreso Nacional, CC BY 3.0
Operation Condor
Unter dem Decknamen Operation Condor operierten vom 25.11.1975 (Katharinatag) die Geheimdienste von Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien – mit Unterstützung der Vereinigten Staaten, mit dem Ziel, sozialistische Oppositionelle global zu verfolgen und zu töten. Die CIA war wie üblich mit im Boot. Initiiert wurde diese Aktion von damaligen chilenischen Geheimdienstchefs Manuel Contreras † 7. August 2015. Ein Mittäter auf argentinischer Seite war Roberto Eduardo Viola * 13. Oktober 1924 ; † 30. September 1994 (Jom-Kippur-Welle)
Die Opferzahlen dieser Aktion wird auf 50.000 Ermordete, 350.000 Verschwundene und 400.000 Gefangene geschätzt. Das sind Zahlen wie man sie aus Kriegen kennt. Der Vietnamkrieg war gerade 7 Monate her und schon wieder zog es die USA in einen Krieg im Dschungel.
Natürliche war dieses ausufernde Gebaren der CIA auch in den USA nicht bei allen erwünscht. Im Rahmen des Church Committee wurde das aufgedeckt. Namensgeber war Frank Church * 25. Juli 1924.
Argentiniens
Militärdiktaturen
Juan Domingo Perón Sosas * 8. Oktober 1895 (Jom Kippur-Welle), berühmte Frau Evita stirbt mit nur 33 Jahren am 26. Juli 1952. (26+7=33)
Perón wird 3x gewählt.
Seine Ehefrau Isabel Perón wird ihm nach seinem Tod im Amt folgen. Sie wird durch einen Militärputsch gestürzt werden.
Die 3 Militärs Jorge Rafael Videla, Emilio Massera, Orlando Agosti errichten eine Militärdiktatur die eindeutige Wellencharakteristika aufweist.
Jorge Rafael Videla * 2. August 1925 ist ein Löwe.
Emilio Massera sagte am 25.11.1977 (Katharinatag). Zitat: „Die aktuelle Krise der Menschheit ist drei Männern geschuldet: Zum Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte Marx die drei Bände seines Kapitals und säte mit ihnen Zweifel an der Unverletzlichkeit des Eigentums; Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die geheiligte Intimsphäre des Menschen angegriffen durch Freud mit seinem Buch die Traumdeutung, und schließlich hat Einstein 1905 mit seiner Relativitätstheorie die statische Vorstellung von der Materie und ihrem Untergang untergraben.“ Er stirb am 8. November 2010 (Tag 312)
Nr. 3, Orlando Agosti stirbt am 6. Oktober 1997 (Jom Kippur-Welle).
Die argentinische Militärjunta eröffnet den Falklandkrieg und verliert ihn, das beendet deren Herrschaft über Argentinien. Großbritannien hatte die Inseln ab 1833 beansprucht und besetzt.
Tom Clancy
Thomas „Tom“ Leo Clancy Jr. † 1. Oktober 2013 (Jom-Kippur-Welle) hat über den "Kalten Krieg" und diverse Geheimdienstaktionen Bestseller verfasst. Teilweise wurden sie auch verfilmt oder Videospiele dazu erstellt.
Die Figur des Jack Ryan ist dabei ein sich wiederholender Charakter.
Die Veröffentlichungen der meisten Bücher passen zur AWT:
The Hunt for Red October (1. Oktober 1984) (Jom-Kippur-Welle). Übrigens war in der Verfilmung von 1990 der Sonarspezialist Jones gespielt von Courtney Bernard Vance * 12.3. 1960.
Patriot Games Juli 1987
Clear and Present Danger 17. August 1989 (KW-33)
The Sum of All Fears 14. August 1991 (KW-33)
Debt of Honor 17. August 1994 (KW-33)
Red Rabbit 5. August 2002.
Thematisch ist Clancy sehr nah an Heinz G. Konsalik † 2. Oktober 1999. Das Beide am 1. bzw. 2. Oktober starben ist schon auffällig, besonders wenn man den Titel des Films beachtet.
In "Jagd auf roter Oktober" soll das U-Boot zum Schein an einer der tiefsten Stellen des Atlantik versenkt werden. Die St. Lorenz Tiefe. Lorenz bzw. Laurentius ist wieder die Symbolik des Lorbeers. Dieses Abtauchen in die tiefsten Schichten des Unterbewusstseins wird in den Ableitungen genau erklärt. Der Bordingenieur der Roter Oktober, der das alles inszenieren muss heißt Ronald Guttman * 12. August 1952 (KW-33). Captain Charlie Davenport, der Captain der CVN-65 USS Enterprise wird gespielt von Daniel Davis * 26. November 1945 (Tag 330) und USN Admiral Painter von Thompson * 19. August 1942. Das der Politoffizier an Bord der "Roter Oktober" Putin heißt ist geradezu prophetisch. Der amerikanische Protagonist "Dr. Jack Ryan" ist Mitglieder CIA. Waldimir Putin hat am 30. Juli 2018 per Dekret die militärpolitische Hauptdirektion (MPD) der Streitkräfte der Russischen Föderation (GVPU) eingerichtet. Also eine Reaktivierung des Politkommissars in den Streitkräften. Chef dieser Organisation MPD ist Andrei Walerjewitsch Kartapolow * 9. November 1963 in Weimar.

St. Lorenz-Tiefe in "Jagd auf Roter Oktober" 1990 by Paramount Pictures
Afghanistankrieg 1979-88
Der Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan war das Ergebnis eines Putsches von Kommunisten gegen die Monarchie. Leider putschten sich die Nachfolger in immer kürzeren Abstanden gegenseitig aus dem Weg und ermordeten oft einstige Partner.
Der Monarch "Mohammed Zahir Schah" † 23. Juli 2007 war eher westlich orientiert, die UDSSR aber als direkter Nachbar der wichtigste Partner obwohl man "blickfrei" war. Schah besuchte am 9. August 1963 Hamburg und trug sich dort in das Goldene Buch der Stadt ein. Gestürzt wurde er von seinem Ministerpräsidenten Mohammed Daoud Khan am 17. Juli 1973 gestürzt. Der verscherzte es sich mit der UDSSR und die zettelte im Hintergrund einen Staatstreich an. Neuer Präsident war ab dem 30. April 1978 "Nur Muhammad Taraki", bis er im September selbst entmachtet und am 8. Oktober 1979 (Jom-Kippur-Welle) ermordet wurde. Sein ehemaliger Mitstreiter in der Revolution, Hafizullah Amin * 1. August 1929, hatte dies veranlasst, übernahm dann selbst das Amt des Staatsoberhauptes, bis auch er ermordet wurde. Das geschah mit dem Einmarsch der UDSSR am 27.12.1979 durch Giftmord.
Am 14.2.1979 wurde sogar der US-Botschafter Adolph „Spike“ Dubs * 4. August 1920 in Kabul ermordet.
Nach dem Einmarsch der Russen kam Babrak Karmal † 1. Dezember 1996 (Tag 336) als 3. Staatspräsident von Moskaus Gnaden an die Macht. Der trat 1986 zurück und ihm folgte Hadschi Mohammed Tschamkani, der aber sehr schnell von Mohammed Nadschibullāh
6. August 1947 ; † 27. September 1996 (Eingang Jom-Kippur-Welle) ersetzt wurde. Gestürzt wurde er von Gruppen die man vereinfach "Mudschahedin" nennen kann. Angeführt u.a. von Gulbuddin Hekmatyār * 1. August 1949. Nadschibullāh und sein Bruder wurden zu Tode gefoltert!
Ihnen folgten Mitte der 90erJahren die Taliban angeführt von Mohammed Omar und Hassan Rahmani.
Der Break in den Beziehungen zw. den USA und den Mudschahedin war der Einmarsch in Kuwait und die permanente Stationierung von Truppen am Golf von Persien.
Das war in wenigen Sätzen ein kaum zu überblickendes Chaos über 20 Jahre. Aber gehen wir mal zurück zum Einmarsch der Russen und danach zu den Anschlägen am 11.September.
Auf dem Bild unten sieht man übrigens eine Ronald Reagan mit einer afghanisch-pakistanischen Abordnung der Mudschahedin am. 2. Februar 1983 (Tag 33) im Weißen Haus in Washington D.C.
Reagan und Mudschahedin am 2.2.1983 (Tag 33)
Die Operation Storm-333 war entscheidend für das Gelingen des Feldzugs. Der Einmarsch begann am 25.12.1979.
Ein sehr wichtiges Kriegsgerät war die berühmte MIL MI-24 Hind. Sie hielt damals den Weltrekord bei der Geschwindigkeit. Z.B. 333 km/h auf einem 100km Kurs.
Durch den Einsatz von Stinger Raketen verloren die Sowjets aber auch genau 333 Stück davon. Das wird im Film "Rambo 3" thematisiert, in Kenn Folletts "Die Löwen" und ebenso in
"Der seltsame Krieg des Charlie Wilson".
Die Stinger Rakete ist heute noch im Einsatz in der Ukraine. Einer der bekanntesten Anführer des afghanischen Widerstands ist Gulbeddin Hekmatjar * 1. August 1949. Er bekämpfte erst die Russen und dann die Amerikaner.
Die Russen legen sich in Afghanistan mit den Mudschāhidīn, den Löwen Gottes an und verlieren. Der entscheidende Mann auf afghanischer Seite war Ahmad Schah Massoud der „Löwe von Pandschschir“. Das Wall Street Journal nannte ihn auf seinem Titelblatt:
„Der Afghane, der den Kalten Krieg gewann“.
Zitat Rambo 3: " Es ist besser 5 Löwen auszusenden als 500 Schafe".
Die NATO unter der Führung Amerikas werden den gleichen Fehler nochmal begehen. Sie werden am 15.8.2021 aus Kabul vertrieben. Sonntag KW-32.
Verlauf der Invasion
Mi-24P der russischen Luftstreitkräfte bv Igor Dvurekov - http://russianplanes.net/id53229
Mujahideen August 1985 by Erwin Lux - Private collection CC BY-SA 3.0
Atomwaffen
Beinah-Auslöschung
Zu der Zunahme an Atomwaffen in den Arsenalen der Supermächte, nahm exponentiell auch die boomende EDV zu. Mehr Technik -> mehr Probleme und bei Atomwaffen wäre das gleich mehrfach fast sehr böse schiefgegangen.
Auslöschung durch Fehlalarme
Die Auslösung eines nuklearen Schlagabtausches, wie beim Blitz-Schach, wäre in 5 bekannten Fällen fast zum Tag des jüngsten Gerichts geworden.
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Der gespiegelte Mond
Am 5. Oktober 1960 (Jom-Kippur-Welle) meldete ein Frühwarnradar auf Grönland einen massiven sowjetischen Angriff ballistischer Raketen, die auf dem Weg in die USA seien. Ein Fehler im Computersystem entfernte zwei Nullen aus den Messkomponenten des Radars. Damit wurde der Raketenangriff mit einer Entfernung von 2.500 Meilen dargestellt. In Wirklichkeit handelte es sich um die 250.000 Meilen entfernte Spiegelung des Mondlichts.
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Das Übungstonband
Am 9. November 1979 (Der Schicksalstag der Deutschen) wurde Mitarbeiter*innen im Militärkommandozentrum des Pentagon, in den Cheyenne Mountains, sowie im zweiten Kommandozentrum, in Fort Ritchie in Maryland, ein massiver atomarer Angriff der Sowjetunion auf ihren Computern angezeigt. Alle führende Offiziere der drei Kommandozentren wurden zusammengerufen, um die Bedrohung einzuschätzen. Die Kontrollzentren für die Minuteman-III-Interkontinentalraketen erhielten erste Warnungen darüber, dass die USA vor einem atomaren Angriff stehe. Auch die Luftwaffe wurde alarmiert und 10 Kampfflugzeuge wurden gestartet, um die Raketen abzufangen. Der Fehlalarm wurde durch ein Übungstonband ausgelöst. Der Fehler kam erst ans Licht, als das weltraumgestützte Frühwarnsystem den Angriff nicht bestätigte.
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Der Computer Chip
Am 3.6. 1980 wurde erneut Alarm ausgelöst. Die Sowjetunion hätte einen massiven atomaren Angriff gestartet, meldeten die Computer. Die Raketen bekamen ebenfalls ihre Startwarnungen und die Mannschaften stiegen in die Abfangflugzeuge. Aber im Vergleich zum Zwischenfall mit dem Übungstonband erschien der Angriff nicht plausibel. Die Computer zeigten widersprüchliche Informationen an: manchmal waren zwei Raketen zu sehen, dann wieder 200. Wiederum wurde ein Bewertungstreffen einberufen und schließlich entschärften die Frühwarnsatelliten die Situation. Drei Tage später, am 6. Juni, wiederholte sich das Ereignis mit dem gleichen Aufwand. Später wurde entdeckt, dass ein fehlerhafter Computerchip der Auslöser war.
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Herbstsonnenstrahlen
Moskau, der 26. September 1983 (Jom-Kippur-Welle), kurz nach Mitternacht: Ein sowjetischer Frühwarnsatellit meldet den Angriff einer Handvoll US-Raketen auf die Sowjetunion. Sonne, Satellit und US-Raketenfelder waren so aufeinander ausgerichtet, dass die Strahlen der Sonne von den Satelliten falsch identifiziert wurden. Glücklicherweise entschied sich der sowjetische
Oberst Stanislaw Petrow
* 7. 9. 1939 ; † 19. Mai 2017 den Alarm nicht an seine Vorgesetzten weiterzuleiten, weil er es als seltsam erachtete, nur mit fünf statt mit 500 Raketen angegriffen zu werden.
Diese Entscheidung hat unseren Planeten gerettet.
Der Mann, der die Welt rettete by Marco Wagner
5. Die Wetterrakete
Am 25. Januar 1995 starteten norwegische Wissenschaftler*innen zusammen mit ihren Kolleg*innen aus den USA eine große Rakete. Sie sollte Daten über atmosphärische Bedingungen aus verschiedenen Höhen sammeln. Die Flugbahn der Rakete erschien russischen Radartechniker*innen der einer US-Trident-Rakete zu entsprechen. Für einige Minuten stand Russland kurz davor, einen nuklearen Angriff in vollem Ausmaß auf die USA zu starten. Am Tag danach sagte Boris Jelzin, er hätte zum ersten Mal seinen „nuklearen Fußball" aktiviert – ein Gerät, das ihm ermöglicht mit seinen höchsten Militärberater*innen zu kommuniziert.
Am 23. Mai 1967 (QS33) fielen drei arktische Radaranlagen des US-Frühwarnsystems in Kanada, Nordengland und Grönland gleichzeitig aus. Wurde dies durch einen feindlichen sowjetischen Angriff ausgelöst? Die Atombomber wurden auf Verdacht in Alarmbereitschaft versetzt und die Atomwaffen startklar gemacht. Ein heftiger Sonnensturm war jedoch der Auslöser, der die Technik gestört hatte. Anfangs wollten die Militärs dieser Erkenntnis der Wissenschaftler nicht glauben, denn die Stimmung 1967 war sehr angespannt. Schließlich kam aber der Befehl, die Atombomber in der Luft in ihren Patrouillenstreifen zu lassen und die Alarmbereitschaft zu beenden.
Ebenfalls sehr beunruhigend ist die Geschichte der Minuteman-Rakete am 10.1. 1984, die „unerlaubt" starten wollte. Wegen eines Computerfehlers erhielt die Rakete in Cheyenne, Wyoming, den Startbefehl. Um den Start zu verhindern wurde ein gepanzertes Auto auf dem Silo geparkt.
Apollo-Affäre
Im Ort Apollo in Pennsylvania befindet sich eine Firma zur Aufbereitungsanlage von Uran und Plutonium. Man stellte vor dass bis 1968 ca. 345 kg Uran-235 verschwunden waren. Man mutmaßt dass das Uran in die israelischen Atombomben gewandert ist. Man nennt das Ganze auch Apollo-Affäre.
Der Name Apollo wurde später bei der Geheimdienstaktion gegen die Hisbollah wieder verwendet. Die Pager hießen Apollo und man nennt das daher auch Operation Apollo. Auch dort wird die Nr. 33 verwendet. in 2 Wellen wurden über 3000 Gegner verletzt oder getötet. Der verantwortliche israelische Verteidigungsminister war Joaw Galant * 8. November 1958. (8+1+1++1+9+5+8=33). Er musste aber danach zurücktreten.
Sei seiner Gründung muss jeder Gegner Israels jederzeit damit rechnen getötet zu werden. Es gibt keine Sicherheit für niemanden. Die Israelis sind in dieser Hinsicht absolute Profis.
Der Jugoslawienkrieg
Wappen der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien
Die Sozialistisch Föderative Republik Jugoslawien entstand gleich 2 x am 29.11. (Tag 333). Zuerst am 29.11.1943 mit den AVNOJ-Beschlüssen und dann am 29. November 1945 per Unabhängigkeitserklärung. Folglich war der 29. November dann auch der Nationalfeiertag. Jugoslawien war ein sozialistischer Staatenbund und gehörte als Blockfreie Nation weder zur NATO noch dem Warschauer Pakt an. Wieso also kam es kurz nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zu einem Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung?
Nun der Bund der einzelnen Ethnien war instabil und als das äußere Korsett wegfiel, kollabierte alles. Genau genommen reichte schon ein Fußballspiel, um die Lunte zu entzünden. Es war der 33. Spieltag der 1. Liga und wurde 3:0 für "Roter Stern Belgrad" gewertet. Es gab massive Ausschreitungen und Verletzte. Jugoslawien war auch kein homogener Staatenbund, sondern es gab vergleichsweise wohlhabende Region wie Kroatien und Slowenien neben den wesentlich ärmeren Gegenden, die durch eine Art Länderfinanzausgleich am Leben gehalten wurden. Dazu kamen uralte Feindschaften aus der Zeit der Kämpfe mit den Osmanen namentlich die Schlacht auf dem Amselfeld am 15. Juni 1389 (1+5+6+1+3+8+9 = 33).
Es folgte ab August 1990 die sog. Baumstammrevolution, als Serben Straßenblockanden in Kroatien errichteten. Ministerpräsident von gesamt Jugoslawien war zu dieser Zeit Ante Marković * 25. November 1924 (Katharinatag) ; † 28. November 2011 (Tag 332).
Die Unabhängigkeitserklärung Sloweniens am 25.6.1991 (2+5+6+1+9+9+1 = 33) war der Tropfen der das Fass dann endgültig zum Überlaufen brachte.
Hier mal die Liste der bekannteste Protagonisten des Krieges bzw. der 3. Kriege.
Jovan Rašković † 28. Juli 1992 Gründer der Serbischen Demokratischen Partei (in Kroatien) im Juli 1990.
Atif Dudaković * 2. Dezember 1953 (Tag 336) ist ein ehemaliger Generalleutnant der Armee der Republik Bosnien und Herzegowina und einer der populärsten Generäle in Bosnien und Herzegowina.
Haris Silajdžić * 1. Oktober 1945 (Jom-Kippur-Welle) ehemaliges Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina und dessen ehemaliger Ministerpräsident.
Ibrahim Rugova * 2. Dezember 1944 (Tag 337) vom 4. März 2002 bis zu seinem Tod Präsident des Kosovo. Er galt im Westen als Symbolfigur des gewaltfreien Kampfes der Kosovo-Albaner um die Unabhängigkeit ihres Landes.
Slobodan Milošević * 20. August 1941 † 11. März 2006. Innerhalb verschiedener politischer Funktionen galt er von 1987 bis 2000 als die bestimmende politische Führungsfigur Serbiens und später der Bundesrepublik Jugoslawien.
Alija Izetbegović * 8. August 1925 war erster Präsident der Republik Bosnien und Herzegowina (1990–1995).
Mile Mrkšić * 20. Juli 1947 ; † 16. August 2015 (KW-33) war ein General der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) und verurteilter Kriegsverbrecher.
Agim Çeku * 29. Oktober 1960 (Tag 303) war von März 2006 bis Januar 2008 Premierminister des damals unter UN-Verwaltung stehenden Kosovo.
Taliban
19.12.2000 UNO-Resolution 1333 wirft den Taliban Unterstützung des Terrorismus, Menschenrechtsverletzungen und Drogenhandel vor.
Flag of the Taliban
9/11/01
Als die Mudschāhidūn die Russen 1988 vertrieben hatten ging der Kampf fast nahtlos gegen die USA weiter.
Am 11. August 1988 traf sich Mudschāhidūn in Peschawar und gründeten al-Qaida.
Die Terrorserie der al-Qaida gegen Einrichtungen der USA startet
am 7. August 1998 mit den Bombenanschlägen gegen die Botschaften in Daressalam und Nairobi.
Am 13. August 1998 (KW-33) verurteilte der UN-Sicherheitsrat diese Anschläge durch die Resolution 1189. Am 20.August 1998 ließ Bill Clinton (Löwe) die al-Qaida Camps mit Marschflugkörpern bombardieren.
Alle diese Termine, Namen und Geburtstage der Macher liegen im August im Zeichen des Löwen.
Die USS Cole, ein Zerstörer verlegte am 8. August 2000 ins Einsatzgebiet um die arabische Halbinsel. Am 12. Oktober 2000 (Jom-Kippur-Welle) wurde sie beim einem Sprengstoffanschlag schwer beschädigt.
Beim Angriff auf die Twin Towers am 11.9.2001 um 9:03 Uhr durchtrennte die Boeing 767-200, 33 von 236 Außenpfeilern. 33 Passagiere starben beim Absturz in Abū Musʿab az-Zarqāwī. Und der Attentäter Mohammed Atta war 33 Jahre alt. Seine Prüfung für die Privatfluglizenz absolvierte er am 14. August 2000 (KW-33) erfolgreich. New Yorks Bürgermeister 2001 war „Rudy“ Giuliani III
* 28. Mai 1944 (2+8+5+1+9+4+4=33)
Am 16. November 2001 stimmt der Deutsche Bundestag mit 336 Ja Stimmen für die Teilnahme an der Operation "Enduring Freedom" - die Einnahme Afghanistan unter der Führung der USA.
Der darauffolgende Krieg in Afghanistan verursachte ca. 335.000 Tote.
Ca. 33 Mio. Menschen lebten dort 2008 auf dem Höhepunkt des deutschen Einsatzes.
Im Juni 2014 kommt es zu heftigen Kämpfen mit 330 Toten.
Von Hamid Mir - http://www.canadafreepress.com/, CC BY-SA 3.0
Bill Clinton 1993 by Bob McNeely, The White House

9/11 Memorial von Irene Arrighini
Der Krieg im Irak und Syrien sind auch Folgen des Anschlags. Aber auch Deutschland sitzt hier mit in der erste Reihe. Der BND lieferte falsche Informationen zu "Massenvernichtungswaffen" im Irak. Der Informant war der Iraker Rafid Ahmed Alwan / Curveball. Er erzählte was die USA über Saddam hören wollten.
