top of page
Kapitol

Vereinigte Staaten von Amerika 

Die USA sind eine Weltmacht und stark von europäischer Einwanderung geprägt. In ihrem Selbstverständnis spielt seit der Gründungszeit die Vorstellung einer besonderen, teils sogar göttlichen Bestimmung eine wichtige Rolle.

Der Weg zur Entdeckung

Nordamerika wurde bereits lange vor Kolumbus von den Wikingern erreicht.
Die Wikinger erschlossen ab dem frühen Mittelalter weite Teile Europas, Russlands und des Nordatlantiks. Über Island und Grönland gelangten sie schließlich bis nach Neufundland, wo sich mit L’Anse aux Meadows eine nordische Siedlung archäologisch nachweisen lässt. Die große Entfernung und schwierigen Lebensbedingungen verhinderten jedoch eine dauerhafte europäische Besiedlung Nordamerikas.


Auch der Seefahrer John Cabot erreichte 1497 die nordamerikanische Ostküste. Seine Reise führte zunächst ebenfalls nicht zu einer dauerhaften Besiedlung. Die folgenreichste europäische Entdeckungsfahrt der Epoche blieb daher die Expedition von Christoph Kolumbus.

 

Mit 3 Schiffen stach Kolumbus am 3. August 1492 nach Westen in See, um auf einer westlichen Route Asien zu erreichen. Er unterschätzte die Entfernung nach Ostasien erheblich und hätte ohne den dazwischenliegenden amerikanischen Kontinent mit den vorhandenen Vorräten sein eigentliches Ziel nicht erreichen können.

Dass die spanische Krone ihm schließlich diese 3 Schiffe samt Ausrüstung und Mannschaft zur Verfügung stellte, hing unmittelbar mit dem Ende des Krieges gegen das muslimische Granada zusammen.

1491 waren die Pläne des Kolumbus von einer spanischen Kommission erneut abgewiesen worden. Vom Königspaar Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón erhielt er jedoch die Zusage, man werde sich nach dem Ende des Granada-Krieges erneut mit seinem Vorhaben beschäftigen.

Kolumbus wollte zwischenzeitlich bereits nach Frankreich weiterreisen. Im Franziskanerkloster La Rábida wurde er jedoch von Fray Juan Pérez und dem Arzt García Hernández zurückgehalten. Pérez wandte sich nochmals an Königin Isabella, worauf Kolumbus an den Hof zurückgerufen wurde.

Am 25. November 1491, dem Katharinatag, wurden mit den Kapitulationen von Granada die Bedingungen für die Übergabe der letzten muslimischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel vereinbart.

Am 2. Januar 1492 erlebte Kolumbus schließlich selbst in Granada die Kapitulation des letzten maurischen Herrschers Muhammad XII., genannt Boabdil. Es war das Ende von über 780 Jahren maurischer Herrschaft in Spanien.

Erst nach dem Ende dieses Krieges nahm das spanische Königspaar die Pläne des Kolumbus erneut auf und finanzierte schließlich seine Reise. Der religiöse und politische Hintergrund der Expedition ist daher von Anfang an kaum zu übersehen.

Am 3. August 1492 stach Kolumbus also schließlich in See.

Am 7. Oktober, JKW, beobachtete man Vögel als erste deutliche Anzeichen von nahem Land. Kolumbus änderte daraufhin den Kurs und folgte ihrem Flug nach West-Südwest. Die Pinta, das schnellste der drei Schiffe, fuhr dabei häufig voraus.

Am 12. Oktober 1492, mitten in der Jom-Kippur-Welle, erreichte die Expedition schließlich die Neue Welt. Der 12. Oktober wurde später in zahlreichen Staaten zu einem bedeutenden Gedenk- oder Feiertag und ist bis heute eng mit Kolumbus und der europäischen Entdeckung Amerikas verbunden.

Schon das Flaggschiff des Kolumbus trug einen bemerkenswert passenden Namen:

Santa Maria – die Heilige Maria, Mutter Gottes.

Das Schiff war ein Dreimaster von ungefähr 23 bis 24 Metern Länge. Die Besatzung bestand aus rund 39 Männern. Auch die beiden kleineren Schiffe Niña und Pinta waren Dreimaster mit drei Segeln, etwas kleiner und wesentlich wendiger als die Santa María.

Am 25. Dezember 1492, am ersten Weihnachtstag, lief die Santa María vor Hispaniola auf Grund und musste aufgegeben werden.

Das Holz des Schiffes wurde zum Bau der ersten europäischen Niederlassung der Expedition verwendet. Kolumbus ließ 39 Männer zurück und nannte das Fort passend zum Datum

La Navidad – Weihnachten.

Auch geografisch liegt der Ort auffällig: ungefähr bei 72° westlicher Länge, womit erneut ein Fsk-Echo auftaucht.

Als Kolumbus am 28. November 1493, Tag 332, zurückkehrte, fand er La Navidad vollständig zerstört vor. Keiner der zurückgelassenen Männer hatte überlebt.

Seine Gönnerin Isabella I. starb passenderweise am 26.11.1504, dem 330. Tag des Jahres

Damit beginnt die europäische Geschichte Amerikas bereits mit einer bemerkenswerten Folge aus religiösen Namen, Feiertagen und wiederkehrenden Zeitmarkern:

Katharinatag → Ende des Granada-Krieges → 3 Schiffe / 3. August → JKW → 12. Oktober → Santa María → Weihnachten / La Navidad → Tag 332.

Man beachte dabei, dass die wissenschaftlichen Berater des Königspaares die Pläne des Kolumbus mehrfach ablehnten. Ihre Berechnungen zum Erdumfang waren wesentlich zutreffender als die des Kolumbus; entsprechend hielten sie die westliche Entfernung nach Asien für viel zu groß. Dass die Expedition dennoch zustande kam, lag letztlich nicht an einer neuen wissenschaftlichen Erkenntnis. Ausschlaggebend waren vielmehr der erneute Kontakt zum Hof über das Franziskanerkloster La Rábida und das Ende des Krieges gegen Granada durch den Sieg der katholischen Monarchen über die Mauren.

Die Wissenschaft hatte gute Gründe, Nein zu sagen – die Geschichte nahm trotzdem einen anderen Weg.

Die Koordinaten des Klosters haben den passenden Anschluss:

37° 12′ 28.09″ N, 6° 55′ 33.3″ W

Im Kloster La Rábida liegt Martín Alonso Pinzón, der Kommandant der Pinta, begraben, der nur wenige Tage nach der Rückkehr von der ersten Reise von Kolumbus verstarb. Darüber hinaus wurde dieser Ort nach der Rückkehr von einigen ihrer Eroberungsexpeditionen von Hernán CortésGonzalo de Sandoval und Francisco Pizarro besucht. Das Kloster ist ein bedeutender Ort der kulturgeschichtlichen Route der Kolumbus-Stätten Lugares colombinos.

Ein weiterer wichtiger Ort der Reise war der Hafen von Palos de la Frontera, dort begann und endete die erste Reise Kolumbus.

Am 15. März 1493 (Tag 74) kehrten Niña und Pinta nach Palos de la Frontera zurück. Auch dieses Datum besitzt einen bemerkenswerten historischen Anschluss: Bis 153 v. Chr. begann das römische Konsulats- bzw. Ziviljahr am 15. März, den Iden des März; anschließend wurde dieser Beginn auf den 1. Januar verlegt. Bis heute erinnert die ursprüngliche Stellung des März am Jahresanfang in den Monatsnamen September, Oktober, November und Dezember nach. Berühmt wurde der 15. März schließlich als Todestag Gaius Iulius Caesars, der an den Iden des März 44 v. Chr. ermordet wurde.

Der Ort Palos de la Frontera wurde bereits 1322 als eigenständige Ortschaft begründet. 1379 übergab König Juan I. den Ort jedoch an Álvar Pérez de Guzmán, der ihn mit 50 Familien neu besiedelte und deshalb als eigentlicher Gründer beziehungsweise Wiederbegründer von Palos gilt. Damit trägt auch diese entscheidende Neubesiedlung mit 1379 das Fsk-Echo in sich und koppelt an Gaius Iulius Caesar (* 13. Juli 100 v. Chr. ; † 15. März 44 v. Chr.).

Columbus Before the Queen

Columbus Before the Queen 1843 Brooklyn Museum.

Die Aufteilung und Taufe der Neuen Welt

 

Zunächst konzentrierte sich die spanische Kolonisation nicht auf das Gebiet der heutigen USA. Die ersten Stützpunkte entstanden in der wärmeren Karibik. Auf seiner zweiten Reise gründete Kolumbus auf Hispaniola mit La Isabela die erste spanische Stadtgründung in Amerika. Kolumbus erreichte den Platz am 8. Dezember 1493, Datumsdiagonale der XI. Vermutung; zwischen Dezember 1493 und Januar 1494 entstand dort La Isabela, benannt nach Königin Isabella I.

Später entwickelte sich Santo Domingo zum Ausgangspunkt für die weitere Expansion nach Mittel- und Südamerika. Von dort brachen später unter anderem

Hernán Cortés († 2. Dezember 1547, QS 22 in Castilleja de la Cuesta) und andere Konquistadoren auf.

Papst Alexander VI. und die Aufteilung der Welt

 

Eine entscheidende Rolle bei der politischen und religiösen Ordnung der neu entdeckten Gebiete spielte Papst Alexander VI., Rodrigo Borgia aus der berühmten Familie Borgia.

Er wurde am 11. August 1492 zum Papst gewählt – nur acht Tage, nachdem Kolumbus am 3. August mit seinen drei Schiffen von Palos de la Frontera ausgelaufen war. Seine feierliche Krönung erfolgte am 26. August. Alexander VI. starb am 18. August 1503. Damit liegen sowohl seine Wahl als auch sein Tod im August- bzw. Löwe-Zeitfenster. Die offizielle Papstchronologie des Vatikans nennt den Beginn seines Pontifikats mit dem 11./26. August 1492 und das Ende mit dem 18. August 1503.

Besonders interessant ist die päpstliche Bulle Inter caetera vom 4. Mai 1493. Sie liefert uns einen bemerkenswert starken Primärbeleg für den bereits beschriebenen Zusammenhang zwischen dem Ende der Reconquista und der Reise des Kolumbus.

Alexander VI. schreibt dort ausdrücklich, dass Isabella und Ferdinand mit der Wiedereroberung Granadas beschäftigt gewesen seien und deshalb ihr Vorhaben, unbekannte Länder zu suchen, zunächst nicht hätten verwirklichen können. Erst nachdem Granada zurückgewonnen worden war, hätten sie Kolumbus mit Schiffen und Männern ausgesandt. Gleichzeitig wird das Unternehmen ausdrücklich mit der Verbreitung des katholischen Glaubens verbunden.

Bei den Verhandlungen Kolumbus’ mit der Krone ging es allerdings nicht nur um Mission und Entdeckung, sondern sehr konkret auch um Titel, Herrschaftsrechte sowie Anteile an erwarteten Schätzen und Handelsgewinnen.

Alexander VI. zog mit den päpstlichen Bullen zunächst eine Demarkationslinie zwischen den spanischen und portugiesischen Interessengebieten. Die endgültige politische Regelung erfolgte jedoch nicht durch den Papst selbst, sondern durch Spanien und Portugal im Vertrag von Tordesillas vom 7. Juni 1494, QS 31.

Die neue Trennlinie verlief von Pol zu Pol in einem Abstand von 370 leagues westlich der Kapverdischen Inseln. Dadurch fiel später insbesondere der östliche Teil Brasiliens in die portugiesische Einflusssphäre. Die UNESCO bezeichnet den Vertrag als eines der zentralen Dokumente zum Verständnis der europäischen Expansion nach Amerika.

Damit erscheint hier erneut eine bekannte Zahl:

370 Leguas → 37 (Omega 5) × 10.

Vannozza Cattanei – 13. Juli, Löwen und 1370 Dukaten

 

Alexander VI. hatte mehrere Kinder. Vier seiner bekanntesten Kinder – Giovanni, Cesare, Lucrezia und Goffredo Borgia – stammten aus seiner langjährigen Beziehung mit Vannozza Cattanei.

Und ausgerechnet bei ihr verdichtet sich die Symbolik erneut.

Vannozza wurde am 13. Juli 1442 in Rom geboren. Damit schließt ihr Geburtstag unmittelbar an den gerade zuvor behandelten Caesar-Strang an, denn auch für Gaius Iulius Caesar ist der 13. Juli als verbreitete Geburtsdatierung überliefert.

Vannozza starb am 26. November 1518 – Tag 330 des Jahres. Die italienische Nationalenzyklopädie Treccani bestätigt sowohl den 13. Juli 1442, QS 22, als auch den 26. November 1518, Tag 330.

Doch damit nicht genug. 

Vannozza betrieb in Rom mehrere Gasthäuser. Darunter befanden sich ausgerechnet die Locanda del Leone Grande und die Locanda del Leone Piccolo – der Große Löwe und der Kleine Löwe.

Am 10. November 1500 kaufte sie die Hälfte des Anwesens von dem Priester Leonardo Capocci für 1370 Dukaten.

Wir erhalten damit in einer einzigen Biografie:

13. Juli → Löwe → Löwe → 1370 → Tag 330.

 

Auch ihr erhaltenes Wappen ist bemerkenswert. Darin finden sich der Stier der Borgia, ein steigender und ein hervorkommender Löwe sowie ein Zirkel bzw. Kompass. Eine Veröffentlichung der Accademia Nazionale Virgiliana beschreibt diese Elemente ausdrücklich. Dort wird ihre Lebensdauer außerdem mit 76 Jahren, 4 Monaten und 13 Tagen angegeben.

Damit koppeln sich ausgerechnet im unmittelbaren Umfeld des Papstes, der die Neue Welt zwischen Spanien und Portugal ordnete:

Stier – Löwe – Kompass – 13 – 1370 – 330.

Woher kommt eigentlich der Name Amerika?

Den Namen Amerika gab es zur Zeit der ersten Kolumbusreise noch nicht.

Er erscheint erstmals im Jahr 1507 = 11 × 137.

Dabei muss man heute genauer zwischen zwei Personen unterscheiden: dem Kartographen Martin Waldseemüller († 16. März 1520, QS 18) und seinem engen Mitarbeiter Matthias Ringmann.

Die neuere Deutsche Biographie bezeichnet ausdrücklich Matthias Ringmann als Urheber des Namensvorschlags. In der Cosmographiae Introductio schlug Ringmann vor, das neu erkannte Land nach Amerigo Vespucci zu nennen:

„Americi terram, sive Americam“ – das Land des Amerigo, also America.

 

Waldseemüller setzte diesen Vorschlag anschließend auf seiner berühmten Weltkarte um. Dort erscheint „America“ erstmals kartographisch auf dem südamerikanischen Kontinent. Erst Gerhard Mercator übertrug den Namen 1538 auf den gesamten amerikanischen Doppelkontinent.

Das dazugehörige Werk Cosmographiae Introductio besitzt sogar ein genaues Abschlussdatum. Im Kolophon steht:

25. April 1507.

Die Library of Congress führt dieses Datum ausdrücklich in ihrem Katalog.

Und der 25. April ist wiederum der Festtag des Evangelisten Markus.

Sein traditionelles Symbol ist ausgerechnet der geflügelte Löwe. Vatican News beschreibt Markus ausdrücklich als den „vom Bild des Löwen symbolisierten“ Evangelisten, der am 25. April verehrt wird.

Damit erscheint der „Taufschein Amerikas“ ausgerechnet am:

25. April 1507 → Markustag → Symbol Löwe → 1507 = 11 × 137.

Library of Congress – Cosmographiae Introductio, 25. April 1507

Ringmann und Caesar

 

Noch erstaunlicher wird die Verbindung, wenn man sich anschaut, womit Matthias Ringmann unmittelbar zuvor beschäftigt war.

Ringmann hatte die Werke Gaius Iulius Caesars erstmals umfassend ins Deutsche übertragen. Das Werk trug den Titel:

„Julius der erst Römisch Keiser von seinen kriegen“

und wurde in Straßburg bei Johann Grüninger gedruckt.

Das Kolophon nennt als Abschlussdatum ausdrücklich den:

7. März 1507.

Die Universitätsbibliothek Frankfurt besitzt ein vollständiges Digitalisat und gibt dieses Datum direkt in der Titelaufnahme an.

Nur 49 Tage = 7 × 7 später trägt die Cosmographiae Introductio das Datum 25. April 1507.

Damit erhalten wir eine bemerkenswerte direkte Verbindung:

7. März 1507 – Ringmann veröffentlicht Caesar
↓ 49 Tage = 7 × 7
25. April 1507 – Ringmann/Waldseemüller geben dem neuen Kontinent den Namen America

Der gerade zuvor behandelte Caesar-Strang führt damit unmittelbar zu einem der Männer, die wenige Wochen später den Namen des neuen Kontinents etablierten.

 

Die Waldseemüllerkarte

 

Waldseemüllers große Weltkarte von 1507 gehört heute zu den bedeutendsten kartographischen Dokumenten überhaupt.

Sie zeigt erstmals eine klar vom asiatischen Kontinent getrennte westliche Landmasse und trägt erstmals auf einer Karte den Namen America. Die Library of Congress bezeichnet sie deshalb geradezu als „America's Birth Certificate“ – die Geburtsurkunde Amerikas. Von der Ausgabe ist heute nur ein einziges Exemplar bekannt.

Selbst die moderne Geschichte dieser Karte liefert noch einen kleinen Anschluss: Die Library of Congress gab am 23. Juli 2001 bekannt, das einzig bekannte Exemplar erwerben zu wollen.

Der 23. Juli liegt genau am Beginn unseres Löwe-Zeitfensters.

Für Wikipedia wurde später eine moderne Rekonstruktion des Waldseemüller-Globus erstellt. Die historischen Globussegmente wurden dabei in eine angenäherte Zylinderprojektion gebracht und mit einer modernen Weltkarte überlagert, um die tatsächlichen Lagebeziehungen vergleichen zu können.

Die heutige Fassung dieser Grafik wurde am 8. August 2014 bei Wikimedia Commons hochgeladen. Die Dateigeschichte weist den 8. August 2014 unmittelbar aus.

Martin Waldseemüller selbst starb am 16. März 1520 in Saint-Dié. Auch die Universität Freiburg bestätigt dieses Datum.

So führt der Weg von der Entdeckung zur Benennung des Kontinents erneut durch eine erstaunlich dichte Folge miteinander verbundener Personen, Daten und Symbole:

Kolumbus → Granada → Alexander VI. → katholische Mission → 370 Leguas → Vannozza: 13. Juli / Löwen / 1370 / Tag 330 → Caesar → Ringmann → 7 × 7 Tage → America → 25. April / Markus / Löwe → Waldseemüllerkarte → 23. Juli / Löwe → 8. August.

 

Der neue Kontinent wurde damit nicht einfach nur entdeckt. Er musste geordnet, geteilt, benannt und kartographiert werden – und gerade in diesen Schritten tauchen zahlreiche der bereits bekannten Marker erneut auf.

Von der englischen Reformation zur Besiedlung Nordamerikas

Die ersten dauerhaft erfolgreichen englischen Kolonien in Nordamerika entstanden aus unterschiedlichen Motiven. Jamestown wurde 1607 vor allem als wirtschaftliches Unternehmen gegründet. Die Koordinaten37°12′33″N 76°46′39″W, wobei 37°12′33 gleich 3 Marker trägt:

37 = Ω₅; 12 = Zähler von Ω₄; 33 = Ω₃.

Die Siedlung wurde nach König James I. benannt, der bereits im Alter von 13 Monaten zum König von Schottland gekrönt wurde. Seine über 57 Jahre auf dem Thron galten als ein goldenes Zeitalter für Britannien, in dem er es klug vermied, konfessionelle Konflikte zu forcieren.

Damit sitzt auch dieser geographisch-historische Knotenpunkt perfekt im Netz der Allgemeinen Wellentheorie.

Bei den Pilgervätern, die 1620 nach Amerika aufbrachen, stand dagegen die Suche nach religiöser Selbstbestimmung im Vordergrund. Beide Entwicklungen hatten jedoch gemeinsame Wurzeln in den religiösen und politischen Umbrüchen Europas, insbesondere in der Reformation und der Loslösung der englischen Kirche von Rom.

Heinrich VIII. und Englands „Brexit“ von Rom

 

Unmittelbarer Auslöser für die Abspaltung der englischen Kirche war die Weigerung von Papst Clemens VII. (* 26. Mai 1478, QS 33 ; † 25. September 1534), die Ehe König Heinrichs VIII. mit seiner ersten Frau Katharina von Aragon zu annullieren. Heinrich wollte Anne Boleyn heiraten und zugleich die männliche Thronfolge sichern.

Zwischen 1533 und 1536 löste das englische Parlament schrittweise die kirchliche Verbindung zu Rom. Mit der Suprematsakte von 1534 wurde der König anstelle des Papstes zum Oberhaupt der Kirche von England erklärt. In historischer Analogie lässt sich dieser Vorgang als eine Art früher „Brexit“ verstehen: England entzog sich einer übergeordneten europäischen Autorität und übertrug deren Befugnisse auf die eigene Krone. Allerdings war Heinrich VIII. zunächst kein konsequenter Protestant; zahlreiche katholische Glaubens- und Kirchenstrukturen blieben unter seiner Herrschaft erhalten.

Heinrich VIII. heiratete Anne Boleyn im Jahr 1533. Aus der nur etwa drei Jahre dauernden Ehe ging Elisabeth I. hervor, die am 7. September 1533 geboren wurde. Als Königin Elisabeth I. regierte sie England von 1558 bis 1603. Unter ihrer Herrschaft wurde die protestantisch geprägte Kirche stabilisiert, die englische Seemacht ausgebaut und die Grundlage für die spätere koloniale Expansion gelegt.

Dabei stützte sich England auf erfahrene Seefahrer und staatlich legitimierte Freibeuter. Diese griffen vor allem spanische und portugiesische Schiffe an, kaperten sie und teilten die Beute mit ihren Geldgebern und teilweise auch mit der Krone. Die Grenze zwischen Entdeckungsfahrt, Handel, Krieg und Piraterie blieb fließend.

Roanoke Island – der erste englische Kolonisationsversuch

 

Die Kolonie Roanoke lag auf der gleichnamigen Insel vor der Küste des heutigen US-Bundesstaates North Carolina. Im Jahr 1585 entstand dort unter der Schirmherrschaft Walter Raleighs eine englische Siedlung mit ungefähr 108 Männern. Als Gründungsdatum wird der

17. August 1585 – KW 33 angegeben. Roanoke war der erste englische Versuch, in Nordamerika eine auf Dauer angelegte Siedlung zu errichten.

Versorgungsmangel, schwierige Beziehungen zu den indigenen Bewohnern und die Unzufriedenheit der Siedler führten 1586 zur Aufgabe der ersten Kolonie. Ein zweiter Versuch begann 1587 mit 118 Männern, Frauen und Kindern.

Am 22. Juli 1587, (Pi-Annäherungstag) betraten White und die Kolonisten Roanoke Island. Der einzige Hinweis auf das Schicksal der vorherigen Garnison war das sonnengebleichte Skelett eines der Männer.

Virginia Dare war das erste englische Kind, das in Nordamerika geboren wurde. Sie kam am

18. August 1587 in Roanoke Island zur Welt.

Als Gouverneur John White 1590 nach einer durch den Krieg mit Spanien verzögerten Versorgungsreise zurückkehrte, fand er die Siedlung verlassen vor. Die Bewohner waren verschwunden; zurück blieb unter anderem das in einen Pfosten eingeritzte Wort „CROATOAN“.

Was mit den Kolonisten geschah, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Eine teilweise Aufnahme in benachbarte indigene Gemeinschaften gilt als mögliche Erklärung. Hunger, Dürre, Konflikte und Krankheiten können zum Scheitern beigetragen haben, sind aber nicht als gemeinsames, gesichertes Todesgeschehen nachgewiesen.

 

​Jamestown – Handel statt Pilgerväter

Die erste dauerhaft bestehende englische Siedlung in Nordamerika entstand 1607 mit Jamestown. Sie war keine Gründung der Pilgerväter, sondern ein wirtschaftlich ausgerichtetes Unternehmen der Virginia Company of London.

Am 20. Dezember 1606 brachen drei Schiffe nach Virginia auf:

 

An der Expedition nahmen nach Angaben des amerikanischen National Park Service ungefähr 144 Siedler und Besatzungsmitglieder teil. Diese Gesamtzahl entspricht 12 × 12. Nachdem ein Teil der Seeleute nach England zurückgekehrt war, blieben 104 Siedler in Virginia. In anderen Darstellungen werden 105 Siedler und 39 Besatzungsmitglieder genannt. Die Abweichung erklärt sich aus unterschiedlichen Zählweisen von Siedlern, Seeleuten und während der Reise Verstorbenen.

Das Kommando über die Flotte und die Susan Constant führte Christopher Newport. Er war ein erfolgreicher englischer Freibeuter – also ein mit staatlicher Billigung handelnder Kaperfahrer – und hatte zuvor spanische und portugiesische Schiffe angegriffen. Newport wurde im Dezember 1561 geboren beziehungsweise am 29. Dezember getauft. Er erreichte am 15. August 1617 Bantam auf Java und starb dort kurze Zeit später. Damit liegt sein letztmalig belegtes Lebensdatum in der KW 33.

Kapitän der Godspeed war Bartholomew Gosnold, einer der maßgeblichen Initiatoren der Virginia Company und der Jamestown-Expedition. Bereits am 15. Mai 1602 hatte eine von ihm geleitete Expedition Cape Cod erreicht – ein Datum auf der Kalenderdiagonale der XI. Vermutung. Gosnold starb am 22. August 1607 in Jamestown.

Am 13. Mai 1607 – Tag 133 wählten die Siedler Jamestown Island als Standort aus und begannen wenig später mit der Errichtung eines dreieckigen Forts. Die Lage ließ sich militärisch gut verteidigen, war aber wegen des sumpfigen Geländes, des schlechten Trinkwassers und der zahlreichen Krankheitserreger äußerst ungünstig.

Die deutschsprachige Wikipedia gibt an, dass von 105 Siedlern nur 33 die ersten sieben Monate überlebten. Andere historische Darstellungen nennen 38 Überlebende oder verwenden abweichende Ausgangszahlen und Zeitspannen. Der 33er-Wert ist damit als konkret belegte Quellenangabe verwendbar, darf jedoch nicht als unumstrittener historischer Messwert ausgegeben werden.

Jamestown musste noch jahrelang durch Versorgungsschiffe, neue Siedler und zusätzliches Kapital unterstützt werden. Seine Dauerhaftigkeit beruhte daher nicht auf einem unmittelbaren Erfolg, sondern auf der wiederholten äußeren Stabilisierung eines nahezu zusammengebrochenen Systems.

Die erste gewählte Versammlung

Am 30. Juli 1619 – Quersumme 27 trat in Jamestown erstmals die General Assembly of Virginia zusammen. Sie war die erste repräsentative gesetzgebende Versammlung englischer Siedler in Nordamerika und wurde zu einem frühen Vorläufer des späteren parlamentarischen Regierungssystems der Vereinigten Staaten.

Ihre politische Reichweite blieb zunächst eng begrenzt: Vertreten wurden vor allem freie männliche Kolonisten; Frauen, versklavte Menschen und die indigene Bevölkerung waren ausgeschlossen.

Anlandung neuer Siedler in Jamestown
Anlandung neuer Siedler in Jamestown by https://rallis.blog/

Die Pilgerväter und die Mayflower

 

Erst 1620 folgte jene religiös motivierte Auswanderung, die später eng mit dem amerikanischen Gründungsmythos verbunden wurde. Die sogenannten Pilgerväter waren englische Separatisten, die sich vollständig von der anglikanischen Staatskirche lösen wollten. Ein Teil von ihnen hatte zuvor mehrere Jahre im niederländischen Leiden gelebt.

Am 5. August 1620 nach dem damals in England geltenden julianischen Kalender, entsprechend dem 15.8.1620 im gregorianischen Kalender, verließen Mayflower und Speedwell gemeinsam Southampton. In der gregorianischen Umrechnung liegt das Datum in der KW 33.

Nach wenigen Tagen musste der Verband wegen schwerer Lecks der Speedwell Dartmouth anlaufen. Ein zweiter Versuch scheiterte ebenfalls. Schließlich ließ man die Speedwell zurück. Die Mayflower brach am 6. September nach englischer Zeit beziehungsweise am 16. September nach gregorianischer Rechnung allein von Plymouth nach Amerika auf. Die Pilgerväter gründeten dort die Plymouth Colony.

Von Nieuw Amsterdam zu New York

Nicht alle frühen Kolonien an der nordamerikanischen Ostküste waren englisch. Die niederländische Westindien-Kompanie begann 1624 mit der organisierten Besiedlung von Nieuw Nederland. An der Südspitze Manhattans entwickelte sich die Siedlung Nieuw Amsterdam.

Peter Minuit war nicht ihr eigentlicher Gründer. Er wurde 1626 Generaldirektor der Kolonie und handelte in diesem Jahr den aus niederländischer Sicht erfolgten Erwerb Manhattans gegen Waren im Wert von 60 Gulden aus. Ob die beteiligten indigenen Bewohner darunter tatsächlich einen dauerhaften Verkauf des Landes verstanden, ist äußerst fraglich. Minuit starb im August 1638, vermutlich während eines Hurrikans in der Karibik.