Herta Däubler-Gmelin * 12. August 1943 sagte, der amerikanische Präsident Bush wolle mit seiner Außenpolitik von innenpolitischen Problemen ablenken, das kenne man „seit Adolf Nazi", was sie als Ministerin disqualifizierte.
US-Präsident war Georg W. Bush * 6.7. 1946 (6+7+1+9+4+6=33), der oberste Militär war Tommy Ray Franks * 17. Juni 1945 (1+7+6+1+9+4+5=33)
Das Foltergefängnis Abu-Ghuraib liegt auf dem Breitengrad 33° 17′ 29″ N.
Im Irak starben 2003 33 britische Soldaten. Insgesamt werden 3 Billionen US-$ an Kosten veranschlagt. Der genaue Betrag ist gar nicht ermittelbar.
Der Name Osama (bin Laden) bedeutet "löwenhaft". Die Hauptstadt des Irak ist Bagdad und die liegt auf dem 33. Breitengrad.
Abū Musʿab az-Zarqāwī * 30. Oktober 1966 (Tag 303) war ein Anführer der Al Quaida im Irak. Seine Organisation wurde für den Bombenanschlag auf die United Nations Assistance Mission for Iraq im Bagdader Canal Hotel am 19. August 2003 verantwortlich gemacht
In Syrien hat der IS in der Stadt Al-Hassaka ein Gefängnis überfallen. Es gab 332 Tote.
Die Hauptstadt Damaskus liegt sogar genau auf 33° 30′ 35″ N, 36° 18′ 33″ O
Von hier nimmt die Flüchtlingskrise 2015 und fortlaufend ihren Anfang.
Anwar al-Awlaki ein US-Islamist galt als "Bin-Laden" des Internets. Er starb durch einen Drohnenangriff im Jemen am 30.9.2011 (Jom-Kippur-Welle). Ebenso Abu Muslim al-Turkmani
† 18. August 2015.
Als Nachfolger Osama bin Ladens rückte Aiman az-Zawahiri nach. Er starb am † 31. Juli 2022 durch einen Drohnenangriff der CIA.
Abū Ibrāhīm al-Hāschimī al-Quraschī
* 1./ 5. Oktober 1976 (Jom-Kippur-Welle) † 3. Februar 2022 (Tag 34) war von 2019 bis 2022 Anführer der dschihadistischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS) war.

Eine Predator-Drohne feuert eine Hellfire-Rakete ab
von Brigadier Lance Mans, Deputy Director, NATO Special Operations Coordination Centre
Google Screenshot
Osama Bin Laden wurde vom Navy SEAL Team 6 aufgespürt und getötet. Der Name war Operation Neptune Spear und sie wurde ab dem 29.3.2011 (Tag 88) konkret geplant. Der Dreizack des Meeresgotts. Das Aufspüren gelang durch ein Leck bei den Pakistanis. Der Informant wurde am 23. Mai 2012 wegen Hochverrats zu 33 Jahren Haft verurteilt. Als Gegenreaktion kürzten die USA den Pakistanis daraufhin die Finanzhilfe um symbolische 33 Mio. Dollar.
Auf dem Foto unten sehen Sie den Nationale Sicherheitsrat während der Operation. Neben Präsident Obama * 4. August 1961 sitzt in blauer Uniform der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, Admiral Michael G. Mullen, * 4. Oktober 1946 (Jom-Kippur-Welle). Stehend dahinter in khakifarbenem Hemd der stellvertretende Kommandeur des JSOC, Brigadegeneral Marshall B. Webb * 27. November 1961 (Tag 331).
Das Patch des Navy SEAL Team 6 können Sie sogar frei im Web kaufen. Es ist ein Löwe mit Dreizack Kreuz am Schweif. So schließt sich auch hier der Kreis mit dem Symbol des Löwen. Der Löwe Osama, Anführer der Löwen Gottes wurde von Löwen zur Strecke gebracht. Diese Kreuzrittersymbolik verwendete auch schon Richard Löwenherz.
Der Nationale Sicherheitsrat verfolgt die Operation in einem Nebenraum des White House Situation Room. Foto Situation Room, aufgenommen von Pete Souza zum Zeitpunkt, als einer der eintreffenden Hubschrauber abstürzt.
Navy Seal Team 6 Devgru Lion Cross Crusader
Das Logo der Hamas, als palästinensisches Symbol, ist ein rotes Dreieck und somit AWT-konform.
Chris Kyle - The American Sniper
Der berühmteste Navy Seal und tödlichste Scharfschütze der gesamten US-Streitkräfte, den es je gab, ist Chris Kyle * 8. April 1974 (8+4+1+9+7+4=33). Er studierte Ranch and Range Management an der Tarleton State University in Stephenville, brach das Studium jedoch kurz vor dem Abschluss ab. Er war Mitglied des Seal Team 3. Er hat 160 bestätigte Kills und sein Leben wurden von Clint Eastwood verfilmt. Er ist Jahrgang 1974 wie ich, aber er starb am 2.Februar 2013 (Tag 33) durch Eddie Ray Routh * 30.9.1987 (Jom-Kippur-Welle). Seine Beerdigungsfeier fand in einem Footballstadion statt und tausende Menschen nahmen auch bei dem 300 km langen Konvoi teil.
Seit 2013 ist der 2. Februar der Chris Kyle Day in Texas.
Christopher Scott „Chris“ Kyle Von Carlo Dani
Energy Policy Act of 2005
Den USA dämmerte es mit der Zeit, dass es billigere Alternativen zum Öl aus dem Nahen Osten gab, die man in den USA selbst umsetzen konnte.
Georg W. Bush unterschrieb am 8. August 2005 den Energy Policy Act. Damit wurde die Förderung von Öl in den USA forciert und als "Geschenk" an die Demokraten des mittleren Westens auch noch Bio-Ethanol Herstellung aus Mais (Freedom Fuel) gefördert. Das hatte weitreichende Folgen für die Welt.
Diese Verwendung von Nahrungsmitteln als Kraftstoff führte in Folge über die Nachfrageerhöhung und Spekulationseffekte an den Warenterminbörsen, zu einem katastrophalen Anstieg der Lebensmittelpreise. Vom Herbst 2005 bis Mitte 2008 verdreifachten sich die Preise für Weizen, Soja, Reis und Mais.
Die weltweite Finanzkrise durch die Lehmann-Pleite 2008 riss die Kurse zwar wieder nach unten, aber das hielt nicht lange an. Am 17.12.2010 verbrannte sich der Tunesier Mohamed Bouazizi * * 29. März 1984 (Tag 89 Schaltjahr) aus Protest gegen die Regierung, selbst. Das führte sehr schnell in den Arabischen Frühling, der etliche Regime und Potentaten erfasste. Die Flüchtlingswellen ebben gar nicht mehr ab.
Am 23. August 2005, also fast 2 Wochen nach dem Gesetz vom 8.8. bildete sich Hurrikan Katrina und suchte den Süden der USA heim.
Die Kosten und Schäden dieses Sturms überstiegen die von 9/11 um ein Vielfaches.
Durch die Zerstörung von Bohrinseln, Pipelines und Raffinerien kam es zu einer Energiekrise.
Durch den parallelen Einsatz des Militärs im Irak war man vor Ort personell unterbesetzt.
FAO Food Price Index 1990–2012 Von Jashuah
Hurricane Katrina August.28.2005 Von Jeff Schmaltz, MODIS Rapid Response Team, NASA/GSFC
Deepwater Horizon
5 Jahre Katrina nach kam es bei der Explosion der Deepwater Horizon Bohrplattform im Golf von Mexiko zu einer Umweltkatastrophe von bisher nicht gekannten Ausmaßes.
Die Ölplattform wurde passenderweise am 11. September 2001 in Dienst gestellt und am
20. April 2010 kam es dann zu einer schweren Explosion. 11 Arbeiter starben dabei.
Jeder reguläre Bohrtag kostete BP 533.000 Dollar Leasinggebühr für die Bohrinsel.
Zum Unglückszeitpunkt befand sich die Bohrinsel an Position ♁29° N, 88° W.
Halliburton gestand laut Pressemitteilung des US-Justizministeriums vom 25. Juli 2013 ein, nach der Katastrophe auf der Ölplattform Deepwater Horizon 2010 Beweise vernichtet zu haben.

Die Deepwater Horizon während des Brandes 2010 US Coast Guard - 100421-G-XXXXL
33-Tage Krieg
"Im Jahre 2006 kam es zum Libanonkrieg 2006 zwischen Israel und der Hamas, der im arabischen Raum als Julikrieg oder 33-Tage-Krieg bekannt ist. Die israelische Luftwaffe Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon und drang mit Bodentruppen erneut in den Südlibanon ein, während die Hisbollah Orte im Norden Libanons mit Raketen beschoss. Der Konflikt endete nach 33 Tagen mit einem Waffenstillstand und der Stationierung der UN-Schutztruppe UNIFIL."
by Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
2006: Wahlplakat der Hamas in Ramallah. Auf ihm wird ein „Palästina von der See bis zum Fluss“ gefordert.
Von Anfang an musste Israel eine starke Armee mit schweren Panzern unterhalten. Dieser Sherman 51 / Super Sherman wog ursprünglich 30,3t, dann 38t/40t und war das Rückgrat am Anfang der IDF. Das Merkava-Entwicklungprogramm begann am 20 August 1970 der 63t wog.
Sherman51 #33 1.51min
Augustkrieg 2008
Vom 7. August 2008 bis 16. August 2008 (KW-33) wurde im Kaukasus Krieg geführt. Genauer gesagt auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien. Russland expandierte hier schon lange vor den Kämpfen im August 2008 mit dem Hintergedanken wieder die alten Grenzen des Imperiums herzustellen. Dazu bediente man sich des alten Tricks der russischen Bevölkerungsanteile und sich abspaltender Teilrepubliken. Diese hießen hier Abchasien und Ossetien.
Am 21. März beschloss die russische Duma, Abchasien und Südossetien als eigenständige Staaten anzuerkennen. Damit war der Kriegsgrund schon als Menetekel an der Wand, da Georgien schon in Richtung NATO-Mitgliedschaft schielte und Russland das nicht billigen wollte.
Man brauchte dann nur noch Grenzkonflikte und Scharmützel anzetteln und dann Friedenstruppen entsenden. So wurden Fakten geschaffen was man als Blaupause für den Einmarsch in der Ukraine 2014 verwendete.
Das Wappen von Georgien hat 2 Löwen und den heiligen Georg, den Drachentöter und Namensgeber des Landes.

Übersichtskarte der Ausgangssituation des Krieges in Georgien 2008.

Wappen von Georgien
Bürgerkrieg in Syrien
Seit März 2011 ist Syrien durch einen Bürgerkrieg mit unzähligen Parteien im Fokus. Es gibt Flüchtlingswellen und Nebeneffekte bis in den letzten Winkel Deutschlands. Wahlen werden davon beeinflusst und das öffentliche Leben wird von diesen Problemen geprägt.
Syriens Staatschef Baschar al-Assad by AP
Die rigorosen Methoden, gegen die eigene Bevölkerung, hat schon Rifaat al-Assad
am 2.2.1982 (Tag 33) eingeführt. An diesem Tag griff die syrische Armee mit Artillerie die Stadt Hama an. Es war der Höhepunkt einer jahrelangen Unterdrückung der dortigen Muslimbruderschaft.
Auf seiner 6598. Sitzung am 3. August 2011 verurteilt der UN-Sicherheitsrat die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.
Am 7. August 2011 gab die Arabische Liga erstmals eine offizielle Stellungnahme zu den Protesten ab, in der sie ein Ende der Gewalt gegen die Zivilisten forderte.
Am 18. August 2011 fordern die USA und die EU Assads Rücktritt.
Am 9. August 2012 ernannte Assad den bisherigen Gesundheitsminister Wael al-Halki zum Regierungschef.
Am 15. August 2012 hat die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) auf ihrem Gipfeltreffen in Mekka Syrien die Mitgliedschaft in der OIC suspendiert.
Die Giftgasangriffe von Ghuta vom 21. August 2013 im Syrienkrieg waren eine Serie von Giftgasangriffen auf Rebellenpositionen.
Aufstand in libanesischen Arsal vom 2. bis 7. August 2014.
Ab 3. August 2014 begeht der IS an den Jesiden im Irak einen Völkermord.
Ab 8. August 2014 bombardierte die US-Airforce die Stellung des IS in Syrien und dem Irak.
Mitte August 2015 begann Russland mit dem Aufbau einer Basis in Latakia, welche es den Luftstreitkräften ermöglichen sollte, die Regierungstruppen zu unterstützen. Ein Kipppunkt im Kriegsverlauf.
Auch die Türkei wurde in den Konflikt involviert.
Die türkische Kampfdrohne Baykar Bayraktar TB2 wurde dabei ein wichtiges Kampfmittel.
Nach dem Attentat vom 1. Oktober 2023 (Jom-Kippur-Welle) wurden diese Drohnen in Syrien eingesetzt. Am 5.10.23 schoss eine US F-16 so eine Drohne ab. Die TB2 hatte ihren Erstflug im August 2014.
Baschar Hafiz al-Assad * 11. September 1965, hat am selben Tag Geburtstag wie die Anschläge 9/11 2001.
Sein Vater war Hafiz al-Assad * 6. Oktober 1930 (Jom Kippur-Welle)
Seine Ehefrau ist Asma al-Assad
* 11. August 1975 (KW-33).
Sein Onkel Rifaat al-Assad * 22. August 1937 ist politisch ebenso aktiv gewesen.
Nach Ende des Libanonkriegs 2006 sprach Assad in einer Rede am 15. August 2006 von einem „siegreichen Widerstand“ der Hisbollah im Libanon und bezeichnete Israel als einen „Feind“, mit dem es keinen Frieden gebe.
Giftgasattacke in Syrien: Uno drängt auf Zugang zum Ort des Grauens Foto: STRINGER/ REUTERS
15 Mio. Flüchtlinge aus Syrien by Keystone
B-1B Lancer
Russische Luftangriffe in Syrien Grafik: taz-Grafik: infotext-berlin.de
Seit dem 27. November 2024 (Tag 332) kommt es im Nordwesten Syriens rund um die Regionen Idlib und Aleppo zu den heftigsten Kämpfen seit 2020. Ab dem 26.11.2024 (Tag 331) griffen die USA, die Türkei und Israel mit Luftangriffen ein. Assad verlor schnell die Unterstützung Putins und ist geflohen.
Ebenfalls einigten sich Israel und Libanon am auf einen Waffenstillstand (27.11.24).
Im nahen Osten kippt die Lage; ein Fanal für Putin, Kim Jong-un und Xi Jinping
Jom-Kippur Welle
Jetzt kommen wir mal zu dieser mysteriösen Jom-Kippur-Welle. Ich bin "zufällig" darauf gestoßen, als mich im Januar 2024 bei einem Bildungsurlaub nebenbei jemand auf etwas aufmerksam machte. Der Mann war ein Löwe und ehem. Bürger der DDR und es ging um einen ganz simplen Zufall, nur ein Datum und zwei Ereignisse. Weniger "Wiederholung" kann es ja nicht geben, aber es genügte schon, um mich aufmerksam zu machen. Ich habe es erst als minimalen Effekt / Wirbel angesehen und als Nebenthema in dieser Sparte eingebaut. Aber es ist deutlich größer. Und so ging das dann los.

(Bundesarchiv (MfS, BV Dresden, Abt OT))
Plakat "7.Oktober Nationalfeiertag" Staatswappen der DDR Gestaltung: André Kahane aus dem Jahr 1987
Die DDR, als antifaschistischer und sozialistischer Arbeiter & Bauernstaat, wurde am 7.10.1949 gegründet und 3 Jahre später, am 7.10.1952 wurde Putin geboren. Er war ca. 5 Jahre in Dresden beim KGB und erlebte dort den Untergang des Systems inkl. Warschauer Pakt. Das hat ihn geprägt, so wie es Hitler geprägt haben muss, als er die Niederlage des Kaiserreichs im 1. Weltkrieg erlebt hat. Der Revanchegedanke für die subjektiv erlittene Schmach führt dann auch zu weiteren Kriegen.
Auch die RAF wurde aktiv von der DDR unterstützt und war mit der PLO verbandelt. Da passt es doch, dass Ulrike Meinhof ebenfalls am 7. Oktober 1934 und Gudrun Ensslin am 15. August 1940 auf die Welt kamen. Zwei Gründungsmitglieder der Roten Armee Fraktion. Christel Guillaume, die DDR-Spionin, die den BRD-Kanzler Brandt mit ausspionierte, kam am 6.10.1927 auf die Welt. Brandt stirbt am 8.10.1992. Der GSG-9 Chef Ulrich Wegener * 22. August 1929 war Löwe und er organisierte die Befreiung der "Landshut"-Geiseln. Als Reaktion darauf begingen die 3 Top-Leute der RAF in Stammheim, Suizid. Darunter Ensslin und Jan-Carl Raspe *24.7.1944.
Die Operation Enduring Freedom, der weltweite Kampf gegen den Terror nach den Anschlägen am 11.September 2001, begann am 7.10.2001 mit dem Angriff der USA und GB gegen Afghanistan und danach in den Philippinen, Somalia, Georgien, Kirgisistan und der Sahara.
Putin konnte an seinem Geburtstag live im TV verfolgen, wie der Westen seine Agenda durchsetzt und Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. ->Clausewitz.
Das man solche Kriege nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in den Medien führen muss, hat er damals gelernt. Die Deutungshoheit über das Weltgeschehen zu besitzen, darf man niemals aus den Augen verlieren. Wir sind die Guten, die sind die Bösen.
Quasi als Geburtstagsgeschenk am 7.10.2023, wurde für den Westen im Gazastreifen eine 2. Front eröffnet. Die USA werden nun gezwungen sowohl die Ukraine und die Israelis zu unterstützen. Die Huthi-Rebellen greifen im Roten Meer den Frachtverkehr an. Alles unterstützt durch den Iran. Passenderweise endete der Gazakrieg am 9.10.2025 und der Friedensnobelpreis 2025 geht am 11.10.2025 an die María Corina Machado Parisca * 7. Oktober 1967.
Der Nah-Ostkonflikt wurde schon von der DDR / Stasi durch die Unterstützung der PLO forciert.
Die Vita Putins erfährt im Monat Juli-August / im Zeichen des Löwen immer wieder einen Wende-/Kipppunkt und das zeigt, wie sich Geschichte aus der AWT heraus formt.
Bsp. aus Wikipedia.
Am 20. August 1991, am zweiten Tag des Militärputsches gegen die Regierung Jelzin, verließ Putin nach eigenen Angaben den KGB.
Im August 1996 wurde Putin stellvertretender Leiter der Kreml-Liegenschaftsverwaltung in Moskau.
Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB
Putins Vater Wladimir Spiridonowitsch Putin starb am 2. August 1999
Am 9. August 1999 ernannte Jelzin seinen Wunschkandidaten Putin zum Ministerpräsidenten; die Duma bestätigte diese Entscheidung eine Woche später mit knapper Mehrheit.
Am 12. August 2000 sank das Atom-U-Boot Kursk nach Explosionen auf einer Manöverfahrt.
Am 21. August wurde die U-Boot-Besatzung von der Führung der Nordflotte für tot erklärt.
Die Gedenkstätte befindet sich in Murmansk (♁68° 59′ N, 33° 6′ O).
Die weiteren Abfolgen liste ich im Krieg gegen die Ukraine auf. Es potenziert sich dort nochmals deutlich. Mehr Energie - Mehr Wellen - Mehr fraktale Wiederholung.
Ich habe ein bisschen gebraucht, um zu verstehen, wieso der 7.10. so wichtig ist, wo doch ansonsten "Alles" auf Tage mit 3,33,333 Abfolgen zu tun hat. Es liegt am jüdischen Kalender, der ist noch älter als der der Maya, dafür aber variabler, weil er Sonnen- & Mondbasierend ist. Die Zeit um den 7.10. ist der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur. bzw. das "Laubhüttenfest". Das ist vergleichbar mit der Verschiebung von Ostern.
Der Jom-Kippur-Krieg startet am 6.10.1973, während des muslimischen Ramadan und wurde durch die UN-Resolution 338 beendet.
Jetzt müssten die Hauptakteure dieses Kriegs eine klare Verbindung zur AWT aufweisen, sonst wäre das hier nur Humbug. Kein Problem:
Muḥammad Anwar as-Sādāt, * 25. Dezember 1918; † 6. Oktober 1981 war auf ägyptischer Seite der Angreifer und schloss später einen Friedensvertrag mit Israels Ministerpräsident
Menachem Begin * 16. August 1913 ; † 9.3.1992 (9+3+1+9+9+2=33). Beide erhielten dafür den Friedensnobelpreis. Jimmy Carter *1.10.1924 war damals US-Präsident. Der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser † 28. September 1970 hatte zuvor jahrelang vergeblich versucht Israel zu besiegen.
Menachem Begin, Jimmy Carter und Anwar as-Sadat in Camp David Von Fitz-Patrick, Bill, photographer
Eine direkte Auswirkung des Jom-Kippur-Krieges für den Westen war die Ölkrise durch das Embargo der OPEC. Am 25. November 1973 (Katharinatag) wird in Deutschland der erste von 4 autofreien Sonntagen angeordnet.
Das Prinzip funktioniert aber schon viel früher:
Das Theaterstück "Jud Süß", welches eben kein antisemitisches Hetzstück war, wurde am 7. Oktober 1930 uraufgeführt. Der jüdische Autor Paul Kornfeld starb 1942 selbst im Ghetto Łódź.
Gleichzeitig ist der größte Schlächter am jüdischen Volk, Heinrich Himmler ebenfalls am 7. Oktober (1900) auf die Welt gekommen. Himmler war ein militärischer Dilettant, der fähigste Waffen-SS-General hingegen war Paul Hausser, der ebenfalls am 7. Oktober 1880 auf die Welt kam. Er starb am 21.12.(33)1972.
Ein bekannter Kämpfer gegen Rassismus war Bischof Desmond Tutu
*7. Oktober 1931 † 26. Dezember 2021 (Stephanstag) in Südafrika. Der Mann ist unumstritten eine Gallionsfigur für Menschenrechte und friedliches Zusammenleben. Er erhielt 1984 den Friedensnobelpreis. Hier geht's zu einem Interview mit ihm - Überschrift ""Wie zufällig ist der Zufall?""
Er verbindet die Jom-Kippur-Welle mit der Sonnen-Welle am Stephanstag. Ganz nebenbei hat der amtierende Staatschef von Sudafrika, Cyril Ramaphosa am 17.11.1952 (1+7+1+1+1+9+5+2 = Quersummer 27 = 3^3) Geburtstag. Fraktale Wiederholung wo man hinsieht.