Am 2. Februar 1653 – Tag 33 erhielt Nieuw Amsterdam kommunale Stadtrechte. Der Marker ist hier eindeutig: Die niederländische Handelssiedlung wurde am 33. Tag des Jahres formal zur Stadt.

Englische Kriegsschiffe erzwangen bereits 1664 die Übergabe der Kolonie. Nieuw Amsterdam wurde zu Ehren des Herzogs von York in New York umbenannt. Der am 31. Juli 1667 geschlossene Frieden von Breda beendete den Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg und bestätigte den englischen Besitz. Im Gegenzug behielten die Niederlande unter anderem das ertragreiche Suriname.

Die Niederländer eroberten die Stadt 1673 noch einmal zurück und nannten sie Nieuw Oranje. Bereits 1674 fiel sie jedoch endgültig an England zurück.

AWT-Aufweitung

 

Die Entstehung der späteren Vereinigten Staaten erscheint nicht als geradliniger Gründungsakt, sondern als Abfolge von Versuch, Scheitern, Anpassung und erneuter Stabilisierung:

  • Abspaltung Englands von Rom,

  • Roanoke als gescheiterter erster Kolonisationsversuch,

  • Jamestown als beinahe kollabiertes Wirtschaftsprojekt,

  • Plymouth als religiös motivierte Neugründung,

  • Nieuw Amsterdam als niederländische Handelsstadt,

  • New York als Ergebnis eines europäischen Machtwechsels.

Drogenanbau, Sklaverei und Dreieckshandel

Die englische Kolonie Jamestown konnte anfangs kaum Waren erzeugen, die sich mit Gewinn nach Europa exportieren ließen. Ihre wirtschaftliche Rettung brachte ausgerechnet eine Droge: Tabak.

Die indigenen Powhatan bauten bereits Tabak an. John Rolfe experimentierte spätestens seit 1612 mit einer hochwertigeren karibischen Sorte von Nicotiana tabacum. Wie er an deren Samen gelangte, ist nicht abschließend geklärt. Seine spätere Frau Pocahontas und ihr Umfeld könnten ihm Kenntnisse über die örtlichen Anbaubedingungen vermittelt haben; ein historischer Nachweis dafür liegt jedoch nicht vor.

Der Anbau erwies sich jedoch als großer wirtschaftlicher Erfolg. Bereits 1617 exportierte Virginia ungefähr 20.000 Pfund Tabak nach England; zwölf Jahre später waren es etwa 1,5 Millionen Pfund.

Tabak wurde zur wirtschaftlichen Grundlage Virginias und sicherte den Fortbestand der englischen Kolonie. Zugleich verlangte seine Produktion große Anbauflächen und sehr viel menschliche Arbeitskraft. Zunächst wurden dafür vor allem europäische Vertragsknechte eingesetzt. Mit der Ausweitung der Plantagenwirtschaft wuchs jedoch der Bedarf an dauerhaft verfügbarer und rechtlos gehaltener Zwangsarbeit.

 

Die White Lion und der 20. August 1619

Am 20. August 1619, QS 27, erreichte nach mehreren Quellen das englische Freibeuterschiff White Lion Point Comfort in der Kolonie Virginia. Andere Darstellungen datieren die Ankunft allgemein auf Ende August oder auf den 25. August 1619.

Die White Lion operierte unter einem niederländischen Kaperbrief. Gemeinsam mit dem Freibeuterschiff Treasurer hatte sie im Golf von Mexiko das portugiesische Sklavenschiff São João Bautista überfallen und ungefähr 50 gefangene Afrikaner als Beute an sich gebracht. Zwischen 20 und 30 von ihnen wurden in Virginia gegen Lebensmittel eingetauscht.

John Rolfe hielt dazu fest, gegen den 20. August sei ein vermeintlich niederländisches Kriegsschiff eingetroffen, von dem die Kolonisten „20 und einige“ Afrikaner gekauft hätten.

Es war nicht die erste Versklavung von Afrikanern auf dem nordamerikanischen Kontinent. Spanische Kolonialmächte hatten bereits zuvor versklavte Menschen in ihre Gebiete gebracht. Die Ankunft der White Lion gilt jedoch als die erste dokumentierte Ankunft versklavter Afrikaner im englisch besetzten Nordamerika und als ein Ausgangspunkt der späteren Sklavengesellschaft der Vereinigten Staaten.

Die vollständig gesetzlich geregelte und erbliche Sklaverei entstand in Virginia schrittweise. Im Jahr 1640 ist erstmals eine lebenslange Versklavung durch ein Gerichtsurteil dokumentiert. 1662 wurde festgelegt, dass Kinder den rechtlichen Status ihrer Mutter erbten. Damit wurden auch die Kinder versklavter Frauen automatisch zu Eigentum ihrer Besitzer. Im Jahr 1705 fasste Virginia die bestehenden Vorschriften in umfassenden Sklavengesetzen zusammen.

Der Name White Lion (Weißer Löwe) bildet dabei einen eigenen Marker: Ein englisches Freibeuterschiff unter niederländischem Kaperbrief brachte geraubte Menschen nach Virginia – ein Jahr vor der Ankunft der Mayflower.
 

Das Ausmaß des atlantischen Menschenhandels

Zwischen dem frühen 16. und dem späten 19. Jahrhundert wurden nach den Berechnungen der Forschungsdatenbank Slave Voyages rund 12,5 Millionen Afrikaner auf Sklavenschiffe gebracht. Nur etwa 10,7 Millionen Menschen erreichten Amerika lebend. Ungefähr 1,8 Millionen starben somit bereits während der Überfahrt über den Atlantik.

Nicht enthalten sind jene Menschen, die bei Überfällen, Kriegen und Gefangennahmen, beim Transport zur afrikanischen Küste oder während der Gefangenschaft in den Handelsstützpunkten starben. Ebenso wenig erfasst diese Zahl den innerafrikanischen, transsaharischen und orientalischen Sklavenhandel. Angaben von bis zu 40 Millionen Opfern beziehen sich daher auf wesentlich weiter gefasste Sklavenhandelssysteme und dürfen nicht allein mit den Atlantiküberfahrten gleichgesetzt werden.

Die demografische Katastrophe der indigenen Bevölkerung

Parallel zur Verschleppung der Afrikaner erlebte die indigene Bevölkerung Amerikas eine demografische Katastrophe von kaum vorstellbarem Ausmaß.

Die Schätzungen zur Bevölkerungszahl vor der europäischen Eroberung unterscheiden sich erheblich. Für Nordamerika werden ungefähr 7 bis 10 Millionen indigene Einwohner angenommen. Für Brasilien schwanken die Schätzungen zwischen 500.000 und 2,5 Millionen. Für das spätere Hispanoamerika erscheint eine Größenordnung von 35 bis 40 Millionen Menschen plausibel.

Allein in Hispanoamerika ging die indigene Bevölkerung innerhalb von gut 150 Jahren um ungefähr 90 Prozent zurück. Zu den Ursachen gehörten eingeschleppte Krankheiten, Kriege, Massaker, Versklavung, Zwangsarbeit, Hunger, Vertreibung, Geburtenausfälle und die Zerstörung der sozialen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen.

Nicht jeder Verstorbene wurde unmittelbar ermordet. Die verheerenden Epidemien wirkten jedoch nicht losgelöst von der Eroberung: Zwangsarbeit, Hunger, Flucht, Vertreibung und der Zusammenbruch der bestehenden Gemeinschaften erhöhten die Sterblichkeit und verhinderten vielfach eine Erholung der Bevölkerung.

Für bestimmte Vertreibungen, Massaker und gezielte Vernichtungsmaßnahmen ist der Begriff Genozid angemessen. Die gesamte Entwicklung wird umfassender als demografische Katastrophe infolge von Eroberung und Kolonisation beschrieben.

​Das System des Dreieckshandels

Aus Plantagenwirtschaft, Sklavenhandel und europäischem Warenexport entwickelte sich der sogenannte Dreieckshandel. Tatsächlich handelte es sich nicht um ein einziges geschlossenes Dreieck, sondern um ein globales Netzwerk miteinander verbundener Handelswege:

  • Europäische Händler lieferten Textilien, Metallwaren, Waffen, Glasperlen und Alkohol nach Afrika.

  • Gefangene Afrikaner wurden über den Atlantik nach Nord- und Südamerika sowie in die Karibik verschleppt.

  • Aus Amerika gelangten Zucker, Tabak, Baumwolle, Kaffee, Indigo, Rum und Edelmetalle nach Europa.

  • Große Mengen amerikanischen Silbers flossen über Europa und über die spanische Handelsroute von Amerika nach Manila weiter in das kaiserliche China.

  • China lieferte dafür Seide, Porzellan, Gewürze und Tee.

Damit verband das System die menschliche Arbeitskraft Afrikas, die Böden und Bodenschätze Amerikas, das Handelskapital Europas und die Warenproduktion Asiens. Menschen wurden zu Handelsware, Kontinente zu Produktionsräumen und militärische Gewalt zum Mittel der Marktöffnung.

Der transatlantische Sklavenhandel endete nicht bereits Mitte des 18. Jahrhunderts. Großbritannien verbot den Sklavenhandel 1807, die Vereinigten Staaten untersagten 1808 offiziell die weitere Einfuhr versklavter Menschen. Der illegale Menschenhandel dauerte jedoch noch Jahrzehnte an. Die Sklaverei selbst wurde in den Vereinigten Staaten erst 1865 abgeschafft.

Die globale Ausbeutungsmaschinerie

Hier entstand eine globale Ausbeutungsmaschinerie, die sich bis heute um ein Vielfaches vergrößert hat. Die äußere Form hat sich verändert, die grundlegende Struktur ist jedoch teilweise erhalten geblieben.

Arbeitskräfte müssen heute nicht mehr zwangsläufig über Ozeane verschleppt werden. Unternehmen können die Produktion in Länder mit niedrigen Löhnen, schwachen Arbeitnehmerrechten und geringen Umweltauflagen verlagern. Die Menschen bleiben in ihren Heimatländern, während die Waren und ein erheblicher Teil der Gewinne in die wohlhabenden Absatzmärkte wandern.

Durch den Einsatz fossiler Energieträger wurde die verfügbare Arbeitsleistung nochmals gewaltig gesteigert. Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzten große Mengen menschlicher und tierischer Muskelkraft. Sie ermöglichten die industrielle Massenproduktion, den globalen Transport und eine bis dahin unvorstellbare Ausbeutung natürlicher Ressourcen.

Im Gegenzug erhalten die rohstoffliefernden Länder Geld, Schuldversprechen und digitale Guthaben. Leitwährung dieses Systems ist seit dem Zweiten Weltkrieg der US-Dollar – dargestellt durch bedrucktes grünes Papier oder als elektronisches „Gut“-Haben in einem weltweiten Buchungssystem.

Vom Silber zum Opium

China exportierte begehrte Waren wie Tee, Seide und Porzellan, benötigte aber nur wenige europäische Erzeugnisse. Großbritannien musste seine Importe deshalb lange Zeit mit Silber bezahlen. Der dauerhafte Silberabfluss belastete die britische Handelsbilanz.

Um dieses Verhältnis umzukehren, ließ die Britische Ostindien-Kompanie in Indien Opium produzieren und über Zwischenhändler illegal nach China verkaufen. Die Droge erzeugte Abhängigkeit, zerstörte gesellschaftliche Strukturen und sorgte zugleich dafür, dass das zuvor nach China geflossene Silber wieder aus dem Land herausströmte.

Als die chinesische Regierung den Opiumhandel unterbinden wollte und große Mengen der Droge beschlagnahmen und vernichten ließ, setzte Großbritannien seine Handelsinteressen militärisch durch:

  • Erster Opiumkrieg: 1839–1842

  • Zweiter Opiumkrieg: 1856–1860

China wurde gezwungen, weitere Häfen zu öffnen, Entschädigungen zu zahlen und Hongkong an Großbritannien abzutreten. Weitere westliche Mächte schlossen sich an und erzwangen zusätzliche Sonderrechte. In China begann damit das bis heute erinnerte „Jahrhundert der Demütigung“. Die weiteren Details und Marker werden im Kapitel „Kriege der Frühzeit“ behandelt.

Die Struktur hatte sich wiederholt: Zuerst erzeugte Tabak die Nachfrage nach Sklavenarbeit. Danach wurde Opium eingesetzt, um einen ungünstigen Waren- und Silberstrom umzukehren. Als China die Droge abwehren wollte, folgte die militärische Marktöffnung.

Die erzwungene Öffnung Japans

Parallel zum westlichen Vordringen in China geriet Japan unter Druck. Das Tokugawa-Shogunat hatte 1633 damit begonnen, den Kontakt mit dem Ausland systematisch einzuschränken. In mehreren Erlassen zwischen 1633 und 1639 wurden Auslandsreisen japanischer Untertanen, deren Rückkehr sowie der Zugang ausländischer Händler zunehmend kontrolliert oder verboten.

Japan war niemals vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Über streng kontrollierte Handelsplätze bestanden weiterhin Kontakte insbesondere zu China, Korea und den Niederlanden. Trotzdem endete die weitgehende Abschließung erst unter militärischem Druck.

 

Einen ersten offiziellen amerikanischen Versuch, Japan für den Handel zu öffnen, unternahm Commodore James Biddle (18. Februar 1783, Datumsdiagonale der XI. Vermutung; †1. Oktober 1848, QS 23, JKW). Am 20. Juli 1846 ankerte er mit den Kriegsschiffen USS Columbus und USS Vincennes in der Bucht von Edo. Biddle setzte noch auf ein vergleichsweise zurückhaltendes diplomatisches Vorgehen und verzichtete auf eine gewaltsame Landung. Japan lehnte seine Forderungen ab. Das Scheitern dieser Mission bereitete den Boden für das wesentlich aggressivere Auftreten Matthew Perrys sieben Jahre später.

Am 8. Juli 1853 fuhr der amerikanische Commodore Matthew Perry mit vier Kriegsschiffen in die Bucht von Edo ein. Am 14. Juli 1853, Nahfeld 13.7, ging Perry mit einem bewaffneten Landungskommando von mehreren Hundert Seeleuten und Marinesoldaten bei Kurihama im heutigen Yokosuka an Land und übergab das Schreiben des amerikanischen Präsidenten.

Die sogenannten Schwarzen Schiffe demonstrierten eine militärische Überlegenheit, gegen die Japan kaum Widerstand leisten konnte. Perry überbrachte die Forderung der Vereinigten Staaten, japanische Häfen für amerikanische Schiffe und den Handel zu öffnen.

Mit dem Vertrag von Kanagawa vom 31. März 1854 musste Japan zwei Häfen öffnen. Die Vereinigten Staaten wollten damit einen Stützpunkt für ihre wachsenden Handelsinteressen im Pazifik und insbesondere für den Handel mit China gewinnen. 

Der erste amerikanische Generalkonsul in Japan war Townsend Harris (3. Oktober 1804, JKW ; † 25. Februar 1878, QS 33). Er handelte den nach ihm benannten Harris-Vertrag aus, der am 29. Juli 1858 geschlossen wurde. Während Tokugawa Iesada (*6. Mai 1824; † 14. August 1858) als Shōgun amtierte, wurde der Vertrag auf japanischer Seite von bevollmächtigten Vertretern des Shogunats unterzeichnet.

Insgesamt wurden fünf weitere Häfen schrittweise für den Außenhandel geöffnet. Der Vertrag gewährte amerikanischen Staatsbürgern Aufenthalts- und Handelsrechte sowie Exterritorialität und beschränkte zugleich Japans Zollautonomie.

Besonders schwerwiegend wirkte die Öffnung des japanischen Währungssystems. Das Wertverhältnis zwischen Gold und Silber lag in Japan vereinfacht dargestellt bei ungefähr 1:5, auf den internationalen Märkten dagegen eher bei 1:15 bzw. 1/20. Ausländische Händler konnten daher eingeführtes Silber äußerst gewinnbringend gegen japanisches Gold tauschen. Innerhalb kurzer Zeit floss eine erhebliche Menge Gold aus Japan ab. Die genaue Größenordnung ist in der Forschung umstritten, die destabilisierende Wirkung des Währungsgefälles jedoch unstrittig.

Die militärische Überlegenheit war damit nicht nur zur Öffnung der Häfen genutzt worden. Die ungleichen Verträge griffen tief in die japanische Rechts-, Zoll- und Währungsordnung ein.

Eine spätere romantisierende Verarbeitung dieser Geschichte lieferte der 1958 erschienene Hollywoodfilm Der Barbar und die Geisha von John Huston mit John Wayne als Townsend Harris. Der Film verwandelte die ungleiche Machtbeziehung in eine exotische Liebesgeschichte, wurde jedoch weder künstlerisch noch wirtschaftlich zu dem erhofften Erfolg.

Japan reagierte auf die erzwungene Öffnung anders als China. Es übernahm westliche Technik, Verwaltungsstrukturen, Rechtsformen und Militärorganisation, um nicht selbst kolonisiert zu werden. Aus der Abwehr des westlichen Imperialismus entstand jedoch eine eigene imperialistische Politik. 

Der japanische „Kopierfehler“

Am 11. Februar 1889 verkündete Kaiser Meiji eine neue Verfassung, die sich besonders an preußisch-deutschen und teilweise an britischen Vorbildern orientierte. Am 29. November 1890, dem 333. Tag des Jahres, trat die Meiji-Verfassung in Kraft. Am selben Tag trat das erste japanische Parlament zusammen.

Der japanische „Kopierfehler“ bestand nicht in der Übernahme moderner Technik oder einer Verfassung. Japan übernahm zugleich die expansionistische Logik der westlichen Großmächte: Wer nicht beherrscht werden wollte, musste nach dieser Vorstellung selbst herrschen.

Daraus entwickelte sich die japanische Expansion nach Taiwan, Korea, China und in den pazifischen Raum. Japan kopierte nicht nur die Werkzeuge des Westens, sondern auch dessen imperiale Machtlogik.

Der Sonnenkreis

Die japanische Flagge, der Hinomaru oder „Sonnenkreis“, besitzt eine jahrhundertealte Vorgeschichte. Sonnensymbole wurden bereits lange vor der Öffnung des Landes von Kaisern, Daimyō und Samurai verwendet. Eine frühe japanische Chronik berichtet, dass unter Kaiser Monmu, dem 42. Kaiser Japans, im Jahr 701 bei einer Hofzeremonie eine Fahne mit einer Sonnendarstellung verwendet wurde. Sie gilt als ein möglicher Vorläufer des späteren Hinomaru, kann aber nicht ohne Weiteres mit der heutigen Nationalflagge gleichgesetzt werden.

Nach einer der überlieferten Datierungen wurde die Flagge am 5. August 1854 zur Kennzeichnung japanischer Schiffe eingeführt. Andere Quellen nennen dafür den 7. oder 8. August 1854; amtliche japanische Überlieferungen teilweise auch ein späteres Jahr. Entscheidend ist die Funktion: Japanische Schiffe sollten durch den Sonnenkreis eindeutig von ausländischen Schiffen unterschieden werden.

Am 27. Februar 1870, QS 27 wurde die Verwendung des Sonnenkreises als Handelsflagge und an Land amtlich geregelt. Eine ausdrückliche gesetzliche Festlegung als Nationalflagge bestand jedoch weiterhin nicht.

Erst am 13. August 1999 wurde der Hinomaru durch das Gesetz über Nationalflagge und Nationalhymne offiziell und rechtlich eindeutig zur Nationalflagge Japans erklärt.

AWT-Aufweitung – das fraktale Ausbeutungsmuster

Die Konflikte der heutigen Welt haben ihre Wurzeln in dieser Epoche. Geschichte wiederholt sich nicht als identische Kopie, sondern als fraktale Struktur in größerem Maßstab:

Suchtmittel → Nachfrage → Kapital → Zwangsarbeit → Expansion → Widerstand → militärische Öffnung → neues Imperium

 

In Virginia erzeugte die europäische Nachfrage nach Tabak den Druck zur Ausweitung der Plantagen und der Sklavenarbeit. In China wurde Opium verwendet, um einen für Großbritannien ungünstigen Waren- und Silberstrom umzukehren. Als China sich dagegen wehrte, wurden seine Märkte mit Kriegsschiffen geöffnet. Japan reagierte auf die erzwungene Öffnung, indem es die westliche Machtstruktur kopierte und schließlich selbst zum Imperium wurde.

Die heutige Drogenkrise der Vereinigten Staaten kann in der AWT als bitterer historischer Rücklauf gelesen werden. Im Jahr 2024 starben in den USA 79.384 Menschen an einer Drogenüberdosis. Daraus folgt keine unmittelbare historische Kausalität von 1619 bis zur gegenwärtigen Opioidkrise. Im Muster erscheint jedoch eine Umkehrung:

Früher wurden Menschen versklavt, um gewinnbringende Suchtmittel für andere zu produzieren. Heute fordert der massenhafte Konsum industriell und illegal erzeugter Drogen innerhalb der damaligen Profiteurgesellschaft selbst eine gewaltige Zahl an Opfern.

Die starke Verbreitung von Fettsucht und ernährungsbedingten Krankheiten ergänzt dieses Muster. Ein Wirtschaftssystem, das auf Wachstum, Überproduktion und ständigem Konsum beruht, erzeugt nicht nur Waren, sondern auch Abhängigkeiten. Hochverarbeitete, energiereiche Lebensmittel werden weltweit produziert und vermarktet, während Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere chronische Leiden die Bevölkerung belasten.

Die Rollen haben sich damit nicht vollständig, aber teilweise vertauscht. Die Nachfahren der historischen Profiteure werden nun selbst zu Konsumenten eines Systems, das mit Abhängigkeit, Überfluss und gesundheitlicher Zerstörung Gewinne erzielt.

Ein Ausbeutungssystem von unerhörtem Ausmaß, dessen Rollen sich im historischen Rücklauf teilweise vertauschen.

Was mit Tabak, Zucker, Silber und menschlicher Zwangsarbeit begann, setzt sich mit Erdöl, globalen Lieferketten, digitalen Guthaben, Medikamenten, illegalen Drogen und industriell erzeugten Lebensmitteln fort. Die Waren wechseln, die technischen Mittel wachsen und die Dimensionen vergrößern sich – doch die zugrunde liegende Struktur bleibt erkennbar.

Sklaventransfer in die Neue Welt www.planet-wissen.de/

Anlandung neuer Siedler in Sklaventransfer in die Neue Welt www.planet-wissen.de 

Die Hexenprozesse von Salem

Zu den dunkelsten Ereignissen der frühen amerikanischen Kolonialgeschichte gehören die sogenannten Hexenprozesse von Salem. Zwischen Februar 1692 und Mai 1693 wurden in Salem und den umliegenden Gemeinden bis zu 200 Menschen der Hexerei beschuldigt. Die Angeklagten waren keine „Hexen“, sondern Opfer einer von religiösem Fanatismus, Angst, gesellschaftlichen Konflikten und einem versagenden Rechtssystem getragenen Verfolgungswelle.

Über die genaue Zahl der Verurteilungen existieren abweichende Angaben. Eine ältere Darstellung von National Geographic nannte 33 für schuldig befundene Personen; der betreffende Artikel wurde am 9. August 2022, QS 23, aktualisiert. Andere Quellen nennen Zahlen um oder über 30. 

Gesichert ist die schreckliche Bilanz: 19 Menschen wurden gehängt. Der über 80 Jahre alte Farmer Giles Corey – getauft am 16. August 1611, gestorben am 19. September 1692, QS 37 – verweigerte vor Gericht beharrlich jede Erklärung, ob er sich schuldig oder nicht schuldig bekannte. Ohne ein solches Bekenntnis konnte nach damaligem Recht kein regulärer Prozess gegen ihn eröffnet werden.

Um ihn zu einer Aussage zu zwingen, wurde Corey auf den Boden gelegt und mit einem Brett und immer größeren Steinlasten beschwert. Er hielt der als peine forte et dure bezeichneten Folter bis zu seinem Tod stand. Als seine letzten Worte ist die Aufforderung „More weight“ – „Mehr Gewicht“ überliefert; ob er sie tatsächlich genau so aussprach, lässt sich nicht mehr sicher feststellen. Kein amerikanisches Gericht verurteilte ihn förmlich als Hexer – er wurde zu Tode gefoltert, weil er sich dem Verfahren verweigerte. Er hielt die Folter drei Tage lang durch.

Mindestens fünf weitere Beschuldigte starben unter den Bedingungen der Gefangenschaft. Insgesamt forderte die Verfolgung damit wenigstens 25 Todesopfer.

 

George Burroughs – ein Geistlicher am Galgen

Unter den Hingerichteten befand sich sogar ein puritanischer Geistlicher:

George Burroughs ( * um 1652 ; † 19. August 1692 ).

Am 30. April 1692, QS 25 und Gaußtag, reichten Hauptmann Jonathan Walcott und Sergeant Thomas Putnam eine förmliche Beschwerde gegen Burroughs und fünf weitere Personen ein. Ihnen wurden „verschiedene Handlungen der Hexerei“ vorgeworfen, durch die mehrere Mädchen und junge Frauen körperlich gequält worden seien.

Burroughs wurde am 19. August 1692 gemeinsam mit vier weiteren Verurteilten gehängt. Unmittelbar vor seiner Hinrichtung sprach er das Vaterunser fehlerfrei – etwas, zu dem eine wirkliche Hexe nach damaliger Vorstellung nicht fähig sein sollte. Trotzdem wurde die Hinrichtung vollzogen.

Der Fall zeigt, dass selbst die Regeln des eigenen Wahnsystems nicht mehr galten, sobald die Verfolgungsmaschinerie in Gang gekommen war.

Zwei Kinder und eine fatale Diagnose

Die Hexenverfolgung begann im Winter 1691/92 mit zwei Mädchen: der neunjährigen

Elizabeth "Betty" Parris (* 28. November 1682, Tag 332; † 21. März 1760) und ihrer ungefähr elfjährigen Cousine Abigail Williams.

Die Mädchen schrien, warfen Gegenstände umher, krochen unter Möbel, verdrehten ihre Körper und äußerten unverständliche Laute. Zuvor hatten sie mit einem Eiweiß in einem Wasserglas versucht, etwas über ihre zukünftigen Ehemänner zu erfahren. Solche Wahrsagespiele galten im streng puritanischen Umfeld als sündhaft.

Der örtliche Mediziner – nach allgemeiner historischer Annahme William Griggs – fand keine natürliche Erklärung für die Anfälle. Schließlich erklärte er, die Mädchen befänden sich unter dem Einfluss einer „bösen Hand“. Damit verwandelte sich eine ungeklärte Erkrankung oder Verhaltensauffälligkeit in ein vermeintliches Verbrechen: Wenn die Kinder verhext waren, musste es auch Hexen geben.

Der Puritanerpastor John Hale (* 3. Juni 1636, QS 25 ; † 15. Mai 1700, Datumsdiagonale der XI. Vermutung) gehörte zu den Geistlichen, die hinzugezogen wurden. Er beschrieb die Anfälle später ausführlich und unterstützte anfangs die übernatürliche Deutung. Er war jedoch nicht alleiniger Auslöser der Verfolgung. Das Verhängnis entstand durch das Zusammenwirken von ärztlicher Fehldiagnose, religiöser Weltanschauung, suggestiven Befragungen und der Bereitschaft der Erwachsenen, in den Aussagen der Kinder gerichtsfeste Beweise zu sehen.

Unter intensivem Druck nannten die Mädchen schließlich Tituba, Sarah Good und Sarah Osborne als angebliche Urheberinnen. Damit begann eine Kettenreaktion: Jede neue Beschuldigung erzeugte weitere Befragungen, neue angebliche Anfälle und zusätzliche Namen.

Mutterkorn, Massendynamik und lokale Konflikte

Als mögliche naturwissenschaftliche Erklärung wurde später eine Vergiftung durch den Mutterkornpilz diskutiert. Mutterkorn kann Roggen befallen und schwere Krämpfe, Halluzinationen und Durchblutungsstörungen hervorrufen. Einzelne Symptome scheinen deshalb zunächst zu den geschilderten Anfällen zu passen.

Die Hypothese gilt heute jedoch als wenig wahrscheinlich. Bei einer vergifteten Roggenernte wären regelmäßig mehrere Mitglieder derselben Haushalte erkrankt. Tatsächlich zeigten häufig nur einzelne Mädchen entsprechende Symptome. Außerdem breiteten sich die angeblichen Anfälle über verschiedene, räumlich voneinander getrennte Gemeinden aus und folgten eher den sozialen Beziehungen und den laufenden Anschuldigungen als der Verteilung einer bestimmten Getreideernte.

Wahrscheinlicher ist ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren:

  • religiöse Angst vor dem Teufel,

  • suggestive Befragungen der Kinder,

  • erlernte und gegenseitig verstärkte Verhaltensweisen,

  • Konflikte um Land, Besitz und gesellschaftlichen Einfluss,

  • persönliche Feindschaften und verletzte Interessen,

  • die Ausgrenzung armer, unangepasster oder unbeliebter Menschen,

  • ein Gerichtssystem, das Gerüchte und angebliche Geistererscheinungen als Beweise zuließ.

 

So bot das Verfahren die Möglichkeit, unliebsame Nachbarn und gesellschaftliche Außenseiter durch eine bloße Anschuldigung in Lebensgefahr zu bringen.

William Phips – zuerst Ermöglicher, dann Beender

Eine besonders widersprüchliche Rolle spielte Sir William Phips ( * 2. Februar 1651, Tag 33 ; † 18. Februar 1695, Datumsdiagonale der XI. Vermutung), der königliche Gouverneur von Massachusetts.