In die Zeit des Kalten Kriegs fallen auch die beiden längsten Amtszeiten für die Minister der Verteidigung während des Ost-West-Konflikts.
Der deutsche Verteidigungsminister Georg Leber war vom 7. Juli 1972 bis zum 16. Februar 1978 im Amt, während des Jom-Kippur-Kriegs. Auch Leber hat am 7.10.(1920) Geburtstag und er starb im Zeichen des Löwen am 21.8.2012.
Danach der Rekordhalter während des kalten Kriegs mit 2053 Tagen im Amt, Manfred Wörner (4.10.1982-18.4.1988). Er hat am 24.9.1934 Geburtstag (24+9=33) (wie mein Vater) und er starb an meinem 20. Geburtstag, am 13. August 1994. Er war der bisher einzige deutsche Nato-Generalsekretär.
Als nach dem 2. Weltkrieg im Kino die Rolle des "bösen Deutschen" besetzt werden musste, da war Raimund Harmstorf * 7.10.1939 zur Stelle. Seinen größten Erfolg hatte er an der Seite von Bud Spencer in "Sie nannten ihn Mücke", der am 6.10.1978 in die deutschen Kinos kam. Den muss man mal gesehen haben.
Ein bedeutender deutscher Schriftsteller in der 2. Hälfte des 20. JH war der Siegried Lenz. Er war NSDAP-Mitglied und Fähnrich der Marine an Bord des Panzerschiffs Admiral Scheer. Ich musste! als Schüler in der Realschule sein Werk "Das Feuerschiff" lesen. Was ich nie ganz getan habe. Er starb am 7. Oktober 2014.
Am 5.10.1848, wurde Guido von List geboren. Er war der Mitbegründer der rassistisch-okkultistischen Ariosophie. Angefangen hat das jedoch mit Helena Petrovna Blavatsky, eine deutsch-russische Okkultistin. Sie hat am 12. August 1831 Geburtstag. (KW 33). Sie selbst hatte aber keinerlei rassistisches Gedankengut in ihrem Streben. Es war eher eine Art von großer vereinheitlichter Religion. Das verselbstständigt sich jedoch schnell. Diese Lehren waren, grob gesagt, die Basis des geistigen Überbaus von Himmler, Hess und Co.
Aber ohne den Holocaust und die Shoah wäre der Staat Israel niemals mit 33 Stimmen am Tag 333 durch die UNO legitimiert worden.
Die Basis der modernen Chemie und auch der Quantenmechanik kann man auf Niels Bohr zurückführen. Seine Mutter war Jüdin und er kam am 7.10.1885 zu Welt.
Das älteste "Großereignis", welches am 7.10 stattfand, war die größte Seeschlacht aller Zeiten. Die von Lepanto im 16.Jh. Dort wurde die Ausweitung der osmanischen Seeherrschaft, also der Moslems, von der heiligen Liga gestoppt. Eine Art von Operation Enduring Freedom 430 Jahre vorher.
Ein weiterer Akteur im Bereich "Militär", den man hier unbedingt nennen muss, ist
Lieutenant Colonel Oliver Laurence North *7. Oktober 1943, der im Rahmen der Iran-Contra-Affäre als Sündenbock herhalten musste. Vom 20. August 1985 (2+8+1+9+8+5=33) bis zum 28. Oktober 1986 wurden enorme Mengen moderner Waffen an den Iran geliefert.
4. Dezember 1985 (Tag 338): Der Mitarbeiter des National Security Council Oliver North stellt neuen Plan vor.
5. Oktober 1986: Ein Flugzeug mit Waffen für die Contras wird über Nicaragua abgeschossen
Die Veröffentlichungen zur Iran-Contra-Affäre begann am 25.11.1986 dem bekannten Katharina Tag. Am 1. Dezember 1986 (Tag 335) setzt Reagan die Tower Commission zur Untersuchung der Iran-Contra-Vorfälle ein,
Auch in Frankreich wirkt dieser Effekt mit großer Wirkung. Die RN Rassemblement National ging aus dem Front National hervor. Diese Partei wurde am 5. Oktober 1972 gegründet. Liegt also auf der Welle und ist in Frankreich eine ernstzunehmende Kraft.
Das Liebeslied "L’amour toujours" erschien am 8.10.2001 und ist seit Oktober 2023 ein Lied für deutsche "Rechte". "Passenderweise ist der Sänger des Lieds Ola Onabulé, ein Farbiger.
In dem Lied geht es um einen Traum, die eine große Liebe.
George Westinghouse * 6. Oktober 1846 war der Partner von Nicola Tesla und ihm verdanken wir die reale Umsetzung der Wechselstromtechnik. Der Dritte im Bunde war William Stanley Jr. * 28. November 1858 (Tag 332). Zusammen haben Sie diese Technik auf den Weg gebracht.
Hier verwirbeln 3 verschiedene Wellen - Jom Kippur, 33er- und Katarina-Welle miteinander, die jeweils für sich sehr stark sind, wobei die 33er Welle sicher dominiert. Hier schimmert vielleicht die "Dreifaltigkeit" aus dem Theologischen Bereich durch.
Das bringt eine ganz andere Art der Entschlüsselung mit sich. Einer der 7 Schlüssel für die Mustererkennung.
Wie 3 Wellen miteinander interagieren, kann man symbolisch mit Drehstrom / Dreiphasenwechselstrom darstellen.
Zeitlicher Verlauf der Spannungen in einem Dreiphasensystem Von n8life - Eigenes Werk

Abfolge und Größenänderung der phasenversetzten Magnetfelder der Einzelspulen Von User: Mtodorov_69
Beslan Geiselnahme
Schon lange vor dem Ukrainekonflikt gab es innerhalb der ehem. Sowjetunion massive Probleme. Z.B. die beiden Kriege zw. Russland und den Tschetschenen. Das gipfelte irgendwann in einer Geiselnahme in einer Schule in Beslan.
Dort starben 333 Menschen. Offiziell 331.
Gedenktafel für die Opfer by aaron bird - Beslan School Number 1
Whistleblower
Wie schon bei den Pentagon-Papers über den Vietnamkrieg, so kam auch beim Krieg gegen den "Terror" schnell die Wahrheit ans Licht.
Dass das nicht ganz ungefährlich ist, liegt am Espionage Act aus dem Jahr 1917, unterzeichnet von Woodrow Wilson † 3. Februar 1924 (Tag 34). Die letzte Änderung an diesem Gesetz gab es am 4. Oktober 1961 (Jom-Kippur-Welle).
Im August 2022 wurde das Gesetz gegen Donald Trump angewendet. Die Reuters-Meldung ist vom 13. August 2022.
Natürlich versuchte Richard Nixon den Whistleblower Daniel Ellsberg mit diesem Gesetz hinter Schloss und Riegel zu versetzen.
Der 4. August 1964 ist Daniel Ellsbergs erster Arbeitstag im Pentagon. Der 33-jährige Analyst und Politikberater hat morgens an seinem neuen Schreibtisch noch nicht Platz genommen, da reicht ihm ein Kurier ein Blitztelegramm: „Amerikanische Kriegsschiffe im Golf von Tonkin vor der nordvietnamesischen Küste beschossen.“
Ellsberg hatte am 1. Oktober 1969 (Jom-Kippur-Welle) damit begonnen an die 7.000 Seite geheimes Material zu kopieren und an die Presse weiterzuleiten.
Der Obersten Gerichtshof der USA sprach ein Grundsatzurteil wonach die Pressefreiheit über die Geheimhaltung zu stellen sei. Ellsberg sollte trotzdem wegen Spionage zu 115 Jahren Haft verurteilt werden. Der Prozess platzte, weil Nixon einen Einbruch in die Praxis von Ellsbergs Psychiater und dessen illegale Überwachung durch Mitarbeiter des Geheimdienstes angeordnet hatte.
Wikileaks machte da weiter wo Ellsberg begonnen hatte, neuer Krieg - neue Lügen, gleiches Muster.
Die Domain wikileaks.org wurde am 4. Oktober 2006 (Jom-Kippur-Welle) registriert.
Bis zum 20. August 2011 (KW-33) waren in verschiedenen Tranchen 19.791 Dokumente veröffentlicht.
Am 28. November 2011 (Tag 332), dem ersten Jahrestag der Cablegate-Veröffentlichungen kündigte Julian Assange ein neues System zur sicheren Einreichung von Dokumenten an.
Um zu verhindern, dass durch Hackerangriffe die Daten gelöscht werden konnten, begann man vollständige Kopien der Website sind auszulagern. Am 5. Dezember 2010 (Tag 339) wurde auf dem Etherpad-Server der deutschen Piratenpartei die erste Kopie gesichert. (4 Hauptsatz)
Zitat: "Ab Ende Oktober 2012 veröffentlichte WikiLeaks unter der Bezeichnung Detainee Policies Dokumente über die Behandlung von Gefangenen in US-amerikanischen Militärgefängnissen und Gefangenenlagern. Der erste der veröffentlichten Texte beschreibt auf 33 Seiten Standardvorgehensweisen, die 2002 für Gefangene des Camp Delta in den Gefangenenlagern der Guantanamo Bay Naval Base erlassen wurden."
Zitat: "Am 3.12.2010 (Tag 337) entzog der kostenlose US-Dienstleister everydns.net WikiLeaks die Domain wikileaks.org und begründete diese Maßnahme mit „anhaltenden DDoS-Angriffen“ auf ihre Server, welche die Stabilität ihres Dienstes für andere Nutzer gefährden würde."
Zitat:" Am 16. August 2013 (KW-33) veröffentlichte WikiLeaks drei weitere „Insurance Files“; die verschlüsselten Dateien sind 3,6, 49 und 349 Gigabyte groß und sind als Torrent bereitgestellt."
Am 3.3.2013 wurde von einer Gruppe rund um Assange in Australien die Partei The WikiLeaks Party gegründet.
Edward Snowden lieferte der Welt einen tiefen Einblick in die Welt der US-Geheimdienste. Er musste deswegen in Russland am 1. August 2013 Asyl beantragen.
Snowden hat einen russischen Anwalt Anatoli Grigorjewitsch Kutscherena * 23. August 1960.
Und einen deutschen Anwalt für Menschenrechte, Wolfgang Kaleck * 13. August 1960.
Zitat: "Die Bundesregierung hat aus Anlass der Veröffentlichungen Snowdens am 2. August 2013 eine Verwaltungsvereinbarung von 1968/69 zum Artikel 10-Gesetz mit den USA und Großbritannien aufgehoben bzw. aufheben lassen. Diese Verwaltungsvereinbarung legalisierte die Verletzung des Brief- und Telefongeheimnisses. Eine Verbalnote sicherte den USA zudem weitere Rechte zu." Es versteht sich von selbst, dass Deutschland den Asylantrag von Snowden abgelehnt hat.
Am 1. August 2019 gab Edward Snowden bekannt, dass er eine Autobiografie verfasst habe.
Bradley Edward Manning gab Dokumente zu 303 Folteraktionen im Jahr 2010 im Irak weiter.
San Francisco Pride Parade 2013 – Ellsberg zeigt seine Unterstützung für die Whistleblowerin ChelseaVon Moizsyed - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Julian Assange, 2014 Von David G. Silvers, Cancillería del Ecuador - Flickr, CC BY-SA 2.0
Die Veröffentlichungen dieser tapferen Männer haben die moralische Verkommenheit der USA eindrücklich bewiesen. Man zieht stets mit hohen Ansprüchen in Krieg und verhöhnt diese dann durch das, was man da macht und wie man mit Menschen umgeht, die das anprangern.
Deutschlands moralischer Kompass hat hier wie üblich vollkommen versagt.
Edward Snowden 2013-10-9
NATO
NATO North Atlantic Treaty Organization Emblem mit doppeltem Lorbeerkranz
Die NATO besteht zurzeit aus 32 Mitgliedern. die Ukrainer wollen rein. Wenn es 33 sind wird definitiv eine spürbare Grenze erreicht.
Das Logo ist ein doppelter Lorbeerkranz mit 8 Dreiecken.
Damit die Türkei der Aufnahme Finnlands zustimmen sollten die 33 "Terroristen" ausliefern.
Am 3. bis 8. September findet das 33. NATO-Schachturnier statt.
Und auch heute ist die Zahl
3.390.797 Soldaten eine Art Höchstwert. So stark sind die Armeen aller NATO-Mitglieder zusammen.
Etwa 250% von dem was Russland zusammen kriegt. Auf allen Gebieten ist die NATO den Russen haushoch überlegen.
Vom Kalten Krieg zum hybriden Systemkrieg
Revolutionstheorie 2026 – Streichholz, Impfkristall und Attraktor
Der Kalte Krieg war niemals ausschließlich ein Wettbewerb von Panzern, Raketen und Atomwaffen. Ein erheblicher Teil des Konflikts spielte sich unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges ab:
Geheimdienstoperationen, Propaganda, Finanzierung oppositioneller Gruppen, Einfluss auf Medien und politische Multiplikatoren, Unterstützung von Aufständen, Terrororganisationen und Stellvertreterkriegen sowie die gezielte Ausnutzung bereits vorhandener gesellschaftlicher Konflikte gehörten zum Instrumentarium beider Blöcke.
Die entscheidende Erkenntnis lautet dabei: Ein äußerer Akteur muss die Krise eines gegnerischen Staates nicht selbst erzeugen. Es genügt unter Umständen, eine bereits vorhandene Instabilität zu erkennen, einen geeigneten Impuls zu setzen und vorhandene Multiplikatoren zu verstärken.
Chemisch entspricht dies dem bereits beschriebenen Prinzip des Impfkristalls. Eine übersättigte Lösung enthält das Material für die spätere Kristallstruktur bereits vollständig. Der Impfkristall liefert dieses Material nicht. Er entscheidet lediglich darüber, wo und wann die Kristallisation beginnt.
Frankreich 1789-1792
Historische Revolutionen zeigen beide Varianten. Die Französische Revolution von 1789 entstand aus einer massiven inneren Übersättigung: Staatsverschuldung, Versorgungskrisen, soziale Ungleichheit und eine politische Ordnung, deren Legitimität erodierte. Ein ausländischer Geheimdienst war dafür nicht notwendig. Die zurückkehrenden Truppen aus den unabhängigen USA wussten, dass es mit Waffengewalt möglich war, einen despotischen König loszuwerden.
Die Kosten, die ihr Einsatz diesen König gekostet hatte, waren ein Grund für die finanzielle Misere Frankreichs.Ein Double-Dip der Geschichte, aus dem es kein Entrinnen gab.
Russland 1917
Die Februarrevolution 1917 stürzte den Zaren bereits, bevor Lenin im April nach Russland zurückkehrte. Das ist für das Impfkristall-Modell entscheidend: Deutschland musste die russische Krise nicht erschaffen. Kriegsmüdigkeit, Versorgungsprobleme, politische Unzufriedenheit und die Erosion der Monarchie waren bereits vorhanden. Die deutsche Seite erleichterte Lenin und weiteren russischen Kriegsgegnern die Durchreise durch Deutschland. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt diese deutsche Strategie als Teil eines Spiels um Weltmacht und verweist auch auf finanzielle sowie logistische Verbindungen.
Die Analogie liegt daher nicht in der Behauptung, ein ausländischer Staat habe die Revolution "gemacht". Sie liegt darin, dass ein äußerer Akteur eine bereits laufende Krise erkennen und für die eigenen Kriegsziele nutzbar machen kann. Für Deutschland bestand 1917 der strategische Nutzen darin, Russlands Kriegsfähigkeit von innen weiter zu schwächen und einen Separatfrieden wahrscheinlicher zu machen.
Deutschland 1918
Deutschland erlebte 1918 ein ähnliches Kippen: militärische Niederlage, Kriegsmüdigkeit und soziale Spannungen waren vorhanden; der Befehl zu einem letzten Flotteneinsatz wirkte schließlich wie das Streichholz. Aus der Befehlsverweigerung einiger Matrosen entwickelte sich innerhalb weniger Tage eine Revolution, die sämtliche deutschen Monarchien hinwegfegte.
Auch hier waren zurückkehrende Soldaten an der Ostfront Zeugen einer Revolution geworden und hatten gesehen, dass der Zar durch Waffengewalt ersetzt werden konnte.
Die Deutschen selbst hatten Lenin nach Russland entsendet, um dort den Zaren zu stürzen und kurz danach kam der Blowback zu ihnen zurück.
Auch die Kommunisten erlebten 1922 einen Matrosenaufstand in Kronstadt, den sie aber schnell niederschlugen.
Operation Ajax – wie wenige Multiplikatoren einen Staat kippen können
Ein noch klareres Beispiel liefert ausgerechnet der Iran.
Im August 1953 beteiligten sich CIA und britische Dienste an der Operation TPAJAX beziehungsweise Ajax, die zum Sturz des iranischen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh führte. Die inzwischen freigegebenen CIA-Unterlagen bestätigen ausdrücklich, dass die USA die Operation planten und ausführten. Am 19. August bewegten sich von mit der CIA verbundenen pro-schahischen Organisatoren gelenkte Demonstranten vom Teheraner Basar ins Stadtzentrum; Polizei- und Militäreinheiten schlossen sich an, Büros und Zeitungsredaktionen der Gegenseite wurden angegriffen und innerhalb kurzer Zeit kippte die Machtbalance.
Freigegebene amerikanische Regierungsunterlagen bestätigen ausdrücklich die verdeckte amerikanische Beteiligung, einschließlich finanzieller und politischer Maßnahmen zur Mobilisierung von Akteuren innerhalb Irans. Der interne Abschlussbericht bezifferte die Gesamtkosten des Projektes einschließlich der anschließenden Stabilisierungsphase auf 5,33 Millionen Dollar.
Das Muster ist für die Revolutionstheorie entscheidend. Im Vergleich zu einem offenen militärischen Einmarsch benötigte die Operation relativ geringe verdeckte Ressourcen, aber sorgfältig ausgewählte Multiplikatoren: politische Akteure, Medien, Straßenmobilisierung, bestehende Netzwerke und Teile des Sicherheitsapparates.
Der äußere Akteur musste Iran nicht erobern.
Er musste genügend bereits vorhandene Kräfte in dieselbe Richtung ausrichten.
Das ist der Impfkristall in politischer Form.
Frankreich, Russland und Iran – ein Informationskanal über Jahrhunderte
Die Verbindung zwischen Frankreich und Persien reicht weit vor die Islamische Revolution zurück. Bereits unter Ludwig XIII. entsandte Frankreich eine politische und kommerzielle Mission an den Hof Schah Abbas'. Frankreich bot sich dabei sogar als Vermittler zwischen Persien und dem Osmanischen Reich an. Der Schah stellte Frankreich im Gegenzug weitreichende Privilegien in Aussicht: den Schutz der Katholiken im Persischen Reich, die Errichtung katholischer Missionen und Handelsrechte entlang der Levante. Die Mission scheiterte zwar am Widerstand der Osmanen, doch weitere französische Handels- und Diplomatiemissionen folgten. Unter Ludwig XIV. wurde schließlich am 13. August 1715 (KW 33) ein Handelsvertrag zwischen Frankreich und Persien geschlossen; wegen des Zusammenbruchs der Safawidenherrschaft wenige Jahre später konnte er jedoch nicht mehr umgesetzt werden.
Auch Napoleon griff diese Achse auf. Am 4. Mai 1807 schloss er auf Schloss Finckenstein ein Bündnis mit Schah Fath Ali. Doch nur kurze Zeit später verständigte sich Napoleon in Tilsit mit Russland. Persien orientierte sich daraufhin wieder stärker an Großbritannien und schloss am 12. März 1809 (QS 25) einen entsprechenden Vertrag. Schon hier erscheint Iran als Raum, in dem sich die Interessen Frankreichs, Russlands und Großbritanniens überlagern.
Die Verbindung zwischen Iran und Europa reicht auch auf der Ebene des Wissenstransfers weit zurück. Bereits 1811 ließ Kronprinz ʿAbbās Mīrzā die ersten beiden persischen Studenten zum Studium nach England entsenden; weitere folgten. Eine wesentlich größere staatlich organisierte Gruppe wurde jedoch erst 1858 unter Naser ed-Din Schah nach Frankreich geschickt: 42 Studenten, darunter fünf Medizinstudenten. Die meisten gehörten zu den ersten Absolventen des 1851 gegründeten Dar ol-Fonun in Teheran. Sie sollten moderne Wissenschaften, Medizin und technische Kenntnisse erwerben und dieses Wissen anschließend zur Modernisierung Persiens zurückbringen.
Damit erscheint Frankreich bereits im 19. Jahrhundert nicht nur als Handelspartner, sondern als Informationsquelle für die institutionelle Modernisierung Irans.
Im 19. Jahrhundert wurde die französische Präsenz wesentlich tiefer. Napoleon III. eröffnete 1854 eine französische Gesandtschaft in Teheran; 1856 folgten ein Handelsvertrag und eine französische Militärmission. Französische Offiziere bildeten persische Militärangehörige aus. Gleichzeitig entstanden französische Schulen, Landwirtschafts- und Kulturinstitutionen sowie universitäre Verbindungen. Das französische Gymnasial- und Hochschulmodell wurde zu einer Inspirationsquelle des persischen Bildungssystems. Französische Konsulate entstanden unter anderem in Rascht und Täbris; umgekehrt bestanden zahlreiche persische Konsulate in Frankreich. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschien im Iran sogar eine französischsprachige Zeitung.
Damit floss über Jahrzehnte nicht nur Kapital oder Ware zwischen beiden Staaten, sondern Information, Bildung, Recht, Militärwissen und institutionelle Struktur.
Parallel dazu nahm der Einfluss Russlands und Großbritanniens auf Persien immer weiter zu. Die Gebietsverluste an Russland wurden im Iran als nationale Demütigungen wahrgenommen. 1906 brach schließlich die Konstitutionelle Revolution aus und führte zur ersten iranischen Verfassung und zu einer konstitutionellen Monarchie. Die Verfassung von 1906/07 orientierte sich unter anderem an europäischen Vorbildern; für das Ergänzungsgesetz von 1907 diente insbesondere die belgische Verfassung von 1831 als Modell. Letzte Aktualisierung: 6. August 2013
Hier müssen wir allerdings den französischen Senatsbericht korrigieren. Er schreibt verkürzt, Russland habe dieses Experiment bereits 1907 durch eine militärische Intervention beendet. Präziser ist: Die Anglo-Russische Konvention von 1907 teilte Persien in russische und britische Einflusssphären. Im Juni 1908 ließ Mohammad Ali Schah das Parlament durch die persische Kosakenbrigade unter russischem Kommando beschießen. Die konstitutionelle Bewegung überlebte jedoch und setzte sich 1909 wieder durch; erst die russische Intervention und das Ultimatum von 1911 führten zur Auflösung des Zweiten Madschles und zu einer erneuten massiven Einschränkung der iranischen Souveränität.
innere Reformbewegung → äußerer Großmachtdruck → Eingriff in die politische Ordnung → erneute Reorganisation.