Phips beendete die Verfolgung nicht einfach von außen. Am 27. Mai 1692 setzte er zunächst selbst den Sondergerichtshof Court of Oyer and Terminer ein. Unter dessen Vorsitz wurden die verhängnisvollen Prozesse geführt und die Todesurteile vollstreckt.

Erst als die Anschuldigungen immer weitere Kreise zogen, Zweifel an den Verfahren zunahmen und schließlich sogar der Name seiner eigenen Frau gefallen sein soll, griff Phips ein.

In einem Brief vom 12. Oktober 1692, JKW, schrieb er an den Kronrat, er habe weitere Inhaftierungen eingeschränkt und die Gerichtsverfahren bereits gestoppt, um Unschuldige zu schützen. Zugleich rechtfertigt er sein eigenes Vorgehen gegenüber möglichen Vorwürfen.

Am 29. Oktober 1692 löste er das Sondergericht auf. Das nachfolgende Obergericht ließ die besonders problematischen „Spektralbeweise“ nicht mehr in gleicher Weise gelten. Im Mai 1693 begnadigte Phips die noch wegen Hexerei inhaftierten Gefangenen.

Vom Auftreten der ersten Mädchen im Januar beziehungsweise Februar 1692 bis zur endgültigen Freilassung der letzten Gefangenen im Mai 1693 vergingen ungefähr 15 Monate. Das eigentliche Hinrichtungsgericht bestand dagegen nur von Mai bis Oktober 1692.

Phips war bereits in Neuengland geboren worden. Im Jahr 1683 kehrte er nach einer Reise nach England als Kapitän der königlichen Fregatte Algier Rose nach Boston zurück. Der Name Rose bleibt damit als Marker erhalten; die Aussage, Phips habe auf diesem Schiff erstmals amerikanischen Boden betreten, ist jedoch falsch.

Die verspätete Aufhebung

Eine der letzten nicht förmlich rehabilitierten Verurteilten war Elizabeth Johnson Jr. Sie wurde 1693 schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt, aber nicht hingerichtet.

Erst 2022 erreichte eine Schulklasse aus North Andover nach intensiver Recherche ihre offizielle Rehabilitierung. Zwischen der Verurteilung von 1693 und der Aufhebung liegen 329 Jahre. Vom Beginn der Salem-Prozesse 1692 bis zur Rehabilitierung gerechnet, sind es 330 Jahre.

Damit schloss sich erst nach mehr als drei Jahrhunderten eine juristische Akte, deren Opfer längst verstorben waren.

AWT-Aufweitung – die sich selbst verstärkende Verfolgungswelle

Salem zeigt in erschreckender Klarheit, wie eine falsche Interpretation zur selbstverstärkenden Wirklichkeit werden kann:

ungeklärtes Ereignis → übernatürliche Diagnose → Angst → Anschuldigung → scheinbare Bestätigung → institutionelle Verfolgung → Tod

Die Anfälle zweier Kinder waren zunächst nur ein rätselhaftes Ereignis. Erst die Deutung als Hexerei erzeugte die Suche nach Schuldigen. Jede Beschuldigung bestätigte anschließend scheinbar die ursprüngliche Diagnose. Das Gericht verwandelte Gerüchte, Träume und gesellschaftliche Abneigung in rechtlich wirksame „Beweise“.

Der eigentliche Spuk bestand daher nicht in Hexerei. Er bestand in einem Informationssystem, das seine eigenen Fehler fortlaufend als Bestätigung zurückmeldete.

Salem wurde nicht von Hexen heimgesucht, sondern von einer Gesellschaft, die ihre Angst zur Wahrheit und ihre Wahrheit zum Todesurteil erklärte.

13. Kolonien - Eine Nation - 570 Konflikte

Seit dem frühen 17. Jahrhundert lassen sich den nordamerikanischen Vorgängerkolonien und den späteren Vereinigten Staaten mindestens rund 480 eigenständige Kriege und militärische Interventionen zurechnen. Verwendet man die weiter gefasste Einsatzstatistik des Congressional Research Service, steigt die Zahl auf ungefähr 570 dokumentierte Konflikt- und Einsatzepisoden.

Einzelne Schlachten, mehr als tausend größere und kleinere Gefechte der Indianerkriege, CIA-Operationen, Stellvertreterkriege und nicht dokumentierte verdeckte Aktionen sind darin noch nicht vollständig enthalten. Militärische Gewalt erscheint in der Geschichte der USA deshalb nicht als gelegentliche Ausnahme, sondern als eine rote Linie vom Siedlerstaat zur Weltmacht.

Diese außergewöhnliche Ereignisdichte bildet zugleich ein ideales Untersuchungsfeld für die XIII. Vermutung: Wo sich Konflikt, Expansion, Herrschaftswechsel und technologische Aufrüstung über Jahrhunderte aneinanderreihen, entstehen auch fortlaufend neue Marker und Resonanzverbindungen.

Der 6. Hauptsatz zeigt sich im Zusammenstoß konkurrierender gesellschaftlicher Versionen: europäische Siedler gegen indigene Kulturen, Republik gegen Monarchie, Kapitalismus gegen Kommunismus und amerikanischer Universalismus gegen andere politische und religiöse Ordnungen. Eine Version versucht, die andere zu verdrängen, zu absorbieren oder zu überschreiben.

Der 7. Hauptsatz beschreibt das daraus hervorgehende Upgrade durch Kampf und Krieg. Fast jeder erfolgreiche Konflikt vergrößerte Territorium, Rohstoffzugang, militärische Fähigkeiten oder politische Reichweite. Der Lerneffekt dabei ist selbst verstärkend, wir kommen damit durch, das machen wir jetzt immer wieder so. Moralische Hemmungen oder Skrupel das durch Lügen zu rechtfertigen, gibt es im Moment der Handlung keine. Erst wenn alles herauskommt, wird das aufgearbeitet, während man im Hintergrund schon den nächsten Coup plant. Mit jedem Präsidentenwechsel kann ein großer Teil der politischen Führung ausgewechselt werden. Der dauerhafte Verwaltungs-, Militär- und Geheimdienstapparat bleibt dagegen weitgehend bestehen. Die aufgeflogenen Aktionen der Vergangenheit werden mit den Akteuren an der Spitze verbunden und die sind längst ausgetauscht. 


Von 13 Kolonien zu 50 Staaten


Mit der Besiedlung Georgias war 1733 die Reihe der späteren 13 britischen Kolonien vollständig. Georgia war die letzte dieser Kolonien. Am 21. August 1959 wurde Hawaii als 50. Bundesstaat in die Union aufgenommen.

Der Weg von 13 Kolonien zu 50 Staaten war kein rein verwaltungstechnisches Wachstum. Er führte über Kriege, Vertreibungen, erzwungene Verträge, Landkäufe unter militärischem Druck und Annexionen. Hawaii bildet dafür ein besonders deutliches Beispiel.

 

Die Übernahme Hawaiis

 

Bereits am 17. Januar 1893 wurde Königin Liliʻuokalani durch das sogenannte Committee of Safety gestürzt. Der amerikanische Gesandte John L. Stevens (* 1. August 1820 ; † 8. Februar 1895) unterstützte die Umstürzler; zuvor waren Marines der USS Boston in Honolulu gelandet. Selbst Präsident Stephen Grover Cleveland stellte später fest, dass die Bewegung gegen die Königin durch den Vertreter der Vereinigten Staaten unterstützt worden war und ohne die gelandeten US-Truppen kaum hätte bestehen können. Wir haben hier zwei Mal den Marker Stephan. 

Während des Spanisch-Amerikanischen Krieges wurde Hawaii wegen seiner strategischen Lage durch die Newlands Resolution, einen gemeinsamen Beschluss von Senat und Repräsentantenhaus vom 7. Juli 1898, annektiert. Die formelle Übertragung der Souveränität und das Hissen der amerikanischen Flagge am ʻIolani-Palast erfolgten am 12. August 1898 – auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung.

Mit dem am 30. April 1900, dem Gaußtag, verabschiedeten Hawaiian Organic Act wurde Hawaii zum organisierten US-Territorium. Das Gesetz trat am 14. Juni 1900 in Kraft – erneut auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung.

Die Machtübernahme stieß bei vielen einheimischen Hawaiianern auf Widerstand. Bereits 1896 hatte die von den Umstürzlern errichtete Republik Englisch zum verpflichtenden Unterrichtsmedium gemacht. Hawaiianisch wurde dadurch aus den Schulen verdrängt; Kinder wurden teilweise sogar für seine Verwendung bestraft. Auch Hula, religiöse Traditionen und andere Bestandteile der hawaiischen Kultur standen unter erheblichem missionarischem und amerikanischem Anpassungsdruck.

Pearl Harbor und das Kriegsrecht

 

Pearl Harbor wurde 1908 offiziell als Marinestützpunkt eingerichtet und anschließend immer weiter ausgebaut. Im Jahr 1940 verlegte die US Navy die Pazifikflotte dauerhaft nach Hawaii. Damit wurde die Inselgruppe zum militärischen Zentrum der amerikanischen Machtprojektion im Pazifik.

Der japanische Angriff begann am 7. Dezember 1941 nach hawaiischer Zeit, in Japan war jedoch bereits der 8. Dezember. Am 8. Dezember nach Washingtoner Zeit erklärte der US-Kongress Japan den Krieg. Damit öffnete dasselbe Datum aus zwei verschiedenen Zeitzonen den amerikanischen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Es ist wieder eine Datumsdiagonale der XI. Vermutung.

Noch am Tag des Angriffs wurde über Hawaii das Kriegsrecht verhängt. Die zivile Regierung verlor einen erheblichen Teil ihrer Befugnisse, der Habeas Corpus wurde außer Kraft gesetzt und Zivilisten wurden vor Militärgerichte gestellt. Das Kriegsrecht dauerte 35 Monate, vom 7. Dezember 1941 (QS 25) bis zum 24. Oktober 1944 (QS 25) – die längste Militärherrschaft über eine amerikanische Zivilbevölkerung in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Im Jahr 1944 befanden sich zeitweise mehr als 400.000 Angehörige der US-Streitkräfte auf Hawaii. Das entsprach beinahe der gesamten Vorkriegsbevölkerung von 423.330 Einwohnern. Die Inselgruppe war damit faktisch zu einem riesigen militärischen Aufmarsch-, Ausbildungs- und Nachschubraum geworden.

 

Vom Widerstand zum Kriegsgrund

In der amerikanischen Geschichte wiederholt sich ein auffälliges Eskalationsmuster:

Expansion → Eindringen in fremden Raum → Widerstand → Opfererzählung → Gegenschlag → Machterweiterung

 

Bei den Indianerkriegen rückten Siedler, Eisenbahnen und Armee immer weiter in indigene Gebiete vor. Angriffe auf Siedlungen wurden anschließend häufig losgelöst von Landnahme, Vertragsbruch und vorheriger Vertreibung als ursprüngliche Aggression dargestellt und dienten als Rechtfertigung weiterer Strafexpeditionen und Landenteignungen.

Die indigenen Nationen überquerten jedoch keinen Ozean, um England zu besetzen. Die militärische und demografische Front bewegte sich von Europa aus auf ihre Lebensräume zu.

Auch die Explosion der USS Maine 1898 wurde öffentlich Spanien zugeschrieben, obwohl die Ursache bis heute nicht abschließend geklärt ist. Der Ruf „Remember the Maine“ half, den Spanisch-Amerikanischen Krieg zu mobilisieren. Dessen Ergebnis war nicht lediglich die Befreiung Kubas: Die USA übernahmen Puerto Rico, Guam und die Philippinen und stiegen endgültig zur imperialen Pazifikmacht auf.

Im Golf von Tonkin fand am 2. August 1964 ein reales Gefecht mit der USS Maddox statt. Die USS Maddox führte eine eigenständige DESOTO-Aufklärungsmission durch. Parallel liefen räumlich und zeitlich nahe Angriffe des OPLAN 34A. Dieses Programm wurde 1964 durch MACV-SOG mit südvietnamesischen Kräften und amerikanischer Unterstützung geführt. Beide Programme waren miteinander verbunden, aber operativ getrennt.

 

Der behauptete zweite Angriff vom 4. August fand dagegen nicht statt. Dennoch wurde gerade dieser Phantomangriff zur Grundlage der am 7. August 1964 vom Kongress verabschiedeten und am 10. August 1964 von Präsident Johnson unterzeichneten Tonkin-Resolution.

Am 30. November 2005, Tag 334, vom US-Geheimdienst NSA freigegebene Dokumente bestätigten nochmals, dass der an US-Präsident Johnson gemeldete Angriff Nordvietnams vom 4. August 1964 durch einseitige Auswahl von Funkmeldungen suggeriert, also gezielt vorgetäuscht worden war.

Auch 9/11 war ein realer Terrorangriff von al-Qaida und keine inszenierte amerikanische Aktion. Fünfzehn der 19 Attentäter waren saudische Staatsbürger. Seit der Operation Desert Shield 1990 waren US-Truppen in Saudi-Arabien stationiert. Bin Laden brandmarkte ihre Anwesenheit in dem Land, in dem sich die heiligsten Stätten des Islams befinden, als Besetzung und Entweihung. Entscheidend ist seine politische Umwandlung in eine nahezu unbegrenzte Kriegsvollmacht. Auf Afghanistan folgte der Angriff auf den Irak, obwohl der Irak an den Anschlägen vom 11. September nicht beteiligt gewesen war.

Der Vietcong führte keinen Krieg auf amerikanischem Staatsgebiet. Die Vereinigten Staaten kämpften auf der anderen Seite des Pazifiks in Vietnam. Aus vietnamesischer Sicht war dies kein amerikanischer Verteidigungskrieg, sondern der Widerstand gegen eine ausländische Militärmacht.

Im amerikanischen Selbstbild wurden diese Kriege dennoch regelmäßig moralisch aufgeladen: als Kampf der Zivilisation gegen die „Wilden“, der Freiheit gegen den „gottlosen Kommunismus“ und der westlichen Ordnung gegen den islamistischen Terror. Die Bezeichnungen wechselten – die Struktur blieb erhalten.

AWT-Aufweitung

 

Die rund 570 Konflikt- und Einsatzepisoden bilden keine zufällige Randerscheinung. Sie beschreiben den Wachstumsmechanismus einer Nation, die sich durch den fortlaufenden Zusammenstoß mit anderen Versionen vergrößerte und aufrüstete:

  • 6. Hauptsatz: Konfliktpotenzial zwischen konkurrierenden Versionen.

  • 7. Hauptsatz: Upgrade durch Kampf und Krieg.

  • XIII. Vermutung: Die fortlaufende Ereigniskette erzeugt eine entsprechend hohe Dichte an Markern.

Die USA führten nicht gelegentlich Krieg, während sie zur Weltmacht aufstiegen. Der wiederholte Krieg war ein wesentlicher Mechanismus ihres Aufstiegs.

Sobald sich also wieder eine US-Administration genötigt sieht, eine Militäraktion durchzuführen, sollte man sich einfach diesen historischen Schlachtruf durchlesen:

Remember the Maine - to hell with Spain.  

13. Kolonien Wikipedia Richard Zietz

13. Kolonien Wikipedia Richard Zietz​

Der Unabhängigkeitskrieg der Kolonien gegen das britische Mutterland war im Grunde durch die Steuer- und Finanzpolitik begründet.

Großbritannien führte praktisch ständig Krieg und brauchte Geld. Am 31. Januar 1763 beliefen sich die britischen Staatsschulden auf 122.606.336 Pfund Sterling. Adam Smith bezifferte die fundierten Schulden für den 5. Januar 1763 abweichend auf 122.603.336 Pfund und die unfundierten Schulden auf weitere 13,93 Millionen Pfund. Mehr als 4,4 Millionen Pfund mussten jährlich allein für die Zinsen aufgebracht werden.

George Grenville (* 14. Oktober 1712, JKW ; † 13. November 1770, QS 21) musste dieses Geld hereinholen.

Das begann 1733 mit dem Molasses Act, der einen hohen Importzoll auf Melasse aus nichtbritischen Kolonien erhob. Der Sugar Act von 1764 halbierte diesen Zoll zwar von sechs auf drei Pence je Gallone, verschärfte jedoch seine Durchsetzung, erweiterte den Kreis besteuerter Waren und erschwerte den bisher verbreiteten Schmuggel erheblich.

Später kam der Stamp Act dazu, eine Stempelsteuer. Die Townshend Acts waren dann der Gipfel dieses Trends und führten zu enormem Widerstand. Der Slogan war dann auch:

"Keine Besteuerung ohne Repräsentation". 

Der Franzosen- und Indianerkrieg von 1754 bis 1763, der nordamerikanische Schauplatz des globalen Siebenjährigen Krieges, wurde zum Katalysator einer zunehmenden Entfremdung zwischen der britischen Krone und den Kolonisten.

Der Kampf zwischen Briten und Franzosen auf dem amerikanischen Kontinent veranlasste die Briten zum Erlass des Einquartierungsgesetzes von 1765.

Dadurch wurden die Kolonialbehörden gezwungen, britischen Soldaten auf Kosten der Kolonien Unterkunft, Verpflegung und weitere Versorgungsgüter bereitzustellen. Dieses erste Einquartierungsgesetz erhielt am 15. Mai 1765, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung, die königliche Zustimmung und sah vor, dass die Kolonialbehörden die Unterbringung britischer Truppen in örtlichen Kasernen und Gasthäusern, wie im Meutereigesetz von 1765 vorgesehen, veranlassen sollten. Damit waren die Kolonisten natürlich nicht einverstanden und der Widerstand sollte nicht lange auf sich warten lassen. Man sah überhaupt nicht ein, dass man im Frieden ein stehendes Heer unterhalten sollte.
Kurze Wiederholung aus dem Kapitel Religion und Baumkult:

Am 14. August 1765 (KW 33) begann unter einer großen Ulme an der Ecke Essex Street und Orange Street eine von den Loyal Nine, den Vorläufern der Bostoner Söhne der Freiheit, organisierte Protestaktion gegen den britischen Stempelerlass. An dem Baum wurde eine lebensgroße Figur des Stempelbeamten Andrew Oliver aufgehängt. Die Ulme wurde dadurch zum Liberty Tree, zum Zeichen von Freiheit, Widerstand und Neubeginn.

​​​

Es gab von da ab fortlaufend immer heftigeren Widerstand der Kolonisten gegen die Herrschaft der Briten.

  • Ein gewaltsames Aufeinandertreffen ereignete sich am 5. März 1770 (QS 23) in Boston. Nach einer eskalierenden Auseinandersetzung eröffneten britische Soldaten das Feuer auf die Menschenmenge. Drei Kolonisten starben unmittelbar, zwei weitere später an ihren Verletzungen. Die patriotische Presse griff das Ereignis auf und machte es unter der Bezeichnung Boston Massacre zu einem wirkungsvollen Symbol britischer Unterdrückung.

  • Am 9. Juni 1772 lief die HMS Gaspee auf Grund. In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni griff eine Gruppe unter der Führung von
    Abraham Whipple (* 26. September 1733, QS 31 ; † 27. Mai 1819, QS 33) und
    John Brown (* 27. Januar 1736, QS 27 ; † 20. September 1803, QS 23) das Schiff an, enterte es und brannte es bis zur Wasserlinie nieder.

  • Bei der Boston Tea Party am 16. Dezember 1773 wurden dann schon drei Schiffe angegriffen. Die britische Antwort bestand in den sogenannten Coercive Acts, von den Kolonisten als Intolerable Acts bezeichnet. Der Hafen von Boston wurde geschlossen, die Selbstverwaltung von Massachusetts eingeschränkt und General Thomas Gage als neuer Gouverneur mit mehreren Regimentern nach Boston entsandt.

  • Am 18. April 1775 (QS 33) erhielten etwa 700 britische Linientruppen in Boston unter Oberstleutnant Francis Smith den geheimen Befehl, die angeblich in Concord gelagerten militärischen Vorräte der Kolonisten zu erbeuten und zu zerstören. Dank effektiver Aufklärung hatten die Anführer der Patrioten bereits Wochen vor der britischen Expedition erfahren, dass ihre Vorräte gefährdet sein könnten, und den Großteil davon an andere Orte verlegt.
    Am 19. April 1775 kam es bei Lexington und Concord zu den ersten bewaffneten Gefechten des Unabhängigkeitskrieges zwischen britischen Berufssoldaten und kolonialen Milizen. Auf dem Lexington Green wurden die zahlenmäßig unterlegenen Kolonisten zunächst auseinandergetrieben. Am North Bridge bei Concord und während des anschließenden britischen Rückmarsches nach Boston gewannen die immer zahlreicher eintreffenden Milizen jedoch die Oberhand. Insgesamt beteiligten sich im Laufe des Tages mehr als 4.000 Milizionäre am Kampf. Die Schlachten endeten daher insgesamt mit einem amerikanischen Erfolg.
     

Einer berühmtesten Anführer der Kolonisten dabei war 

Captain John Parker (* 13. Juli 1729, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung ; 

† 17. September 1775, QS 37, KW 37). Sein Konterfei ist heute Teil des Siegels der Reserve der US-Armee, das ist also nicht ein beliebiger Soldat der US-Geschichte. Dass er am selben Tag wie Julius Caesar Geburtstag hat, beide in einer Art Bürgerkrieg kämpften und sich die USA später als das neue Rom bezeichnet ist ein schöner Nachweis der X. und XI. Vermutung.
Dazu kommt noch James Barrett (* 31. Juli 1710 ; † 11. April 1779). Auf britischer Seite führte Brigadegeneral Hugh Percy, ab 1786 2. Herzog von Northumberland (* 14. August 1742, QS 27, KW 33 ; † 10. Juli 1817, QS 25).

Zwei herausragende Militärs aufseiten der Kolonisten waren der preußisch-deutsche Offizier Friedrich Wilhelm von Steuben (* 17. September 1730, KW 37 ; † 28. November 1794, Tag 332) und Nathanael Greene (* 7. August 1742). Steuben reorganisierte und professionalisierte die Kontinentalarmee. Es gelang ihm, untereinander zerstrittene und militärisch unterschiedlich ausgebildete Truppenteile in eine koordinierte und schlagkräftige Armee zu verwandeln. Damit führte er auf militärisch-organisatorischer Ebene die Wende herbei. Bei der Schlacht von Monmouth am 28. Juni 1778 zeigte sich erstmals deutlich die Wirkung seiner Ausbildung: Die Kontinentalarmee konnte den britischen Berufssoldaten in einem langen offenen Gefecht standhalten. Die Schlacht endete taktisch unentschieden; der britische Oberbefehlshaber war General Henry Clinton (* 16. April 1730, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung ; † 23. Dezember 1795).

Steuben war außerdem ein aktiver Freimaurer, was die Nähe zum neuen Staat erklärt.

Ihm zu Ehren wird jedes Jahr am dritten Samstag im September in New York City auf der 5th Avenue eine Parade abgehalten. Steuben hat am 17.9. Geburtstag.

Zitat: Die Steuben-Parade ist die einzige Parade New Yorks, bei der die Straßen anschließend sauberer sind als vorher.“– Donald Trump, 2002.

Henry Knox25. Juli 1750 war oberster Artillerieoffizier der Kontinental-Army und später 1. Kriegsminister der USA. Nach ihm wurde die Militäranlage Fort Knox benannt. Das dortige berühmte Golddepot trägt offiziell den Namen United States Bullion Depository at Fort Knox.

In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 1776 überquerte die Kontinentalarmee den Delaware. Henry Knox erhielt den Befehl, die Überführung der Artillerie zu organisieren. Die anschließende Schlacht von Trenton am 26. Dezember, dem Stephanstag, wurde zu einem Wendepunkt des Krieges. Drei hessische Regimenter wurden von der Kontinentalarmee unter George Washington vernichtend geschlagen. Die Überquerung des Delaware wurde 1851 von Emanuel Leutze in einem weltberühmten Gemälde dargestellt.

Die Flagge und die Verfassung – Die Geburt der Nation

Am 14. Juni 1777, mit der Quersumme 33, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung und im Gaußjahr, wurde das Sternenbanner offiziell zur Flagge der Vereinigten Staaten. Es besaß zunächst 13 Sterne; deren genaue Anordnung war nicht festgelegt. Die heute besonders bekannte kreisförmige Anordnung war eine von mehreren verwendeten Varianten.

Am 15. November 1777, dem Leopoldtag im Gaußjahr wurde die erste Verfassung der USA, der Konföderationsartikel vom Kontinentalkongress verabschiedet.

Washington überquert mit seinen Truppen den Delaware-River auf dem Weg zur Schlacht von Trenton. Ölgemälde von Emanuel Leutze

Washington überquert mit seinen Truppen den Delaware-River auf dem Weg zur Schlacht von Trenton 26.12.1776. Ölgemälde von Emanuel Leutze.

Auch die britische Seite ist mit passenden Markern vertreten. Der englische König war Georg III. (*4. Juni 1738; † 29. Januar 1820, QS 23). Er gehörte dem Haus Hannover und damit dem Welfengeschlecht an, dessen Abstammungslinie auf Heinrich den Löwen zurückgeführt wird. Zugleich war Georg III. Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg, gewöhnlich Kurfürstentum Hannover genannt; seit 1814 war er außerdem König von Hannover. Damit verbindet bereits seine Person England, Hannover, die Welfen und den Löwenmarker. Das Wappen des Hauses Hannover besitzt drei Löwen, eine Krone, eine weißes Pferd und sieben Herzen.

Der britische Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte war zunächst William Howe (* 10. August 1729, † 12. Juli 1814, Nahfeld 13.7).

Generalmajor Howe traf am 15. Mai 1775, QS 31, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung, an der Spitze von 4.000 zusätzlichen Truppen für General Thomas Gage in Boston ein.
Am 10. Oktober 1775 (JKW) übernahm Howe von Generalleutnant Thomas Gage die Position als Oberbefehlshaber der Britischen Armee in Amerika, als Gage nach England zurückkehrte.

Ab 1778 übernahm General Henry Clinton den Oberbefehl.

Charles Cornwallis († 5. Oktober 1805, JKW) führte bedeutende britische Verbände und war Clintons Stellvertreter. Cornwallis kämpfte anfangs erfolgreich, nahm Philadelphia ein und schlug am 16. August 1780 (KW 33) General Horatio Gates  (* 26. Juli 1727 ; † 10. April 1806) in der Schlacht bei Camden. Bei Yorktown kommandierte er die eingeschlossene britische Armee.

Nach dem amerikanischen Sieg bei Trenton folgte am 3. Januar 1777 zunächst noch der Sieg von Princeton. Im weiteren Verlauf des Jahres mussten die Amerikaner jedoch zwei schwere Niederlagen hinnehmen: am 11. September 1777 ( QS 33, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) in der Schlacht von Brandywine und am 4. Oktober 1777, innerhalb der Jom-Kippur-Welle, in Germantown.

Nach dem Philadelphia-Feldzug begann Friedrich Wilhelm von Steuben im Winterlager von Valley Forge mit der systematischen Ausbildung und Neuorganisation der Kontinentalarmee. Am 6. Februar 1778 (QS 31, Tag 37) schloss Frankreich ein förmliches Bündnis mit den Vereinigten Staaten und trat nun offen an ihre Seite.

Die entscheidende Belagerung von Yorktown begann am 28. September 1781 und damit unmittelbar zu Beginn der Jom-Kippur-Welle. Am 9. Oktober eröffneten die alliierten Geschütze das Feuer; am 14. Oktober wurden die britischen Redouten 9 und 10 gestürmt. Am 19. Oktober 1781 kapitulierten schließlich mehr als 7.000 britische und deutsche Soldaten unter Cornwallis. Damit war der Unabhängigkeitskrieg militärisch faktisch entschieden, auch wenn der formelle Friedensschluss erst später erfolgte.

In der AWT-Lesart war Yorktown zugleich eine „deutsche Schlacht“, denn Deutsche kämpften auf beiden Seiten. Auf britischer Seite standen deutsche Hilfstruppen. Auf französischer Seite kämpfte das in Pfalz-Zweibrücken aufgestellte Regiment Royal Deux-Ponts. Es bestand 1780 zu rund 60 Prozent aus Deutschen und zu 40 Prozent aus Soldaten aus dem Elsass und aus Lothringen. Das Regiment zeichnete sich besonders beim Sturm auf Redoute 9 aus.

 

Seine Fahne trug das herzogliche Wappen von Zweibrücken, in dem gleich mehrere Löwen erscheinen, darunter der goldene Pfälzer Löwe. Zweibrücken wird außerdem als Rosenstadt bezeichnet. Im Markerbild der Stadt vereinigen sich damit Löwe und Rose.

Zweibrücken ist heute, gemessen an der Einwohnerzahl, die kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands. Am 31. Dezember 2025 hatte sie 33.178 Einwohner

Seit 1914 besitzt die Stadt einen Rosengarten, der heute eine Fläche von rund fünf Hektar umfasst. Der Garten wurde am 20. Juni 1914 feierlich eröffnet und entwickelte sich zum Wahrzeichen der Rosenstadt.

Am 16. April 1352, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung, verlieh König Karl IV. Zweibrücken und Hornbach die Stadtrechte.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die protestantische Stadt am 17. Juli 1635 durch schwedische Truppen unter Reinhold von Rosen (*um 1605; † 8. Dezember 1667, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung) gegen die kaiserlichen Truppen des Generals Matthias Gallas verteidigt. Mehrere erfolgreiche Angriffe Rosens zwangen die Belagerer schließlich zum Rückzug.