1912 entstand zusätzlich ein französisch-iranisches Konsortium zur Ausbeutung von Kohle und anderen Mineralien. Frankreich war 1914 trotz seiner kulturellen Präsenz allerdings nur der fünftgrößte Handelspartner Persiens.
Nach dem Ersten Weltkrieg folgte die nächste Systemverschiebung. Am 21. Februar 1921 marschierten Truppen der persischen Kosakenbrigade unter Reza Khan in Teheran ein. Dieser Militärputsch leitete den Aufstieg der Pahlavi-Dynastie ein. Reza Khan wurde 1923 Premierminister; am 31. Oktober 1925 erklärte das Parlament die Kadscharen-Dynastie für beendet, im Dezember wurde Reza Khan zum Schah bestimmt und am 25. April 1926 gekrönt.
Unter Reza Schah wurde Iran radikal modernisiert und zentralisiert. Staat, Justiz, Bildung, Militär und Verwaltung wurden nach europäischen Vorbildern reorganisiert; auch französische Modelle spielten dabei eine Rolle. 1935 wurden ausländische Regierungen aufgefordert, künftig offiziell den Namen Iran anstelle von Persien zu verwenden.
Dann erfolgte erneut ein äußerer Eingriff. Obwohl Iran im Zweiten Weltkrieg neutral blieb, marschierten am 25. August 1941 Großbritannien und die Sowjetunion ein. Am 16. September musste Reza Schah zugunsten seines Sohnes Mohammad Reza abdanken. Ein entscheidender Grund war die Sicherung des sogenannten Persischen Korridors zur Versorgung der Sowjetunion.
Innerhalb weniger Jahrzehnte hatte Iran damit mehrfach erfahren, dass seine politische Ordnung durch den Druck ausländischer Großmächte verändert werden konnte.
Dieser Mechanismus erreichte 1953 seinen deutlichsten Ausdruck.
Mohammad Mossadegh war 1951 Premierminister geworden und hatte die britisch kontrollierte Erdölindustrie verstaatlicht. Großbritannien und die USA organisierten daraufhin den Staatsstreich vom 19. August 1953.
Damit liegt für unsere Revolutionstheorie ein nahezu lehrbuchartiges Beispiel vor:
Der äußere Akteur muss die Masse nicht selbst erzeugen. Er benötigt Zugang zu geeigneten Multiplikatoren innerhalb eines bereits polarisierten Systems.
Aber auch hier steckt im französischen Senatsbericht ein erheblicher Fehler, den wir nicht übernehmen dürfen. Dort wird suggeriert, bereits die Wahlen von 1946 seien von Mossadeghs Nationaler Front dominiert worden und hätten zu seiner Ernennung zum Premierminister geführt. Tatsächlich wurde die Nationale Front erst 1949 gegründet, und Mossadegh wurde 1951 Premierminister.
Frankreich wird erneut zum Knotenpunkt
Die französisch-iranische Verbindung endete damit keineswegs. Frankreich blieb wirtschaftlich und technologisch eng mit Iran verbunden. 1975 wurde ein umfangreicher Nuklearvertrag geschlossen: Framatome sollte fünf Kernkraftwerke errichten, während Iran sich an Eurodif beteiligte und damit Zugang zu angereichertem Uran erhalten sollte.
Nur drei Jahre später verwandelte sich Frankreich jedoch von einem Technologiepartner des Schahs in einen entscheidenden Informationsraum seiner Opposition.
1979 – dieselbe Bühne, entgegengesetzte Revolution
Nur 26 Jahre nach der Operation Ajax kippte Iran erneut – diesmal gegen den Schah und damit gegen die politische Ordnung, die 1953 durch westliche Intervention stabilisiert worden war.
Besonders bemerkenswert ist die Rolle Ruhollah Chomeinis. Seine Revolution entstand selbstverständlich nicht allein durch eine einzelne Person. Iran war bereits von Massenprotesten, gesellschaftlichen Konflikten und einer schweren Legitimitätskrise erfasst. Aber Chomeini wurde zum zentralen Attraktor, an dem sich unterschiedliche oppositionelle Kräfte ausrichteten.
Selbst sein Geburtsdatum ist nicht völlig eindeutig überliefert. Die heute maßgebliche Encyclopaedia Iranica nennt den 24. September 1902; andere biografische Traditionen nennen unter mehreren Varianten auch den 9. November 1902, der innerhalb der AWT auf die Datumsdiagonale der XI. Vermutung fallen würde, er koppelt außerdem an den 9. November 1918, dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs.
Am 6. Oktober 1978 kam Chomeini nach Frankreich. Die örtliche Chronik von Neauphle-le-Château setzt seinen 115-tägigen Aufenthalt im Dorf vom 8. Oktober 1978 bis 31. Januar 1979 an. Der 6. und 8. Oktober liegen damit im JKW-Fenster. Chomeini wird sogar in der XIV. Ausgabe der lokalen Nachrichten in einer Art Chronik erwähnt.
Und der Ort selbst könnte symbolisch kaum passender gewählt sein.
Neauphle-le-Château hatte 2023 gerade einmal 3.250 Einwohner, wird aber bei Wikipedia in 42 Sprachen angeboten. Der Ortsname ist nach der eigenen Gemeindegeschichte keltischen Ursprungs und bedeutet „neuer Tempel“. Im Wappen stehen sich ein schwarzer Adler und ein goldener Löwe gegenüber.
Von diesem winzigen französischen Ort aus entstand ein globales Kommunikationszentrum. Chomeini empfing Journalisten und Unterstützer, hielt Treffen ab und verbreitete Botschaften in den Iran. Bereits während seines vorherigen Exils hatte er Botschaften auf Audiokassetten nach Iran schicken lassen; in Frankreich kam nun der direkte Zugriff der internationalen Medien hinzu. Die Encyclopaedia Iranica beschreibt Neauphle-le-Château ausdrücklich als kleines Kommandozentrum, vor dem sich Vertreter der Weltpresse sammelten.
Ein Entwurf für die zukünftige iranische Staatsordnung wurde bereits in Paris vorbereitet. Die französische Senatsquelle schreibt ausdrücklich, Chomeini habe von Frankreich aus ein Verfassungsprojekt für Iran entwickelt; Iranica bestätigt, dass ein erster Verfassungsentwurf bereits in Paris von einem Komitee ausgearbeitet worden war.
Seit der Gründung der Islamischen Republik Iran im Bahman 1357 n. Chr./Februar 1979 haben Hunderttausende Perser ihre Heimat verlassen – die größte Auswanderungswelle in der Geschichte Persiens (siehe Diaspora VIII ). Unter den Emigranten nach der Revolution ging nur ein kleiner Teil nach Frankreich, doch ihre Bedeutung übersteigt ihre Zahl bei Weitem, da sich unter ihnen viele Intellektuelle und Politiker befinden; Paris beherbergte in der Zeit nach der Revolution nahezu alle persischen Oppositionsführer.
In Frankreich wurde während einer laufenden iranischen Revolution bereits an der Informationsstruktur der späteren Staatsordnung gearbeitet.
Die Abstimmung über die Errichtung der Islamischen Republik fand am 30. und 31. März 1979 statt; der französische Senat führt die Institutionalisierung auf den 31. März 1979 (QS 33) zurück.
Bemerkenswert ist nun, dass sich diese Informationsachse auch in umgekehrter Richtung beobachten lässt.
Die Teheran-Konferenz, unter dem Tarnnamen EUREKA, fand vom 28. November 1943 – Tag 332 – bis zum 1. Dezember 1943 – Tag 335 statt. Roosevelt, Churchill und Stalin trafen dort erstmals gemeinsam als Regierungschefs der drei wichtigsten alliierten Mächte zusammen. Eine der zentralen Entscheidungen dieser Konferenz betraf ausgerechnet die Eröffnung der zweiten Front in Frankreich: Die westlichen Alliierten verpflichteten sich zur späteren Operation Overlord.
Damit ergibt sich eine bemerkenswerte räumliche Umkehrung:
1943: Teheran → Entscheidung über Frankreich
1978/79: Frankreich → Informations- und Verfassungsstruktur für Iran
Innerhalb der XIV. Vermutung lässt sich dies als ein weiterer Informationswirbel lesen. Dieselben beiden Räume erscheinen erneut miteinander gekoppelt, doch die Richtung des Informationsflusses hat sich umgekehrt.
Auch der Tarnname EUREKA ist bemerkenswert: Das griechische heúrēka bedeutet sinngemäß „Ich habe es gefunden“.
Teheran liefert heute zudem einen ungewöhnlichen Zeitmarker. Iran verwendet die Zeitzone UTC+3:30, also eine gegenüber den üblichen vollen Stunden um eine halbe Stunde phasenverschobene Standardzeit.
Für die AWT liegt der interessante Punkt deshalb nicht darin, die heutige Zeitzone rückwirkend auf 1943 zu übertragen, sondern in der erneuten Relation:
Ort – Zeitverschiebung – Informationsfluss – Richtungswechsel.
Die Akteure und historischen Situationen ändern sich.
Die Verbindung zwischen den Räumen bleibt bestehen, während ihre Richtung ihre Phase wechselt.
Der Wechsel der Partner ist keine Anomalie des Systems, sondern eine seiner Konstanten. Ideologien, Religionen und historische Feindschaften können zurücktreten, sobald sich die strategische Interessenlage verändert.
Hier erscheint ein weiterer Grundsatz der Revolutionstheorie:
Die Größe des Senders muss nicht der Größe seiner Wirkung entsprechen.
Ein Mann in einem Dorf mit wenigen Tausend Einwohnern konnte über Medien, Kassetten, Telefon, Unterstützernetzwerke und die bereits vorhandene revolutionäre Bewegung Informationen in ein Land mit damals mehr als 30 Millionen Einwohnern zurückspiegeln.
Heute trägt sogar eine Straße in Teheran den Namen Neauphle-le-Château. An der Hausnummer 64 Rue Neauphle-le-Château befindet sich ausgerechnet die französische Botschaft.
Das kleine französische Dorf wurde damit zu einem realen historischen Knoten zwischen Frankreich und der Islamischen Revolution.
Dass der Iran nach der Revolution 1979 schnell vom Irak angegriffen wurde, hat er den USA zu verdanken. Die Unterstützung der palästinensischen Unabhängigkeitsbewegung inklusive Terrorunterstützung ist Teil der DNA des Irans. Ein Land, das in seiner Geschichte etliche Male erlebt hat, wie westliche Mächte es nach Belieben umbauten und auch Tote dabei in Kauf nahm, hat selbst keine moralischen Bedenken, das auch zu machen. Die Ausbreitung des politischen Islam ist ohnehin die tragende Staatsidee dieser Theokratie.
Libanon – wenn auf einem Staatsgebiet konkurrierende Ordnungen entstehen
Der Libanon zeigt eine andere Variante desselben Problems.
Das Land stand nach dem Ersten Weltkrieg unter französischem Mandat. Seine Verfassung von 1926 wurde unter französischer Oberhoheit geschaffen und institutionalisierte eine konfessionelle Aufteilung politischer Macht. Das politische System wurde damit bereits strukturell entlang religiöser Gemeinschaften organisiert.
Nach der Gründung Israels kamen große Zahlen palästinensischer Flüchtlinge in den Libanon. Später entstand zusätzlich eine bewaffnete palästinensische Infrastruktur. Das Kairoer Abkommen von 1969 erlaubte palästinensischen bewaffneten Kräften weitgehende Handlungsmöglichkeiten innerhalb der Flüchtlingslager. Die libanesischen Sicherheitskräfte verloren dort teilweise die unmittelbare staatliche Kontrolle. Die Vereinten Nationen beschrieben später ausdrücklich, dass die bewaffnete palästinensische Präsenz die Fähigkeit des Libanon beeinträchtigte, auf seinem gesamten Staatsgebiet volle Souveränität auszuüben.
Der libanesische Bürgerkrieg ab 1975 lässt sich dennoch nicht monokausal auf Migration reduzieren. Konfessionelle Machtteilung, soziale Ungleichheiten, palästinensische Milizen, israelische und syrische Interventionen, regionale Konflikte und später iranischer Einfluss wirkten ineinander. Ein eigener libanesischer Bericht an die UN spricht ausdrücklich von der Wirkung weiterer palästinensischer Flüchtlingswellen und von bewaffneten Konflikten, die durch äußere Interventionen weiter angeheizt wurde
Gerade dadurch wird der Fall für den 6. Hauptsatz der AWT interessanter.
Das Problem lautet nicht simpel: Zwei Kulturen können niemals nebeneinander leben.
Die strukturell präzisere Form lautet:
Wenn auf derselben Fläche zwei oder mehr miteinander unvereinbare politische Regelwerke gleichzeitig den Anspruch auf letzte Autorität erheben und keine gemeinsame Integrationsordnung mehr akzeptiert wird, entsteht ein Versionenkonflikt.
Kulturelle Vielfalt allein erzeugt keinen Bürgerkrieg. Kritisch wird es dort, wo sich daraus konkurrierende Loyalitäten, Rechtsordnungen, bewaffnete Strukturen und Souveränitätsansprüche entwickeln.
Dann befinden sich auf derselben Fläche mehrere Betriebssysteme, die auf dieselben Ressourcen und dieselbe politische Autorität zugreifen wollen.
Das ist der 6. Hauptsatz in staatlicher Form.
Schönefeld – Migration als politisches Druckmittel im Kalten Krieg
Dass selbst Migrationsbewegungen von Staaten strategisch instrumentalisiert werden können, ist keine Theorie des Jahres 2026. Die DDR demonstrierte den Mechanismus bereits in den 1980er Jahren.
Über den Flughafen Berlin-Schönefeld wurden Tausende Menschen aus Staaten wie Sri Lanka, Iran, Libanon, Ghana, Pakistan und Syrien in die DDR eingeflogen und anschließend mit Transitvisa über Friedrichstraße nach West-Berlin weitergeleitet. Allein 1985 kamen 73.832 Schutzsuchende ohne gültige Einreisedokumente in die Bundesrepublik; mehr als 60 Prozent nutzten den Weg über Schönefeld und Friedrichstraße. Die Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt die Flüchtlinge in diesem Zusammenhang drastisch als „menschliche Manövriermasse“ der DDR: Ost-Berlin verdiente Devisen und konnte gleichzeitig innenpolitische Konflikte im Westen verschärfen.
Das ist nahezu eine historische Blaupause für das Impfkristall-Modell.
Die DDR musste die gesellschaftliche Debatte um Migration, Asyl und Integration in West-Berlin nicht erfinden. Sie konnte einen vorhandenen Konflikt verstärken, indem sie die Zahl der Ankommenden erhöhte und die besondere Rechtslage Berlins ausnutzte.
Damit wird die Geschichte eigentlich noch interessanter: Menschenbewegungen konnten im Kalten Krieg buchstäblich Gegenstand politischer Verhandlungen zwischen zwei Staaten werden.
Der lange Schatten: vom Schönefelder Transit zu Teilen des heutigen Clanmilieus
Diese Geschichte besitzt auch eine Langzeitwirkung, die man weder aufblasen noch ignorieren sollte.
Während des libanesischen Bürgerkriegs kamen zahlreiche Menschen über Ost-Berlin nach West-Berlin, darunter Angehörige staatenloser oder ungeklärter Großfamilien aus dem Libanon beziehungsweise ursprünglich aus Südostanatolien. Einzelne Personen, die später zentrale Figuren der Berliner Clankriminalität wurden, nutzten ebenfalls diesen Einreiseweg. Für Mahmoud Al-Zein ist beispielsweise die Einreise über Schönefeld in den 1980er Jahren dokumentiert.
Daraus folgt nicht, dass die Staatssicherheit gezielt kriminelle Familien nach West-Berlin einschleuste oder die heutige Clankriminalität plante. Zwischen Einreise und späterer organisierter Kriminalität liegen zahlreiche weitere Faktoren: ungeklärter Aufenthaltsstatus, fehlende Arbeitserlaubnisse, mangelhafte Integration, innerfamiliäre Strukturen, individuelle Entscheidungen und Fehler westdeutscher Behörden.
Aber die historische Verbindung bleibt bestehen:
Eine im Kalten Krieg bewusst offengehaltene Migrationsroute wurde von Menschen benutzt, deren Familien teilweise Jahrzehnte später zu einem erheblichen Sicherheitsproblem wurden.
Der Impuls kann verschwinden, während seine strukturellen Folgen weiterlaufen.
Stasi, RAF und palästinensische Organisationen
Auch auf einer zweiten Ebene verlief Schönefeld als Knoten des Kalten Krieges.
Bereits 1970 durften führende Mitglieder der RAF, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof, mit ausdrücklicher Genehmigung Erich Mielkes über Ost-Berlin und Schönefeld in Richtung Naher Osten reisen. Dort nahmen RAF-Mitglieder an palästinensischen Ausbildungslagern teil. Später versteckte die DDR zehn ehemalige RAF-Mitglieder unter falschen Identitäten auf ihrem Staatsgebiet.
Markus Wolfs HVA kooperierte eng mit paramilitärischen und politischen Gruppierungen wie der PLO und der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas), die im Libanon stark vertreten waren. Die DDR lieferte über diesen Kanal Waffen, bot medizinische Versorgung für verletzte Kämpfer und nutzte den Libanon als nachrichtendienstliche Basis. Die Stasi unterhielt gleichzeitig intensive Kontakte in das palästinensische und arabische Milieu. Ihre Hauptabteilung XXII beobachtete terroristische Organisationen, pflegte aber zugleich Kontakte in diese Strukturen; die erhaltenen Akten dokumentieren etwa detaillierte Beziehungen zur PLO und verschiedenen palästinensischen Organisationen.
Markus Wolf starb am 9. November 2006.
Auch die Sowjetunion spielte dabei eine zentrale Rolle als Waffenlieferant. Seit Mitte der 1950er Jahre wurden Ägypten, Syrien, Irak und Algerien mit Milliardenwerten an sowjetischer Militärhilfe versorgt. Ein amerikanisches Regierungsdokument von 1970 bezeichnete Irak und Syrien als nahezu vollständig von sowjetischen Waffen und Ersatzteilen abhängig. Ein weiteres Dokument bezeichnet die UdSSR als wichtigste Waffenquelle palästinensischer Fedajin, wobei Ägypten, Syrien und Irak als Vermittler dienten.
Es existiert eine erkennbare Linie: Die Sowjetunion entwickelte sich im Kalten Krieg zum wichtigsten militärischen Partner mehrerer arabischer Staaten und revolutionärer Bewegungen; das postsowjetische Russland behielt anschließend insbesondere zu Syrien eine außergewöhnlich enge strategische Beziehung. Ebenso sind die SED und damit die (Ost-Berliner) LINKE näher an den Palästinensern als alle anderen Parteien zusammen.
Dresden – Putin erlebt dieses System von innen
An dieser Stelle taucht eine Person auf, die alle späteren Entwicklungen miteinander verbindet: Wladimir Putin
Putin arbeitete von 1985 bis 1990 als KGB-Offizier in Dresden. Er kam als Hauptmann und kehrte als Oberstleutnant nach Moskau zurück. Ein im Stasi-Archiv gefundener MfS-Hausausweis ermöglichte ihm als KGB-Offizier den Zugang zu Dienststellen des Ministeriums für Staatssicherheit. Er war damit kein Stasi-Mitarbeiter, aber er arbeitete innerhalb des eng verflochtenen KGB-MfS-Apparates der DDR.
Putin musste daher weder nachträglich Bücher über die Methoden des Kalten Krieges lesen noch sich erklären lassen, wie Geheimdienste mit Agenten, Desinformation, politischen Multiplikatoren, Stellvertretern und inneren Konflikten eines Gegners arbeiten
.
Er erlebte dieses System praktisch und institutionell.
Das beweist nicht, dass eine bestimmte heutige russische Operation unmittelbar aus einer Dresdner MfS-Akte kopiert wurde. Es zeigt aber, dass der spätere russische Präsident genau in jener geheimdienstlichen Kultur sozialisiert wurde, in der die Destabilisierung und Beeinflussung des Gegners zum normalen Instrumentarium der Systemkonfrontation gehörte
Syrien – vom inneren Protest zum internationalen Systemkrieg
Am 15. März 2011 fanden frühe regimekritische Proteste statt. Innerhalb der AWT ist das Datum auffällig: 15.03.2011 = Tag 74 und QS 13, zugleich der traditionelle Todestag Julius Caesars. Der entscheidende Funke in Darʿā folgte jedoch am 18. März 2011. Tausende Menschen demonstrierten nach der Verhaftung und Folter von 15 Schuljungen; Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer und töteten mindestens vier Menschen. Daraus entstand eine Protestwelle, die sich über das Land ausbreitete.
Die Proteste im Herbst 2026 in Frankreich begannen ebenso als an sich harmlose Schulproteste.
Auch hier ist die Reihenfolge entscheidend.
Am Anfang standen keine islamistischen Armeen, sondern weitgehend friedliche Proteste gegen ein autoritäres Regime. Erst während Militarisierung und Bürgerkrieg gewannen islamistische und schließlich jihadistische Organisationen zunehmend Gewicht.
Damit wiederholt sich das Muster:
Protest → Repression → Eskalation → Bewaffnung → Radikalisierung → neue Attraktoren.
Russland hatte gleichzeitig ein erhebliches strategisches Interesse an Syrien. Der sowjetisch-russische Zugang zum Hafen Tartus reicht bis 1971 zurück. Mit der russischen Militärintervention von 2015 entstand zusätzlich der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim bei Latakia.
Ein Jahr zuvor hatte Russland die Krim annektiert und militärisch in der Ostukraine interveniert. 2015 folgte Syrien. Moskau verfügte damit über strategische Positionen sowohl an der Ostflanke Europas als auch im östlichen Mittelmeer.
7. Oktober / Putin
Der Hamas-Angriff fand am 7. Oktober 2023 statt, also an Putins Geburtstag. Hamas unterhält außerdem politische Kontakte zu Moskau; Russland empfing auch nach dem Angriff Hamas-Funktionäre. Das ist ein realer Marker, aber kein Beweis, dass Russland den 7. Oktober plante oder das Datum auswählte, aber als Geburtstagsgeschenk wäre es ideal. Die Party dazu war das Supernova-Festival und die Wirkung des Angriffs kann man mit einer Supernova vergleichen.
Wurde Migration aus Syrien als Waffe benutzt?
Hier wird die Verbindung zur Revolutionstheorie 2026 besonders interessant, denn dieser Gedanke stammt nicht erst aus der AWT.
Am 1. März 2016 erklärte der damalige NATO-Oberbefehlshaber in Europa, General Philip Breedlove, vor dem US-Repräsentantenhaus, Russlands Intervention habe die Flüchtlingsbewegung aus Syrien erheblich verstärkt. Wörtlich warf er Russland und Assad vor, Migration „deliberately weaponizing“ – also bewusst als Waffe einzusetzen –, um europäische Strukturen zu überlasten und die europäische Entschlossenheit zu brechen.
Das ist keine gerichtsfest bewiesene Feststellung über einen geheimen russischen Masterplan. Und Millionen Syrer waren bereits vor dem russischen Eingreifen auf der Flucht. Russland hat die Flüchtlingskrise nicht erschaffen.
Aber bemerkenswert bleibt: Der höchste NATO-Kommandeur in Europa beschrieb bereits 2016 genau den Mechanismus, den die Revolutionstheorie zehn Jahre später betrachtet:
Ein militärischer Akteur muss Menschen nicht bezahlen oder rekrutieren. Es kann strategisch bereits ausreichen, Bedingungen zu schaffen oder zu verstärken, durch die große Bevölkerungsbewegungen den politischen Gegner unter Druck setzen.
Damit muss klar zwischen Migrant und Migrationsstrom unterschieden werden.
Der einzelne Flüchtling ist nicht die Waffe.
Instrumentalisierbar ist der Strom, wenn ein staatlicher Akteur ihn bewusst lenkt, vergrößert oder für politische Zwecke nutzt. Ein Strom erzeugt Wirbel und erst diese Turbulenzen zerstören die Struktur.
Russland und Iran – aus früheren Partnern wird eine strategische Achse
Die Gegenwart führt mehrere dieser historischen Linien zusammen.
Iran lieferte Russland seit Beginn des Ukrainekrieges Shahed-Drohnen, mit denen Russland Ziele in der Ukraine angriff. Britische Regierungsstellen dokumentierten bereits 2022 entsprechende Lieferungen; inzwischen besteht eine wesentlich tiefere militärische und strategische Zusammenarbeit.
Am 17. Januar 2025 schlossen Russland und Iran einen umfassenden strategischen Partnerschaftsvertrag; Russland ratifizierte ihn am 21. April 2025.
Damit stehen Russland und Iran nicht einfach zufällig auf derselben geopolitischen Seite. Beide Staaten besitzen eigene Gründe, westlichen Einfluss zurückzudrängen, und beide verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen mit Stellvertretern und indirekter Machtprojektion.
Wie aktuell dieses Prinzip ist, zeigt die Bedrohungsanalyse des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 vom 13. Oktober 2026 – mitten im JKW-Fenster. MI5 beschreibt Russland ausdrücklich als staatlichen Akteur, der zunehmend Kriminelle und andere Proxys über soziale Medien und verschlüsselte Kommunikation rekrutiert. Im selben Bericht heißt es, auch Iran habe seine hybride Kampagne 2026 ausgeweitet und nutze kriminelle Proxys; Iran-bezogene Operationen des MI5 hätten innerhalb eines Jahres zu mehr als 50 Festnahmen geführt.
Damit ist zumindest der Mechanismus nicht spekulativ.
Russland und Iran benutzen heute tatsächlich Mittelsmänner außerhalb ihrer regulären staatlichen Strukturen, um Operationen im Westen durchzuführen.
Offen bleibt die erheblich größere Frage, wie weit dieses Prinzip auf gesellschaftliche Protest- und Migrationsbewegungen übertragen wird.
Revolutionstheorie 2026 – der äußere Impfkristall
Aus diesen historischen Fällen lässt sich nun ein modernes Szenario formulieren.
Russland führt Krieg gegen die Ukraine. Seine Gegner sind nicht allein die ukrainischen Streitkräfte, sondern ein Unterstützersystem aus USA, EU, NATO, Geheimdiensten, Rüstungsindustrie, Finanzhilfen und politischen Mehrheiten.
Um dieses System zu schwächen, muss Russland nicht Paris, Berlin oder London militärisch angreifen.
Es müsste lediglich die Fähigkeit dieser Staaten reduzieren, geschlossen nach außen zu handeln.
Dazu könnte ein bereits gespanntes gesellschaftliches System einen wesentlich billigeren Angriffspunkt bieten.
Migration, mangelhafte Integration, soziale Ungleichheit, Wohnungsnot, Schulprobleme, hohe Lebenshaltungskosten, religiöse Konflikte, der Gaza-Krieg, politische Polarisierung, Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen und radikale politische Milieus existieren unabhängig von Russland und Iran.
Sie bilden die übersättigte Lösung.
Ein äußerer Akteur müsste dieses Material nicht erzeugen. Er müsste lediglich geeignete Themen und Gruppen identifizieren, reale Missstände emotional verstärken, widersprüchliche Milieus unter einem gemeinsamen Gegner zusammenführen und dafür sorgen, dass ein einmal entstandener Konflikt nicht wieder abklingt.
Der moderne plombierte Zug wäre dann kein Zug mehr.
Er bestünde aus Algorithmen, Videos, Telegram-Kanälen, Bots, Influencern, echten Bildern, falschen Kontexten, Geldströmen und dezentralen Proxys.
Millionen Teilnehmer müssten überhaupt nicht wissen, dass irgendwo ein fremder Akteur mitwirkt. Sie wären nur Bauern auf einem Schachbrett und quasi Wegwerfagenten die man beliebig ersetzen kann. Wie Drohnen eben. Männliche Bienen, die nichts arbeiten oder fliegende Bomben deren Verlust Teil der Taktik ist.
Gerade das wäre die effizienteste Form des Impfkristalls.
Was wäre das strategische Ziel?
Das Ziel müsste nicht einmal eine vollständige Revolution sein.
Wenn schwere innere Unruhen europäische Staaten zwingen, Polizeikräfte, Geheimdienste, Haushaltsmittel und schließlich möglicherweise auch militärische Fähigkeiten verstärkt nach innen zu verlagern, sinkt ihre politische Bandbreite für externe Konflikte.
Wenn gleichzeitig Wähler und Regierungen beginnen, Außenpolitik gegenüber innerer Sicherheit zurückzustellen, würde auch die Unterstützung der Ukraine unter Druck geraten.
Schon eine partielle Wirkung könnte deshalb genügen:
Verzögerung statt Beendigung von Waffenlieferungen.
Haushaltsstreit statt geschlossenem Finanzpaket.
Innere Sicherheitskräfte statt weiterer Ressourcen für den Osten.
Polarisierung statt außenpolitischem Konsens.
Im extremsten Szenario könnte sich daraus eine revolutionäre Situation entwickeln. Wenn der Staat in einzelnen Räumen sein Gewaltmonopol verliert und eine radikale islamistische Bewegung nicht mehr nur religiöse Identität, sondern eine eigene politische Ordnung mit Souveränitätsanspruch errichten wollte, wäre selbst die Entstehung eines kalifatsähnlichen Gegenstaates theoretisch eine Endstufe dieser Entwicklung.
Aber Russland benötigte diesen Extremfall überhaupt nicht.
Für den Ukrainekrieg wäre eine deutlich geringere Schwächung Europas ausreichend.
Frankreich 2026 – beginnt die übersättigte Lösung auszukristallisieren?
Damit führt die historische Linie zurück nach Frankreich.
Am 17. Oktober 2026 gingen zwischen 550.000 Menschen nach Regierungsangaben und 800.000 nach Angaben der Gewerkschaft CGT auf die Straße. Die überwiegende Zahl der Demonstrationen blieb friedlich, gleichzeitig kam es jedoch zu massiven Ausschreitungen, Plünderungen und Brandstiftungen. Bis zum folgenden Tag waren rund 1.800 Menschen festgenommen worden; etwa 500 Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden verletzt. In Saint-Étienne verlor ein 17-Jähriger seine rechte Hand durch eine Crowd-Control-Granate.
Noch gibt es keinen belastbaren Nachweis, dass Russland oder Iran diese Bewegung ausgelöst haben.
Für die Revolutionstheorie ist gerade das aber die richtige Versuchsanordnung.
Denn die Hypothese lautet eben nicht, dass ein fremder Geheimdienst Hunderttausende Menschen auf die Straße bezahlen müsse.
Die Frage lautet vielmehr:
Ist das französische System bereits so übersättigt, dass ein relativ kleiner zusätzlicher Impuls eine unverhältnismäßig große Reaktion auslösen könnte?
Saint-Étienne – Waffenstadt im XIII.-Markerfeld
Und ausgerechnet Saint-Étienne liefert innerhalb dieser aktuellen Ereignisse erneut eine ungewöhnliche Markerdichte.
Der Name der Stadt geht auf Sanctus Stephanus – den heiligen Stephanus zurück. Die Stadt besitzt gleichzeitig eine jahrhundertealte Waffentradition. Schon im Mittelalter wurden dort Waffen gefertigt; 1764 entstand die königliche Waffenmanufaktur. Im Ersten Weltkrieg wurde Saint-Étienne mit Bergbau, Metallurgie, Maschinenbau und Waffenindustrie zum „Arsenal Frankreichs“.
Damit liegt der Ort schon thematisch unmittelbar im Feld der XIII. Vermutung – Krieg und Waffen.
Dann folgt die Zahl.
INSEE gibt für 2023 exakt 173.136 Einwohner an.
Innerhalb der AWT erscheint darin unmittelbar:
173 ↔ 137 als phasenverschobene Zahlenfolge,
136 als direktes Nahfeld der Feinstrukturkonstante,
und 173.136 → QS 21.
Noch bemerkenswerter ist die amtliche Herkunft der Zahl: Die französischen Referenzbevölkerungen wurden durch den Erlass Nr. 2025-1362 vom 26. Dezember 2025 authentifiziert.
Für eine Stadt namens Saint-Étienne – Sankt Stephan – ausgerechnet am Stephanstag, dem 26. Dezember.
Nun verliert bei den schweren französischen Unruhen ausgerechnet in dieser alten Waffenstadt ein Jugendlicher durch eine Polizeigranate eine Hand.
Das beweist keine Ursache.
Aber innerhalb der XIII. Vermutung entsteht eine bemerkenswerte Verdichtung aus Krieg, Waffenproduktion, Gewalt, Stephanus, 26. Dezember und dem 137-Nahfeld.
Die langen Schatten reichen bis in die Gegenwart
Auch in Deutschland tauchen historische Verbindungslinien wieder auf. Die Linke steht über PDS und SED institutionell in einer realen historischen Nachfolge. Daraus folgt allerdings nicht automatisch, dass heutige Parteimitglieder geheimdienstliche DDR-Strategien fortsetzen.
2026 entstand dennoch eine politische Kontroverse über Kontakte des Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak in das Berliner Remmo-Milieu. Nach bekannt gewordenen Chats mit einem Sohn des Clanoberhaupts ließ Koçak seine Funktionen vorläufig ruhen.
Das kann man als bemerkenswerte historische Ironie erwähnen.
Es ist kein Beweis für eine organisierte Zusammenarbeit der Partei mit kriminellen Clans und schon gar kein Beleg einer über Jahrzehnte fortbestehenden geheimdienstlichen Operation.
Gerade für die AWT ist diese Trennung wesentlich:
Relation ist nicht Identität.
Aber eine Zusammenarbeit zwischen heutigen Linken mit Migrationshintergrund und Clans aus dem migrantischen Milieu wäre keine auf Verträgen basierende Zusammenarbeit. Die Einflussnahme hier ist ganz anders.
PSG - Der Migrantenclub
Wir haben bereits eine erstaunliche Feststellung im Kapitel Französische Geschichte getroffen.
Der Verein ist seit 2023 französischer Rekordmeister. PSG wurde insgesamt 14-mal französischer Meister, 16-mal französischer Pokalsieger und in der Saison 1995/96 Europapokalsieger der Pokalsieger. Er wurde an einem 12. August gegründet, dem Datumsmarker der X. Vermutung.
Die 14 koppelt an die XIV. Vermutung und die 16 an den Turm, der Teil des Logos ist.
Gerade der Kader und die Fans sind deutlich von Migranten geprägt und was man überhaupt nicht verstehen kann, ist die Tatsache, dass diese Fans sogar randalieren, wenn ihr Team gewinnt.
Sie randalieren aber nicht dort wo sie selbst wohnen, sondern auf den Prachtboulevards wo sie gefilmt werden. Sie wollen damit die Bilder der Mannschaft in den Schatten stellen, denn für die interessiert sich dann kaum einer. Alle schauen auf die brennenden Autos und geplünderten Geschäfte.
Der brennende Turm des Rathauses von Limoges wird als Turmmoment dieser Revolution in die Geschichte eingehen.
Donald Trump und der US-Dollar
Eine zusätzliche spekulative Annahme betrifft Donald Trump. Der parteiübergreifende
Geheimdienstausschuss des US-Senats stellte fest, dass die russische Regierung 2016 eine aggressive, vielschichtige Einflusskampagne betrieb und untersuchte umfangreich Gegenaufklärungsrisiken rund um das Trump-Wahlkampfteam. Der Ausschuss befasste sich auch mit dem Steele-Dossier und stellte zugleich fest, dass das FBI diesem Dossier ungerechtfertigt großes Gewicht beigemessen hatte, bevor zentrale Annahmen validiert
waren.
Unter der hypothetischen Annahme, Trump wäre durch kompromittierendes Material aus früheren Russlandkontakten erpressbar, entstünde eine zweite strategische Achse: Die Vereinigten Staaten könnten Entscheidungen treffen, die Russlands Position indirekt verbessern, während Europa gleichzeitig durch innere Krisen stärker gebunden wird.
Öffentlich belastbar bewiesen ist eine russische "Venusfalle" gegen Trump nicht. Aber blickt auf die Epstein-Files so kommt der Name Trump dort sehr oft vor.
Hillary Clinton hat Trump im Wahlkampf 2016 als Putins Marionette bezeichnet.
Sollte der Euro und damit die EU kollabieren wären die USA und damit der US-Dollar einen starken Konkurrenten los. Das jedenfalls würde mit Trumps "America first" Doktrin konform gehen.
Wenn Migranten die V. Republik stürzen, kann Trump seinen Ablehnung von Migration damit als weitsichtig bewerben. Alles was er an Europa nicht mag, wäre dann der Grund für deren Scheitern. Dass er selbst erst den Iran als Gegner erneut auf den Plan rief und damit auch die Preissteigerungen auf der ganzen Welt inkl. Frankreich, das interessiert die Demonstranten in Frankreich wenig.
Hier kann man kriminalistisch vorgehen:
Motiv und Gelegenheit führen zum Täter.
oder einfach fragen:
Cui bono?
Vom Kalten Krieg zum Systemkrieg
Damit schließt sich der Bogen.
1953 halfen westliche Dienste, die Regierung im Iran zu stürzen.
1917 hatte Deutschland zuvor gelernt, dass ein gegnerischer Staat durch die Förderung vorhandener revolutionärer Kräfte aus einem Krieg herausgebrochen werden kann.
1979 zeigte Chomeini, dass ein einzelner hochwirksamer Informationsknoten aus einem kleinen französischen Dorf heraus eine bereits laufende Revolution enorm beschleunigen kann.
Der Libanon demonstrierte, wie ein schwacher Staat unter dem Druck konkurrierender konfessioneller, militärischer und ausländischer Machtstrukturen seine einheitliche Souveränität verlieren kann.
Die DDR zeigte in den 1980er Jahren, dass selbst Flüchtlingsströme bewusst als politisches Druckmittel gegen den Systemgegner genutzt werden können.
Stasi, RAF und palästinensische Organisationen demonstrierten zugleich, wie Terrorismus, Geheimdienste und Stellvertreterstrukturen die Grenzen zwischen innerem und äußerem Konflikt verwischen.
Putin erlebte genau dieses geheimdienstliche System als KGB-Offizier in Dresden.
Russlands Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise führten schließlich sogar dazu, dass der NATO-Oberbefehlshaber 2016 öffentlich von der „weaponization of migration“ sprach.
Russland und Iran sind heute strategisch und militärisch wesentlich enger miteinander verbunden als zu Beginn des Ukrainekrieges. Gleichzeitig dokumentieren westliche Sicherheitsbehörden bei beiden Staaten den verstärkten Einsatz von Proxys innerhalb westlicher Gesellschaften.
Damit verändert sich die Frage.
Nicht mehr:
Kann Migration, Protest oder gesellschaftlicher Konflikt als Waffe benutzt werden?
Die historischen Beispiele zeigen, dass gesellschaftliche Prozesse grundsätzlich strategisch instrumentalisiert werden können.
Die interessantere Frage des Jahres 2026 lautet:
Geschieht dies gegenwärtig erneut – und falls ja, können wir den Moment erkennen, an dem aus einem vorhandenen gesellschaftlichen Spannungsfeld ein gezielt verstärkter Systemkonflikt wird?
AWT – Ursache, Impuls und Verstärker
Die Revolutionstheorie führt damit zu einer für die AWT wichtigen Trennung:
Ursache ist nicht Auslöser. Auslöser ist nicht Verstärker. Verstärker ist nicht zwingend der spätere Gewinner.
Eine Gesellschaft kann ihre Krisen selbst erzeugen.
Ein äußerer Akteur kann sie erkennen.
Ein sehr kleiner Impuls kann sie beschleunigen.
Eine Bewegung kann anschließend eine Eigendynamik entwickeln, die selbst der ursprüngliche Impulsgeber nicht mehr kontrolliert.
Und ein anderer Akteur kann schließlich von einem Zusammenbruch profitieren, den er weder vollständig geplant noch selbst verursacht hat.
Genau deshalb ist der Impfkristall die bessere Metapher als das Brennholz.
Der Impfkristall enthält nicht den Kristall.
Er enthält nicht einmal dessen Masse.
Er liefert nur die Relation, an der vorhandenes Material Ordnung annimmt.
Übertragen auf den Systemkrieg bedeutet dies:
Der wirksamste Angriff auf einen Staat muss nicht darin bestehen, seine Armee zu besiegen. Es kann genügen, bereits vorhandene innere Spannungen so zu verstärken, dass der Gegner zunehmend damit beschäftigt ist, sich selbst zusammenzuhalten.
In dieser Form endet der Kalte Krieg nicht.
Er wechselt lediglich seine Phase.
Macron – das Endspiel der V. Republik
Eine Revolution beginnt nicht erst in dem Augenblick, in dem Barrikaden errichtet oder Regierungsgebäude gestürmt werden. Ihr wichtigster Rohstoff entsteht früher:
der Verlust der Überzeugung, dass die bestehende Ordnung gerecht, leistungsfähig und für alle nach denselben Regeln funktioniert.
Genau hier besitzt Frankreich 2026 ein ernstes Problem. Das politische Vertrauensbarometer des CEVIPOF von Sciences Po zeigt eine außergewöhnlich tiefe Vertrauenskrise. Nur noch 22 Prozent der Befragten erklären, Vertrauen in die Politik zu haben, lediglich 15 Prozent in die politischen Parteien und nur 18 Prozent in den Präsidenten der Republik. Besonders bemerkenswert für die Revolutionstheorie ist eine andere Zahl:
88 Prozent sind der Ansicht, dass Politiker bei Misserfolgen ihre Verantwortung nicht übernehmen. In einer vertiefenden Auswertung stieg zudem der Anteil der Befragten, die politische Verantwortliche für korrupt halten, bis 2026 auf 76 Prozent. Gleichzeitig unterstützen weiterhin 82 Prozent grundsätzlich die Demokratie.
Die Bevölkerung verwirft also nicht notwendigerweise das demokratische Prinzip – sie verliert Vertrauen in dessen gegenwärtige Funktionsweise.
Politische Skandale verstärken dieses Problem unabhängig davon, ob jede Anschuldigung später strafrechtlich bestätigt wird. Die Affären um Beraterverträge, Interessenkonflikte oder persönliche Netzwerke erzeugen leicht den Eindruck einer politischen Klasse, die anderen Regeln unterliegt als der gewöhnliche Bürger. Die McKinsey-Affäre erreichte beispielsweise eine Dimension, in der der französische Senat die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts einer Falschaussage vor seiner Untersuchungskommission einschaltete. Frankreich besitzt gleichzeitig vergleichsweise starke Antikorruptionsregeln; die OECD bewertet die gesetzlichen Regelungen zu Lobbying und Interessenkonflikten sogar überdurchschnittlich.
Die Behauptung, hochrangige Politiker würden grundsätzlich nie verurteilt, wäre zu kurz verasst: Frankreichs Justiz hat beispielsweise eine rechtskräftige Verurteilung Nicolas Sarkozys wegen Korruption und Einflussnahme bestätigt. Entscheidend für einen revolutionären Prozess ist jedoch nicht allein die juristische Realität, sondern die gesellschaftliche Wahrnehmung ihrer Fairness.
Sarkozys Urteilsspruch: Fünf Jahre Freiheitsstrafe wegen Bildung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Aber Freisprüche vom Vorwurf der Bestechung, der passiven Korruption sowie der direkten illegalen Wahlkampffinanzierung wurde Sarkozy freigesprochen.
Sarkozy trat die Strafe am 21. Oktober 2025 an, wurde aber Anfang November 2025 unter strengen Auflagen (unter anderem Reise- und Kontaktverboten) vorläufig aus der Haft entlassen. Er spazierte nach knapp 3 Wochen in Haft wieder aus dem Gefängnis und wartet das Berufsverfahren ab, seit fast 12 Monaten.
Hier entsteht eine gefährliche Rückkopplung. Wenn Bürger zu der Überzeugung gelangen, dass „die da oben“ sich über persönliche Beziehungen Vorteile verschaffen, während von ihnen selbst Regelbefolgung verlangt wird, verändert sich der individuelle Anreiz. Die Frage lautet dann nicht mehr: Welche Regeln gelten?, sondern: Zu welchem Netzwerk muss ich gehören?
Frankreich besitzt historisch tatsächlich besonders dichte Elitennetzwerke rund um Grandes Écoles, hohe Staatsverwaltung und den Wechsel zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft, das sogenannte Pantoulage. Das beweist keine allgemeine Vetternwirtschaft. Es zeigt aber, weshalb die Wahrnehmung geschlossener Eliten in Frankreich einen realen institutionellen Hintergrund besitzt.
Und genau hier lässt sich die Verbindung zu lokalen Milieus herstellen. Wenn die formelle Gesellschaft als nicht meritokratisch wahrgenommen wird, gewinnen informelle Netzwerke an Wert: Familie, Viertel, ethnische oder religiöse Gemeinschaft, politische Szene, Clan oder schlicht die eigene Clique. Der junge Mensch kann dann zu dem gleichen Schluss kommen wie die Elite, nur auf einer anderen Ebene:
Wenn Beziehungen wichtiger sind als Regeln, brauche auch ich Beziehungen.
Ob das Netzwerk aus Absolventen einer Elitehochschule besteht oder aus Freunden aus dem eigenen Viertel, die soziale Logik besitzt eine strukturelle Ähnlichkeit: Vertrauen verschiebt sich von der abstrakten staatlichen Ordnung auf die eigene Gruppe.