Jahrhunderte später kämpfte das im deutschen Herzogtum Pfalz-Zweibrücken aufgestellte Regiment Royal Deux-Ponts im nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Auch an diesem Beispiel – Löwe, Rose, Rosen und der 16. April – lassen sich die X. und XI. Vermutung erstaunlich deutlich aufzeigen.

Im Oktober 1781 hatten die 13 Kolonien ihr militärisches Ziel erreicht. Dazu passt die exakte Rechnung: 

 

13 × 137 = 1781

Am 30. November 1782, dem Tag 334, schlossen die Vereinigten Staaten und Großbritannien die vorläufigen Friedensartikel. Am 3. September 1783, QS 31, folgte der endgültige Vertrag von Paris zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

Davon zu unterscheiden ist der umfassendere Frieden von Paris: Am selben Tag schloss Großbritannien in Versailles gesonderte Verträge mit Frankreich und Spanien. Der endgültige Frieden mit den Niederlanden folgte erst am 20. Mai 1784, QS 27.

Kaum war die Unabhängigkeit erreicht, trat das alte Problem erneut hervor:

Krieg erzeugt Schulden, Schulden erzeugen Steuern

und Steuern erzeugen Widerstand.

 

Viele Soldaten der 13. Staaten hatten für ihren Dienst nur wenig Sold bekommen, sollten aber die aufgelaufenen Schulden mit proportional hohen Steuern zurückzahlen. Ironie der Geschichte, dass man sich damit praktisch selbst den Sold zahlen musste, was man bei den britischen Truppen vor der Revolution schon abgelehnt hatte.

Anfangs weigerte sich der populistische Gouverneur John Hancock (* 23. Januar 1737 ; † 8. Oktober 1793, JKW), gegen Steuerrückstände vorzugehen und akzeptierte abgewertetes Papiergeld zur Begleichung von Schulden. Sein Nachfolger 

James Bowdoin II. (* 7. August 1726 ; † 6. November 1790, QS 25) hingegen wollte die Steuern voll eintreiben und erzeugte damit den ersten Aufstand der neuen Republik.

Ein größerer Protest fand am 3. Februar 1783 (Tag 34) in Uxbridge, Massachusetts , an der Grenze zu Rhode Island statt. Dort beschlagnahmte ein Mob von einem Constable konfisziertes Eigentum und gab es den Besitzern zurück.

Von 1786 bis 1787 kam es zur sogenannten Shays’ Rebellion, einem Aufstand verschuldeter Kleinbauern und ehemaliger Soldaten gegen Steuern, Zwangsvollstreckungen und die Gerichte von Massachusetts. Daniel Shays (* vermutlich 1741 ; † 29. September 1825, JKW).

Im August 1786 eskalierten die Proteste im ländlichen Massachusetts zu direkten Aktionen, nachdem die Legislative des Bundesstaates ihre Sitzung vertagt hatte, ohne die zahlreichen Petitionen nach Boston zu behandeln. 

Generalmajor James Warren (* 28. September 1726, JKW ; † 28. November 1808, Tag 333 im Schaltjahr) ein amerikanischer Kaufmann, Politiker und Offizier, der von 1787 bis 1788 als Sprecher des Repräsentantenhauses von Massachusetts amtierte, schrieb am 22.10.1786 an John Adams: „Wir befinden uns in einem Zustand der Anarchie und Verwirrung, der an einen Bürgerkrieg grenzt.

Es wurden Haftbefehle gegen mehrere Anführer der Protestbewegung erlassen, und am 28. November 1786 (Tag 332) ritt ein Suchtrupp von etwa 300 Mann nach Groton, um Job Shattuck und andere Rebellenführer in der Gegend zu verhaften. Shattuck wurde am 30. November 1786 (Tag 334) verfolgt und festgenommen und dabei durch einen Schwerthieb verwundet.

Am 4. Januar 1787 schlug Gouverneur Bowdoin die Aufstellung einer privat finanzierten Milizarmee vor. Der ehemalige General der Kontinentalarmee, 

Benjamin Lincoln (* 24. Januar 1733 ; † 9. Mai 1810), sammelte Spenden und brachte bis Ende Januar über 6.000 Pfund von mehr als 125 Kaufleuten ein. Die 3.000 Milizionäre, die für diese Armee rekrutiert wurden, stammten fast ausschließlich aus den östlichen Countys von Massachusetts und marschierten am 19. Januar nach Worcester. 19.1 = Datumsdiagonale der XI. Vermutung.

Am 25. Januar 1787 (QS 31) versuchten ungefähr 1.200 Aufständische, das Waffenlager von Springfield einzunehmen. Die Rebellen hatten sich in drei Gruppen aufgeteilt und wollten aus drei Richtungen das Waffenlager erobert. Sie wurden von den Truppen 

William Shepards (1. Dezember 1737, Tag 335 ; 16. November 1817) bereits erwartet und abgewehrt.

Die Koordinaten des Waffenlagers sind: 42°6′29″N 72°34′54″W

Die Kombination aus 42 und 72 sowie dem Stadtnamen Springfield, als Wohnort der Simpsons für den Ort der ersten Schlacht eines Bürgerkriegs sind eindeutige AWT-Marker.

Die verbliebenen Rebellen zogen sich zurück nach Petersham. Der Ort koppelt an Peter, als Tetraedermarker, und wurde am 20. April 1733 gegründet. Lincoln erreichten mit seinen 3000 Mann am 2.2.1787 (Tag 33) den Ort Pelham, 32 Kilometer von Petersham entfernt. Er ließ diese Strecken durch einen Schneesturm zurücklegen und zwei Tage später besiegte er die Aufständischen.

Es gab noch kleiner Scharmützel mit Resten der Rebellen. Viertausend Menschen unterzeichneten Geständnisse, in denen sie ihre Teilnahme an den Ereignissen des Aufstands im Austausch für Amnestie bestätigten. Mehrere Hundert Teilnehmer wurden schließlich wegen der Aufstände angeklagt, die meisten jedoch im Rahmen einer Generalamnestie begnadigt, die nur wenige Rädelsführer ausnahm. Achtzehn Männer wurden zum Tode verurteilt, doch die meisten ihrer Urteile wurden im Berufungsverfahren umgewandelt oder aufgehoben, oder sie wurden begnadigt. John Bly und Charles Rose wurden am 6. Dezember 1787, am Nikolaustag, gehängt. Bly hatte Männer für Shays rekrutiert, war bei Hamlins Überfall gefangen genommen worden, vom Gericht freigelassen worden, kehrte nach New York zurück, führte zwei Überfälle an und nutzte schließlich die neu gewährte Begnadigung, um zurückzukehren. Während der Winterüberfälle hatten er und Rose, über den nichts weiter bekannt ist, Kleidung für einen bedürftigen Kameraden gestohlen. Sie wurden wegen Einbruchs angeklagt und gehängt. Mord und Rebellion galten als verzeihliche Verbrechen, Einbruch und Diebstahl jedoch nicht. Charles Rose koppelt doppelt, an Karl und Rose.

Den Aufstand kommentierte Thomas Jefferson mit dem berühmten Zitat:

„Der Baum der Freiheit muss von Zeit zu Zeit mit dem Blut von Patrioten und Tyrannen getränkt werden. Es ist sein natürlicher Dünger.“

Die weitreichendste Folge dieses vergleichsweise kleinen Aufstands (700 Rebellen vs. 900 Soldaten) war die Forderung nach einem stehenden Heer. Eine Idee, die sich in den USA zum Militärisch-industriellen-Komplex verselbstständigt hat.

Aber das war nicht der letzte Aufstand vor dem Bürgerkrieg.

Die Whiskey-Rebellion folgte und Ihr öffentlicher Höhepunkt war zunächst die Versammlung von ungefähr 7.000 Aufständischen am 1. August 1794 auf Braddock’s Field.

Am 7. August 1794 erließ George Washington dann die Proklamation zur Mobilisierung der Miliz. Bis Oktober wurden 12.950 Soldaten aus Virginia, Maryland, New Jersey und Pennsylvania zusammengezogen. Diese gewaltige Machtdemonstration beendete den organisierten Widerstand weitgehend ohne offene Feldschlacht.

Friedrich Wilhelm von Steuben Friedrich Wilhelm von Steuben, von Charles Willson Peale. ​

Friedrich Wilhelm von Steuben Friedrich Wilhelm von Steuben, von Charles Willson Peale. 

Nathanael Greene Charles Willson Peale - Original portrait painted from life in 1783 by Charles Wilson Peale.

Nathanael Greene Charles Willson Peale - Original portrait painted from life in 1783 by Charles Wilson Peale. 

Der 4. Juli – Die informationelle Gravitation der amerikanischen Gründung

 

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung entstand in mehreren Schritten. Am 2. Juli 1776 beschloss der Kontinentalkongress mit der Lee-Resolution die Loslösung von Großbritannien. Am 4. Juli 1776 wurde anschließend der endgültige schriftliche Text der Unabhängigkeitserklärung angenommen.

Der beschlossene Text wurde sofort gedruckt und im Land verbreitet.

Erst am 2. August 1776 (QS 31), unterzeichnete die Mehrheit der Delegierten die auf Pergament übertragene Ausfertigung. Einige Unterschriften kamen erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später hinzu. Insgesamt unterschrieben schließlich 56 Delegierte; nicht alle Mitglieder des vorbereitenden Ausschusses unterzeichneten die Urkunde.

​Der erste Unterzeichner der Urkunde war

John Hancock (* 23. Januar 1737 in Braintree ; † 8. Oktober 1793, JKW).

Das damalige Old Braintree, dessen Gebiet auch das heutige Quincy umfasste, war der Geburtsort der Präsidenten John Adams und John Quincy Adams, des ersten Unterzeichners John Hancock sowie des Generals Sylvanus Thayer, des „Vaters von West Point“. Für einen vergleichsweise kleinen Ort ist das eine erstaunliche Dichte herausragender Persönlichkeiten.

Eine der heutigen Vorwahlen Braintrees ist 339. Für das Jahr 2020 wurden 13.751 Haushalte ausgewiesen, wodurch die Zahl über 137 an die Feinstrukturkonstante koppelt.

Diese Pergamenturkunde wird heute im Nationalarchiv der Vereinigten Staaten in Washington aufbewahrt. Das Bild der Urkunde wurde am 27. November 2008 (Tag 332 im Schaltjahr) bei Wikimedia Commons hochgeladen.

Die Unabhängigkeitserklärung, die Verfassung und die Bill of Rights sind die Trias des Selbstverständnisses der USA. Diese drei Dokumente, die zusammen als die Freiheitscharta bekannt sind, sichern seit fast zweieinhalb Jahrhunderten die Rechte des amerikanischen Volkes und gelten als maßgeblich für die Gründung und Philosophie der Vereinigten Staaten.

Die amerikanische Verfassung bestand ursprünglich aus sieben Artikeln. Im Jahr 1789 schlug der Kongress zwölf Zusatzartikel vor. Zehn davon wurden 1791 ratifiziert und bilden die Bill of Rights. Später kamen die Zusatzartikel 11 bis 27 hinzu. Insgesamt besitzt die Verfassung damit heute 27 ratifizierte Zusatzartikel: die zehn Artikel der Bill of Rights und siebzehn weitere.

Der belastbare Zehnermarker liegt demnach in der Bill of Rights. Ihre zehn Artikel koppeln in der Deutung der X. Vermutung an die Zehn Gebote. Mit Braintree konnte man die Markerverdichtung bereits im Raum erkennen. Jetzt werden wir sie in der vierten Dimension, der Zeit, nachweisen.

Im Zentrum des berühmten Gemäldes Declaration of Independence von John Trumbull steht der Hauptautor Thomas Jefferson, der spätere 3. Präsident der Vereinigten Staaten. In der verbreiteten nummerierten Bildlegende wird Jefferson ausgerechnet als Person Nr. 33 geführt. Er hält das Dokument in den Händen und legt es John Hancock vor. Damit ist er sowohl historisch als auch kompositorisch der Hauptakteur des Bildes. Das unten gezeigte Gemälde Declaration of Independence von John Trumbull entstand erst zwischen 1817 und 1818. Es zeigt nicht die Unterzeichnung am 2. August, sondern die Übergabe des Entwurfs durch das fünfköpfige Redaktionskomitee an den Kontinentalkongress am 28. Juni 1776, QS 37.

Auch in Jeffersons persönlichem Leben erscheinen die 33 und die zehn. Seine Ehefrau Martha Wayles Skelton Jefferson (* 19. Oktober 1748, QS 31 ; † 6. September 1782, QS 33) starb nach gut zehn Ehejahren. Sie wurde nur 33 Jahre alt. Jefferson selbst beschrieb ihre gemeinsame Zeit rückblickend als zehn Jahre ungetrübten Glücks.


Drei Präsidenten und der 4. Juli

Thomas Jefferson starb am 4. Juli 1826, genau 50 Jahre nach der Annahme der Unabhängigkeitserklärung. Am selben Tag starb auch John Adams, der 2. Präsident der Vereinigten Staaten und einer der wichtigsten Mitstreiter Jeffersons bei der Ausarbeitung der Erklärung.

Fünf Jahre später starb mit James Monroe ein weiterer früher Präsident am amerikanischen Unabhängigkeitstag: Er verstarb am 4. Juli 1831.

Damit starben drei der ersten fünf Präsidenten am selben nationalen Gründungsdatum:

Auch ihre Ordnungszahlen 2, 3 und 5 bilden eine auffällige Zahlenfolge. Ein Echo der Fibonaccifolge.

John Adams kam außerdem am 30. Oktober 1735, dem Tag 303 des Jahres, zur Welt.

Jefferson kam am 13. April 1743 (QS 23) auf die Welt, im Nahfeld des 12.4., dem Markerdatum der X. Vermutung.

In der Deutung der X. Vermutung erscheint der 4. Juli damit als informationeller Attraktor. Das Gründungsdatum zieht nicht kausal, aber symbolisch immer weitere Personen und Ereignisse an sich:

Ein historisches Datum wird durch fortlaufende Wiederholung mit Information aufgeladen und beginnt weitere Ereignisse um sich zu gruppieren.

Diese Verdichtung bezeichnet die AWT als informationelle Gravitation. Beim 4.7. erkennen wir bereits in der Tages- und Monatsquersumme 4 + 7 = 11 den gleichen Wert wie bei den Datumsdiagonalen der XI. Vermutung.

Wir werden daher die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung als klassischen Reset mit Markerverdichtung der XIII. Vermutung betrachten. Da die USA praktisch fortlaufend in immer neue Konflikte involviert sind, dürfte die Dichte der Marker daher eher zunehmen, ohne dass man das als Rosinenpickerei abtun kann.

Die Monroe-Doktrin

James Monroe gab der später nach ihm benannten Monroe-Doktrin ihren Namen. Als 5. Präsident verkündete er ihre Grundsätze am 2. Dezember 1823 in seiner jährlichen Botschaft an den Kongress. Der 2. Dezember war in diesem Jahr der Tag 336.

Monroe erklärte die amerikanischen Kontinente für zukünftige europäische Kolonisationsversuche als grundsätzlich geschlossen. Eingriffe europäischer Mächte in die inzwischen unabhängigen Staaten der westlichen Hemisphäre sollten von den Vereinigten Staaten als unfreundlicher Akt betrachtet werden.

Die Doktrin bedeutete allerdings keine vollständige Zurückweisung jeder europäischen Präsenz. Bereits bestehende europäische Kolonien und Besitzungen sollten ausdrücklich unangetastet bleiben. Gleichzeitig versprachen die Vereinigten Staaten, sich nicht in die inneren Angelegenheiten und Kriege Europas einzumischen.

Damit beanspruchten die USA erstmals den gesamten amerikanischen Doppelkontinent als ihre besondere politische Interessensphäre. Spätere US-Regierungen erweiterten diesen Abwehranspruch schließlich zur Rechtfertigung eigener Interventionen in Lateinamerika.

Freiheit und Exodus

Nach dem Ende des Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1783 verließen rund 60.000 Menschen aus dem loyalistischen Lager die ehemaligen Kolonien. Hinzu kamen nach einer von dem Historiker Michael Hochgeschwender (* 6. November 1961, QS 25) angeführten Schätzung ungefähr 33.000 versklavte Menschen. Das Gros der Exilierten fand in Kanada eine neue Heimat.

Die Zahl von 33.000 darf dabei nicht mit den ungefähr 3.000 Schwarzen Loyalisten verwechselt werden, die am Ende des Krieges im sogenannten Book of Negroes erfasst und von New York nach Nova Scotia evakuiert wurden. Diese kleinere Zahl bezeichnet eine dokumentierte Gruppe ehemaliger versklavter Menschen, denen die Briten die Freiheit und den Abtransport zugesichert hatten.

Die größere Schätzung umfasst darüber hinaus weitere geflohene, evakuierte oder von loyalistischen Eigentümern mitgenommene versklavte Menschen. Die verschiedenen Angaben widersprechen sich daher nicht, sondern beschreiben unterschiedliche Gruppen und Erfassungsweisen.

Declaration of Independence von John Trumbull - Legende #33 Thomas Jefferson

Declaration of Independence von John Trumbull

Art of the United States Capitol", page 133, Washington, D.C.: U.S. Government Printing Office, 1978

Deutschamerikaner

Eine weitere Gruppe von Einwanderern in Nordamerika waren deutsche Quäker und 

Mennoniten aus dem Krefelder Raum.
Krefeld als Ausgangspunkt ist ein starker Markerträger.

Der Ort hieß bis zum 25. November 1925, dem Katharinatag, Crefeld.
Krefeld wurde 1105 erstmals urkundlich erwähnt. Mit der Unterzeichnung einer Urkunde durch Kaiser Karl IV. am 1. Oktober 1373 (JKW) in Prag wird aus dem Dorf die Stadt Krefeld.
Fläche: 137,78 km²– das doppelte FSK-Echo.
Unter der Herrschaft der Oranier war die Stadt im 17. Jahrhundert aufgrund ihrer Neutralität ein Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge und erlebte ein starkes Bevölkerungswachstum. Ein Attraktor, der dann in die neue Welt expandiert und dort weitere Siedler anziehen wird.
Das mit Ministerialerlass vom 3. Juli 1950 genehmigte Stadtwappen von Krefeld wurde von dem Heraldiker Wolfgang Pagenstecher entworfen. Er wurde am 16. März 1880 geboren, mit Quersumme 27 und am Tag 76 des Schaltjahres. Er starb am 26. Dezember 1953 in Düsseldorf, am Stephanstag. 

Der gespaltene Schild zeigt vorn in Silber den Heiligen Dionysius von Paris mit Heiligenschein und rotem Ornat, den Bischofsstab in der Rechten, das abgeschlagene Haupt in der Linken, zu seinen Füßen ein goldenes Schildchen mit schwarzem Balken, hinten in blau über rot geteiltem Felde zwei abgewendete goldene Schlüssel, begleitet von silbernen Schilden mit schwarzen Balkenkreuzen.
Dionysius von Paris haben wir bereits im Kapitel Französische Geschichte und Paris erörtert. Die beiden goldenen Schlüssel als Symbol Petris zur Schlüsselgewalt über Himmel und Erde, in Verbindung mit der Lenormandkarte 33 ebenso.

Die sogenannten „Original 13“ waren 13 eng miteinander verbundene Familien aus dem Krefelder Raum. Viele besaßen niederländische beziehungsweise flämische Familienwurzeln und waren ursprünglich Mennoniten gewesen. Zur Zeit ihrer Auswanderung gehörten zwölf Familien den Quäkern an; nur eine war weiterhin mennonitisch. Die schweizerisch-pfälzisch geprägte Gruppe aus Kriegsheim bildete einen eigenen Auswandererkreis und folgte später.

Am 23. August und am 26. September 1677 besuchte William Penn (* 14. Oktober 1644, QS 21, JKW; 10. August 1718), der später in der nach seinem Vater benannten amerikanischen Provinz "Pennsylvania" tätig war, die Kriegsheimer Glaubensgenossen. Kriegsheim koppelt in Kombination mit den 13 Familien, der direkten Nachbarschaft zu Worms an die XIII. Vermutung. Das Wappen des Landkreises Alzey-Worms hat den Nibelungendrachen Fafnir als Symbol.

Die Ansiedlung wurde von Francis Daniel Pastorius (* 26. September 1651; † zwischen dem 26. Dezember 1719 [Stephanstag] und dem 13. Januar 1720) vorbereitet und organisatorisch geleitet. Pastorius war den Krefelder Auswanderern vorausgereist und bereits am 20. August 1683 (KW 33) mit dem Schiff America in Philadelphia angekommen. Dort verhandelte er mit William Penn über den Erwerb und die Aufteilung des Landes.

Pastorius’ Geburtsort war Sommerhausen, eine kleine evangelische Gemeinde im katholischen Bayern mit einer Sonne im Wappen. Die Fläche beträgt 7,22 km², ein FSK-Echo und die Vorwahl lautet 09333.

Die Concord lief am 6. Juli 1683 (QS 31) mit insgesamt 57 Passagieren aus Rotterdam aus. Am 24. Juli verließ sie Gravesend zur Atlantiküberquerung und erreichte am 6. Oktober (JKW)  Philadelphia. Die häufig genannten 74 Tage beziehen sich auf die Strecke von Gravesend nach Philadelphia, nicht auf die gesamte Reise seit Rotterdam. Unter den Passagieren befanden sich die 13 Krefelder Familien mit insgesamt 33 Personen. Peter Bleickers wurde während der Überfahrt geboren.

Am 6. Oktober 1683 wurde Germantown gegründet. Am 12. August 1689, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung, verlieh William Penn dem Ort eine eigene kommunale Charta. Durch den Consolidation Act vom 2. Februar 1854, dem Tag 33, wurde Germantown schließlich in die Stadt Philadelphia eingegliedert. 

Die Fläche Germantowns wird mit 3,327 Quadratmeilen angegeben.

Eine zweite Gruppe folgte zwei Jahre später aus Kriegsheim. Sie bestand überwiegend aus Quäkern, deren Familien teilweise mennonitische Wurzeln besaßen. Am 12. Oktober 1685, in der JKW, kamen die Kriegsheimer Auswanderer mit dem Schiff Francis & Dorothy in British America an.

1775 bestand ein Drittel der Bevölkerung Pennsylvanias aus deutschstämmigen Bewohnern. Sie waren überwiegend Lutheraner, Reformierte, Amische, Mennoniten und Anhänger anderer protestantischer Glaubensrichtungen.

Sie entwickelten mit dem Pennsylvania Dutch eine eigenständige deutschbasierte Sprachvarietät, die vor allem aus pfälzischen und anderen westmitteldeutschen Dialekten hervorging und vereinzelt bis heute gesprochen wird. Eine weitere deutschbasierte Sprachvarietät entstand mit dem Texasdeutsch in Texas.

Es gab niemals eine Abstimmung, ob nun Englisch oder Deutsch als Amtssprache verwendet werden sollten, diese Fehlinformation nennt man auch Muhlenberg-Legende. Englisch war bereits die Sprache der staatlichen Institutionen und der Bevölkerungsmehrheit. Die Abstimmung vom 13. Januar 1795, die mit 42 zu 41 Stimmen ausging, betraf lediglich die Frage, ob Bundesgesetze zusätzlich in deutscher Übersetzung veröffentlicht werden sollten – nicht die Einführung des Deutschen als Amtssprache.

Die frühen Quäker und Mennoniten gerieten wegen Kriegsdienstverweigerung, Eidesverweigerung und Sklavereigegnerschaft in Konflikte.

So gab es immer wieder antideutsche (wie auch antiirische) Pogrome, so auf dem Gipfel einer erneuten massiven Einwanderungswelle am 6. August 1855 (QS 33) in Louisville (Kentucky) mit 22 Toten. Es wurden also nicht nur Indianer oder afroamerikanische Sklaven diskriminiert, man war auch mit weißen, christlichen Siedlern im Streit, weil diese die "falsche" Bibel benutzten. Die Diskriminierung wanderte später zu den osteuropäischen Einwanderern und heute sind es eben die hispanischen Migranten und auch die farbigen Bevölkerungsanteile sind 160 Jahre nach dem Ende der Sklaverei gesellschaftlich oft noch nicht gleichberechtigt angekommen.

Durch die antisemitische Politik des Dritten Reichs kamen ab 1933 zahlreiche deutsche Wissenschaftler in die USA, darunter Einstein und Theodor W. Adorno 

(* 11. September 1903, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung; † 6. August 1969). Nach dem Krieg wechselten zahlreiche Raketenwissenschaftler im Rahmen der Operation Paperclip in die USA.

Die Volkszählung erfasste nicht die „Muttersprache“. Die amtliche Kategorie lautete „zu Hause gesprochene Sprache“ bei Personen ab fünf Jahren. Dafür nennt das Census Bureau im Jahr 2000 1.383.442 Deutschsprechende, ein 138er BmK-Echo.

Bei der Volkszählung von 2000 bezeichneten 42.841.569 Menschen beziehungsweise 15,2 Prozent der Bevölkerung ihre Herkunft als deutsch oder teilweise deutsch. Damit war die deutsche Abstammung die am häufigsten genannte Herkunft. Sie lag in 23 Bundesstaaten an erster Stelle, darunter in sämtlichen Staaten des Mittleren Westens und in der Mehrheit der westlichen Bundesstaaten.

Donald Trump besitzt ebenfalls deutsche Wurzeln. Gleichzeitig breitet sich mit ALDI ein ursprünglich deutsches Handelskonzept immer weiter in den Vereinigten Staaten aus. Allein für 2026 kündigte das Unternehmen die Eröffnung von 180 neuen Filialen und die weitere Expansion nach Westen an. Das Konzept schlägt dort tatsächlich ein wie eine Bombe.

Expansion nach Westen &
Lewis-und-Clark-Expedition

Schon 20 Jahre nach dem Vertrag von Paris wollten die USA nach Westen expandieren und dazu den Franzosen das riesige Gebiet abkaufen, Louisiana.

Der Kauf Louisianas war das größte Grundstücksgeschäft der Geschichte. Das gekaufte Land verdoppelte damals das Territorium der Vereinigten Staaten und macht fast ein Viertel des heutigen Staatsgebiets aus.
Das Gebiet hatte zuvor den Spaniern gehört und wechselte durch den Dritten Vertrag von San Ildefonso seinen Besitzer, das napoleonische Frankreich. Der Vertrag wurde am 1. Oktober 1800 unterzeichnet. Der Zweiten Vertrag von San Ildefonso war ein Bündnis Spaniens gegen Britannien und wurde am 18. August 1796 unterzeichnet.
Der Pinckney-Vertrag zwischen den USA und Spanien regelte zuvor die Grenzen und Schifffahrt zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten, (auch bekannt als Vertrag von San Lorenzo oder Vertrag von Madrid) wurde am 27. Oktober 1795 in San Lorenzo de El Escorial unterzeichnet. Der Ort trägt den Lorbeer nicht zufällig im Namen.

Nachdem die Truppen Philipps II. am 10. August 1557, dem Fest des heiligen Laurentius, das französische Heer Heinrichs II. bei Saint-Quentin besiegt hatten, gelobte der spanische König der Überlieferung zufolge, zu Ehren des Heiligen ein Kloster zu errichten. Das letzte große und möglicherweise entscheidendste Gefecht dieses Krieges folgte am 13. Juli 1558, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung, bei Gravelines.

In den USA hatten also auch primär europäische Veränderungen einen Nachhall, da man mit den europäischen Mächten in wechselnden Konstellationen Verträge schloss. Fielen Vertragspartner aus, wurden neue Verträge notwendig.

1801 beschloss Thomas Jefferson die Grenzverträge durch einen Kaufvertrag zu ersetzen.
Jefferson sandte James Monroe und Robert R. Livingston (* 27. November 1746, Tag 331; † 26. Februar 1813, QS 23) nach Paris, um über den Kauf zu verhandeln. Jeffersons Anliegen wurde zunächst zurückgewiesen.

Pierre Samuel du Pont de Nemours (* 14. Dezember 1739; † 7. August 1817) vermittelte informell zwischen Jefferson und Frankreich. Aufgrund seiner zunächst übermittelten Einschätzungen hoffte Jefferson zeitweise, New Orleans und Westflorida für ungefähr zwei Millionen Dollar erwerben zu können. Der offizielle Auftrag an Monroe und Livingston erlaubte später jedoch einen Kaufpreis von bis zu zehn Millionen Dollar. Napoleon bot den überraschten Unterhändlern schließlich das gesamte Louisiana-Territorium für 15 Millionen Dollar an.

Am 30. April 1803, dem Gaußtag, erzielten Robert R. Livingston, James Monroe und François Barbé-Marbois in Paris die Einigung über den Kauf. Der Vertrag wird auch vom amerikanischen Nationalarchiv auf den 30. April datiert.

Eine Expedition in diese Region war zu diesem Zeitpunkt bereits vorbereitet: Jefferson hatte den Kongress schon am 18. Januar 1803 um die Finanzierung einer Erkundung bis zum Pazifik gebeten. Durch den Louisiana Purchase erhielt das Unternehmen jedoch eine zusätzliche staatspolitische Funktion. Das erworbene Gebiet sollte erfasst und kartografiert und der amerikanische Herrschaftsanspruch sichtbar gemacht werden.