Für den 6. Hauptsatz wird dieser Übergang kritisch, wenn unterschiedliche Gruppen schließlich nicht mehr nur unterschiedliche Lebensweisen besitzen, sondern unterschiedliche Loyalitäts- und Regelordnungen. Der Staat verliert dann nicht notwendigerweise sofort sein Gewaltmonopol. Zuerst verliert er etwas Grundlegenderes: die allgemeine Erwartung, dass seine Regeln legitim sind.
Macrons Dilemma der Gewalt
Damit befindet sich Emmanuel Macron in einer ausgesprochen schwierigen Lage.
Nach den schweren Ausschreitungen im Oktober 2026 muss der französische Staat einerseits demonstrieren, dass Plünderungen, Brandstiftung und Angriffe auf öffentliche Einrichtungen nicht folgenlos bleiben. Andererseits kann eine zu harte Reaktion genau jene Eskalation auslösen, die verhindert werden soll.
Die gegenwärtigen Unruhen haben bereits Tausende Festnahmen, massive Sachschäden und zahlreiche verletzte Sicherheitskräfte hervorgebracht. Macron erklärte, Gruppen hätten versucht, die Republik zu destabilisieren, vermied bislang jedoch die maximale Eskalationsstufe eines landesweiten Ausnahmezustandes.
Die Parallele zu Syrien darf nicht überzogen werden. Frankreich besitzt demokratische Institutionen, Wahlen, unabhängige Gerichte, eine pluralistische Öffentlichkeit und eine vollkommen andere staatliche Struktur als das Syrien Baschar al-Assads 2011.
Der Eskalationsmechanismus ist dennoch vergleichbar.
In Syrien begann der Konflikt mit friedlichen Protesten gegen zu hohe Preise. Staatliche Gewalt erzeugte Tote. Aus Trauer und Protest entstanden neue Demonstrationen. Aus Repression entwickelte sich Radikalisierung, aus Radikalisierung Bewaffnung und schließlich Bürgerkrieg.
Das heißt nicht, dass Frankreich denselben Weg gehen wird.
Es bedeutet lediglich:
Wenn ein bereits hochgradig polarisiertes gesellschaftliches System mit unverhältnismäßiger staatlicher Gewalt beantwortet wird, kann der Versuch, Ordnung wiederherzustellen, selbst zum Impfkristall der nächsten Eskalationsstufe werden.
Macron muss daher gleichzeitig zwei scheinbar widersprüchliche Ziele erreichen: genügend Staatsmacht zeigen, damit die Ordnung nicht kollabiert – aber nicht so viel Gewalt einsetzen, dass aus unterschiedlichen Protestgruppen plötzlich ein gemeinsamer Gegner entsteht.
Für die Revolutionstheorie ist das nahezu ein Lehrbuchproblem.
Wenn Frankreich fällt, verändert sich Europas Sicherheitsordnung
Frankreich ist nicht irgendein EU-Mitglied.
Seit dem Brexit ist es das einzige Mitglied der Europäischen Union mit eigenen Kernwaffen. Macron bezeichnete Frankreich am 13. Juli 2025 (FSK-Echo) selbst ausdrücklich als das einzige EU-Land mit nuklearer Abschreckung. Die französischen Nuklearstreitkräfte bleiben vollständig unter souveräner französischer Entscheidung; 2026 kündigte Macron sogar eine Verstärkung des Arsenals und eine stärkere europäische Dimension der französischen Abschreckung an.
Ein tatsächlicher Zusammenbruch der französischen Staatsordnung hätte deshalb Folgen weit jenseits Frankreichs.
Die EU selbst besitzt zwar ohnehin keine gemeinschaftlichen Atomwaffen. Aber ihr einziges Mitglied mit einem nationalen Nukleararsenal wäre politisch destabilisiert. NATO-Europa würde weiterhin von den amerikanischen und britischen Nuklearstreitkräften geschützt, doch innerhalb der EU vverschwände genau jener souveräne nukleare Pfeiler beziehungsweise wäre massiv gefährdet, auf den gegenwärtig zunehmend europäische Sicherheitsüberlegungen projiziert werden.
Damit erhält die französische Stabilität im russisch-europäischen Systemkonflikt eine zusätzliche strategische Bedeutung.
Eine schwere französische Staatskrise wäre deshalb nicht nur ein französisches Problem.
Wer bezahlt die nächste Krawallnacht?
Die nächste Grenze ist wirtschaftlich.
Nach einer schweren Ausschreitungswelle entstehen Reparaturkosten für Geschäfte, Fahrzeuge, Schulen, Rathäuser, Verkehrssysteme und sonstige öffentliche Infrastruktur. Versicherer übernehmen einen Teil, Unternehmen und Privatpersonen einen weiteren, Kommunen und Staat wiederum einen anderen. Gleichzeitig sinken Steuereinnahmen, wenn wirtschaftliche Aktivität zurückgeht.
Solange einzelne Unruhen zeitlich begrenzt bleiben, kann eine große Volkswirtschaft wie Frankreich solche Schäden absorbieren.
Das eigentliche Risiko entsteht bei einem Schwelbrand.
Jede weitere Krawallnacht wäre für sich beherrschbar. Problematisch würde eine Folge aus hundert kleinen Krisen: beschädigte Infrastruktur, steigende Versicherungsprämien, zusätzliche Polizeikosten, Entschädigungen, Unternehmensschließungen, sinkende Investitionen und schließlich steigende Finanzierungskosten des Staates.
Und irgendwann stellt sich eine europäische Frage.
Kann die EZB Frankreich einfach retten?
Nein – jedenfalls nicht in dem Sinne, dass sie der französischen Regierung einfach Geld überweisen dürfte. Artikel 123 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verbietet der EZB die direkte monetäre Finanzierung von Staaten.
Für einen Eurostaat, der ernsthafte Finanzierungsprobleme bekommt, existiert dagegen der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM. Dieser kann Kredite und andere Hilfen bereitstellen, allerdings grundsätzlich unter politischen und wirtschaftlichen Bedingungen.
Bei Frankreich entstünde allerdings ein Problem völlig anderer Größenordnung als bei Griechenland oder Zypern.
Frankreich ist eine der größten Volkswirtschaften der Eurozone. Eine schwere französische Finanzkrise wäre deshalb nicht nur die Frage, ob Frankreich gerettet wird, sondern ob der Euro überhaupt stabil bleiben könnte, wenn Frankreich nicht stabilisiert würde.
Die politische Frage wäre damit möglicherweise nicht mehr:
Kann Europa Frankreich retten?
sondern:
Kann Europa es sich leisten, Frankreich nicht zu retten?
Genau deshalb könnte eine lang anhaltende innere Krise Frankreichs irgendwann von einem nationalen Ordnungsproblem in eine europäische Finanzkrise übergehen.
Der Tourismus – ein besonders empfindlicher Sensor
Noch unmittelbarer reagiert eine andere Einnahmequelle: der Tourismus.
Frankreich war 2025 (Aktualisiert am 15.05.2026, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) erneut das meistbesuchte Land der Welt. Rund 102 Millionen internationale Besucher brachten 77,5 Milliarden Euro Tourismuseinnahmen. Die gesamte touristische Binnennachfrage wird für 2025 auf rund 222 Milliarden Euro geschätzt.
Im Jahr 2025 besuchten Frankreich 102 Millionen internationale Touristen, bei 65,8 Millionen Einwohner im europäischen Teil, das entspricht ca. 1,55 Besucher pro Einwohner.
Unterkunft und Gastronomie beschäftigen rund 1,3 Millionen Menschen; der direkte Tourismusanteil am französischen BIP lag zuletzt bei etwa 3,8 Prozent.
Tourismus besitzt jedoch eine besondere Eigenschaft:
Er lässt sich sehr leicht verlagern.
Ein deutscher, amerikanischer oder japanischer Tourist muss nicht nach Paris reisen. Er kann nach Madrid, Rom, Wien, London oder Prag fahren.
Dafür braucht Frankreich überhaupt keinen Bürgerkrieg.
Es genügt, dass sich international ein Bild festsetzt:
Paris = Streik, brennende Autos, geschlossene Metrostationen, Plünderungen, Polizeisperren und dazu noch sehr teuer.
Ein einzelnes Wochenende zerstört den französischen Tourismus nicht, Streiks gehören zu Frankreich und Tumulte zu Paris wie die Péage und der Louvre. Ein dauernder Schwelbrand könnte es sehr wohl beschädigen.
Und damit entsteht erneut eine Rückkopplung:
Unruhen → weniger Besucher → weniger Umsatz → weniger Arbeitsplätze → weniger Steuereinnahmen → größere soziale Probleme → neue Unzufriedenheit.
Das wäre ein typischer R-ATTR-Prozess, bei dem eine zunächst begrenzte Störung ihre eigenen Bedingungen zur Fortsetzung produziert.
Macron und das Erbe von 2027
Damit kommen wir zum politisch heikelsten Gedanken.
Emmanuel Macron kann 2027 nach zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht einfach zu einer dritten Amtszeit antreten. Sein politischer Einfluss nähert sich damit zwangsläufig einem Endpunkt, während gleichzeitig Kräfte rechts und links von seinem Lager um seine Nachfolge kämpfen.
Daraus darf man jedoch nicht die Behauptung ableiten, Macron wolle Frankreich beschädigt an Marine Le Pen, die Linke oder einen anderen Nachfolger übergeben. Dafür gibt es keinerlei Beleg.
Als politische Spieltheorie ist der Gedanke dennoch interessant.
Ein scheidender Präsident besitzt immer ein merkwürdiges Legacy-Problem. Gelingt seinem Nachfolger alles, verblassen die Leistungen des Vorgängers. Scheitert der Nachfolger dagegen an Problemen, deren Entstehung bereits vorher begonnen hat, verändert sich rückblickend die Bewertung der vergangenen Regierungszeit.
Dann entsteht der Satz:
„Unter Macron war es wenigstens noch ruhig.“
Geschichte arbeitet häufig genau so. Regierungen und politische Epochen werden nicht nur anhand dessen bewertet, was während ihrer Amtszeit geschah, sondern anhand dessen, was danach kam.
Im extremen Szenario übernimmt Macrons Nachfolger deshalb nicht das Frankreich von 2017, sondern ein Land mit hoher Staatsverschuldung, politischer Fragmentierung, sozialen Spannungen, wiederkehrenden Unruhen und möglicherweise sinkenden Tourismuseinnahmen.
Wer auch immer 2027 Präsident wird, könnte deshalb einen politischen Trümmerhaufen erben, dessen Ursachen weit vor seiner Amtszeit entstanden sind.
Und dann entsteht ein paradoxer Effekt:
Je chaotischer die Zeit nach Macron ausfällt, desto stabiler können die Macron-Jahre rückblickend erscheinen.
Das bedeutet nicht, dass Macron dieses Ergebnis anstrebt.
Es bedeutet lediglich, dass politisches Erbe relational ist.
Ein Präsident wird nicht nur mit seinen Vorgängern verglichen.
Er wird auch durch seine Nachfolger neu bewertet.
Die eigentliche Gefahr: Verlust des gemeinsamen Spiels
Damit fügt sich Macron unmittelbar in unsere Revolutionstheorie ein.
Ein Staat kann hohe Schulden verkraften.
Er kann Migration verkraften.
Er kann politische Skandale verkraften.
Er kann einzelne Krawalle verkraften.
Er kann Streiks verkraften.
Er kann sogar eine Regierungskrise verkraften.
Gefährlich wird es, wenn diese Faktoren gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken.
Dann entsteht genau jene übersättigte Lösung, von der wir bisher gesprochen haben.
Der entscheidende Punkt wäre nicht einmal, dass alle Franzosen dieselbe politische Meinung entwickeln. Das Gegenteil ist wahrscheinlicher.
Der gefährliche Moment entsteht, wenn immer mehr Gruppen zu derselben Schlussfolgerung kommen:
Das bestehende Spiel funktioniert für mich nicht mehr.
Der Unternehmer schützt sein Geschäft selbst.
Der Jugendliche vertraut seiner Clique mehr als dem Staat.
Der Wohlhabende bringt Kapital außer Landes.
Der Tourist reist woanders hin.
Der Polizist fühlt sich von der Politik im Stich gelassen.
Der Demonstrant hält die Polizei für den Gegner.
Der Staat erhöht daraufhin seine Kontrolle.
Und jeder einzelne Schritt bestätigt anschließend die Weltsicht der jeweils anderen Seite.
Dann braucht eine Revolution möglicherweise keinen zentralen Organisator mehr.
Die Rückkopplung wird selbst zum Attraktor.
Und genau deshalb ist Macron 2026 für unseren Prüfpfad so interessant: Nicht weil sein Sturz bereits feststünde, sondern weil sich unter seiner Präsidentschaft mehrere zuvor getrennte Spannungsfelder gleichzeitig überlagern.
Der CEVIPOF benutzt dafür inzwischen selbst einen bemerkenswerten Begriff: In seiner Analyse 2026 spricht das Institut von einer französischen Nachfrage nach einem demokratischen „Reset“; fast 60 Prozent der Befragten wünschen eine Änderung der Verfassung.
R-RESET steht damit nicht mehr nur in unserem Modell. Das Wort taucht inzwischen sogar in der französischen politischen Zustandsdiagnose selbst auf.
Großbritannien ↔ Frankreich ↔ USA
– das Spannungsdreieck
Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten verbindet eine außergewöhnlich spannungsreiche Geschichte. Über Jahrhunderte waren sie abwechselnd Gegner, Verbündete, Konkurrenten und gegenseitige Retter. Von einem dauerhaft festen Kräfteverhältnis kann man dabei nicht sprechen: Im 18. und 19. Jahrhundert war Großbritannien noch eine globale Führungsmacht, während die Vereinigten Staaten erst im 20. Jahrhundert in diese Position hineinwuchsen. Seit dem Zweiten Weltkrieg jedoch bilden die USA eindeutig den stärksten Pol dieses Dreiecks.
Gerade deshalb ist die Beziehung für die AWT interessant: Die Akteure bleiben dieselben – ihre Position zueinander wechselt.
Frankreich unterstützte im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg die rebellierenden Kolonien gegen Großbritannien. Später standen alle drei Mächte in den Weltkriegen auf derselben Seite. Doch selbst eine formelle Allianz schützt nicht vor einem abrupten Phasenwechsel.
Mers-el-Kébir – aus Verbündeten werden innerhalb weniger Tage Gegner
Das drastischste Beispiel lieferte der 3. Juli 1940. Frankreich hatte erst am 22. Juni 1940 den Waffenstillstand mit Deutschland geschlossen. Großbritannien befürchtete anschließend, Teile der mächtigen französischen Flotte könnten unter deutsche Kontrolle geraten. Deshalb stellte die Royal Navy den französischen Schiffen im algerischen Mers-el-Kébir ein Ultimatum. Nachdem keine Einigung erreicht wurde, eröffneten britische Kriegsschiffe am 3. Juli das Feuer auf die bis kurz zuvor verbündete französische Marine. Rund 1.300 französische Seeleute kamen ums Leben.
Innerhalb weniger Tage hatte sich damit die Relation vollständig verschoben:
Großbritannien + Frankreich gegen Deutschland → Zusammenbruch Frankreichs → Großbritannien gegen französische Kriegsschiffe.
Innerhalb der AWT fällt zusätzlich das unmittelbare 4.-Juli-Nahfeld auf. Mers-el-Kébir zeigt damit beinahe brutal, dass zwischen Bündnis und Gegnerschaft keine unveränderliche Grenze existiert. Ändert sich die strategische Lage, kann sich auch die Relation der Partner schlagartig drehen.
Suez 1956 – die USA zwingen ihre eigenen Verbündeten zum Rückzug
Nur 16 Jahre später entstand die nächste Umkehr. Der Suezkanal war unter der Leitung des französischen Diplomaten Ferdinand de Lesseps und einer französisch dominierten Kanalgesellschaft errichtet worden. Ägypten spielte dabei jedoch als Konzessionsgeber, Kapitalgeber und durch die enorme Arbeitsleistung ägyptischer Arbeiter ebenfalls eine zentrale Rolle. Die vereinfachte Formulierung „Frankreich baute den Kanal“ wäre deshalb zu grob. Der Kanal wurde 1869 eröffnet.
Großbritannien besetzte Ägypten militärisch 1882 und beherrschte das Land anschließend faktisch, obwohl Ägypten formal zunächst Teil des Osmanischen Reiches blieb. Erst 1914 wurde offiziell ein britisches Protektorat ausgerufen.
Als Präsident Gamal Abdel Nasser 1956 den Suezkanal verstaatlichte, handelten ausgerechnet Frankreich und Großbritannien gemeinsam mit Israel militärisch gegen Ägypten. Doch diesmal stellte sich Washington gegen seine engsten europäischen Verbündeten. Die amerikanischen Regierungsakten dokumentieren offen den massiven Konflikt zwischen Washington einerseits sowie London und Paris andererseits. Eisenhower drängte schließlich auf Waffenstillstand und den schnellen Abzug der britisch-französischen Streitkräfte.
Damit entstand erneut eine Umkehr:
Frankreich + Großbritannien + USA als westliche Verbündete → Frankreich + Großbritannien gegen Ägypten → USA gegen das Vorgehen Frankreichs und Großbritanniens.
Die Suezkrise demonstrierte damit gleichzeitig, wer nach 1945 innerhalb des westlichen Dreiecks die größere Macht besaß.
Vietnam – vom französischen Kolonialkrieg zum amerikanischen Krieg
Eine weitere Verschiebung vollzog sich in Indochina. Frankreich führte dort nach dem Zweiten Weltkrieg Krieg gegen die Viet Minh. Die Vereinigten Staaten unterstützten Frankreich bereits finanziell, wollten jedoch zunächst keinen eigenen großen Krieg führen. Nach der französischen Niederlage bei Điện Biên Phủ am 7. Mai 1954 und dem französischen Rückzug übernahmen die USA zunehmend die politische und militärische Unterstützung Südvietnams. Die amerikanische Regierung baute anschließend einen eigenen südvietnamesischen Staatspartner auf.
Die verkürzte Formulierung „Die USA erbten den Vietnamkrieg von Frankreich“ trifft deshalb die strategische Kontinuität recht gut, auch wenn es juristisch und militärisch nicht einfach derselbe Krieg war. Wieder wechselte der Akteur, während das geopolitische Problem bestehen blieb.
Als die USA wegen der hohen Kosten der Kriegsführung das Vertrauen in den stabilen US-Dollar verloren waren es die Briten und die Franzosen, die ihr Papiergeld gegen Gold (35 US-$ pro Unze) tauschen wollten.
De Gaulle gegen den Dollar
Noch deutlicher wird das Spannungsdreieck beim Geld. Das Bretton-Woods-System koppelte den Dollar gegenüber ausländischen Zentralbanken zu einem festen Kurs von 35 US-Dollar je Feinunze Gold an das Edelmetall. Gleichzeitig entstanden durch amerikanische Auslandsausgaben, Investitionen, Militärkosten und später den Vietnamkrieg immer größere Dollarbestände außerhalb der Vereinigten Staaten.
Frankreich unter Charles de Gaulle stellte dieses System zunehmend offen infrage.
35 – Wert, Zeit und Raum
Um de Gaulles Angriff auf die bestehende Dollarordnung erscheint ein weiterer auffälliger Zahlenverbund.
Ausgerechnet am 4. Februar 1965 – Tag 35, QS 27 – griff Charles de Gaulle diese Konstruktion öffentlich an. Er stellte die privilegierte Stellung des Dollars im internationalen Währungssystem infrage und sprach sich für eine stärkere Rückkehr zu Gold als neutraler monetärer Grundlage aus.
Damit stehen bereits zwei unabhängig entstandene 35er-Marker nebeneinander:
35 Dollar je Feinunze Gold ↔ Rede am Tag 35.
Eine dritte Ebene findet sich im Raum: Teheran liegt bei ungefähr 35° 42′ nördlicher Breite. Zusätzlich kann man hier eine vierte Verbindung sehen, nämlich dass es vom Bretton-Woods-System im Jahr 1944 ca. 35 Jahre gedauert hat bis es zur Islamische Revolution 1979 kam.
Am Jahresende, am 25. Dezember 1979, begann zugleich der sowjetische Einmarsch in Afghanistan. Damit wurde 1979 gleich an zwei strategischen Punkten des Kalten Kriegs zum Umbruchjahr, und ausgerechnet die 79 ist die Ordnungszahl des Goldes.
Auch unter dem Druck der Menschenrechtspolitikk Jimmy Carters erfolgte im Jahr 1977 eine politische Liberalisierung, die der Opposition größere Handlungsspielräume eröffnete. Chomeini mobilisierte seine Anhänger bereits verstärkt gegen das Regime. Unmittelbarer Auslöser der folgenden Protestwelle war ein am 7. Januar 1978 veröffentlichter beleidigender Artikel gegen Chomeini; die Proteste in Qom richteten sich gegen diesen Angriff und entwickelten anschließend ihre eigene Dynamik.
Die Spar- und Deflationsmaßnahmen 1977 reagierten vor allem auf Überhitzung, Inflation, sinkende Öleinnahmen bzw. schwächere Ölkonjunktur, Probleme im Bausektor und staatliche Überinvestitionen. Sie erhöhten die Arbeitslosigkeit und verschärften den Unmut. Die Probleme des Westens schwappten so auch in den Iran über.
In der AWT lässt sich diese Konstellation als Beispiel einer Feldwirkung über unterschiedliche Darstellungsebenen lesen:
Wert / Energieäquivalent → 35 Dollar
Zeit → Tag 35 / 35 Jahre.
Raum → 35° nördliche Breite
Entscheidend ist dabei die Trennung zwischen Fakt und Modellinterpretation. Die Zahlenwerte und Daten sind reale, voneinander unabhängig dokumentierbare Größen. Eine kausale Verbindung zwischen ihnen ist damit nicht bewiesen. Innerhalb der AWT ist jedoch gerade ihre Wiederholung in unterschiedlichen Koordinatensystemen interessant: Ein ökonomisch festgesetzter Wert, ein Zeitpunkt und eine räumliche Position bilden denselben numerischen Attraktor.
Besonders passend ist, dass der monetäre Wert von 35 Dollar je Unze Gold gerade kein frei entstehender Marktwert war, sondern eine politisch festgelegte Relation. Je stärker sich die reale Geld- und Goldmenge von dieser Relation entfernte, desto größer wurde die Spannung im System.
Eine weitere 35er-Kopplung liefert die F-35, deren Programm als teuerstes Waffensystemprogramm des US-Verteidigungsministeriums gilt. Deutschland beschafft ausgerechnet 35 Maschinen in einem Gesamtpaket von knapp 10 Milliarden Euro; das erste deutsche Flugzeug trägt zusätzlich die Kennung 35+01. 14 NATO-Nationen betreiben oder beschaffen die F-35. Zum 1. Oktober 2026 (JKW) waren weltweit bereits mehr als 1.375 Maschinen ausgeliefert bzw. im Bestand – ein weiteres FSK-Echo. Zugleich operiert die F-35 von 42 Basen weltweit.