Die Lewis-und-Clark-Expedition vom 14. Mai 1804 (Nahfeld Datumsdiagonale) bis zum 23. September 1806 war die erste von der Regierung der Vereinigten Staaten entsandte Expedition, die den westlichen Teil Nordamerikas bis zur Pazifikküste durchquerte und anschließend zurückkehrte.

Am 14. Mai 1804 brach William Clark zunächst mit 42 Männern vom Camp Dubois auf.  Meriwether Lewis stieß wenige Tage später in St. Charles zur Gruppe.

Angeführt wurde die Expedition von

Meriwether Lewis * 18. August 1774 und

William Clark * 1. August 1770.

Lewis ließ in Pittsburgh ein großes Boot bauen, für das er eine Länge von mindestens 60 Fuß – rund 18 Meter – vorgegeben hatte. Beim Aufbruch wurde es von zwei Pirogen begleitet: erneut die bekannte Konstellation aus einem großen und zwei kleineren Fahrzeugen.

Nach der Überwinterung in Fort Mandan wurde die Mannschaft verkleinert. Die sogenannte Permanent Party, die am 7. April 1805 weiter zum Pazifik zog, bestand aus genau 33 Personen. Dazu gehörten neben Lewis und Clark 26 weitere Militärangehörige sowie George Drouillard, York, Toussaint Charbonneau (* 20. März 1767; † 12. August 1843, QS 27, Datumsdiagonale der XI. Vermutung), Sacagawea und ihr Säugling Jean Baptiste. Lewis’ Neufundländer Seaman begleitete die Gruppe zusätzlich.

Am 20. August 1804 erlitt die Expedition ihren einzigen Todesfall: Sergeant Charles Floyd starb vermutlich an den Folgen einer akuten Blinddarmentzündung. Er war der einzige Angehörige des Corps of Discovery, der während der gesamten Expedition ums Leben kam.

Der Name Lewis and Clark taucht später im Science-Fiction-Horrorfilm Event-Horizon erneut auf. Dort trägt das Rettungsraumschiff, das zur verschollenen Event Horizon geschickt wird, den Namen der beiden Entdecker.

Sam Neill, der den Konstrukteur Dr. William Weir spielte, starb am 13. Juli 2026 – ein FSK-Echo auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung. Auch der Rollenname bildet eine Verbindung zur historischen Expedition: William war der Vorname von Clark.

Die Symbolik ist unmittelbar erkennbar:

Das historische Expeditionskorps drang in den damals für die Vereinigten Staaten weitgehend unbekannten Westen bis zum Pazifik vor. Die filmische Lewis and Clark überschreitet dieselbe Grenze in einer neuen Version – nun nicht mehr auf einem unbekannten Kontinent, sondern im Weltraum.

Die kontinentale Frontier wird zur kosmischen Frontier.

Lewis and Clark on the Lower Columbia, Gemälde von Charles M. Russell (1905) Von Charles M. Russell - Humanities Texas

Lewis and Clark on the Lower Columbia, Gemälde von Charles M. Russell (1905) Von Charles M. Russell - Humanities Texas

Mexikanischer Unabhängigkeitskrieg – Das koloniale Echo der amerikanischen Revolution

Dem Beispiel der britischen Kolonisten sowie den Impulsen der Französischen Revolution folgend, begann rund drei Jahrzehnte später auch in Neuspanien der Kampf um die Loslösung vom europäischen Mutterland.

Die über Jahrhunderte gewachsene Rivalität zwischen dem katholischen Spanien und dem protestantischen Großbritannien hatte längst auf deren Kolonien übergegriffen. Spanien unterstützte den amerikanischen Unabhängigkeitskampf zunächst verdeckt mit Geld, Waffen, Munition, Uniformen und Nachschub und trat 1779 schließlich selbst in den Krieg gegen Großbritannien ein.

Aus der Perspektive der spanischen Kolonialmacht erwies sich diese Unterstützung später als folgenschwerer Fehler: Spanien hatte geholfen, das Beispiel einer erfolgreichen kolonialen Loslösung zu schaffen. Die dadurch freigesetzte Idee ließ sich nicht auf die dreizehn britischen Kolonien begrenzen, sondern kehrte eine Generation später in den spanischen Kolonialraum zurück.

Der damalige Erste Staatssekretär und faktische Regierungschef Spaniens, Jerónimo Grimaldi († 1. Oktober 1789, QS 27, Jom-Kippur-Welle), gehörte 1767 der Junta an, die für die Ausweisung der Jesuiten aus den spanischen Herrschaftsgebieten stimmte. Angeordnet wurde die Vertreibung jedoch von König Karl III. Sie hatte nachhaltige Folgen für Bildung, Mission, Besitzstrukturen und die kolonialen Wissensnetzwerke.

Grimaldis Ausscheiden aus der Regierung 1776/77 kann nicht mit einer befürchteten Ausbreitung der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung begründet werden. Ausschlaggebend waren vor allem innenpolitische Konflikte und das Scheitern der spanischen Militärexpedition gegen Algier im Jahr 1775.

Das spanische Personalkarussell

Das Auftauchen Napoleons setzte ab 1808 im spanischen Mutterland ein politisches Personalkarussell in Bewegung, das weitreichende Folgen für sämtliche Kolonien hatte.

Während des Aufstands von Aranjuez verzichtete Karl IV. (* 11. November 1748) am 19. März 1808 zugunsten seines Sohnes Ferdinand VII. (* 14. Oktober 1784, QS 26; † 29. September 1833, zweimal Jom-Kippur-Welle) auf den Thron. Die Meuterei von Aranjuez fand vom 17. bis 19. März 1808 statt. Der 17.3. liegt auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung.

Als die Franzosen am 2. Mai 1808 versuchten, auch den jüngsten Sohn Karls IV., den Infanten Francisco de Paula de Borbón (* 10. März 1794, QS 25 ; † 13. August 1865), nach Bayonne zu bringen, lösten sie damit einen Volksaufstand in Madrid aus.

Napoleon zwang anschließend sowohl Karl IV. als auch Ferdinand VII. in Bayonne zum Thronverzicht. Am 6. Juni 1808 setzte er seinen Bruder Joseph Bonaparte († 28. Juli 1844) als König von Spanien ein. Daraufhin begann auf der Iberischen Halbinsel ein jahrelanger Guerilla- und Befreiungskrieg.

Das Machtvakuum erreicht Neuspanien

 

Am 9. August 1808 trat in Mexiko-Stadt eine vom Vizekönig einberufene Junta zusammen. Angesichts der erzwungenen Abdankungen stellte sich die grundlegende Frage, bei wem die staatliche Souveränität lag, solange kein allgemein anerkannter spanischer König handlungsfähig war.

Der Stadtrat von Mexiko-Stadt vertrat die Auffassung, dass die Souveränität unter diesen Umständen an das Land beziehungsweise seine politischen Körperschaften zurückfalle. Vizekönig José de Iturrigaray erwog die Bildung einer eigenständigen neuspanischen Junta. Seine Gegner deuteten dies als Vorbereitung der Unabhängigkeit und stürzten ihn am 15. September 1808.

In Spanien bildeten sich währenddessen mehrere regionale Widerstandsjuntas, die sich am 25. September 1808 zur Junta Suprema Central zusammenschlossen. Der ehemalige Regierungschef Pedro (Peter) Ceballos Guerra (* 1. August 1759) wurde zwar erneut zum Staatssekretär bestimmt, trat dieses Amt aber nicht an. Im Januar 1809 ging er als Gesandter Ferdinands VII. nach London, wo er eine Druckerei kaufte und von dort aus weiter publizistisch den spanischen Widerstand gegen Napoleon unterstützte. 

 

Das Macht- und Legitimationsvakuum erfasste nun auch Neuspanien. Zeitweise wurde mit Francisco Javier de Lizana y Beaumont (* 3. Dezember 1749, QS 27, Tag 337; † 6.3. 1811) sogar ein Erzbischof zum Vizekönig.

Drei Geistliche und der Beginn des Aufstands

Der entscheidende Aufstand begann unter der Führung eines weiteren Geistlichen:

Miguel Hidalgo y Costilla (* 8. Mai 1753; † 30. Juli 1811).

Hidalgo, ein republikanisch gesinnter, sozial engagierter Gemeindepfarrer, gehörte einem Geheimbund (Guadalupanos) an, der am 1. Oktober 1810, QS 12,  den bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit Mexikos beginnen wollte. Als das Vorhaben der Gruppe rund um Hidalgo, Ignacio Allende, Juan Aldama und Mariano Abasolo entdeckt und an die spanische Garnison von Querétaro verraten wurde, entschieden sich die Aufständischen, den Spaniern zuvorzukommen und den Zeitpunkt der Revolte vorzuziehen. Am 16. September 1810 (KW 37) sammelten Hidalgo und Allende von Dolores aus mit dem Ruf „Viva México!“ und „Independencia!“ etwa 600 Mitstreiter, die dem Schrei von Dolores (spanisch: Grito de Dolores) folgten. Der 16.9. ist heute der mexikanische Unabhängigkeitstag.

Am 6. Dezember 1810, Nikolaustag, erließ Hidalgo in Guadalajara ein Dekret zur Abschaffung der Sklaverei. Außerdem beseitigte er bestimmte Abgaben, die von Indigenen und Angehörigen anderer Bevölkerungsgruppen erhoben wurden. Seine Verfügung konnte während des Krieges allerdings noch nicht dauerhaft im gesamten Land durchgesetzt werden.

Nach Hidalgos Gefangennahme und Hinrichtung übernahm mit José María Morelos (* 30. September 1765, Jom-Kippur-Welle) ein dritter Geistlicher die führende Rolle innerhalb der Unabhängigkeitsbewegung.​

Venegas und die aufgehobenen Freiheiten

 

Inzwischen war Francisco Javier Venegas de Saavedra (* 2. Dezember 1754, Tag 336 ; † 18. Februar 1838, QS 31, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) zum neuen Vizekönig ernannt worden. Venegas bekämpfte nicht nur die bewaffneten Aufständischen, sondern widersetzte sich auch den liberalen und konstitutionellen Veränderungen, die von Spanien aus nach Neuspanien ausstrahlten.

Am 29. November 1812, dem Tag 334, fanden in Mexiko-Stadt Wahlen zu kommunalen Vertretungen statt. Dabei erzielten kreolische, liberale und autonomiefreundliche Kandidaten große Erfolge.

Vizekönig Venegas beendete das liberale Experiment am 5. Dezember: Zunächst setzte er die verfassungsmäßige Pressefreiheit außer Kraft; anschließend blockierte er die Wahlergebnisse und stellte die alte Machtordnung wieder her. Damit waren die verfassungsmäßigen Rechte in Neuspanien faktisch widerrufen. Am 29. Dezember übertrug er die militärische Gewalt in Mexiko-Stadt an General Calleja und am 7. Januar 1813 die Präsidentschaft an eine Militärjunta.

Die erste Revolution in Texas

Auch das Gebiet des heutigen Texas wurde vom neuspanischen Unabhängigkeitskrieg erfasst. José Bernardo Gutiérrez de Lara (* 20. August 1774 ; † 13. Mai 1841, QS 23, Tag 133) organisierte gemeinsam mit dem ehemaligen US-Offizier Augustus Magee die sogenannte Gutiérrez-Magee-Expedition vom 8. August 1812 – 18. August 1813 in der KW 32-34.

An der Unternehmung beteiligten sich amerikanische Freiwillige und sogenannte Filibuster. Sie wurde außerdem von US-amerikanischer Seite begünstigt, obwohl die Vereinigten Staaten nicht offiziell als Kriegspartei auftraten.

Gutiérrez wurde allerdings noch vor der entscheidenden Schlacht als Befehlshaber abgesetzt und am 4. August 1813 durch José Álvarez de Toledo (* 14. Mai 1779, Nahfeld der Datumsdiagonale 15.5 ; † 16. April 1858, QS 33, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) ersetzt.

Am 18. August 1813 wurde die republikanische Armee in der Schlacht von Medina vernichtend geschlagen. Von ungefähr 1.400 Kämpfern entkamen weniger als hundert. Die Schlacht gilt als das blutigste Gefecht, das jemals auf texanischem Boden ausgetragen wurde.
 

AWT-BUG – Der 13. August in der deutschen Version

Die Schlacht von Medina fand nach der texanischen Fachliteratur am 18. August 1813 statt. Der deutschsprachige Wikipedia-Artikel zum Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg datiert sie dagegen auf den 13. August. Selbst der gesonderte deutschsprachige Artikel zur Schlacht nennt korrekt den 18. August.

Der 13. August ist hier deshalb kein historischer Ereignismarker, sondern ein klassischer Informations-BUG der X. Vermutung: Ein Datum wird beim Übertragen, Verdichten oder Verknüpfen von Informationen in das Feld eines starken Attraktors gezogen. Ein vergleichbares Phänomen begegnete uns bereits beim 12. August im Zusammenhang mit dem Rosenkranz.

Nicht das historische Ereignis verschiebt sich, sondern seine digitale Beschreibung. Gerade dadurch wird sichtbar, dass die Markerdichte auch auf der Ebene der Informationsverarbeitung weiterwirkt. Die informelle Gravitation erschafft sogar "falsche" Daten, um das Feld zu verstärken.

Restauration und erneuter Systemwechsel

Nach der Befreiung Spaniens kehrte Ferdinand VII. auf den Thron zurück. Er beseitigte 1814 die liberale Verfassung von Cádiz und stellte die absolutistische Monarchie wieder her. Die spanische Militärmacht ging nun verstärkt gegen die verbliebenen Aufständischen in Mexiko vor.

Einer der Rebellenführer, die den Kampf im Süden fortsetzten, war

Vicente Ramón Guerrero Saldaña (* 10. August 1782).

Der nächste Vizekönig, Juan José Ruiz de Apodaca y Eliza (* 3. Februar 1754, Tag 34), konnte die Rebellion zwar stark zurückdrängen, aber nicht vollständig beenden.

Im Jahr 1820 erhob sich in Spanien das Militär unter Rafael del Riego gegen Ferdinand VII. Der König wurde gezwungen, die liberale Verfassung von 1812 wieder in Kraft zu setzen. Paradoxerweise spielte diese liberale Revolution den mexikanischen Unabhängigkeitskämpfern in die Hände: Konservative, royalistische und kirchliche Kräfte in Neuspanien fürchteten nun um ihre bisherigen Privilegien und begannen, eine eigenständige mexikanische Monarchie als das kleinere Übel zu betrachten.

Die drei Garantien

Der ehemals royalistische kreolische Offizier Agustín Cosme Damián de Iturbide y Arámburu

(* 27. September 1783, QS 37, Eingang der Jom-Kippur-Welle) wechselte die Seite und verbündete sich mit Vicente Guerrero.

Am 24. Februar 1821 verkündete Iturbide den Plan von Iguala. Er beruhte auf den drei Garantien:

  • katholische Religion

  • politische Unabhängigkeit

  • Einheit der gesellschaftlichen Gruppen

Aus den vereinigten Truppen Iturbides und Guerreros entstand die Armee der drei Garantien. 

Der letzte von Spanien entsandte Oberste Politische Chef und de facto letzte Vizekönig war Juan O’Donojú (* 30. Juli 1762 ; † 8. Oktober 1821, JKW). Am 24. August 1821 unterzeichnete er gemeinsam mit Iturbide den Vertrag von Córdoba.

Am 27. September zog die Armee der drei Garantien in Mexiko-Stadt ein. Einen Tag später wurde die mexikanische Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Spanien erkannte den Verlust seiner Kolonie zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht offiziell an, konnte die Unabhängigkeit aber nicht mehr verhindern.

Der bewaffnete Unabhängigkeitskampf hatte damit knapp elf Jahre gedauert: vom 16. September 1810 bis zum 27. September 1821.

 

Vom Kaiserreich zur Republik

Iturbide wurde 1822 als Agustín I. zum Kaiser von Mexiko gekrönt. Er regierte zunehmend autoritär, löste den Kongress auf und verlor rasch die Unterstützung wichtiger Militärs.

Antonio López de Santa Anna übernahm zwischen 1833 und 1855 insgesamt elfmal die mexikanische Präsidentschaft. Fasst man seine mehrfach unterbrochene erste Amtsperiode mit den ständigen Wechseln zu Vizepräsident Valentín Gómez Farías zusammen, ergeben sich acht größere Regierungsphasen. Trotz seiner elf Amtsantritte regierte Santa Anna insgesamt nur ungefähr sechs Jahre. Fünfmal wurde er sogar in ein vermeintlich „lebenslanges“ Exil geschickt – und kehrte dennoch immer wieder auf die politische Bühne zurück.

Noch 1866 versuchte Santa Anna erneut, in die mexikanische Politik einzugreifen. Der mexikanische Gesandte Matías Romero übersandte dem amerikanischen Außenminister

William H. Seward (* 16. Mai 1801, Nahfeld 15.5. und Tag 137 ; † 10. Oktober 1872, JKW) deshalb am 12. August 1866, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung, ein Dossier über Santa Annas Angebot, wieder in mexikanische Dienste zu treten. Gleich das erste beigefügte Dokument war ein Protest des Mexican Club of New York vom 15. Mai 1866 – ebenfalls auf der Datumsdiagonale.

In seinem ebenfalls beigefügten Manifest erinnerte Santa Anna selbst daran, dass er am 2. Dezember 1822 (Tag 336) erstmals die Republik ausgerufen hatte. Ein Mann, der elfmal die Staatsspitze übernahm, fünfmal ins lebenslange Exil geschickt wurde und noch im hohen Alter seine Rückkehr vorbereitete, verkörpert das politische Personalkarussell Mexikos nahezu in Reinform.

Am 1. Februar 1823 (Tag 32) folgte der Plan von Casa Mata, dem sich immer mehr Provinzen und Militärführer anschlossen. Iturbide musste am 19. März 1823, QS 27, abdanken.

Damit endete das Erste Mexikanische Kaiserreich. Zunächst entstand eine provisorische republikanische Regierung. Die föderale Republik erhielt ihre endgültige verfassungsrechtliche Grundlage jedoch erst am 4. Oktober 1824, mitten in der Jom-Kippur-Welle, mit der Verfassung der Vereinigten Mexikanischen Staaten.

Damit war der Kampf um Neuspanien und Mexiko vorläufig entschieden. Die spanische Kolonialherrschaft war beendet, doch der Kampf um die nördlichen Gebiete begann schon bald in einer neuen Konstellation – diesmal mit den Vereinigten Staaten als expandierender Macht.

Flagge der Armee der 3 Garantien.

Flagge der Armee der 3 Garantien.

Vom Alamo bis Zorro – Protestantische Siedler, Sklaverei und der Kampf um Mexikos Norden

Die seit dem 17. Jahrhundert in den britischen Kolonien lebenden Siedler und ihre Nachfahren mussten sich nicht nur mit den indigenen Nationen und den Truppen des britischen Mutterlandes auseinandersetzen. Im Süden und Westen des Kontinents traf ihre Expansion auf das spanische Kolonialreich und später auf den unabhängigen Staat Mexiko.

Spanien hatte über Jahrhunderte das größte zusammenhängende Kolonialgebiet dieser Region kontrolliert. Dabei handelte es sich um eine Linie der Bourbonen, die Spanien nach dem Tod Karl II. durch den Sieg im Spanischen Erbfolgekrieg Philipp V. auf den Thron brachte und die dort heute noch besteht. 

Zum Vizekönigreich Neuspanien gehörten das heutige Mexiko, weite Teile Mittelamerikas, Kuba, Puerto Rico und andere spanische Besitzungen in der Karibik. Hinzu kamen zeitweise große Gebiete des heutigen Südwestens der Vereinigten Staaten, darunter Kalifornien, Arizona, New Mexico, Texas, Nevada, Utah sowie Teile Colorados und Wyomings. Über die Verwaltung in Mexiko-Stadt waren außerdem die Philippinen, die Marianen und die Karolinen mit Neuspanien verbunden.

Im geheimen Vertrag von Fontainebleau trat Frankreich 1762 Louisiana westlich des Mississippi einschließlich New Orleans an Spanien ab. Im Jahr 1800 sagte Spanien unter dem Druck Napoleons die Rückgabe an Frankreich zu. Die tatsächliche Übergabe erfolgte erst 1803 – unmittelbar bevor Napoleon das riesige Gebiet an die Vereinigten Staaten verkaufte.

Die staatlich geförderte Besiedlung von Texas

Nach der mexikanischen Unabhängigkeit von 1821 war Texas ein dünn besiedeltes Grenzgebiet. Um die Region wirtschaftlich zu entwickeln und gegen Angriffe von Indianern sowie ausländische Gebietsansprüche abzusichern, erlaubte Mexiko sogenannten Empresarios, ausländische Siedler ins Land zu bringen.

Einer dieser Unternehmer war Stephen Fuller Austin
(* 3. November 1793, QS 25; † 27. Dezember 1836, orthodoxer Stephanstag).

Die ursprüngliche Genehmigung hatte noch sein Vater Moses Austin (* 4. Oktober 1761, JKW; † 10. Juni 1821) von den spanischen Behörden erhalten. Nach dessen Tod setzte Stephen Austin das Vorhaben unter der neuen mexikanischen Regierung fort. Seine erste Kolonie wurde 1821 gegründet und war für 300 Familien vorgesehen. Diese Gruppe ging als die „Old Three Hundred“ in die Geschichte ein. Später erhielt Austin die Erlaubnis, weitere 1.700 Familien anzusiedeln.

Das war zunächst keine heimliche Landnahme, sondern eine von Mexiko ausdrücklich genehmigte Kolonisationspolitik. Allerdings entwickelte sie eine Eigendynamik, die der mexikanische Staat bald nicht mehr kontrollieren konnte. Immer mehr Siedler kamen aus den südlichen Vereinigten Staaten, brachten ihre Sprache, ihre protestantische Religion, ihre politischen Vorstellungen und vielfach auch versklavte Menschen mit.

Austin wurde später zum „Vater von Texas“. Die heutige Hauptstadt des Bundesstaates trägt seinen Namen.

Eine zweite Schlüsselfigur war Samuel „Sam“ Houston
(* 2. März 1793, QS 25; † 26. Juli 1863, QS 33), dem ersten Präsidenten von Texas.

Nach dem Sieg über Santa Anna wurde Houston der erste gewählte Präsident der Republik Texas. Zuvor hatte David G. Burnet das Amt übergangsweise ausgeübt. Auch Houston erhielt mit der heutigen Millionenstadt Houston ein dauerhaftes geografisches Denkmal.

Religion, Sklaverei und staatliche Souveränität

Die ersten 300 Familien Austins mussten sich nach dem mexikanischen Kolonisationsrecht zum katholischen Glauben bekennen. Spätere Gesetze verlangten zumindest die Zugehörigkeit zum Christentum und die Anerkennung der mexikanischen Rechtsordnung. Tatsächlich blieben viele der Einwanderer protestantisch und praktizierten ihren Glauben zunächst ohne große öffentliche Sichtbarkeit.

Damit trafen zwei gesellschaftliche Versionen aufeinander:

  • ein katholisch geprägter mexikanischer Staat,

  • eine wachsende angloamerikanische und überwiegend protestantische Siedlergesellschaft.

 

Der religiöse Gegensatz war jedoch nur eine Konfliktlinie. Hinzu kamen unterschiedliche Sprachen, Rechtsvorstellungen und politische Traditionen sowie der Streit zwischen Föderalismus und Zentralismus.

Die brisanteste Frage war die Sklaverei. Mexiko hatte den Sklavenhandel eingeschränkt und Präsident Vicente Guerrero 1829 die Sklaverei grundsätzlich abgeschafft. Guerrero war Freimaurer und Großmeister des York-Ritus.

 

Für Texas bestanden zeitweise Ausnahmen und Übergangsregelungen. Angloamerikanische Plantagenbesitzer versuchten außerdem, die Sklaverei durch langfristige Arbeitsverträge und andere rechtliche Konstruktionen fortzuführen.

Die mexikanische Politik war dabei keineswegs widerspruchsfrei: Einerseits lehnte sie die Sklaverei zunehmend ab, andererseits wollte sie Texas unbedingt besiedeln und wirtschaftlich erschließen. Deshalb wurden die mitgebrachten versklavten Menschen über Jahre geduldet.

Für die Baumwollpflanzer war ihre Arbeits- und Wirtschaftsordnung ohne Sklaven kaum vorstellbar. Für Mexiko wurde genau diese Ordnung zunehmend zu einem Angriff auf die eigene Gesetzgebung und staatliche Souveränität.

Santa Anna und die texanische Revolution

Im Jahr 1833 wurde Antonio López de Santa Anna zum Präsidenten Mexikos gewählt. Es handelte sich zunächst nicht um eine Machtergreifung. Santa Anna vollzog jedoch in den folgenden Jahren eine entscheidende politische Kehrtwende: Vom vermeintlichen Föderalisten entwickelte er sich zum Vertreter eines zentralistischen Staates.

Als die föderale Verfassung von 1824 außer Kraft gesetzt wurde, löste dies in mehreren mexikanischen Regionen Aufstände aus. Die texanische Revolution war daher nicht nur ein Krieg amerikanischer Siedler gegen Mexikaner, sondern zugleich Teil eines mexikanischen Bürgerkrieges zwischen Föderalisten und Zentralisten.

Auch mexikanische Tejanos kämpften aufseiten der texanischen Aufständischen. Trotzdem besaßen die angloamerikanischen Siedler ein zusätzliches Interesse: Ein föderales Texas hätte ihnen größere Möglichkeiten gegeben, ihre Sklavenhalterordnung fortzuführen.

Der Texanische Unabhängigkeitskrieg dauerte vom 2. Oktober 1835 (JKW) bis zum 21. April 1836, QS 25. Die Schlacht von Gonzales war dabei das erste kleine Gefecht bei dem ca. 100 mexikanische Dragoner gegen 18 Texaner (die Old Eighteen) kämpften. Das Ende Krieges wurde durch die wesentlich größere Schlacht von San Jacinto markiert. Nach einem Gefecht von nur 18 Minuten Dauer hatte die texanische Armee gesiegt und 630 mexikanische Soldaten getötet, 208 verwundet und 730 gefangen genommen. Der mexikanischer Oberst Don Juan Almonte (* 15. Mai 1802, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung; † 22. März 1869, QS 31) musste sich ergeben. Mexiko erkannte die Unabhängigkeit von Texas aber auch danach noch nicht an. Es kam zum Krieg mit den USA. 

Zwei Löwen am Alamo

Der nationale Mythos dieser Phase ist die Schlacht von Alamo. Vom 23. Februar bis zum 6. März 1836 verteidigte eine kleine texanische Garnison die zur Festung ausgebaute ehemalige spanische Missionsstation gegen Santa Annas Armee.

In der Wellenbetrachtung bewachten zwei Löwen das Fort:

David „Davy“ Crocket
(* 17. August 1786, KW 33; † 6. März 1836, QS 27)

und William Barret Travis
(* nach verbreiteter Datierung 9. August 1809; † 6. März 1836).

Für Travis wird in anderen Quellen der 1. August angegeben. Die Datierung auf den 9. August wird jedoch vom Alamo selbst verwendet.

Crockett wurde am 17. August 1786 geboren – genau an jenem Tag, an dem Friedrich der Große, der „Alte Fritz“, starb. Der preußische König verschwand und der spätere amerikanische Grenzlandheld betrat am selben Datum die Bühne der Geschichte.

Crockett und Travis starben beide am 6. März 1836 beim letzten Angriff auf Alamo. Die Art von Crocketts Tod ist bis heute umstritten: Manche Berichte lassen ihn im Kampf fallen, andere sprechen von seiner Gefangennahme und anschließenden Hinrichtung.

Alamo wurde trotz der militärischen Niederlage zu einem wirkmächtigen Mobilisierungsmythos. Der Kampfruf lautete:

Remember the Alamo! Remember Goliad!

 

Die Disney-Version des Grenzlandhelden

Auch die Walt-Disney-Version der Geschichte setzte für die Rolle Crocketts einen Löwen ein:

Fess Elisha Parker Jr. (* 16. August 1924 (KW 33); † 18. März 2010) 

Parker spielte Crockett ab 1954 in mehreren Disney-Fernsehfilmen. Die Rolle machte ihn zu einem der größten amerikanischen Fernsehhelden der 1950er-Jahre und löste einen gewaltigen Kult um Waschbärfellmützen und Grenzlandromantik aus. Im Jahr 1991 wurde Parker offiziell zur „Disney Legend“ erklärt.

Diese Filme waren keine historische Rekonstruktion, sondern nationale Mythenerzeugung. Sie ordneten die Geschichte in ein einfaches Schema aus amerikanischem Heldenmut und mexikanischer Bedrohung. Die mexikanische Souveränität, der innermexikanische Konflikt, die Rolle der Tejanos und vor allem die Sklavereifrage rückten weitgehend aus dem Bild.

Vom unabhängigen Texas zum Krieg gegen Mexiko

Texas blieb nach 1836 zunächst eine unabhängige Republik. Die Vereinigten Staaten hatten bereits zuvor mehrfach versucht, das Gebiet von Mexiko zu kaufen. Mexiko lehnte diese Angebote ab.

Im Jahr 1845 annektierten die USA die Republik Texas. Die weiterhin umstrittene Grenze und die amerikanischen Ansprüche auf weitere mexikanische Gebiete führten unmittelbar in die nächste Eskalationsstufe. Präsident James K. Polk ließ US-Truppen in das zwischen Nueces und Rio Grande umstrittene Gebiet vorrücken. Gleichzeitig sollte der Unterhändler John Slidell den Kauf von New Mexico und Kalifornien aushandeln. 25 Millionen Dollar waren sein Angebot.

Mexiko verweigerte den Verkauf und entsendete Mariano Arista (* 26. Juli 1802; † 7. August 1855) und bewaffnete Truppen, um Texas wieder unter Kontrolle zu bekommen. In der  Schlacht von Resaca de la Palma am 9. Mai. 1846 (QS33) unterlagen die zahlenmäßig klar überlegenen Mexikaner den Soldaten unter dem späteren 12. Präsidenten Zachary Taylor (24. November 1784, orthodoxer Katharinentag; 9. Juli 1850), An einem 9.7. starb auch der Unterhändler John Slidell, 21 Jahre später.

Am 9. Mai 1845 starben auf Seiten der USA 33 Soldaten.

Danach erklärten die Vereinigten Staaten, Mexiko am 13. Mai 1846, Tag 133, den Krieg.

Jetzt stand aber nicht nur Texas auf der Agenda, sondern auch Kalifornien.

Polk hatte John Charles Frémont (* 21. Januar 1813; † 13. Juli 1890, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung und FSK-Echo) zum Vermessen des Landes entsandt und dieser diente im Krieg unter Robert F. Stockton (* 20. August 1795; † 7. Oktober 1866, JKW). Die mexikanische Armee war für die US-Truppen kein ernstzunehmender Gegner und wurde zu

Mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo vom 2. Februar 1848 (Tag 33) musste Mexiko ungefähr 55 Prozent seines Vorkriegsterritoriums abtreten. Die USA erhielten damit unter anderem Kalifornien, Nevada und Utah sowie große Teile von Arizona, New Mexico, Colorado und Wyoming. Die vom Bundesausschuss für Behördenangelegenheiten angegebene Fläche des erworbenen Gebiets betrug 338.680.960 Acres (529.189 Quadratmeilen).

Der Vertrag wurde am 10. März vom US-Senat mit 38 zu 14 Stimmen und am 19. Mai von Mexiko durch eine Abstimmung im Parlament (51 zu 34 Stimmen) und im Senat (33 zu 4 Stimmen) ratifiziert.

Gerade die Frage, ob in diesen neu erworbenen Gebieten die Sklaverei erlaubt werden sollte, verschärfte anschließend den inneramerikanischen Konflikt. Schon am 8. August 1846 brachte der Kongressabgeordnete David Wilmot einen Zusatz zu einem Haushaltsgesetz ein, der festlegte, dass „weder Sklaverei noch Zwangsarbeit jemals“ in den von den Vereinigten Staaten im Krieg gegen Mexiko erworbenen Gebieten existieren dürfe. In anderen Quellen wird der

12. August 1846 als Datum genannt, damit wären das Löweportal und die Datumsdiagonale für so ein wichtiges Ereignis möglich. Im Repräsentantenhaus und in den Nordstaaten fand das Proviso breite Unterstützung, wurde jedoch durch den von den Südstaaten dominierten Senat abgelehnt.

Der Krieg gegen Mexiko löste den Bürgerkrieg nicht allein aus, er vergrößerte aber genau jenen territorialen und politischen Streit, an dem die Union später zerbrechen sollte.

Das wiederkehrende Muster ist deutlich:

Kaufangebot → Zurückweisung → politischer Druck → militärische Eskalation → Gebietserwerb

Wenn heute erneut Forderungen nach amerikanischer Kontrolle über Grönland oder den Panamakanal erhoben werden, erinnert schon die Abfolge aus Kaufangebot, strategischer Begründung und angedrohtem Zwang an diese ältere Expansionslogik. Im Januar 2025 wurde der Einsatz wirtschaftlicher oder militärischer Mittel für beide Gebiete ausdrücklich nicht ausgeschlossen; noch im Juli 2026 wurde der amerikanische Kontrollanspruch auf Grönland wiederholt.

Zorro – der Held aus dem verlorenen Grenzland

 

Die Filme zu der Thematik sind natürlich komplett einseitig und hanebüchene Verdrehungen der Tatsachen.

Eine Kunstfigur, die nachträglich in diese Übergangszeit hineingesetzt wurde, ist Zorro:

ein schwarz gekleideter und maskierter Fechtmeister zu Pferd, der im spanischen beziehungsweise frühen mexikanischen Kalifornien gegen korrupte Amtsträger und militärische Willkür kämpft.

 

Erfunden wurde die Figur von Johnston McCulley (* 2. Februar 1883, Tag 33).

Zorro erschien erstmals in der Fortsetzungsgeschichte The Curse of Capistrano. Die erste Folge wurde am 9. August 1919 veröffentlicht – nach der verbreiteten Datierung genau am Geburtstag von William Barret Travis.

Die Figur besitzt erkennbare literarische Vorläufer in Robin Hood und dem Scarlet Pimpernel. Als historische Resonanzfiguren werden besonders kalifornische Banditen und Volkshelden wie Joaquín Murrieta, Salomón Pico und Tiburcio Vásquez genannt.

In der AWT lassen sich weitere Gestalten derselben Heldenfamilie zuordnen: Ivanhoe als Schwarzer Ritter, d’Artagnan, Wilhelm Tell und die südamerikanischen Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar (24. Juli 1783, † 17. Dezember 1830, QS 23) und Benito Juárez García (* 21.31806). Auch Jesús Malverde gehört als mexikanischer Robin-Hood- und Erlösermythos in dieses Feld. Seine angebliche Geburt am 24. Dezember 1870 gehört allerdings zur Legende; selbst seine historische Existenz ist nicht sicher nachgewiesen. Er starb laut Wikipedia am 3. Mai 1909, QS27.

Die gemeinsame Grundstruktur lautet:

Ein äußerlich unscheinbarer Mensch verbirgt seine wahre Identität, überschreitet die gewöhnlichen Fähigkeiten seiner Umgebung und übernimmt einen persönlichen Auftrag gegen Unterdrückung und Unrecht.

Bei Zorro wird diese Spaltung besonders deutlich: Don Diego de la Vega gibt sich im Alltag harmlos, eitel und ungefährlich. Hinter der Maske wird er zum nahezu unbesiegbaren Kämpfer.

Der Upgrade-Archetyp

 

Zorro wurde zu einem direkten Vorläufer Batmans. Beide Figuren sind vermögend, führen eine irreführende öffentliche Existenz, verfügen über ein verborgenes Hauptquartier und kämpfen nachts mit einer maskierten Identität gegen das Verbrechen. In späteren Batman-Erzählungen werden Bruce Waynes Eltern sogar nach dem Besuch des Films The Mark of Zorro ermordet.

Weitere Fernsehfiguren setzen einzelne Bestandteile dieses Archetyps fort:

  • Steve Austin wird nach einem schweren Unfall technisch zum „Sechs-Millionen-Dollar-Mann“ aufgerüstet. Er ist nach Stephen F. Austin benannt.

  • Michael Knight erhält nach schwerer Verletzung ein neues Gesicht, eine neue Identität und mit KITT ein technisch überlegenes Fahrzeug in schwarz. Er ist namentlich ein Ritter.

  • Stringfellow Hawke verfügt in Airwolf über eine nahezu unbesiegbare, schwarze Kampfmaschine, die über eine Radartarnung verfügt.

  • Jesse Mach wird nach einer Verletzung für das geheime Street Hawk-Projekt ausgewählt. Ein schwarzes Motorrad, das 300 Mph schafft und schwer bewaffnet ist.

  • Figuren wie John Wick und die Assassinen verbinden den überlegenen Einzelkämpfer zusätzlich mit einer verborgenen Organisation und einer eigenen Parallelordnung.
     

Nicht jede dieser Figuren wurde unmittelbar aus Zorro entwickelt. In der AWT erscheinen sie jedoch als fortlaufend modernisierte Versionen desselben Archetyps:

Verletzung oder Verlust → verborgene Identität → technisches oder persönliches Upgrade → Kampfauftrag → Gerechtigkeit oder Erlösung

 

Persönlicher Reichtum, ein Geheimdienst, ein Geheimbund oder eine überlegene Maschine erklären dabei den Anteil der scheinbaren Allmacht. Mit jeder neuen Version werden Technik, Geschwindigkeit, Bewaffnung, Personal und Mythologie an die jeweilige Gegenwart angepasst.

Meist kämpft ein Held getarnt als unscheinbarer Mensch, der im "normalen" Leben keinerlei Aufsehen erregt. Oft zuvor schwer verletzt, neu aufgebaut und immer mit Fähigkeiten gesegnet die ihn fast unbesiegbar machen. Eine Art von gespaltener Persönlichkeit Anti-Held und Held eben - ein Archetypus, den ich später genau erkläre. Denn der Kampf gegen das "Böse" und um das Herz einer Geliebten ist allen gleich. Diese Figur hat stets einen imaginären Auftrag für Gerechtigkeit und Erlösung zu kämpfen. Eine Art von lokalem "Messias", der über das Unrecht und die Unterdrückung obsiegt.

Die Maske kehrt zurück

Im Jahr 1998 kam Die Maske des Zorro in die Kinos. Antonio Banderas
(* 10. August 1960) spielte den neuen Zorro, während Stuart Wilson
(* 25. Dezember 1946) als Gouverneur Rafael Montero sein Gegenspieler war.

Der Film verbindet die Übergabe der Maske mit einem ausdrücklichen Upgrade: Der alte Zorro bildet einen jüngeren Nachfolger aus, überträgt ihm sein Wissen und macht aus dem unkontrollierten Räuber einen disziplinierten Helden. Die verbreitete Laufzeitangabe beträgt ausgerechnet 137 Minuten.

Damit wird der historische Vorgang selbst zum archetypischen Muster. Zuerst prallen in Texas und Kalifornien politische, religiöse und wirtschaftliche Versionen aufeinander. Danach verwandelt die Populärkultur denselben Raum in eine Bühne für maskierte Helden, geheime Identitäten und fortlaufende Upgrades.

Die tatsächliche Expansion erzeugt den Mythos – und der Mythos entwickelt anschließend immer neue Versionen seiner Helden.

Neuspanien Kartenausschnitt by Eddo - Eigenes Werk ​CC BY-SA 3.0

Neuspanien zur Zeit seiner größten Ausdehnung (1763); die hellgrünen Gebiete waren de jure zwar Teil des Vizekönigreichs, standen aber nicht effektiv unter spanischer Kontrolle.

by Eddo - Eigenes Werk ​CC BY-SA 3.0

Die Mormonen und der Utah-Krieg

Obwohl gerade die USA als Land stark vom Drang nach religiöser Selbstbestimmung und Erlösungssehnsucht geprägt wurden, gab und gibt es auch dort Grenzen. Einer der entscheidenden Konfliktbereiche lag in der Sexual- und Familienordnung: Was ist erlaubt, um sich „zu kopieren“, und was gilt als Tabu?

Die zunächst im Bundesstaat New York entstandene Mormonenbewegung führte unter Joseph Smith ab Mitte der 1830er-Jahre im Geheimen die Vielehe ein. Diese stand im fundamentalen Widerspruch zur vorherrschenden christlichen Eheordnung. Bereits bei Heinrich VIII. war ein Konflikt um Ehe, Nachfolge und kirchliche Entscheidungsgewalt zum Auslöser einer Abspaltung geworden. Heinrich verlangte allerdings keine Vielehe, sondern die Annullierung seiner Ehe mit Katharina von Aragón.

Die Hauptstadt Salt Lake City wurde am 24. Juli 1847 (QS 33) gegründet.

Der höchste von Salt Lake City aus sichtbare Berggipfel ist Twin Peaks mit einer Höhe von 3450 Metern (11330 Fuß).

Die angeblichen goldfarbenen Platten sollen nach späteren Zeugenaussagen zwischen ungefähr 14 und 27 Kilogramm gewogen und Joseph Smith als Vorlage für die Übersetzung des Buches Mormon gedient haben. Nach ihrem veröffentlichten Zeugnis wurden die Platten drei Männern durch einen Engel gezeigt, einer davon war der Finanzier des Buches,

Martin Harris (* 18. Mai 1783, QS 33, Tag 138 - BmK-Echo; † 10. Juli 1875).

Oliver Cowdery (* 3. Oktober 1806, JKW; † 3.3. 1850) war der Zweite und

David Whitmer (* 7. Januar 1805, QS 22; † 25. Januar 1888, QS 33). 

Die drei Zeugen zerstritten sich später mit Smith und verließen beziehungsweise verloren zeitweise ihre Stellung in der Kirche. Ihr veröffentlichtes Zeugnis über die Platten widerriefen sie jedoch nicht.

Die ganze Geschichte ist so abstrus und dubios, dass es in South Park in zwei Folgen verulkt wurde. Joseph Smith erscheint in zwei Folgen von South Park. In „Super Best Friends​“ wird er als mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Religionsgründer dargestellt. Die Herkunftsgeschichte des Mormonentums wurde vor allem in der Folge

All About Mormons“ satirisch verarbeitet. Von denselben Autoren stammt außerdem das Musical The Book of Mormon.

 

Wayne County gilt als Geburtsort der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und des Mormonismus. Joseph Smith, dessen Familie auf einer Farm zwischen Palmyra und Manchester lebte, behauptete, 1820 von Gottvater und Jesus Christus besucht worden zu sein – ein Ereignis, das als die Erste Vision bekannt ist. 1830 wurde das Buch Mormon erstmals im Dorf Palmyra von E. B. Grandin (* 30.3. 1806. QS 21; † 16. April 1845, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung) veröffentlicht, am heutigen historischen Publikationsort des Buches Mormon. Wayne County hat eine Fläche von 1.383 Quadratmeilen - ein Echo der BmK.

Der Druck des Book of Commandments („Das Buch der Gebote“) wurde 1833 durch die Zerstörung der Druckerei abgebrochen. Am 17. August 1835 (QS 33) wurde der Gemeinde das überarbeitete, erweiterte und neu betitelte Werk Doctrine and Covenants – Lehre und Bündnisse – vorgelegt.

Smith und Sidney Rigdon (* 19. Februar 1793, QS 32, Nahfeld Datumsdiagonale der XI. Vermutung am 18.2.; † 14. Juli 1876, QS 34, Nahfeld Datumsdiagonale der XI. Vermutung am 13.7) wurden am 24. März 1832 überfallen und von einem Mob geteert und gefedert. Die Motive des Mobs sind nicht abschließend geklärt. Neben religiösen und wirtschaftlichen Konflikten existiert eine wesentlich später entstandene Überlieferung, die Smith ein sexuelles Fehlverhalten gegenüber Marinda Nancy Johnson vorwarf.

Am 6. August 1838 kam es aus Anlass von Wahlen zu einer heftigen Schlägerei im benachbarten Daviess County, daran anschließend begannen die Missourianer, die zugewanderten Mormonen zu vertreiben. Am 14. Oktober 1838 (JKW) rief Smith diejenigen Männer, die bereit waren, zu ihm und den bedrängten Glaubensbrüdern zu stehen, für den folgenden Tag auf den öffentlichen Platz. Am 15. Oktober formierte sich daraufhin eine ungefähr hundert Mann starke Truppe und marschierte nach Daviess County. Die defensive Abwehr war damit in eine organisierte bewaffnete Gegenaktion übergegangen.

Smith zahlte angeblich ein Bestechungsgeld von 800 $, dafür ließ der für die Bewachung zuständige Sheriff ihn und seine Getreuen am 16. April 1839, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung, laufen. Smith verfügte zeitweise über eine ungewöhnlich große Miliz von vermutlich 2.500 Mann – eine beachtliche Größenordnung wenn man bedenkt, dass die reguläre Armee ca. 8500 Mann stark war. Seine Religion hatte das Potenzial die USA in eine polygame Theokratie umzuwandeln. Man kann ihn augenzwinkernd, als Vorbild für Donald Trump bezeichnen.
Dass Smith mit 38 Jahren eines gewaltsamen Todes durch einen Mob starb, kann da nicht verwundern. 

Schon bei Smiths Eltern kann man die X. Vermutung nachweisen:

Joseph Smith, Sr. (* 12. Juli 1771, Nahfeld 13.7. Datumsdiagonale; † 14. September 1840, QS 27)

Lucy Mack Smith (* 8. Juli 1775; † 14. Mai 1856 Nahfeld 15.5 Datumsdiagonale).

1841 versuchte Smith, eine sexuelle Beziehung zu

Sarah Pratt (* 2. Februar 1817, QS 21, Tag 33; † 25. Dezember 1888) aufzubauen, obwohl diese weiterhin mit Orson Pratt verheiratet und mit Ehefrau Emma (* 10. Juli 1804, QS 21; † 30. April 1879, Gaußtag) gut befreundet war.

Die erste Frau neben Emma war Fanny W. Alger Custer (* 30. September 1816, JKW; † 29. November 1889, Tag 333). Laut der Webseite wivesofjosephsmith hatte Smith neben seiner ersten Ehefrau noch weitere 33 Frauen geheiratet. Andere Quellen nennen 49 Frauen, die Anzahl der leiblichen Kinder von Smith kann nicht genau ermittelt werden. 
Smith bedeutet auf Deutsch Schmied. Den Namen haben wir bereits im Kapitel der Deutschen Geschichte im Bereich Eisen erklärt. Dabei wurde auch Helmut Schmidt analysiert. Smith und Schmidt haben beide am 23. Dezember Geburtstag

Man kann aber generell sagen, dass diese Religion den IV. Hauptsatz ganz oben auf der Agenda hat. Diesem Ziel wird praktisch alles andere untergeordnet. Dass sich Agent Smith im Film The Matrix ab dem zweiten Teil ebenso vervielfältigt, passt ideal in dieses Muster.

 

Im heutigen Werk Lehre und Bündnisse gehen 133 der insgesamt 138 Abschnitte hauptsächlich auf Offenbarungen Joseph Smiths zurück. Die Sammlung wurde zu seinen Lebzeiten begonnen und anschließend mehrfach ergänzt, überarbeitet und neu nummeriert.

 

Die Abschnitte 137 und 138 wurden der Ausgabe von Lehre und Bündnisse der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage aus dem Jahr 1981 hinzugefügt. Sie enthielten Berichte über zwei Visionen: eine von Joseph Smith im Jahr 1836 und die andere von seinem Neffen Joseph F. Smith vom 3. Oktober 1918 (JKW). Mit den beiden Zahlen 137 und 138 werden sowohl die Feinstrukturkonstante als auch die Boltzmann-Konstante als Echo erkennbar. Beides zusammen spricht für ein extrem starkes Indiz der AWT-postulierten Feldtheorie der X. Vermutung. 

Dazu kommt ein Gemälde, das Joseph Smith zeigt wie die Sac- und Fox-Indianern, die Nauvoo, Illinois, am 12. August 1841, QS 25 und auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung, besuchten und ihnen predigte.

Der Utah-Krieg

​Der unmittelbare Konflikt entstand durch Buchanans Entscheidung, Brigham Young als Gouverneur abzusetzen, durch Berichte über die Behinderung der Bundesgewalt und durch die Befürchtung bewaffneten Widerstands. Die Vielehe verschärfte das politische und religiöse Feindbild erheblich, erklärt den Utah-Krieg aber nicht allein.

Der Mormonenanführer 

Brigham Young (* 1. Juni 1801 in Whitingham - 42° 47′ N, 72° 51′ W; † 29. August 1877 sollte abgesetzt und durch 

Alfred Cumming (* 4. September 1802 in Augusta, Georgia; † 9. Oktober 1873, JKW) ersetzt werden. Am 13. Juli 1857, FSK-Echo und auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung, ernennt Präsident Buchanan Alfred Cumming zum Gouverneur von Utah und beauftragt ihn, die Streitkräfte nach Utah zu begleiten.

Der Krieg begann am 29. Juni 1857 und endete faktisch am 12. April 1858, dem Markerdatum der X. Vermutung, als Gouverneur Cumming in Utah eintrifft und in sein Amt eingeführt wird. Die militärische Konfrontation endete endgültig am 26. Juni 1858, als die Bundestruppen Salt Lake City durchquerten und anschließend Camp Floyd errichteten.

Militärisch geführt wurde die Bundesarmee zuerst von

Oberst Edmund Brooke Alexander (* 6. Oktober 1802, JKW; † 3. Januar 1888) und ab dem 3. November 1857 übernahm

General Albert Sidney Johnston (* 2. Februar 1803, Tag 33; † 6. April 1862). Einer seiner bekanntesten Gegner war Lot Smith (* 15. Mai 1830 auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung; † 20. Juni 1892).

Cummings Nachfolger als Gouverneur war George W. Emery (* 13. August 1830; † 10. Juli 1909, QS 27).

Ein grausamer Höhepunkt war das Mountain-Meadows-Massaker am 11. September 1857, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung.

Diese enorme Dichte an Markern lässt sich mit der II. und XIII. Vermutung erklären, wobei man den theologischen Aspekt noch als Katalysator vermuten darf. Ein rein weltlicher Konflikt um Rohstoffe oder einen Grenzverlauf würde nicht eine solche Gravitation auslösen.


Die Mormonen spalteten sich immer wieder in verschiedene Gruppen auf, wobei die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wohl die größte ist. Das Kirchenbürogebäude in Salt Lake City ist bis zum Dach 128 Meter und einschließlich seiner Spitze ungefähr 133 Meter hoch. Seine streng vertikal gegliederte Fassade erinnert optisch an die Türme des damaligen World Trade Centers. Der hohe Mittelturm und seine beiden niedrigen Seitenflügel lassen sich AWT-seitig als dreiteilige Struktur lesen. Geweiht wurde das Gebäude am 24. Juli 1975 – exakt am 128. Jahrestag der Gründung von Salt Lake City (24. Juli 1847) und die Baukosten betrugen 31 Millionen Dollar – ein Ω6-Marker..

Die reine Gebäudehöhe beträgt 128 Meter, die Zeitspanne zwischen der Stadtgründung und der Einweihung beträgt 128 Jahre. Die Zahl erscheint damit einmal räumlich und einmal zeitlich. Mathematisch gilt: 128 = 2⁷.

Entworfen wurde das Gebäude von George Cannon Young (* 21. Februar 1898; † 9. April 1981), einem Sohn des Architekten Don Carlos Young.

Er darf nicht mit dem ebenfalls als Architekten tätigen Georgius Young Cannon (* 6. März 1892; † 29. März 1987, Tag 88) verwechselt werden. Dieser war das 32. und jüngste Kind von George Quayle Cannon (* 11. Januar 1827, QS 21; † 12. April  1901, QS 18, Datumsmarker der X. Vermutung). Lewis Telle Cannon (* 22. April 1872; † 10. Oktober 1946, JKW und auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) war sein Halbbruder und auch er war Architekt.

Ihr historisches Kirchensiegel zeigt einen Löwen, ein Lamm und ein kleines Kind, verbunden mit dem Wort „Frieden“. Das Motiv beruht auf Jesaja 11,6 und symbolisiert das kommende friedfertige Reich Gottes. Löwe und Lamm bilden damit eine unmittelbar messianische Symbolverbindung; die Gemeinschaft versteht ihren Auftrag ausdrücklich als Streben nach Frieden und dem Aufbau Zions.

Mormonen haben eine einzigartige Sicht der Kosmologie und glauben, dass alle Menschen Geistkinder Gottes sind.

800px-Lds_church_office_building.jpg
image.png

Logo der Gemeinschaft Christi auf der Kirche in Springe. Autor Torbenbrinker 

Kirchenbürogebäude Salt Lake City by Ricardo630 - Eigenes Werk

AWT-Aufweitung: Der 4. Juli – vom Gründungsdatum zum Higgs-Feld

Wie wir an dieser Stelle sehen, wiederholen sich die bekannten Marker und Motive, so wie man es erwarten sollte. Die neue Welt in Nordamerika war für europäische Siedler ideal, um sich religiös frei entfalten zu können. Paradoxerweise brachten sie den Ureinwohnern und den afrikanischen Sklaven aber gerade das Gegenteil. Die Mormonenbewegung wurden in New York gegründet und von dort mehrfach Richtung Westen vertrieben, bis sie nach weiteren Stationen und Pogromen schließlich in Utah ankamen, der Mormon Pioneer Trail zeichnet den Weg nach.

Hier schimmert ein wenig der Payne-Gaposchkin Effekt sowie die IX. Vermutung durch, ohne jetzt die Religion selbst als ideal zu bezeichnen. Es geht vielmehr darum, dass Vertreibung eben nicht auslöscht, sondern vergrößert. Wie bei einer Staubexplosion führt erst das Wegblasen und Verteilen zum nötigen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Hätte man Smith an der Ostküste belassen und einfach ignoriert, wäre Salt Lake City nie erbaut worden.


Dass wir gleich drei Präsidenten und den Nationalfeiertag als 3+1-Schema deuten können und wir damit einen klassischen AWT-Marker vor uns haben, sollte uns der Mühe wert sein, hier zu bohren und zu hoffen, auf Gold zu stoßen.

Da wir in der AWT mit Gravitation und Feldern argumentieren, liegt es nahe, sich diese Bereiche wieder anzusehen und nach Parallelen zu suchen, die passen.

Wie bereits im Kapitel der Deutschen Geschichte aufgezeigt wurde, ist das Higgs-Boson hier ein passender Einstieg, da es den letzten Stand an Erklärmodellen für Masse darstellt.

Das Higgs-Boson ist die quantisierte Anregung des Higgs-Feldes, das den gesamten Raum durchdringt. Im Standardmodell erhalten die W- und Z-Bosonen sowie massive elementare Materieteilchen durch ihre Wechselwirkung mit diesem Feld ihre Ruhemasse. Je stärker ein Teilchen an das Higgs-Feld koppelt, desto größer ist grundsätzlich seine Masse. Photonen und Gluonen koppeln nicht auf diese Weise und bleiben masselos.

Der Higgs-Mechanismus ist damit ein zentraler Bestandteil des heutigen Standardmodells zur Erklärung der Masse elementarer Teilchen. Er erklärt jedoch nicht die gesamte Masse der gewöhnlichen Materie: Der größte Teil der Protonen- und Neutronenmasse entsteht aus der Dynamik der Quarks und Gluonen innerhalb der starken Wechselwirkung.

Das Goldstone-Theorem – die Barriere vor dem Higgs-Mechanismus

 

Die zuvor verwendete Metapher vom Bohren und der Hoffnung, dabei auf Gold zu stoßen, setzt sich hier fast wörtlich fort: Einer der entscheidenden Physiker dieser Entwicklung trägt den Namen Goldstone. Hier koppeln Gold und Stein, was von der Symbolik kaum zu steigern ist.

Den Ausgangspunkt bildeten Arbeiten des japanisch-amerikanischen Physikers

Yōichirō Nambu (* 18. Januar 1921, QS 23; † 5. Juli 2015, Nahfeld 4.7.).

Nambu übertrug das aus der Festkörperphysik und der Theorie der Supraleitung bekannte Prinzip der spontanen Symmetriebrechung auf die Elementarteilchenphysik. Vereinfacht gesagt können die grundlegenden Gleichungen vollkommen symmetrisch sein, während der tatsächlich verwirklichte Grundzustand diese Symmetrie nicht mehr besitzt. Für diese Arbeiten erhielt Nambu 2008 den Nobelpreis für Physik. Eine seiner grundlegenden Arbeiten dazu wurde am

1. April 1960, QS 21 veröffentlicht.

Diesen Gedanken entwickelte

Jeffrey Goldstone (* 3.9. 1933)

weiter. Gemeinsam mit

Abdus Salam (* 29. Januar 1926; † 21. November 1996) und

Steven Weinberg (* 3. Mai 1933, KW 18); † 23. Juli 2021)

veröffentlichte er die Arbeit Broken Symmetries. Sie wurde am 16. März 1962 eingereicht und am 1. August 1962, mit der Quersumme 27, veröffentlicht. Goldstone und Steven Weinberg kamen beide im Jahr 1933 zur Welt.

Das darin bewiesene Goldstone-Theorem besagt vereinfacht:

Wird eine kontinuierliche globale Symmetrie spontan gebrochen, muss zu jedem gebrochenen Symmetriegenerator ein masseloses, spinloses Teilchen beziehungsweise eine masselose Anregung entstehen.

Diese Erscheinungen werden heute zu Ehren von Nambu und Goldstone als Nambu-Goldstone-Bosonen bezeichnet. Das Theorem stellte die Teilchenphysik jedoch vor ein Problem: Die Theorie benötigte massive W- und Z-Bosonen, durfte dabei aber nicht eine Reihe neuer masseloser Teilchen erzeugen, die experimentell nicht beobachtet wurden.

Goldstone, Jackiw und Wilczek – nichtlineare Wellen im Dirac-See

Goldstones Forschungen endeten nicht mit dem nach ihm benannten Theorem. Später beschäftigte er sich gemeinsam mit Roman Jackiw und Frank Wilczek mit Solitonen. Das sind räumlich begrenzte, stabile Lösungen nichtlinearer Feldgleichungen. Während sich ein gewöhnliches Wellenpaket mit der Zeit ausbreitet, kann ein Soliton seine Form bewahren und sich wie ein eigenständiges Teilchen verhalten.

Roman W. Jackiw (* 8. November 1939, Nahfeld 9.11; † 14. Juni 2023, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) und Jeffrey Goldstone veröffentlichten die Arbeit Quantization of Nonlinear Waves. Sie erschien am 15. März 1975, dem Tag 74 des Jahres, mit der Quersumme 31 und 15.3 ist der Todestag von Julius Caesar.

Bereits der Titel führt unmittelbar zur Wellensymbolik. Goldstone und Jackiw zeigten, dass bestimmte nichtlineare Feldtheorien neben den gewöhnlichen Teilchenzuständen auch schwere, stabile Teilchen mit einem zusätzlichen Quantenzustand hervorbringen können. Das entscheidende Signal dafür waren stabile, räumlich begrenzte Feldlösungen mit endlicher Energie.

Jackiw vertiefte diesen Zusammenhang anschließend gemeinsam mit

Claudio Rebbi (* 1. März 1943, QS 21). In ihrer am 15. Juni 1976 (Nahfeld 14.6.) veröffentlichten Arbeit Solitons with Fermion Number ½ zeigten sie, dass eine isolierte Nullenergielösung der Dirac-Gleichung dazu führen kann, dass ein Soliton die gebrochene Fermionenzahl ±½ trägt. Eine stabile Feldstruktur kann damit Teilcheneigenschaften und gebrochene Quantenzahlen aufnehmen.

Frank Anthony Wilczek (* 15. Mai 1951, QS 27 und auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung) arbeitete ebenfalls mit Goldstone an dieser Frage. Ihre gemeinsame Veröffentlichung Fractional Quantum Numbers on Solitons erschien am 5. Oktober 1981, in der Jom-Kippur-Welle und mit der Quersumme 25. Darin entwickelten sie ein Verfahren zur Berechnung der Quantenzahlen von Solitonen und zeigten, dass diese nicht zwingend ganzzahlig sein müssen.

Hier führt der Weg zum Dirac-See. Paul Adrien Maurice Dirac (* 8. August 1902; † 20. Oktober 1984) musste erklären, warum seine relativistische Wellengleichung neben positiven auch negative Energielösungen hervorbrachte. In seinem historischen Modell waren sämtliche negativen Energiezustände mit Elektronen besetzt. Diese vollständig gefüllte Grundlage wurde später als Dirac-See bezeichnet. Eine freie Stelle oder ein „Loch“ in diesem See verhielt sich wie ein positiv geladenes Antiteilchen. Daraus entwickelte sich die Vorhersage des Positrons. Dirac erhielt im Jahr 1933 den Nobelpreis für Physik.

Der Dirac-See wird heute nicht mehr als ein buchstäblich mit Elektronen gefülltes Meer verstanden. Die moderne Quantenfeldtheorie beschreibt Teilchen und Antiteilchen durch Anregungen der entsprechenden Felder. Als historisches Anschauungsmodell macht der Dirac-See jedoch sichtbar, dass auch das vermeintliche Vakuum kein bedeutungsloses Nichts darstellt.

In der AWT-Lesart ist die Struktur bemerkenswert:

See beziehungsweise Grundzustand → nichtlineare Welle → stabile Feldstruktur → Teilcheneigenschaft → gespeicherte Quanteninformation

Die Welle löst sich nicht einfach wieder auf. Durch ihre nichtlineare Selbstwechselwirkung stabilisiert sie sich zum Soliton. Dieses Soliton verändert seinerseits das Spektrum des umgebenden Feldes und kann sogar eine gebrochene Quantenzahl tragen.

Damit stehen See und Welle nicht nur sprachlich nebeneinander. Der See verkörpert den zugrunde liegenden Zustand des Feldes, während sich die Welle darin zu einer beständigen und informationstragenden Struktur organisiert. Nicht das isolierte Teilchen steht am Anfang, sondern das Feld und die in ihm mögliche Ordnung.

Ein formaler Vorläufer des Higgs-Mechanismus war der nach

Ernst Carl Gerlach Stückelberg von Breidenbach
(* 1. Februar 1905, Tag 32; † 4. September 1984)

benannte Stückelberg-Mechanismus. Stückelberg hatte bereits 1938 gezeigt, wie ein abelsches Vektorfeld eine Masse erhalten kann, ohne dabei die Eichinvarianz der Theorie aufzugeben. Sein Ansatz ist nicht mit dem späteren Higgs-Mechanismus identisch, bildet aber einen wichtigen mathematischen Vorläufer.

Eine weitere entscheidende Brücke schlug

Philip Warren Anderson (* 13. Dezember 1923, QS 22; † 29. März 2020, Tag 89 im Schaltjahr).

Anderson zeigte anhand von Plasmen und Supraleitern, dass die vom Goldstone-Theorem erwartete masselose Anregung bei der Kopplung an ein Eichfeld nicht als freies Teilchen auftreten muss. Seine Arbeit Plasmons, Gauge Invariance, and Mass wurde ausgerechnet ebenfalls an einem 1. April veröffentlicht – am 1. April 1963, genau drei Jahre nach Nambus Arbeit. 

Der Mechanismus wurde 1964 nicht nur von, 

Peter Higgs, (* 29. Mai 1929, QS 37, KW 22; † 8. April 2024, Tag 99 im Schaltjahr) sondern unabhängig und fast gleichzeitig auch von zwei Forschergruppen gefunden:

von François Englert (* 6. November 1932, QS 23; † 18. Juni 2026, QS 25, KW 25) und

Robert Brout (* 14. Juni 1928, QS 31, KW 24, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung; † 3. Mai 2011, QS 12, KW 18) an der Université Libre de Bruxelles (sogar noch etwas eher eingereicht) sowie von

T. W. B. Kibble (* 23. Dezember 1932, QS 23, Schmidt-Smith-Tag; † 2. Juni 2016, KW 22),

Carl R. Hagen (* 2. Februar 1937, Tag 33, QS 24) und

Gerald Guralnik (* 17. September 1936; † 26. April 2014) am Imperial College. Der Mechanismus heißt daher auch Brout-Englert-Higgs-Mechanismus oder Englert-Brout-Higgs-Guralnik-Hagen-Kibble-Mechanismus. Peter Higgs war jedoch der Erste, der auch die Existenz eines neuen Teilchens vorhersagte, weshalb es nach ihm benannt worden ist.

Es gelang Brout, Englert, Higgs, Guralnik, Hagen und Kibble damit die Übertragung auf eine relativistische lokale Eichtheorie. Dabei verschwinden die erwarteten Goldstone-Moden nicht einfach. Bildlich gesprochen werden sie von den Eichbosonen „aufgenommen“ oder „gegessen“. Sie liefern den zuvor masselosen Eichbosonen den zusätzlichen longitudinalen Freiheitsgrad, den ein massives Teilchen benötigt. Die W- und Z-Bosonen erhalten dadurch ihre Masse. Als verbleibende massive Anregung des Feldes erscheint das Higgs-Boson.

Das Bild der Simulation des Zerfalls eines Higgs-Teilchens am CMS-Detektor wurde zuerst am 5. Dezember 2006 (Tag 339) erstmals und zuletzt am 16. August 2011 (KW 33) bei Wikipedia hochgeladen.

Am 4. Juli 2012 gaben die Forschungsgruppen ATLAS und CMS am CERN die Entdeckung eines neuen Teilchens bekannt, dessen Eigenschaften mit dem lange gesuchten Higgs-Boson vereinbar waren. Wegen seiner extrem kurzen Lebensdauer von ungefähr 10⁻²² Sekunden zerfällt es praktisch unmittelbar nach seiner Entstehung. Es koppelt grundsätzlich stärker an massereiche Teilchen; welche Zerfälle tatsächlich auftreten, hängt jedoch auch davon ab, ob sie energetisch möglich sind.

Als Schwelle für eine Entdeckung gilt in der Teilchenphysik eine Signifikanz von mindestens 5 σ. Eine zufällige Schwankung dieser Größenordnung wäre nur ungefähr einmal unter 3,5 Millionen Fällen zu erwarten. Beim 22-maligen Werfen einer fairen Münze genau 22-mal die zuvor festgelegte Seite „Zahl“ zu erhalten, besitzt die Wahrscheinlichkeit

1 : 2²² = 1 : 4.194.304.

Dass die Entdeckung ausgerechnet am 4. Juli 2012 bekannt gegeben wurde und die 22 sowohl im Exponenten der Lebensdauer als auch im Münzwurfvergleich erscheint, bildet in der AWT-Lesart ein doppeltes Echo der Architektenzahl aus der IX. Vermutung.

Es gibt übrigens eine populärwissenschaftliche Interpretation („Alice, Bob und die Party“), mit der die Feldwirkung erklärt wird. Der dort auftauchende Star heißt Alice, wie in Alice im Wunderland.
Passenderweise zeigt die grafische Darstellung des Higgs-Potentials am Boden das Profil einer Sektflasche, was auf einer Party nicht unpassend wäre und insgesamt koppelt das an den Abschnitt Champagner im Kapitel Französische Geschichte. Dass der 4. Juli in den USA mit großen Feiern begangen wird und dabei auch Schaumwein fließt, liegt sehr nah an der Lebenswirklichkeit.

Die AWT behauptet nicht, dass jeder einzelne Marker eine verborgene Ordnung beweist. In einer großen Datenmenge sind Zufallstreffer unvermeidlich. Erklärungsbedürftig wird jedoch die fortlaufende Verdichtung derselben zuvor definierten Marker über zahlreiche voneinander unabhängige Personen, Ereignisse, Fachgebiete und Kapitel hinweg. Der Zufall bleibt für den Einzelfall eine plausible Erklärung; als alleinige Gesamterklärung verliert er mit wachsender strukturierter Wiederholung zunehmend an Tragfähigkeit.

Zölle, Sklaverei und Bürgerkrieg

Obwohl die USA expandierten und ihre Konflikte siegreich beenden konnten, schwelte unter der Oberfläche eine wachsende Unruhe innerhalb der Staaten.

Es gab eine Schuldenkrise, die man genauer betrachten muss.

Hans-Werner Sinn (* 7. März 1948, QS 32) hat in seinem Buch The Euro Trap in Kapitel IX. auf den Seiten 333-336 dazu folgende Aussagen postuliert:

  1. Alexander Hamilton († 12. Juli 1804, QS 23 Nahfeld 13.7.) ließ 1790 die Kriegsschulden der Bundesstaaten teilweise vom Bund übernehmen.

  2. Dadurch sei die Erwartung entstanden, der Bund werde auch zukünftige Staatsschulden auffangen.

  3. In den 1820er- und 1830er-Jahren verschuldeten sich zahlreiche Bundesstaaten stark.

  4. 1841 und 1842 gerieten neun Staaten beziehungsweise Territorien in Zahlungsausfall.

  5. Der Historiker Harold James (* 19. Januar 1956, auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung) bezeichnete das von Hamilton als „Zement der Union“ gedachte System deshalb als späteren „Dynamit“-Effekt.

  6. Die Bedienung der gemeinsamen Schulden durch politisch umstrittene Zölle habe den Süden belastet und die nördliche Industrie geschützt. Diese Spannungen hätten andere Konflikte verstärkt und schließlich zum Bürgerkrieg beigetragen.
     

Sinn schreibt ausdrücklich, James behaupte nicht, die Schulden seien der alleinige Kriegsgrund. Sinn sieht in der frühen Schuldenvergemeinschaftung, der anschließenden Überschuldung einzelner Bundesstaaten und den daraus entstehenden Zoll- und Verteilungskonflikten eine finanzpolitische Vorgeschichte des Bürgerkriegs. 

 

Der Zolltarif von 1828 (Zolltarif der Gräueltaten) war Teil einer Reihe amerikanischer Zölle, die infolge der Napoleonischen Kriege eingeführt wurden. Die Kontinentalblockade hatte britische Hersteller dazu veranlasst, Waren in Amerika zu niedrigen Preisen anzubieten, mit denen amerikanische Hersteller oft nicht mithalten konnten. Der erste Schutzzoll wurde 1816 vom Kongress verabschiedet und 1824 erhöht. Südstaaten wie South Carolina argumentierten, der Zolltarif sei verfassungswidrig und lehnten die neueren protektionistischen Zölle ab, da sie diese zahlen mussten. Die Nordstaaten hingegen befürworteten sie, weil sie ihre industriell geprägte Wirtschaft stärkten.

Das Gesetz war eher eine strategische Maßnahme, um innenpolitisch einen Effekt zu erzielen und so extrem verfasst, dass die Initiatoren davon ausgingen, dass es niemals durch den Kongress kommt. Ein Irrtum wie sich zeigte, und ca. 33 Jahre später sollte es zum Krieg kommen.

Einer der Verfasser des Zollgesetzes von 1828 war Martin Van Buren (* 5. Dezember 1782, Tag 339; † 24. Juli 1862), er war von 1833 bis 1837 Jacksons Vizepräsident und danach der achte Präsident der Vereinigten Staaten bis 1841.

Wie man sieht, wirken sich auch hier wieder europäische Kriege auf nordamerikanisches Gebiet aus. Ähnlich denen, die zum Unabhängigkeitskrieg geführt hatten. Ob nun Steuern oder Zölle eine Ware verteuern und Handelsvorteile verschieben, ist den Benachteiligten egal. Übergeht man sie bei der Gesetzgebung ist Streit vorprogrammiert.

Am 14. Juli 1832 wurde unter Präsident Andrew Jackson der nächste Zolltarif Gesetz. Er war maßgeblich von dem ehemaligen Präsidenten und damaligen Abgeordneten John Quincy Adams ausgearbeitet worden, der den Vorsitz im Committee on Manufactures führte.


Am 4. Dezember 1833 (Tag 338) wurde in Philadelphia die American Anti-Slavery Society (AASS) gegründet. Dies war eine Reaktion auf die Nullifikationskrise von 1832/33. South Carolina beanspruchte das Recht, Bundesgesetze innerhalb seines Staatsgebiets für unwirksam zu erklären. Die Nullifikationsverordnung erklärte die Zölle von 1828 und 1832 innerhalb der Grenzen des US-Bundesstaates South Carolina mit Wirkung vom 1. Februar 1833 (Tag 32) für nichtig. Sie löste die Nullifikationskrise aus. Verabschiedet von einem Staatskonvent am 24. November 1832 (orthodoxer Katharinatag), führte sie zu Präsident Andrew Jacksons Proklamation gegen South Carolina, der Nullifikationsproklamation vom 10. Dezember 1832 (QS 18), in der er mit dem Einsatz von Regierungstruppen zur Durchsetzung der Zölle drohte.

Mit dem Force Bill vom 2. März 1833 erhielt Präsident

Andrew Jackson ( * 15. März 1767, Tag 74; † 8. Juni 1845, QS 32) die Befugnis, die Zollgesetze nötigenfalls mit Gewalt durchzusetzen. Die Krise wurde zunächst durch einen Kompromiss beigelegt, bildete jedoch einen verfassungsrechtlichen Vorläufer der späteren Sezession. Das Gesetz selbst wurde vorgeschlagen von

Henry Clay (* 12. April 1777, Datumsmarker der X. Vermutung im Gaußjahr; † 29. Juni 1852, QS 33) und John C. Calhoun (* 18. März 1782; † 31. März 1850 als Lösung der Nullifikationskrise. 
In dieser Ära war James Hamilton Jr. (* 8. Mai 1786 in Charleston; † 15. November 1857, Leopoldtag) Gouverneur von South Carolina.
Für den Vergleich mit Deutschland passen zwei Artikel:

  • Artikel 31 GG: „Bundesrecht bricht Landesrecht“ – entspricht dem Vorrang des Bundesrechts.

  • Artikel 37 GG: Bundeszwang – entspricht funktional der Durchsetzung, wenn ein Land seine Bundespflichten verweigert.

Beides sind Omega-Zahlen.

1841 betrugen die ausstehenden Schulden der Bundesstaaten insgesamt rund 198 Millionen Dollar. In den Jahren 1841 und 1842 gerieten acht Staaten und das Territorium Florida in Zahlungsausfall:

  • Arkansas

  • Florida

  • Illinois

  • Indiana

  • Louisiana

  • Maryland

  • Michigan

  • Mississippi

  • Pennsylvania

 

Damit waren keineswegs nur spätere Konföderiertenstaaten betroffen. Vier Schuldner gehörten später zur Konföderation; die übrigen blieben bei der Union. Es handelte sich folglich um eine allgemeine amerikanische Staatsschuldenkrise mit besonders ausgeprägten westlichen und südlichen Erscheinungsformen.

Bemerkenswert ist allerdings die Verwendung der Kredite im Süden: Nach der NBER-Untersuchung floss ungefähr ein Drittel (33,333%) der gesamten Staatsschulden in Beteiligungen an Banken. Diese Kreditaufnahme konzentrierte sich unter anderem auf Alabama, Arkansas, Florida, Louisiana und Mississippi. Über sogenannte Land- und Plantagenbanken konnten wohlhabende Pflanzer weiteres Land und versklavte Menschen erwerben. Die Finanzexpansion finanzierte somit teilweise unmittelbar die Ausweitung des Sklavensystems. Verschuldung und Sklaverei waren daher keine voneinander unabhängigen Kriegsursachen. Ein erheblicher Teil der südlichen Kreditwirtschaft diente gerade der Finanzierung und Ausdehnung der Plantagen- und Sklavenökonomie. Eine Expansion in die falsche Richtung.

Keine Währungsunion nach Art des Euro

 

Von einem damaligen „US-Währungssystem“ kann man nur eingeschränkt sprechen. Es gab zwar den Dollar als gemeinsame Rechnungseinheit und einen gemeinsamen Wirtschafts- und Zollraum. Es gab jedoch:

  • keine Federal Reserve – sie entstand erst 1913,

  • kein TARGET-ähnliches Verrechnungssystem,

  • keine vollständig einheitliche Banknotenordnung,

  • zahlreiche von Einzelstaaten konzessionierte Banken mit eigenen Banknoten.

Der Vergleich mit der Eurozone ist daher eine wirtschaftspolitische Analogie Sinns, keine deckungsgleiche historische Situation.

Die Sklaverei bleibt die zentrale Ursache

 

Die Finanz- und Zollkonflikte gehören zur Vorgeschichte. Für die konkrete Sezession von 1860/61 ist die Quellenlage aber eindeutig: Die abtrünnigen Staaten stellten selbst die Bewahrung und Ausweitung der Sklaverei in den Mittelpunkt.

Als der Amerikanische Bürgerkrieg im Jahr 1861 ausbricht, hat die US-Flagge 33 Sterne. Die Union bestand aber bereits aus 34 Staaten, weil Kansas am 29. Januar 1861 aufgenommen worden war; dessen Stern kam nach damaliger Regel erst am 4. Juli hinzu.

Das erste Gefecht fand in Fort Sumter am 12. April 1861, dem Markerdatum der X. Vermutung, statt. Um 4:30 Uhr eröffneten die Konföderierten das Feuer. Nach einem 33 Stunden andauernden Bombardement erklärte sich Major Robert Anderson am folgenden Nachmittag zur Kapitulation bereit. Die förmliche Kapitulation erfolgte ungefähr eine Stunde später um 14:30 Uhr, weshalb amerikanische Quellen die Gesamtdauer häufig mit 34 Stunden angeben.

Auf Seiten der Union führte Major Robert Anderson (* 14. Juni 1805; † 26. Oktober 1871) die kleine Garnisonsstreitmacht. Er wurde mit seinen Männern und der Fahne zurück in den Norden geschickt. Die überlegenen Kräfte der Konföderation wurden geführt von

Pierre (Peter) Gustave Toutant Beauregard (* 28. Mai 1818, QS 33; † 20. Februar 1893, QS 25).

Die blutigste Ein-Tages-Schlacht des Krieges war die Schlacht am Antietam, in der General Lee gegen George Brinton McClellan (* 3. Dezember 1826, Tag 337) kämpfte. Obwohl McClellan den Schlachtplan Lees hatte und die doppelte Anzahl an Soldaten, gelang es ihm nicht den Sack zuzumachen. Es starben an einem Tag ca. 22.700 Mann auf beiden Seiten.

Der erste subtile Wendepunkt des Kriegs war die Schlacht bei Perryville am 8. Oktober 1862 (JKW). Hier gewannen zwar die Konföderierten, aber die Union beendete deren weiteren Vormarsch. Strategisch war der Süden jetzt schon an seine Grenze gekommen. Die Zahlen passen hier gut. Verluste der Konföderierten waren 3.396 von 16.000 (21,23%) und bei der Union 4.211 von 25000 (16,8%). Der Ort der Schlacht lag im Boyle County auf den Koordinaten:
37° 37′ N, 84° 52′ W.


Der extremste Wendepunkt des Kriegs war der 3./4.Juli 1863. Der Süden verlor die berühmte Schlacht um Gettysburg, was allerdings nicht so nachhaltig wirkte wie der Verlust der Stadt Vicksburg am Mississippi. Die Konföderierten verloren hier die Kontrolle über den Fluss und damit war deren Staatsgebiet in zwei Teile halbiert. Der Zusammenbruch des Südens war unabwendbar von diesem Zeitpunkt an. Der verantwortliche General der Konföderierten Armee in Vicksburg war John C. Pemberton. Er war ein Löwe geb. am 10.8.1814.

Danach folgten die Schlacht von Chattanooga, die vom 23. bis zum 25. November 1863 (QS 27, Katharinatag) verlief. Sie waren sehr verlustreich aber auch siegreich für die Union. 

Auch in den berühmten Feldherren des Kriegs ist die AWT erkennbar.

General Robert Edward Lee (* 19. Januar 1807, QS 27, auf der Datumsdiagonalen der XI. Vermutung; † 12. Oktober 1870, JKW) kämpfte sehr erfolgreich auf Seiten der Südstaaten und brachte in den ersten Kriegsjahren der Union schwere Niederlagen bei.

William Tecumseh Sherman (* 8. Februar 1820, QS 21; † 14. Februar 1891, Valentinstag, Rosenmarker) führte bei seinem Atlanta-Feldzug und seinem Marsch zum Meer eine Spur der Verwüstung hinter sich her, die für den Süden auch noch sehr lange nach dem Krieg traumatisch wirkte.

Im Roman vom Winde verweht wird der Untergang und Brand von Atlanta zu einem Schlüsselelement der Geschichte, Sherman ließ die bereits geplünderte Stadt am 15.11.1864 (QS 27, Leopoldtag) niederbrennen . Passenderweise war in der Originalserie Kampfstern Galactica auch die Atlantia, die als erstes Schiff explodierte. 

Besiegt wurde Lee von Philip Henry Sheridan (* 6.3. 1831 ; † 5. August 1888, unter dem Oberbefehl von Ulysses S. Grant † 23. Juli 1885. Vor ihm streckte er schließlich die Waffen.

Präsident der Union war zu dem Zeitpunkt Andrew Johnson † 31. Juli 1875.

Es gibt viele Filme und TV Serie zum Bürgerkrieg. Weltweit extrem erfolgreich und populär war die Romanverfilmung von John Jakes "North and South" bzw. Fackeln im Sturm. Hat mir auch gut gefallen und war in den 80ern ein echter Hingucker. In der TV Serie spielen 3 Löwen mit 

Patrick Wayne Swayze 18.8.1952 als Orry Main

James Read 31.7.1953 als George Hazard

Philip Casnoff 3.8.1949 als Elkanah Bent 

Natürlich gibt es gleich mehrere unglückliche Liebesgeschichten in dem Plot und das macht auch den Reiz aus. Eine rein sachliche Schilderung der Kriegslage und politischen Ränkespiele würde gerade die weiblichen Zuschauer abhalten einzuschalten. Da macht es also Sinn 3 Löwen einzubauen, die mehr oder weniger als der strahlende Saubermann, der innerlich gespaltene und zweifelnde Hero und natürlich der tolldreiste Schuft, den ganzen Laden aufmischen. Ich habe die Serie als Kind sehr gemocht und sie vor ein paar Jahren wieder gesehen. Wirklich schön gemachte Unterhaltung und auch etwas historisches Wissen, das man nebenbei vermittelt bekommt. 

Dass der Krieg dort endete, wo er anfing, kann man anhand einer Anekdote erklären. 

Die Kapitulation am 9.4.1865 (QS 33, Tag 99) sollte in Appomattox durchgeführt werden. 

Zitat:" Da der 9. April auf einen Sonntag fiel, war das Gerichtsgebäude, nach dem Appomattox Court House benannt ist, geschlossen. Die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde fand daher nicht dort, sondern im nahegelegenen Privathaus des Farmers Wilmer McLean statt. Ein historischer Zufall hatte es gewollt, dass McLean auch der Besitzer einer Farm in Manassas war, auf deren Grund und Boden vier Jahre zuvor die Erste Schlacht am Bull Run, die erste des Bürgerkrieges, stattgefunden hatte. McLean stellte später also mit einer gewissen Berechtigung fest, der Krieg habe in seinem Vorgarten begonnen und in seinem Wohnzimmer geendet."

Anfang und Ende - Alpha und Omega. 

Fort Sumter Flagge 33 Star Wikipedia Richard Zietz

Fort Sumter Flagge 33 Star Wikipedia Richard Zietz 

Die Sklaverei endet – die Herrschaftstechniken bleiben

Mit der Ratifizierung des 13. Zusatzartikels am 6. Dezember 1865 (Nikolaustag) wurden Sklaverei und unfreiwillige Knechtschaft in den Vereinigten Staaten grundsätzlich abgeschafft. Der Zusatzartikel enthielt jedoch eine entscheidende Ausnahme: Zwangsarbeit blieb als Strafe nach einer rechtskräftigen Verurteilung zulässig.

​Damit war die erbliche Eigentumssklaverei formell beendet, nicht aber jede Möglichkeit, Menschen durch Gesetze, Schulden und staatlichen Zwang in einem wirtschaftlichen Hamsterrad gefangen zu halten. Black Codes, gezielt gegen Schwarze gerichtete Landstreichergesetze, Gefängnisarbeit, Convict Leasing und Schuldenabhängigkeit übernahmen in veränderter Rechtsform wirtschaftliche und disziplinierende Funktionen des bisherigen Systems.

Nur 18 Tage nach der Ratifizierung des 13. Zusatzartikels wurde nach der allgemein verwendeten Datierung am 24. Dezember 1865 in Pulaski, Tennessee, von sechs ehemaligen Konföderierten der erste Ku-Klux-Klan gegründet. Aus dem anfänglichen Geheimbund entwickelte sich sehr schnell eine terroristische Organisation, die Schwarze, republikanische Politiker und Unterstützer der Reconstruction mit Einschüchterung, Prügeln, Lynchmorden und anderen Gewalttaten bekämpfte. Ihr unverhandelbares Ziel war die Wiederherstellung der weißen Vorherrschaft.

Die Bezeichnung als faschistoide Bewegung ist dabei nicht lediglich eine nachträgliche Polemik. In der neueren Forschung wird der Klan der Reconstruction ausdrücklich als eine frühe amerikanische Vorform des Faschismus untersucht: rassistische Herrschaft, paramilitärische Gewalt, Massenmobilisierung, politische Gegnerschaft zur demokratischen Gleichberechtigung und eine revolutionäre Wiederherstellung einer vermeintlich natürlichen Ordnung.

 

Der erste Klan war vor allem gegen Schwarze und die Reconstruction gerichtet. Der zweite Klan, der ab 1915 entstand und in den 1920er-Jahren zu einer Massenbewegung anwuchs, verband die weiße Vorherrschaft zusätzlich mit ausgeprägtem Antisemitismus, Antikatholizismus, Fremdenfeindlichkeit und einer pseudoreligiösen protestantischen Rechtfertigung.

Eine seiner mächtigsten Figuren war David Curtiss „Steve“ Stephenson (* 21. August 1891; † 28. Juni 1966). Als Grand Dragon (Drache) beherrschte er zeitweise den Klan in Indiana und besaß erheblichen politischen Einfluss. Seine Verurteilung wegen Mordes zweiten Grades im Fall Madge Oberholtzer im Jahr 1925 enthüllte zugleich das Geflecht aus Gewalt, Korruption und politischer Protektion. Der Skandal zerstörte den Klan in Indiana und beschleunigte den Niedergang der gesamten zweiten Klanbewegung erheblich. Er war jedoch nicht dessen einzige Ursache; innere Machtkämpfe, weitere Skandale und öffentliche Gegenwehr trugen ebenfalls dazu bei.

Ein einheitlicher Ku-Klux-Klan existiert heute nicht mehr. Sein Name, seine Symbolik und seine Ideologie leben jedoch in zersplitterten Kleingruppen und in veränderten Strömungen der weißen Vorherrschaft weiter.

Einen starken Gegenpol bildet der schwarze Bürgerrechtler

Jesse Louis Jackson, Sr. (* 8. Oktober 1941, Jom-Kippur-Welle; † 17. Februar 2026).

Präsident Bill Clinton ehrte ihn am 9. August 2000 für seinen jahrzehntelangen Kampf gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und politische Benachteiligung mit der Presidential Medal of Freedom, der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

So stehen sich in dieser Entwicklung zwei entgegengesetzte Bewegungen gegenüber: die gewaltsame Verteidigung der weißen Vorherrschaft und der organisierte Kampf um tatsächliche Gleichberechtigung.

Sezessionskrieg Nord gegen Süd

Sezessionskrieg Nord gegen Süd 1861-65

The Star-Spangled Banner – eine Hymne aus dem Bombenhagel

The Star-Spangled Banner ist seit dem 3. März 1931 die offizielle Nationalhymne der Vereinigten Staaten. Der Kongress hatte die entsprechende Regelung beschlossen; Präsident Herbert Hoover unterzeichnete sie anschließend als Bundesgesetz. Es handelte sich daher nicht um einen präsidialen Erlass.