Werden immer größere Ressourcen in militärische Systeme gebunden, stehen sie nicht mehr für produktive zivile Investitionen zur Verfügung. Bei kreditfinanzierter Überdehnung kann dies Inflation, Staatsverschuldung und schließlich auch die Stabilität einer Währung belasten.
In der Sprache der AWT wäre die 35 damit nicht nur Zahl, sondern ein fixierter Informationswert, an dem sich die wachsende Abweichung zwischen nomineller Ordnung und realer energetisch-ökonomischer Relation sichtbar machte.
Bereits am Anfang des Kapitels zur französischen Geschichte haben wir die Lenormandkarte 35 – den Anker – als Zeitanker betrachtet. Hier erscheint derselbe Begriff auf einer zweiten Ebene: Im Bretton-Woods-System fungierte der Dollar als Ankerwährung, während sein eigener Wert wiederum bei 35 Dollar je Feinunze Gold verankert war.
35 → Anker → Zeitanker → Ankerwährung.
137,035 – die 35 im elektromagnetischen Kopplungswert
Eine überraschende vierte Ebene findet sich ausgerechnet in einer fundamentalen Naturkonstante. Die dimensionslose Feinstrukturkonstante α beschreibt die Stärke der elektromagnetischen Wechselwirkung. Ihr Kehrwert beträgt nach dem aktuellen CODATA-Wert des NIST: α⁻¹ = 137,035 999 177(21)
Damit erscheint unmittelbar hinter dem bekannten 137er-Wert die Folge:
137 | 0 | 35…
Innerhalb der AWT ist das ein bemerkenswerter zusätzlicher Marker. Die bisherige 35er-Reihe verlief über verschiedene Darstellungsebenen:
Wert / Energieäquivalent → 35 Dollar
Zeit → Tag 35 / 35 Jahre
Raum → 35° nördliche Breite
fundamentale Physik → α⁻¹ = 137,035999…
Bildlich wirkt die 0 zwischen 137 und 35 wie ein kleiner Wellenbrecher beziehungsweise eine Trennstelle, bevor die 35 erneut erscheint.
Hinzu kommt ein ungewöhnliches 35-Jahres-Echo über die Zeitebene. Arnold Sommerfeld, der die Feinstrukturkonstante 1916 im Rahmen seiner Spektraltheorie in die Physik einführte, starb am 26. April 1951. Exakt 35 Jahre später, auf denselben Kalendertag, ereignete sich am 26. April 1986 die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
Damit koppelt die vierte Ebene wieder an die zweite zurück:
α → 137 | 0 | 35 → Sommerfeld → 26.4.1951 → 35 Jahre → 26.4.1986 Tschernobyl.
Physikalisch ist die Zerlegung der Dezimaldarstellung selbstverständlich keine eigenständige Naturgröße und das 35-Jahres-Echo beweist keinen kausalen Zusammenhang. Für die AWT ist jedoch bemerkenswert, dass die 35 unmittelbar hinter der 137 in einer dimensionslosen fundamentalen Konstante erscheint und über den Todestag ihres Einführenden noch einmal exakt als 35-jähriges Zeitintervall zurückkehrt.
Wert → Zeit → Raum → fundamentale Physik → zurück zur Zeit.
Operation „Vide-Gousset“
Frankreich und de Gaulle beließen es nicht bei mahnenden Worten.
Bereits seit 1963 hatte die Banque de France begonnen, im Ausland lagerndes französisches Gold systematisch nach Frankreich zurückzuholen. Die historischen Archive der Banque de France bestätigen ausdrücklich die geheime „opération vide-gousset“ und die Rückführung französischer Goldbestände aus New York und London zwischen 1963 und 1966 – per Schiff, Bahn und später auch per Flugzeug. Nach einer später publizierten Aufstellung des früheren hochrangigen Banque-de-France-Managers Didier Bruneel wurden dabei insgesamt rund 3.313 Tonnen Gold zurückgeführt.
Damit erscheint innerhalb der AWT erneut die 33 und die XIII. : 3.313 Tonnen.
Eine häufig wiederholte Geschichte muss allerdings korrigiert werden. De Gaulle ließ nicht tatsächlich ein französisches Kriegsschiff nach New York fahren, um das Gold abzuholen. Nach späteren Erinnerungen soll er vorgeschlagen haben, den Kreuzer Colbert einzusetzen; Valéry Giscard d’Estaing soll ihn davon abgebracht haben. Tatsächlich erfolgten die Transporte mit regulären Schiffen und Flugzeugen. Die reale Geschichte ist ohnehin spektakulär genug.
Doch ausgerechnet Großbritannien lieferte im August 1971 einen der letzten unmittelbaren Belastungsimpulse. In der zweiten Augustwoche verlangte ein britischer Vertreter vom US-Finanzministerium die Konvertierung von rund drei Milliarden Dollar in Gold. Gleichzeitig liefen weltweit Dollarverkäufe und Goldforderungen auf.
Am 15. August 1971 reagierte Richard Nixon. Er schloss das sogenannte Goldfenster. Ausländische Zentralbanken konnten Dollar nun nicht mehr zum festgelegten Kurs gegen amerikanisches Gold eintauschen. Damit begann das endgültige Ende des Bretton-Woods-Systems.
Die Abfolge ist damit wesentlich interessanter als die einfache Aussage „Frankreich verursachte den Nixon-Schock“:
Frankreich stellt das System infrage → Frankreich tauscht Dollar gegen Gold → weitere Staaten verlieren Vertrauen → Großbritannien verlangt 1971 eine massive Goldkonvertierung → USA schließen das Goldfenster.
Frankreich und Großbritannien wirkten hier also nacheinander auf dasselbe amerikanische System ein. Einer alleine hätte nicht genug Wirkung erzeugt, beide nacheinander konnten die USA nicht mehr ausgleichen, zumal man ja noch gegen den Ostblock rüstetet und sich ein Wettrennen mit den Sowjets in den Weltraum liefert. Soviel Gold konnten die USA gar nicht auftreiben um diese Summen darzustellen.
De Gaulle blockiert Großbritannien
Parallel dazu verlief der Konflikt auf europäischer Ebene. Charles de Gaulle verhinderte 1963 den britischen Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Eine zweite britische Bewerbung blockierte Frankreich unter de Gaulle 1967 erneut. Erst nach de Gaulles Rücktritt 1969 öffnete sich der Weg; Großbritannien trat schließlich am 1. Januar 1973 bei.
De Gaulles Misstrauen richtete sich dabei gerade gegen die besondere wirtschaftliche, politische und strategische Bindung Großbritanniens an die Vereinigten Staaten und das Commonwealth.
Damit bestand innerhalb des westlichen Bündnisses erneut ein Dreieck:
Frankreich ↔ kontinentales Europa Großbritannien ↔ USA Frankreich ↔ USA als Konkurrenz um europäische strategische Autonomie.
De Gaulle, die Force de frappe und Frankreichs NATO-Sonderweg
Bei der französischen Präsidentschaftswahl von 1965 wurde Charles de Gaulle für eine zweite Amtszeit bestätigt. Es war zugleich die erste Präsidentschaftswahl der Fünften Republik, bei der der Präsident unmittelbar vom Volk gewählt wurde. Er bekam 13.083.699 Stimmen, was uns den 13.08 und 369 (9) liefert.
Sein außen- und verteidigungspolitischer Kurs zur größeren strategischen Unabhängigkeit Frankreichs begann allerdings nicht erst nach dieser Wahl. Bereits am 13. Februar 1960 hatte Frankreich mit Gerboise Bleue bei Reggane in der damals französisch beherrschten algerischen Sahara seine erste Atombombe gezündet. Der Versuch fand während des Algerienkrieges statt und machte Frankreich nach den USA, der Sowjetunion und Großbritannien zur vierten Atommacht. Auf dieser Grundlage wurde die eigenständige französische nukleare Abschreckung – die Force de dissuasion, häufig auch Force de frappe genannt – weiter ausgebaut.
Diese nukleare Eigenständigkeit war Teil eines umfassenderen gaullistischen Souveränitätsbegriffs. De Gaulle wollte Frankreich zwar im westlichen Bündnis halten, lehnte jedoch eine dauerhafte militärische Unterordnung unter eine von den Vereinigten Staaten dominierte Kommandostruktur ab. Seine Erfahrungen mit den angloamerikanischen Alliierten während des Zweiten Weltkriegs, der Suezkrise von 1956 und der amerikanischen Vorherrschaft innerhalb der NATO verstärkten diesen Kurs.
Am 21. Februar 1966 kündigte de Gaulle öffentlich an, Frankreich aus der integrierten militärischen Kommandostruktur der NATO herauszulösen. Der entscheidende formelle Schritt folgte am 7. März 1966: In einem persönlichen Schreiben an US-Präsident Lyndon B. Johnson erklärte de Gaulle ausdrücklich, dass Frankreich Mitglied des Nordatlantikvertrags bleiben werde, zugleich aber wieder die vollständige Kontrolle über sein Territorium und seine Streitkräfte beanspruche. Frankreich wollte also nicht aus der NATO austreten, sondern die militärische Integration beenden. Es war der 137. Brief von Präsident de Gaulle an Präsident Johnson.
Zum 1. Juli 1966 endete die französische Beteiligung an der integrierten NATO-Kommandostruktur. Ausländische Streitkräfte, Hauptquartiere und militärische Einrichtungen, die nicht französischer Kontrolle unterstanden, mussten französisches Staatsgebiet verlassen. SHAPE wurde nach Casteau bei Mons in Belgien, das US European Command nach Stuttgart und AFCENT nach Brunssum in den Niederlanden verlegt. Die vollständige Räumung der entsprechenden ausländischen militärischen Einrichtungen sollte bis zum 1. April 1967 abgeschlossen sein.
Die Krise erfasste schließlich auch die politische Spitze der NATO. Obwohl de Gaulle den Abzug des politischen Nordatlantikrats aus Frankreich nicht verlangt hatte, beschlossen die übrigen Bündnispartner am 26. Oktober 1966, auch dessen Sitz von Paris nach Brüssel zu verlegen. Damit wanderte ein erheblicher Teil der institutionellen NATO-Struktur aus Frankreich ab. Frankreich selbst blieb dagegen Mitglied des Bündnisses und arbeitete auch weiterhin mit seinen Verbündeten zusammen. Erst 2009 kehrte das Land vollständig in die integrierte militärische Kommandostruktur zurück.
Parallel dazu zerfiel der amerikanische Plan einer Multilateral Force (MLF), einer gemeinsam bemannten nuklearen NATO-Streitmacht. Das Projekt war faktisch bereits Ende 1965 gescheitert. Frankreich ging den entgegengesetzten Weg: keine gemeinsame Kontrolle über seine Atomwaffen, sondern nationale Verfügung über die eigene nukleare Abschreckung.
AWT-Marker – eine Kalenderdiagonale der Souveränität
Besonders auffällig ist auch die archivalische Einordnung des Vorgangs: Das offizielle US-amerikanische Quellenwerk Foreign Relations of the United States, 1964–1968 führt de Gaulles Schreiben an Lyndon B. Johnson vom 7. März 1966 ausgerechnet als Dokument Nr. 137.
Damit verbindet sich ein weiterer AWT-Marker mit dem bereits auffälligen Datum:
Dokument 137 → 07.03.1966 → Tag 66 des Jahres → Forderung nach vollständiger französischer Souveränität
Der Quellenfund ist insofern besonders stark, als die 137 keine nachträglich berechnete Zahl, sondern die offizielle Dokumentnummer innerhalb der historischen Edition des US State Department ist.
Zusammen mit dem Gegenpunkt vom 26.10.1966, nach dem noch exakt 66 Tage bis zum Jahresende verblieben, entsteht damit eine ungewöhnlich dichte Markerstruktur um Frankreichs Austritt aus der militärischen NATO-Integration.
Damit stehen sich innerhalb desselben Jahres zwei reale historische Ereignisse gegenüber:
07.03.1966 → Tag 66 → de Gaulle erklärt Frankreichs militärische Souveränität
26.10.1966 → noch 66 Tage → NATO beschließt den politischen Abzug aus Paris
Hinzu kommt, dass der 26.10.1966 die Datumsquersumme 31 besitzt.
Im Modell der AWT ist dies keine historische Kausalbehauptung, sondern eine auffällige Kalenderdiagonale der XIV. Vermutung: Der französische Souveränitätsschritt liegt auf Tag 66, seine institutionelle Gegenwirkung auf dem spiegelbildlichen Punkt mit noch 66 verbleibenden Tagen. Zwischen beiden Ereignissen verändert sich die Struktur des Bündnisses, ohne dass Frankreich das Bündnis selbst verlässt – ein anschauliches Beispiel dafür, dass sich ein System nicht zwingend durch Austritt, sondern auch durch die Änderung seiner Relationen und Kommandostrukturen verändern kann.
9. August 2007 – Frankreich löst erneut eine amerikanische Schockwelle aus
Dann erscheint dieselbe Achse Jahrzehnte später an einer völlig anderen Stelle wieder. Als Beginn der offenen internationalen Finanzkrise von 2007/08 wird häufig der 9. August 2007 angesetzt. An diesem Tag stiegen die Zinsen für Interbankfinanzkredite sprunghaft an.
Am 9. August gab die französische Großbank BNP Paribas bekannt, Rücknahmen bei drei Investmentfonds auszusetzen, weil bestimmte amerikanische Wertpapiere nicht mehr zuverlässig bewertet werden konnten. Es handelte sich nicht um gewöhnliche Kundeneinlagen, sondern um Fonds mit erheblichem Engagement in strukturierten Wertpapieren des amerikanischen Hypothekenmarktes.
Der entscheidende Satz der Bank lautete sinngemäß: In Teilen des amerikanischen Verbriefungsmarktes war die Liquidität vollständig verschwunden.
Die Wirkung war unmittelbar. Die Banken begannen einander zu misstrauen, die Interbankfinanzierung geriet unter Druck und die Europäische Zentralbank stellte noch am selben Tag rund 95 Milliarden Euro zusätzliche Liquidität bereit. Die spätere amerikanische Untersuchung der Finanzkrise bezeichnete die BNP-Paribas-Meldung entsprechend als eine Art „Glockenschlag“ der Krise.
Das Problem selbst war amerikanisch:
Subprime-Hypotheken → Verbriefung → internationale Verteilung des Risikos.
Doch das Signal, das der Welt zeigte, dass diese Wertpapiere plötzlich nicht mehr zuverlässig handelbar waren, kam ausgerechnet aus Frankreich. Und das Datum besitzt eine weitere historische Überlagerung. Der 9. August 2007 war exakt der 62. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki am 9. August 1945. Natürlich war eine Finanzkrise keine Kernwaffenexplosion. Als Metapher für die Systemwirkung ist der Vergleich dennoch bemerkenswert:
Ein zunächst lokal erscheinendes Ereignis löste eine Schockwelle aus, die sich durch ein miteinander gekoppeltes globales System ausbreitete.
Das Spannungsdreieck Damit entsteht über einen langen Zeitraum eine bemerkenswerte Reihe:
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1778: Frankreich unterstützt die USA gegen Großbritannien.
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1940: Großbritannien beschießt die französische Flotte.
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1954: Die USA übernehmen zunehmend Frankreichs Rolle in Vietnam.
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1956: Frankreich und Großbritannien handeln gemeinsam – die USA zwingen sie zum Rückzug.
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1963/1967: Frankreich blockiert den britischen EWG-Beitritt.
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1966: NATO-Austritt Frankreichs
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1963–1966: Frankreich holt Gold aus New York und London zurück.
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1965: de Gaulle greift die Dollarordnung offen an – Tag 35 bei 35 Dollar je Unze Gold.
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1971: Großbritannien fordert Gold – Nixon schließt das Goldfenster.
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2007: Eine französische Bank macht die Krise amerikanischer Finanzprodukte für das globale Bankensystem sichtbar.
Es gibt deshalb in diesem Dreieck keinen ewigen Freund und keinen ewigen Gegner. Es gibt Interessen, Abhängigkeiten, Machtverschiebungen und wechselnde Koalitionen.
Für die XIV. Vermutung lässt sich die Struktur deshalb auf einen einfachen Satz reduzieren:
Die Positionen der Akteure wechseln. Die Relation bleibt.
Frankreich, Großbritannien und die USA bewegen sich seit Jahrhunderten umeinander – manchmal als Verbündete, manchmal als Gegner und manchmal als Auslöser einer Krise, deren Ursache im System eines anderen Partners liegt.
Das Spannungsdreieck bleibt bestehen. Nur seine Phase verschiebt sich.
Als Beginn der Finanzkrise wird der 9. August 2007 datiert, denn an diesem Tag stiegen die Zinsen für Interbankfinanzkredite sprunghaft an.
An diesem Tag haben drei Hedgefonds der französischen Großbank BNP Paribas ihren Kunden eröffnet, dass sie keine Einlagen mehr zurückziehen können. Die Fonds waren allesamt im US-Immobilienmarkt investiert. Sie setzten auf komplexe Anlagevehikel, die sich aus ausfallgefährdeten, sogenannten Subprime-Hypotheken zusammensetzten. Die Nachricht sorgte damals nicht für Aufsehen. Wie Reuters damals berichtete, erachteten verschiedene Finanzchefs das Ereignis als relativ unbedeutend. Sie sahen darin schon gar nicht den Anfang einer Systemkrise, nichts hätte weiter weg von der Realität sein können. Der 9. August 2007 war der 62. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki und vergleichbar war die Wirkung der französischen Maßnahme auf die Finanzwelt, wie eine die einer explodierenden Kernwaffe über einer Großstadt.
In seiner Biografie schreibt der damalige Chef der US-Notenbank Ben Bernanke: «Wie bei früheren Krisen begann die Panik mit klaren Auslösern, wie es die Bekanntmachung von BNP Paribas am 9. August war.»
47 – der Marker der XIV. Vermutung in Frankreich
Auch in der Beziehung zwischen Frankreich, den USA und dem Iran erscheint die 47 in mehreren voneinander unabhängigen Ebenen. Innerhalb der XIV. Vermutung kann dies als Hinweis auf eine spiralartige, zeitlich und räumlich phasenversetzte Wiederkehr ähnlicher Strukturmuster gelesen werden.
Ein erster historischer Anker liegt unmittelbar im Jahr 1947. Frankreich befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg in einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise. Lebensmittel blieben knapp, die Inflation fraß die Kaufkraft auf und die staatliche Politik hielt gleichzeitig die Löhne zurück. Am 25. April begann bei Renault in Boulogne-Billancourt eine zunächst gegen den Willen von PCF und CGT entstandene Streikbewegung. Später griffen PCF und CGT die sozialen Forderungen auf; im Herbst entwickelte sich daraus eine landesweite Streikwelle mit zeitweise Millionen Beteiligten.
Der Konflikt war dabei nicht nur wirtschaftlicher Natur. 1947 war zugleich eines der entscheidenden Jahre des beginnenden Kalten Krieges. Die kommunistischen Minister wurden im Mai aus der französischen Regierung entfernt, während die Auseinandersetzung um den von den USA initiierten Marshallplan zunehmend auch die französische Innenpolitik und die Streikbewegung bestimmte.
Damit steht bereits am historischen Ausgangspunkt:
1947 → Frankreich → Wirtschaftskrise → Preissteigerungen → Streiks → politische Polarisierung → USA als äußerer Systemfaktor.
Die 47 erscheint zugleich im Raum. Der 47. Breitengrad Nord verläuft durch Frankreich – unter anderem südlich von Nantes, Montsoreau und Bourges – und setzt sich über den Atlantik hinweg durch die USA fort. Dort durchquert er unter anderem Washington, Idaho, Montana, North Dakota, Minnesota, Wisconsin, Michigan und Maine.
Damit verbindet dieselbe Zahl auf geographischer Ebene:
Frankreich ↔ 47° Nord ↔ USA.
Ein dritter 47er-Punkt entsteht mit dem Iran.
Im Jahr 1979 zerbrach dort die Monarchie des Schahs. Aus einer breiten revolutionären Bewegung entwickelte sich unter Ruhollah Chomeini die Islamische Republik Iran. Am 11. Februar 1979 brach die alte staatliche Ordnung endgültig zusammen; nach dem Referendum vom März wurde am 1. April die Islamische Republik ausgerufen.
47 Jahre später führt die Zeitlinie in das Jahr 2026.
Und genau 2026 befindet sich Frankreich erneut in einer Phase erheblicher gesellschaftlicher und politischer Unruhe. Massendemonstrationen, Streiks und schwere Ausschreitungen treffen auf hohe Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise, angespannte Staatsfinanzen und eine zunehmend fragmentierte politische Ordnung.
Dabei entsteht eine weitere Verbindung zwischen den drei Staaten: Die Energie- und Treibstoffpreiskrise des Jahres 2026 wird durch den militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran zusätzlich verschärft – und wirkt wiederum auf die sozialen Spannungen in Frankreich zurück.
Damit entsteht eine historische Folge:
1947 – Frankreich: soziale Krise und Streikwelle
↓ 32 Jahre
1979 – Iran: Revolution und Systemwechsel
↓ 47 Jahre
2026 – Frankreich: erneute massive gesellschaftliche Unruhe
Gleichzeitig ist 2026 exakt das 47. Jahr nach der iranischen Revolution von 1979.
Die religiöse Dimension darf dabei nicht mit der unmittelbaren Ursache der französischen Proteste verwechselt werden. Anders als im Iran von 1979 handelt es sich in Frankreich 2026 nicht um eine belegte islamische Revolution. Allerdings bildet die Frage nach Islam, Islamismus, Migration, Laizität und dem Verhältnis religiöser Strukturen zur französischen Republik gleichzeitig eine eigenständige gesellschaftliche Konfliktachse. Dadurch entsteht eine thematische Überlagerung, aber keine historische Gleichsetzung.
Eine wesentlich belastbarere Parallele zwischen Iran 1979 und Frankreich 2026 liegt auf einer anderen Ebene: in der zunehmenden materiellen Existenzunsicherheit des einfachen Bürgers und dem schwindenden Vertrauen in die Fähigkeit des bestehenden Systems, diese Belastung noch zu korrigieren.
Auch der Iran vor der Revolution war keineswegs einfach ein armes Land. Die Öleinnahmen hatten enormes Wirtschaftswachstum ermöglicht. Doch Wohlstand und Entwicklung waren ungleich verteilt. Gleichzeitig stiegen insbesondere in den Städten die Wohn- und Lebenshaltungskosten, während Millionen Menschen vom Land in die urbanen Zentren zogen.