Herbert Hoove (* 10. August 1874, KW 33) war der 31. Präsident der Vereinigten Staaten. Seine Vorfahren waren seit sechs Generationen Quäker und besaßen neben überwiegend britischen auch schweizerische Wurzeln.

Den Text verfasste Francis Scott Key (* 1. August 1779) – ein im Zeichen des Löwen geborener Mann, dessen Familienname ausgerechnet Schlüssel bedeutet.

Die Melodie stammt vom englischen Komponisten John Stafford Smith (* 30. März 1750; † 21. September 1836). Smith hatte sie ursprünglich für das englische Gesellschaftslied To Anacreon in Heaven komponiert. Die Nationalhymne der Vereinigten Staaten besitzt somit eine britische Melodie, während ihr amerikanischer Text während eines Krieges gegen Großbritannien entstand.

Die Entstehung der Hymne

Der Anlass war die Schlacht um Baltimore während des Britisch-Amerikanischen Krieges von 1812.

Francis Scott Key hatte gemeinsam mit dem amerikanischen Gefangenenaustauschbeauftragten John Stuart Skinner die Freilassung des von den Briten festgehaltenen Arztes William Beanes (24. Januar 1749; 12 Oktober 1828, JKW) ausgehandelt. Die Briten stimmten seiner Freilassung zu, hielten die drei Männer jedoch bis zum Abschluss ihres Angriffs fest, weil diese inzwischen Einzelheiten der britischen Operationsplanung kannten.

So befand sich Key ausgerechnet innerhalb des britischen Flottenverbandes, als am 13. September 1814, in der KW 37, die Beschießung von Fort McHenry begann. Ein Verband von ungefähr 19 britischen Kriegsschiffen griff die Befestigung mit Bomben, Mörsergranaten und Congreve-Raketen an.

Das Bombardement dauerte nach Darstellung des National Park Service rund 25 Stunden (Ω₁/Ω₄-Zähler, Ringmarker). Andere militärhistorische Darstellungen rechnen mit ungefähr 27 Stunden. Die Beschießung richtete sich vor allem gegen Fort McHenry, das den Zugang zum Hafen und damit zur Stadt Baltimore verteidigte.

Als das Feuer am Morgen des 14. September verstummte, erkannte Key, dass über dem Fort noch immer die amerikanische Flagge wehte. Die Briten hatten die Stellung nicht bezwingen können und zogen sich zurück.

Die Flagge war mit etwa 9,1 mal 12,8 Metern ungewöhnlich groß und besaß damals 15 Sterne und 15 Streifen. Sie war von Mary Pickersgill gemeinsam mit ihrer Tochter Caroline, zwei Nichten und der erst 13-jährigen afroamerikanischen Vertragsmagd Grace Wisher hergestellt worden.

Key verarbeitete das Erlebnis in einem Gedicht aus vier Strophen mit dem ursprünglichen Titel The Defence of Fort M’Henry. Von Beginn an war der Text für die Melodie von To Anacreon in Heaven bestimmt. Bereits am 17. September 1814 wurden erste Druckfassungen verteilt; wenig später erhielt das Lied seinen heutigen Namen.

Im Jahr 1889 nahm die US Navy das Lied in ihre Flaggenzeremonien auf. Während des Ersten Weltkriegs ordnete Präsident Woodrow Wilson seine Verwendung bei militärischen Feierlichkeiten an. Erst 1931 wurde es zur offiziellen Nationalhymne.

„Das Land der Freien“

Die heute fast ausschließlich gesungene erste Strophe endet mit der Frage, ob das Sternenbanner noch immer über dem „Land der Freien und der Heimat der Tapferen“ wehe.

Zur vollständigen Geschichte gehört allerdings auch, dass Francis Scott Key selbst versklavte Menschen besaß, entlaufene Sklavenhalter vor Gericht vertrat und die Abschaffung der Sklaverei ablehnte. Die dritte Strophe enthält die umstrittene Zeile über den „hireling and slave“. Ob Key damit ausländische Söldner oder ehemals versklavte Männer in den britischen Colonial Marines meinte, lässt sich nicht eindeutig feststellen.

O! say can you see
by the dawn’s early light,
What so proudly we hailed
at the twilight’s last gleaming,
Whose broad stripes and bright stars
through the perilous fight,
O’er the ramparts we watched,
were so gallantly streaming?
And the rockets’ red glare,
the bombs bursting in air,
Gave proof through the night
that our flag was still there;
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free
and the home of the brave?

Von Edward Percy Moran (1862–1935) - Library of Congress

Francis Scott Key auf einem Boot, der rechte Arm ausgestreckt zu der über Fort McHenry wehenden amerikanischen FlaggeVon Edward Percy Moran (1862–1935) - Library of Congress

Die dreieckig gefaltete Flagge

 

Bei militärischen Bestattungen wird die amerikanische Flagge über den Sarg gelegt oder bei einer Urne aufgestellt. Anschließend wird sie zu einem kompakten Dreieck gefaltet, bei dem nur noch das blaue Sternenfeld sichtbar bleibt, und den nächsten Angehörigen überreicht.

Dieser Vorgang wird verbreitet als Faltung in 13 Schritten beschrieben und mit den 13 Gründerkolonien verbunden. Der offizielle Leitfaden des US-Veteranenministeriums schreibt zwar das dreieckige Faltverfahren vor, legt jedoch weder eine verbindliche Zahl noch die volkstümlich überlieferten Bedeutungen der einzelnen Faltungen fest.

Die Bestattungsflagge ist außerdem nicht ausschließlich gefallenen Soldaten oder berühmten Politikern vorbehalten. Sie dient grundsätzlich der Ehrung anspruchsberechtigter Veteranen und Reservisten.

​Zum „Dreispitz“ gefaltete Flagge der Vereinigten Staaten   Von Gary Nichols - http://www.news.navy.mil

​Zum „Dreispitz“ gefaltete Flagge der Vereinigten Staaten 

Von Gary Nichols - http://www.news.navy.mil

Die Freiheitsstatue – vom antiken Sonnenkranz zum amerikanischen Heldenmythos

So wie der Eiffelturm das international herausragende Bauwerk und Symbol Frankreichs darstellt, steht die Freiheitsstatue im Hafen von New York wie kaum ein anderes Monument für die Vereinigten Staaten. Offiziell trägt sie den Namen Liberty Enlightening the World – „Die Freiheit erleuchtet die Welt“.

Der Entwurf stammt von Frédéric-Auguste Bartholdi (* 2. August 1834; † 4. Oktober 1904, JKW). Bartholdi ist auch der Schöpfer des Löwen von Belfort, einer monumentale Steinskulptur von 22 Metern Länge und elf Metern Höhe. Seit 1875 gehörte er der Pariser Freimaurerloge Alsace-Lorraine an.

​Für die innere Tragkonstruktion der Freiheitsstatue wurde schließlich Gustave Eiffel herangezogen. Damit verbindet derselbe Ingenieur das bekannteste Wahrzeichen Frankreichs mit dem bekanntesten Wahrzeichen der Vereinigten Staaten.

Von Grant über Hayes bis Cleveland

Am 3.3.1877 unterzeichnete Präsident Ulysses S. Grant eine Resolution, durch welche die Vereinigten Staaten das französische Geschenk annehmen und einen Standort festlegen konnten. Grants Nachfolger Rutherford Birchard Hayes (* 4. Oktober 1822, JKW) folgte Bartholdis Empfehlung und bestimmte Bedloe’s Island im Hafen von New York als Standort.

Errichtet und eingeweiht wurde die Statue allerdings erst während der Präsidentschaft Grover Clevelands. Die feierliche Enthüllung erfolgte am 28. Oktober 1886.

Der Sockel steht innerhalb des ehemaligen Fort Wood, dessen Grundriss die Form eines elfstrahligen Sterns besitzt. Damit erhebt sich die Statue bereits baulich aus einer Sternstruktur.

33,86 Meter und eine Nase von 1,37 Metern

Die eigentliche Figurenhöhe beträgt vom Fuß bis zur Spitze der Fackel 46,05 Meter. Vom Boden bis zur Fackelspitze misst das gesamte Monument 92,99 Meter.

Vom Absatz bis zum Scheitel ist die Figur genau 33,86 Meter hoch. Noch auffälliger ist ein anderes amtlich verzeichnetes Maß: Die markante Nase der Freiheitsstatue ist 1,37 Meter lang. Damit trägt das Monument sowohl die 33 als auch die an die Feinstrukturkonstante gekoppelte 137 unmittelbar in seinen Abmessungen.

Weitere Maße ergänzen die Symbolik: Die Krone besitzt 25 Fenster und sieben Strahlen. Die Tafel in der linken Hand trägt in römischen Ziffern das Datum JULY IV MDCCLXXVI, also den 4. Juli 1776. Zu ihren Füßen liegen eine zerbrochene Fessel und Ketten als Zeichen der überwundenen Unfreiheit.

Das Modell und die 13 Jahre

Welche Frau Bartholdi unmittelbar als Vorbild für die Freiheitsstatue diente, ist nicht abschließend geklärt. Für das Gesicht wird häufig seine Mutter Charlotte Beysser Bartholdi genannt; andere Quellen führen weitere mögliche Vorbilder an.

Fest steht jedoch, dass Bartholdis spätere Ehefrau Jeanne-Émilie Baheux de Puysieux ihm Modell gestanden hatte. Nach einer französischen biografischen Darstellung soll sie sich Bartholdi gegenüber um 13 Jahre jünger ausgegeben haben.

Während eines Aufenthalts bei seinem Freund John LaFarge soll dieser Bartholdi zur Heirat gedrängt haben, damit der Künstler den moralischen Vorstellungen der amerikanischen Geschäftsleute entsprach, die sein Freiheitsprojekt unterstützten. LaFarge ließ daraufhin Reverend Charles T. Brooks kommen, der eine improvisierte Trauung vollzog.

Die Überlieferung belegt allerdings nicht eindeutig, dass Jeanne-Émilie allein das konkrete Modell der Freiheitsstatue war. Die 13 Jahre gehören zur Geschichte ihrer Beziehung mit Bartholdi und nicht zu einer nachweisbaren Verjüngung der dargestellten Figur.

Fundament, Freimaurer und Spendensammlung

Am 18. April 1883 begannen auf Bedloe’s Island die vorbereitenden Erdarbeiten. Die eigentliche Errichtung des 15 Fuß beziehungsweise 4,57 Meter tiefen Fundaments begann am 9. Oktober 1883, also in der Jom-Kippur-Welle.

Im Rahmen einer Zeremonie am 24. Oktober 1881 vernietete

Levi P. Morton (* 16. Mai 1824, QS 27; † 16. Mai 1920, jeweils Tag 137 im Schaltjahr, FSK-Echo) damaliger amerikanischer Gesandter in Frankreich, die erste Kupferplatte an den großen Zeh der Statue.

Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte am 5. August 1884 durch die Großloge der Freimaurer des Staates New York. Den Grundstein legte deren Großmeister

William A. Brodie (* 9. August 1841; † 9. Mai 1917). Brodie war am 9. November 1863 in der Genesee Lodge No. 214 zum Freimaurermeister erhoben worden – erneut erscheint damit der deutsche Schicksalstag auf der Datumsdiagonale der XI. Vermutung.

Den Sockel entwarf der Architekt Richard Morris Hunt (* 31. Oktober 1827, QS 23; † 31. Juli 1895). Für diesen Sockel lieferte das deutsche Unternehmen Dyckerhoff in Amöneburg ca. 1360 Tonnen Portlandzement. Sehr nah am FSK-Echo.

Die Finanzierung des amerikanischen Sockels geriet zwischenzeitlich in eine schwere Krise. Joseph Pulitzer mobilisierte deshalb mit seiner Zeitung New York World die Bevölkerung. Am 11. August 1885 meldete die Zeitung den Erfolg der Kampagne: Es waren mehr als 100.000 Dollar zusammengekommen. Die Angaben zur Zahl der Spender schwanken je nach Darstellung zwischen ungefähr 120.000 und 125.000 Menschen; die meisten spendeten einen Dollar oder weniger.

Das Monument wurde damit nicht von wenigen Großinvestoren, sondern durch eine gewaltige Zahl kleiner Beiträge ermöglicht.

Libertas, Helios und der Sonnenkranz

Die dargestellte Figur ist zunächst die römische Freiheitsgöttin Libertas. Ihr Strahlenkranz ist zugleich der antiken Bildsprache von Helios und Sol entlehnt. Die sieben Strahlen symbolisieren in der neuzeitlichen Deutung die sieben Kontinente und sieben Weltmeere: Die Freiheit soll die gesamte Welt erleuchten.

Damit berührt die Darstellung auch jene solare Symbolwelt, die aus dem Mithras- und Sonnenkult bekannt ist. Eine unmittelbare historische Ableitung der Freiheitsstatue aus dem Mithraskult ist zwar nicht nachgewiesen. Die Übereinstimmung des bildlichen Grundmusters ist jedoch deutlich:

Erhöhte Lichtgestalt → Strahlenkranz → Erleuchtung → Schutz und Führung → universeller Anspruch

Bartholdi griff ausdrücklich auf antike Vorbilder zurück. Bereits sein nicht verwirklichtes Projekt für den Eingang des Suezkanals orientierte sich am Koloss von Rhodos, der den Sonnengott Helios dargestellt haben soll. Die Freiheitsstatue führt dieses Motiv in einer neuen politischen Version weiter.

Emma Lazarus und der neue Koloss

Die Verbindung der Statue mit Einwanderung und Zuflucht entstand wesentlich durch das Sonett The New Colossus von Emma Lazarus (* 22. Juli 1849, QS 33, Pi-Annäherungstag). Sie schrieb das Gedicht am 2. November 1883 für eine Versteigerung zugunsten des Sockelbaus.

Erst 1903 wurde ein Auszug auf einer Bronzetafel im Sockel angebracht. Dadurch verwandelte sich die Statue endgültig von einem französisch-amerikanischen Freiheitsdenkmal in das Sinnbild der Aufnahme von Einwanderern und Vertriebenen.

Die fraktale Wiederholung in Rocky

Im Jahr 1976, zum 200. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, wurde die Symbolik in Rocky auf die Ebene der Popkultur übertragen.

Der Weltmeister Apollo Creed inszeniert den Kampf als patriotisches Schauspiel. Er lässt sich zunächst als George Washington beim Überschreiten des Delaware darstellen und tritt anschließend als Uncle Sam auf. Frauen in Kostümen der Freiheitsstatue führen den Einzug an. Auch die Rundennummern werden von Frauen mit Strahlenkronen präsentiert – kleinen „Lichtgöttinnen“ am Rand der modernen Arena. Auch der Name Apollo trägt eine solare Verbindung in die Szene. Apollo und Helios waren ursprünglich eigenständige griechische Gottheiten, wurden jedoch im Laufe der Antike zunehmend miteinander gleichgesetzt. Auch Mithras war im römischen Kult eng mit Sol und Helios verbunden. Apollo, Helios und Mithras entstammen daher keiner linearen Abstammungsfolge, überlagern sich aber in der späteren solaren Symbolwelt.

Die beiden Gladiatoren kämpfen am Neujahrstag 1976 vor der Nation. Ihre Kampfzeit ist in Runden von jeweils drei Minuten gegliedert. Rocky will nicht in erster Linie gewinnen, er will einfach nur über die Runden kommen. Als Nachkomme von italienischen Einwanderern wird er nur auf diese Weise nach oben kommen. Für ihn gibt es keinen anderen Weg, als gegen den Weltmeister – den symbolischen Sonnengott – anzutreten.

Zitat: "... wenn ich noch stehe wenn der letzte Gong kommt, dann werde ich zum ersten Mal in meinem Leben wissen, dass ich nicht irgendein Penner bin, ein Niemand".

Damit verändert sich die Bedeutung der Freiheit. Bei Bartholdi steht die Lichtgestalt über dem Hafen und weist den Ankommenden den Weg. In Rocky wird dieselbe amerikanische Symbolik in die Arena getragen. Nun muss der einzelne Mensch seine Würde durch Mut, Ausdauer und die Bereitschaft erringen, immer wieder aufzustehen.

AWT-Aufweitung

Die Bildfolge lässt sich als fraktale Weitergabe eines kulturellen Grundmusters lesen:

Helios und Sol → Koloss von Rhodos → Libertas → Freiheitsstatue → amerikanischer Nationalmythos → Rocky und die moderne Heldenreise

Das Motiv wird dabei nicht einfach kopiert. Es wird jeweils an die nächste kulturelle Version angepasst. Aus dem antiken Sonnengott wird eine Freiheitsgöttin, aus der Freiheitsgöttin ein Nationaldenkmal und aus dem Nationaldenkmal schließlich die symbolische Begleitung eines gesellschaftlichen Außenseiters auf seiner Heldenreise.

Die Statue trägt die 33, die 137, die 25, den 3.3., den 5. August, den 9. Oktober, den 9. November, den Löwen, den Stern, das Licht und den 4. Juli in einem einzigen Ereignis- und Symbolkomplex zusammen.

Gerade deshalb ist sie nicht nur ein Wahrzeichen der Vereinigten Staaten. Sie ist ein hoch verdichteter kultureller Attraktor, der ältere religiöse und politische Motive aufnimmt, neu ordnet und anschließend in immer neuen Versionen weitergibt.

Freiheitsstatue New York by www.newyorkwelcome.net

Freiheitsstatue New York by www.newyorkwelcome.net

Mithras-Darstellung (Sol Invictus), 2. Jahrhundert, British Museum

Mithras-Darstellung (Sol Invictus), 2. Jahrhundert, British Museum by sailko

Rocky 1976 Mithras-Kult - 3. Runde im Kampf gegen Apollo. 

Rocky 1976 MGM Mithras-Kult - 3. Runde im Kampf gegen Apollo. 

Rocky 1976 MGM Mithras-Kult

Rocky 1976 MGM Filmbeginn

Der Zusammenhang zwischen einem Kämpfer der Rocky also "Felsen-fest" heißt und den USA kann man mit einem Blick auf die nächste "Weihestätte" erkennen. 

Mount Rushmore National Memorial

Das Mount Rushmore National Memorial ist ein nationales Denkmal, das aus 4 monumentalen Porträtköpfen besteht und jedes Porträt ist 18 Meter hoch. Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten

George Washington, Thomas Jefferson , Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln.

Es wurde am 3.3.1925 gegründet und benannt wurde der Berg nach

Charles Edward Rushmore (* 2. Dezember 1857, Tag 336; † 30. Oktober 1931, QS 18, Tag 303) der ursprünglich die Goldschürfrechte für das Gebiet erworben hatte.

Der Start zum Bau des Denkmals wurde am 10. August 1927 von Präsident

Calvin Coolidge (* 4. Juli 1872; † 5. Januar 1933, QS 23) selbst vor Ort initiiert. Er kam persönlich auf einem schwarzen Pferd zum Berg in den Black Hills geritten, was in einem Film verewigt wurde. Mit ihm koppelt der 10. August mit dem 4. Juli in einem Monument in Form eines umgeformten Berges, also einem Tetraeder. Coolidges Vorgänger Warren Gamaliel Harding

(* 2. November 1865, QS 25) war am 2. August 1923, QS 25 gestorben. Coolidge wurde dadurch sofort zu seinem Nachfolger.

Am 4. Oktober 1927 (JKW) war mit den eigentlichen Bauarbeiten des Monuments begonnen worden.

Es befindet sich in den heiligen Bergen der Lakota-Indianer in den Black Hills. Direkt daneben ist ein kleines Dorf namens Keystone, also Schlüsselstein was beides starke Marker sind.

Der FIPS-Code ist 46-33820

Die Nachfahren der Lakota haben gegen die illegale Landnahme erfolgreich geklagt und sie haben Anspruch auf Entschädigung. Sie wollen aber kein Geld sondern ihr Land wieder haben. Senator William Warren „Bill“ Bradley * 28. Juli 1943 wollte ihnen per Gesetz auch 1/6 des Grund wieder geben lassen. Es scheiterte ebenso und die Entschädigung verzinst sich immer weiter. 

An der Nordwand hinter den Gesichtern befindet große Kammer (100 × 80 Fuß), die als Hall of Records bezeichnet wird. Sie wurde erst am 9. August 1998 fertiggestellt. 

Die Eroberung der Black Hills durch die US-Armee verlief allerdings nicht so reibungslos und die Indianer wehrten sich verbissen. Beim Grattan-Massaker am 19. August 1854 (KW 33) kam es zu einer folgenreichen Auseinandersetzung zwischen den Lakota und der US-Armee. Das eskalierte dann immer weiter.  

George Armstrong Custer * 5. Dezember 1839 (Tag 339) hatte eine illegale Expedition in diesem Gebiet der Black Hills unternommen und Gold gefunden. Das war der Startschuss für die gewaltsame Eroberung, nachdem die Indianer das Gebiet nicht verkaufen wollten. In der berühmten Schlacht am " Little Bighorn" besiegten die Indianer Custers 5 Kompanien aufgerieben. Ein mehr symbolischer Erfolg, denn die US-Armee hatte weitaus mehr Reserven und Möglichkeiten als die Lakota. Nebenbei erwähnt sieht man hier wie wertlos jede Art von Vertrag zwischen den USA und den Indianern war. Es wurde stets das Recht des Stärkeren angewendet und rücksichtslos jeder Widerstand gebrochen.  

Ein weiteres Highlight ist das Devils Tower National Monument. Ein Berg aus harten Lavasäulen der in dem Film "Unheimliche Begegnung der dritten Art" als Schauplatz dient. Auch dieser Ort wird als heilig verehrt. 

Devils Tower

Devils Tower

Panamakanal-(Zone)

Zuerst versuchten die Franzosen den Panamakanal zu bauen. In der selben Weise wie man zuvor den Suezkanal gebaut hatte. Das scheiterte kläglich und wurde einer der größten Skandale Frankreichs für Jahrzehnte. 
Die USA versuchten zuerst den Kanal in Eigenregie zu bauen und das Areal zu kaufen. Das gleiche Muster wie mit dem Mexikanern und Franzosen. Panama war damals ein Teil Kolumbiens und die hielten den Preis für zu niedrig und lehnten ab. Daraufhin organisierten die USA einen Aufstand in Panama für dessen Unabhängigkeit und entsendeten ein Kriegsschiff vor die Küste Kolumbiens. Den Spanisch-Amerikanischen Krieg noch vor Augen, musste man der Gewalt nachgeben. José Reyes Prieto * 5. Dezember 1849 (Tag 339) musste für Kolumbien den "Vertrag" unterschreiben, bei den US-Amerikanern war John Milton Hay * 8. Oktober 1838 (Jom-Kippur-Welle) als Außenminister die treibende Kraft. Hay war der entscheidende Mann, der auch die enge Bindung Großbritanniens und den USA ab 1897 aufbaute. Als provisorisches Staatsoberhaupt Panamas unterschrieb dann José Agustín Arango Remon den Vertrag für die Panamakanalzone. Ein Gebiet, dass quasi US-Staatsgebiet war.  

Danach legten das US-Militär mit dem Bau los. Der US-Ingenieur John Frank Stevens ein Fachmann für Eisenbahnen, der im Jahr 1886  im Alter von 33 Jahren Hauptbearbeiter bei der South Shore and Atlantic Railway in Duluth wurde. Er löste alle Probleme vor Ort mit Bravour und umging den Fehler der Franzosen. Er versuchte erst gar nicht einen Kanal auf Meeresniveau zu bauen, sondern legte einen Stausee mit Schleusen an. Die einzig technisch mögliche Umsetzung in dem Gebiet. Allerdings starben ca. 22.000 Menschen unter franz. Regie und nochmal 5.609 unter Amerikanischer. 

Die Kanalzone bekam natürlich einen Militärgouverneur und da ist die Liste komplett passend:

Nr. 1 war George Whitefield Davis * 26. Juli 1839, (26+7=33) der übrigens auch an der Fertigstellung des Washington Monument beteiligt war. 
Nr. 2 war Charles Edward Magoon * 5. Dezember 1861 (Tag 339) bis 12. Oktober 1906 (Jom-Kippur-Welle).

Nr. 3 war  Richard Reid Rogers * 4. Dezember 1868 (Tag 339

Nr. 4 war Joseph Clay Stiles Blackburn * 1. Oktober 1838 (Jom-Kippur-Welle) bis 4. Dezember 1909 (Tag 338).

Nr. 5 war Maurice Hudson Thatcher * 15. August 1870 (KW-33) bis 8. August 1913.

Nr. 6 war Richard Lee Metcalfe * 11. Oktober 1861 (Jom-Kippur-Welle) ab 9.8.1913. 

Es folgen 3 Militär- und Zivilgouverneure (1914–1924) und danach 14 Zivilgouverneure (1924–1979).

Der erste ist Meriwether Lewis Walker * 30. September 1869 (Jom-Kippur-Welle) ; † 29. Juli 1947

und es endet am 30. September 1979 (Jom-Kippur-Welle) mit Harold Robert Parfitt 

* 6. August 1921.

Am 1. Oktober 1979 endete die Zeit der Kanalzone durch den Torrijos-Carter-Verträge. Die Ruhe danach dauerte aber nicht lange. Manuel Noriega wurde am 12. August 1983 erster Mann in Panama. Sein Regime war geprägt von Unrecht und Willkür. Am 3. Oktober 1989 gab es einen Militärputsch gegen Noriegas Regime, welcher scheiterte. Noriega stand zuvor mindestens 10 Jahre auf der Gehaltsliste der CIA. Als das von der Presse veröffentlicht wurde und dazu die ganzen dunklen Seiten ans Licht kamen, wurde er unhaltbar und am 20.12.1989 marschierten die USA in Panama ein. Der Tod eines einzigen US-Soldaten war am Ende der Casus Belli. 

In Panama war Noriega am 4. Oktober 1994 (Jom-Kippur-Welle) in Abwesenheit wegen des Mordes an dem Dissidenten Hugo Spadafora zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Am 3. August 1914 passierte der kleine Frachter Cristobal, ein Doppelschraubendampfer, als erstes Wasserfahrzeug den Panamakanal in voller Länge.

Der Kanal wird am 15. August 1914 (KW-33) eröffnet und ist bis heute im Fokus der US-Machtpolitik. 
Kleiner FunFact am Rande, selbst dort wo keinerlei übliche Daten der AWT greifen gibt es trotzdem fraktale Wiederholung. Bsp.: 

Die Idee den Kanal nach dem Scheitern der Franzosen weiterzubauen kam von 

John Coit Spooner * 6. Januar 1843 und er überzeugte Präsident Theodore „Teddy“ Roosevelt,  † 6. Januar 1919 von der Idee. Der realisierte das dann Alles. Der Geburtstag des Einen ist der Todestag des Anderen. Ohne jeweils einen wäre der Kanal so nie gebaut worden. 
Die Breite der Schleusen war lange Zeit auf ca. 33m begrenzt. das Maß aller Dinge für US-Kriegsschiffe. 

Karte und Längsprofil des Panamakanals Map data (c) OpenStreetMap (and) contributors, CC-BY-SA 2.0 Hochgeladen: 3. Oktober 2021

Karte und Längsprofil des Panamakanals Map data (c) OpenStreetMap (and) contributors, CC-BY-SA 2.0

Hochgeladen: 3. Oktober 2021 (Jom-Kippur-Welle)

Das Schlachtschiff Missouri in einer Kanalschleuse am 13. Oktober 1945 auf dem Weg nach New York.

Das Schlachtschiff Missouri in einer Kanalschleuse am 13. Oktober 1945 (Ausgang Jom-Kippur-Welle)

auf dem Weg nach New York.

Coca Cola

Die USA haben ein Getränk, welches man wie kein Anderes mit den USA verbindet und Kultstatus sowie zahlreiche Nachahmer besitzt. Allerdings ist Coca Cola nicht der erste Versuch ein belebendes Getränk zu mixen. Der Pionier kam aus Frankreich und hieß Vin Mariani. Bordeauxwein mit Kokain versetzt, was extrem stark wirkte und sich daher in der High Society großer Beliebtheit erfreute. 57 Jahre lang wurde das Produkt verkauft. In einigen Western spilen Scharlatane, die sog Wundergetränke verlaufen eine Rolle. Man kann annehme, dass sie sich auf solche Mixturen beziehen, die mit Sicherheit sehr belebend wirken düften.  

Coca Cola hat im Namen zwei Bestandteile der Cocaine und Colanuss. Nachdem am
25. November 1885 (Katharinatag) Atlanta und Fulton County beschlossen hatten, die Prohibition am 1. Juli 1886 versuchsweise für zwei Jahre einzuführen, war Pemberton gezwungen, den Wein dirch Soda zu ersetzen. Die Form der Flasche ist eine Stilikone und umfasst 0,2l, 0,33l oder 0,5l. 

image.png

Coca-Cola wurde von John Stith Pemberton † 16. August 1888 (KW-33), am 8. Mai 1886 durch einen Zufall erfunden. Er wollte als Apotheker ein Allmittel gegen viele Krankheiten erfinden. Solche Zufälle und Geistesblitze sind eigentlich die Grundlage für alle Erfindungen. 
Kurz vor seinem Tod verkaufte er das Rezept an Asa Griggs Candler30.12. 1851 ; † 12.3. 1929.
Dessen Sohn verkaufte die Marke für 25 Mio. Dollar weiter; aber erst mit Robert Winship Woodruff6. Dezember 1889 (Nikolaustag) ; † 7.3. 1985 (7+3+1+9+8+5=33) wurde Coca-Cola zur Weltmarke. Die Stadt Atlanta wurde Coca-Cola Hauptstadt. Die