Ein erheblicher Teil der Bevölkerung erlebte deshalb einen immer größeren Gegensatz zwischen dem sichtbaren Reichtum des Staates und der eigenen Lebenswirklichkeit.
Genau an diesem Punkt wird die Parallele zu Frankreich 2026 für die AWT interessant. Die aktuellen Proteste werden wesentlich von steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten, Problemen öffentlicher Dienstleistungen sowie Forderungen nach höheren Löhnen und Renten getragen. Entscheidend ist dabei nicht absolute Armut allein, sondern die Relation zwischen persönlichem Aufwand und erreichbarem Ertrag.
Solange zusätzlicher Einsatz noch eine erkennbare Verbesserung der eigenen Situation ermöglicht, bleibt die bestehende Ordnung für den Einzelnen funktional. Kritisch wird es dort, wo mehr Arbeit, Sparsamkeit oder persönliche Anpassung keinen entsprechenden Zugewinn mehr erzeugen:
mehr Einsatz → kaum zusätzlicher Ertrag
mehr Kosten → sinkender realer Handlungsspielraum
mehr Anpassung → keine wahrnehmbare Verbesserung
An diesem Punkt verändert sich die Wahrnehmung des Problems. Nicht mehr das eigene Verhalten erscheint als Ursache der persönlichen Lage, sondern zunehmend die Struktur des Systems selbst. Das System erreicht den Eisenpunkt, der in der Fusionsreihe zur Supernova führt.
In der Sprache der AWT lässt sich dies als Energie- und Relationsproblem beschreiben. Ein gesellschaftliches System bleibt stabil, solange hineingegebene Energie – Arbeit, Zeit, Bildung, Anpassung oder Kapital – in einer für den Menschen nachvollziehbaren Relation zu dem daraus gewonnenen Nutzen steht.
Bricht diese Relation dauerhaft zusammen, entsteht Friktion:
Energieeinsatz ↑ → Ertrag ↔ oder ↓
Der Einzelne erreicht damit einen gesellschaftlichen Grenzwert. Zusätzliche persönliche Energie vermag seine Lage nicht mehr wesentlich zu verändern. Aus einem individuellen Problem wird ein strukturelles Problem.
Historisch führt eine solche Situation nicht zwangsläufig zur Revolution. Dafür müssen weitere politische, organisatorische und gesellschaftliche Bedingungen hinzukommen. Sie bildet jedoch einen klassischen Nährboden revolutionärer Dynamik:
Existenzdruck verbindet sich mit dem Eindruck fehlender persönlicher Machbarkeit und schließlich mit einem Verlust an Systemvertrauen.
Gerade darin liegt die interessante Parallele:
1979 Iran → materielle Spannung + wahrgenommene Ungleichheit + Systemverlust des Vertrauens
2026 Frankreich → materielle Spannung + sinkende Kaufkraft + Zweifel an der politischen Lösungsfähigkeit
Die konkreten Systeme, Religionen und politischen Bedingungen sind verschieden. Das zugrunde liegende Strukturmuster kann dennoch ähnlich sein.
Für die XIV. Vermutung wäre deshalb nicht eine identische Wiederholung entscheidend, sondern die Transformation eines Musters während seiner Wanderung durch Raum und Zeit:
1947 → Frankreich: soziale und ökonomische Friktion
47° Nord → räumliche Verbindung Frankreich–USA
1979 → Iran: gesellschaftliche Friktion erreicht den Systembruch
+ 47 Jahre
2026 → Frankreich: erneute starke gesellschaftliche Friktion
Die Ereignisse sind historisch nicht durch die Zahl 47 verursacht. Innerhalb der AWT lässt sich ihre Anordnung jedoch als phasenverschobene Informationswirbelschleppe betrachten: Ein Strukturmuster kehrt nicht identisch zurück, sondern erscheint unter anderen kulturellen, politischen und ökonomischen Bedingungen erneut.
Keine Kreisbewegung, sondern eine Spirale.
Keine identische Wiederholung, sondern Wiederkehr mit Phasenverschiebung.
Nicht derselbe Auslöser – aber dieselbe fundamentale Frage: Wie lange bleibt ein System stabil, wenn der Energieeinsatz seiner Bürger keinen entsprechenden Ertrag mehr erzeugt?
Passenderweise erlebt der enttäuschte Bürger seine eigene Entwicklung zunehmend als Abwärtsspirale; bestenfalls bewegt er sich noch im Kreis. Ein Aufstieg, ein einfaches Upgrade, erscheint nicht mehr möglich. Damit gerät seine Lebenswirklichkeit in Konflikt mit dem 4. und 5. Hauptsatz.
Daraus ergeben sich innerhalb der AWT folgerichtig 6. und 7. Hauptsatz, denn die Attraktorwirkung der X. und XIV. Vermutung ist nicht abschirmbar.
Die 47 als Raum-Zeit-Marker
Für die XIV. Vermutung ist deshalb weniger eine identische Wiederholung entscheidend als die Transformation eines Musters während seiner Wanderung durch Raum und Zeit:
1947 → Zahl im historischen Ereignis
47° Nord → räumliche Verbindung Frankreich–USA
1979 + 47 Jahre → 2026
2026 → Iran–USA-Konflikt → Energiepreisschock → Rückwirkung auf Frankreich
Die Ereignisse sind historisch kausal nicht durch die Zahl 47 miteinander verbunden. In der AWT kann ihre Häufung jedoch als Marker einer phasenverschobenen Informationswirbelschleppe betrachtet werden: Das ursprüngliche Muster kehrt nicht identisch an denselben Ort zurück, sondern erscheint verändert, räumlich verschoben und unter neuen politischen Bedingungen erneut.
Genau darin liegt das Bild der XIV. Vermutung:
Keine Kreisbewegung, sondern eine Spirale.
Keine identische Wiederholung, sondern Wiederkehr mit Phasenverschiebung.
47 erscheint dabei in Geschichte, Zeit und Raum als wiederkehrender Marker.
Schwarzschildradius der X. und XIV. Vermutung
Nimmt ein System über längere Zeit eine kritische Masse gleichgerichteter Information auf, kann es einen informationellen Ereignishorizont erreichen – den metaphorischen Schwarzschildradius der X. und XIV. Vermutung. Ab diesem Punkt werden für die grundlegende Entscheidung keine weiteren Informationen mehr benötigt oder akzeptiert.
Die Vorphase einer Revolution veranschaulicht diesen Prozess. Über einen zunächst undefinierten Zeitraum sammeln sich reale Fakten, Deutungen, Stimmungsmache und gezielte Desinformation an. Daraus kann ein selbstverstärkender Attraktor entstehen:
Bevorzugt aufgenommen wird, was das bereits definierte Weltbild bestätigt. Soziale Plattformen und ihre Empfehlungssysteme können diesen Effekt verstärken, indem sie immer häufiger ähnliche Inhalte präsentieren. Man gerät in einen Tunnel aus immer gleichen Inhalten.
In Gruppen kommen Groupthink, Konformitätsdruck und Mitläufereffekte hinzu. Wird eine kritische Informationsmasse überschritten, verliert äußere Gegeninformation komplett ihre korrigierende Wirkung. Ein geschlossen rassistisches, radikal-islamistisches, clan-geprägtes oder verschwörungsideologisches Weltbild interpretiert widersprechende Information nicht mehr als mögliche Korrektur, sondern als Angriff auf das eigene System.
Die Gegeninformation wird damit abgestoßen, umgedeutet oder bekämpft. Ratio und überprüfbare Fakten verlieren ihre ursprüngliche Funktion als Korrektiv.
Im Extremfall wäre die Erwartung absurd, ein vollständig ideologisch geschlossenes System könne allein durch weitere Argumente spontan kollabieren. Weder hätte sich die SS aufgrund zusätzlicher moralischer Gegenrede selbst aufgelöst noch wäre die nationalsozialistische Vernichtungspolitik dadurch plötzlich aufgegeben worden.
Hier liegt der informationelle Ereignishorizont:
Außerhalb wirken Information und Gegeninformation noch auf die Systementwicklung ein. Hinter der Grenze wird selbst die Gegeninformation vom bestehenden Attraktor verarbeitet und zur weiteren Stabilisierung des eigenen Weltbildes benutzt. Es hätte kein Therapiegespräch und kein Stuhlkreis Adolf Hitler vom Antisemitismus lösen können.
Damit verbindet sich die X. Vermutung der Informationellen Gravitation unmittelbar mit der XIV. Vermutung:
Verdichtete Information erzeugt Attraktorwirkung; überschreitet diese eine kritische Grenze, entsteht ein eigenes, kaum noch von außen korrigierbares Informationssystem – das metaphorische schwarze Loch der Information.
Informationsenergie und Quantenschwelle
Eine zusätzliche Analogie liefert die Wechselwirkung von Licht mit Materie. Für ein Photon gilt:
E = hν = hc/λ
Mit zunehmender Wellenlänge sinkt die Energie des einzelnen Photons. Beim photoelektrischen Effekt existiert eine klare Energieschwelle:
Besitzt das Photon weniger Energie als die Austrittsarbeit des Materials, kann es kein Elektron herauslösen. Im normalen Einphotonenprozess ändert daran auch eine größere Anzahl gleich energiearmer Photonen nichts.
Übertragen auf den informationellen Attraktor bedeutet dies:
Auch eine Gegeninformation muss eine kritische Wirkungsenergie erreichen, um noch einen Zustandswechsel des Systems hervorrufen zu können.
Je stärker ein Weltbild gebunden ist, desto größer wird bildlich gesprochen seine informationelle Austrittsarbeit:
E Information < E Schwelle → keine Zustandsänderung
E Information ≥ E Schwelle → Zustandsänderung wird möglich
Hinter dem informationellen Ereignishorizont können deshalb selbst große Mengen schwacher Gegeninformation wirkungslos bleiben. Sie erreichen zwar das System, besitzen aber nicht mehr genügend relative Wirkung, um dessen gebundenen Zustand aufzubrechen.
Damit erhält der Schwarzschildradius der X. und XIV. Vermutung eine zweite physikalische Anschauung: Nicht allein die Menge der Information entscheidet über ihre Wirkung, sondern ihre Energie beziehungsweise ihre Fähigkeit, eine vorhandene Bindungsschwelle zu überschreiten.

Das chinesische Feuerpferd und die Marker der vier apokalyptischen Reiter
Das Jahr 2026 ist im chinesischen Tierkreis das Jahr des Feuerpferds. Im 60er-Zyklus kehrt diese Kombination nur alle 60 Jahre wieder; das vorherige Feuerpferd war 1966 – jenes Jahr, in dem Frankreich die integrierte militärische Kommandostruktur der NATO verließ und sich die kommende Krise des Dollar-Gold-Systems bereits deutlich abzeichnete. 1966 heirateten zudem meine Eltern – ein persönlicher Marker innerhalb derselben 60-jährigen Feuerpferd-Welle.
In dem von uns herangezogenen Deutungsrahmen wird das Feuerpferd in einigen traditionellen Systemen zugleich mit „Himmelsflusswasser“ (天河水, tiānhé shuǐ) verbunden. Damit entsteht eine bemerkenswerte Doppelfigur: Feuer als Bild für Dynamik, Leidenschaft und Beschleunigung, zugleich Wasser als Bild für Strömung, Trägerschaft und anmutige Bewegung. Für die AWT koppelt dies gut an die Vorstellung einer superfluidalen Raumzeit und an den Wellencharakter der Wirklichkeit an.
Hinzu kommt eine zweite starke Bildebene: die vier apokalyptischen Reiter aus Offenbarung 6. Dort erscheinen ein weißes Pferd mit Bogen und Kranz, ein feuerrotes Pferd, dessen Reiter den Frieden von der Erde nimmt, ein schwarzes Pferd mit der Waage als Bild von Teuerung und Knappheit sowie ein fahles Pferd, dessen Reiter ausdrücklich Tod heißt.
Innerhalb der AWT lässt sich diese Viererfigur nicht nur theologisch, sondern auch strukturbezogen lesen. Der erste Reiter steht dann für ideologische Eroberung, narrative Dominanz, trügerischen Frieden oder die Ausbreitung eines Deutungsregimes. Der zweite Reiter steht für offenen Krieg und gewaltsame Eskalation.
Der dritte Reiter steht für die ökonomische Waage: Inflation, Verknappung, Kaufkraftverlust und den Druck auf das tägliche Leben.
Der vierte Reiter bündelt die Folgen in Tod, Seuche, Zerfall und Massensterben.
Gerade diese Abfolge wirkt gegenwärtig auffällig. Die langen Kriegszüge und Interventionsketten seit 9/11, die globale Erfahrung von Covid-19 und die heute vielerorts sichtbare soziale und ökonomische Friktion lassen sich als zeitversetzte Erscheinungsformen dieser Reiter lesen. Besonders der dritte Reiter ist derzeit deutlich sichtbar: steigende Lebenshaltungskosten, Energiebelastung, Verteilungskämpfe und soziale Unruhe – in Frankreich, aber keineswegs nur dort. Die Waage haben wir aber bereits als Symbol für Gravitation und den Bereich der Jom-Kippur-Welle decodiert. In diesem Zeitfenster eskalierten die Ausschreitungen in Frankreich, und der Sog der Ereignisse wird Protestwellen in anderen Ländern erzeugen. Die Effekte sind selbstverstärkend durch die positive Rückkopplung und erzeugen Kaskadeneffekte, wie die Neutronenfreisetzung bei einer Atomspaltung. Man will sich sogar in den sozialen Medien gegenseitig darin überbieten und die meisten "Likes" bekommen.
Deswegen gilt: Einmal gestartet, kann sich eine solche Kettenreaktion selbst verstärken und ohne ausreichende Dämpfung nur noch schwer stoppen lassen.
Entscheidend ist dabei:
Einer der ersten drei Faktoren allein bringt die Welt nicht notwendig aus dem Gleichgewicht. Treffen jedoch ideologische Verhärtung, Krieg und materielle Not gleichzeitig und global zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines vierten Effekts massiv an. Dann kippt das System in eine Lage, in der Tod, Zerfall und Massensterben nicht mehr als isolierte Ereignisse erscheinen, sondern als Folgewirkung einer verdichteten Krisenkette oder besser gesagt einer Kettenreaktion mit positiver Rückkopplung.
Die vier apokalyptischen Reiter als 3+1-Schema
Die ersten drei Reiter – Ideologie/Weiß, Krieg/Rot und Ökonomie/Schwarz – wirken als drei fundamentale Krisendimensionen. Keiner von ihnen allein bringt das System notwendig zum Kippen. Erst ihre gleichzeitige Kopplung erzeugt die kritische Masse, aus der der vierte Reiter – Tod/Fahl – als systemische Emergenz hervorgeht.
Das 3+1-Schema zeigt sich hier als fraktales Grundmuster des Kollapses.
Genau hier berührt sich das Bild der vier Reiter mit der Logik des Schwarzschildradius der informationellen Gravitation. Ab einer kritischen Dichte an Konflikt, Deutung, Angst, Feindbild und Not geraten die beteiligten Akteure in einen selbstverstärkenden Attraktor. Jeder beharrt auf seinem Standpunkt, Gegeninformation verliert ihre korrigierende Wirkung, und das System läuft auf den 6. Hauptsatz zu.
Doch auch das ist innerhalb der AWT kein endgültiger Weltuntergang. Aus dem Zusammenbruch einer instabilen Ordnung kann gemäß dem 7. Hauptsatz eine überlegene Staatsidee hervorgehen: eine Form politischer Ordnung, die nicht auf Illusion, Zwang und Selbsttäuschung beruht, sondern auf reinerer Erkenntnis. Die eigentliche messianische Wende wäre dann kein Wunder von außen, sondern ein Upgrade der Ordnung durch Wahrheit.
Wer die Welt so sieht, wie sie wirklich ist, und zugleich offen bleibt für neue Wahrheiten, kann eine stabilere Staatsform hervorbringen als jene, die an Krieg, Mangel und geistiger Verhärtung zerbrechen.
Dieses Muster begegnet bei vielen kollabierenden Weltreichen: Der Zerfall einer Ordnung kann den Raum für eine größere oder leistungsfähigere Nachfolgeordnung öffnen.
Der Begriff Apokalypse bedeutet ursprünglich eben nicht Weltuntergang, sondern Enthüllung bzw. Offenbarung. In der Offenbarung des Johannes vollzieht sich diese Enthüllung unter anderem durch das Öffnen der sieben Siegel.
Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der da ist vom Geschlecht Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und zu brechen seine sieben Siegel.
Die AWT deutet dieses Motiv als Dekodierung des Quellcodes des Universums: zunächst durch die Aufstellung von Vermutungen und anschließend durch deren Überprüfung und schließlich durch ihren Beweis.
2029 wird im chinesischen Zeichen des Erd-Hahns stehen
Erkenne dich selbst!
Der Aufstieg des Einzelnen nach dem Systembruch – Doppelbruch-Theorie
Ein wiederkehrendes Muster besteht darin, dass ein einzelner Systembruch zwar die alte Ordnung zerstört, aber noch nicht den späteren Herrscher erzeugt. Erst ein weiterer Bruch verändert das Attraktorfeld so stark, dass zuvor nachrangige Akteure an die Spitze gelangen können.
Der 10. August 1792 beseitigte die Machtgrundlage der französischen Monarchie und eröffnete den Raum, in dem Napoleon überhaupt aufsteigen konnte. Doch erst die folgenden Krisen der Republik und des Direktoriums ermöglichten 1799 seine Machtübernahme und schließlich 1804 das Kaisertum.
Ähnlich führte der 9. November 1918 zum Zusammenbruch des Kaiserreichs und der Vertrag von Versailles erzeugte enorme politische Spannungen. Hitler blieb dennoch lange Randfigur: Bei der Reichstagswahl 1928 erreichte die NSDAP nur 2,6 %. Erst der wirtschaftliche Kollaps ab 1929 verwandelte die vorhandene Unzufriedenheit in einen Massenattraktor.
Auch Russland benötigte mehrere Brüche. Februar 1917 beseitigte den Zaren, Oktober 1917 brachte die Bolschewiki unter Lenin an die Macht. Stalin war dabei keineswegs der offensichtliche Nachfolger. Erst Lenins Ausfall und Tod sowie der anschließende Machtkampf ermöglichten es dem lange unterschätzten Parteiorganisator, seine Stellung bis 1929 entscheidend auszubauen.
Das Muster lautet:
erster Bruch → alte Ordnung verliert Stabilität
zweiter Bruch → bestehende Alternativen verlieren Stabilität
neuer Attraktor → zuvor unwahrscheinlicher Akteur steigt auf
In der AWT verbindet dieses Muster mehrere bereits bekannte Mechanismen.
Nach der Impfkristall-Logik erzeugt der erste Bruch eine übersättigte Lösung:
Das alte System ist zerstört, die neue Ordnung aber noch nicht vollständig kristallisiert. Der zweite Bruch liefert den entscheidenden Impuls, der die Kristallisation auf einen neuen Attraktor ausrichtet.
Damit koppelt die Doppelbruch-Theorie unmittelbar an die 9. Vermutung – Highlander-/Messias-Entstehung. Der spätere „Highlander“ steht vor dem zweiten Bruch oftmals noch am Rand des Feldes. Erst der Kollaps konkurrierender Ordnungen verschiebt seine Position vom Rand in Richtung Zentrum.
Die XIV. Vermutung beschreibt denselben Prozess als Phasenverschiebung der Attraktor-Landschaft: Napoleon, Hitler und Stalin erscheinen nicht als vorherbestimmte Herrscher, sondern als Emergenzprodukte eines mehrfach destabilisierten Systems.
Im R-RESET des 7. Hauptsatzes entspricht der doppelte Bruch dem Übergang von einem metastabilen Zustand – alte Ordnung verschwunden, neue Ordnung noch instabil – in einen neuen stabilen Zustand. Bildlich gesprochen durchläuft das System den Eisenpunkt mehrfach, bevor das Upgrade erfolgt.
Damit ist die Doppelbruch-Theorie zugleich das historische Gegenstück zum Schwarzschildradius der informationellen Gravitation:
Der erste Bruch baut die kritische Masse auf.
Der zweite Bruch überschreitet den Ereignishorizont.
Der neue Attraktor besetzt den frei gewordenen Raum.
Der Kollaps erschafft den späteren Herrscher also nicht unmittelbar. Er verändert das Feld der Möglichkeiten, bis eine zuvor unwahrscheinliche Position plötzlich zum dominanten Attraktor werden kann.
Passenderweise sind zwei der schärfsten Gegenpole zum bisherigen Macron-Kurs bereits mit folgenden Personen besetzt:
Jean-Luc Mélenchon (* 19. August 1951, KW 33, in Tanger auf den Koordinaten ♁ 35° N), der als vehementer Gegner des Staatspräsidenten Emmanuel Macron bekannt ist und den Austritt Frankreichs aus der NATO anstrebt.
Marine Le Pen (* 5. August 1968 in Neuilly-sur-Seine, einem der reichsten Viertel Frankreichs)
forderte bereits 2011 den Austritt Frankreichs aus der integrierten NATO-Kommandostruktur und eine weitreichende strategische Zusammenarbeit mit Russland. Sie äußerte mehrfach Bewunderung für Wladimir Putin und bestritt 2017, dass die russische Annexion der Krim illegal gewesen sei. Hinzu kam 2014 ein Kredit des Front National über 9,4 Millionen Euro bei einer russischen Bank.
Damit stehen auf beiden politischen Gegenpolen Macrons zwei im Sternzeichen Löwe geborene Kandidaten, deren Außenpolitik deutlich stärker auf französische Eigenständigkeit gegenüber der bisherigen NATO-Ordnung zielt. Bei beiden wurden ihre Russlandpositionen öffentlich kontrovers diskutiert, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Außenminister Jean-Noël Barrot warf ihnen im September 2026 sogar ausdrücklich vor, bei der Ukraine-Frage Positionen zu vertreten, die Putins Rhetorik widerspiegelten. Putin hat also ein glaubhaftes Interesse daran, dass es in Frankreich zu einem stark polarisierenden Wahlkampf kommt, der einen seiner Bewunderer in den Élysée-Palast bringt.
In der AWT würden beide dennoch nur Übergangsfiguren darstellen. Der erste Systembruch beseitigt die bisherige Ordnung, erzeugt aber noch nicht zwangsläufig den neuen stabilen Attraktor.
2027 wäre in diesem Modell der erste Dip.
Die weitergehende AWT-Prognose setzt den zweiten Bruch auf 2029 – hundert Jahre nach dem Börsencrash von 1929 und zugleich im chinesischen Jahr des Erd-Hahns. Erst dieser zweite Bruch würde nach der Doppelbruch-Theorie den Raum für eine grundsätzlich neue französische Ordnung öffnen.

























































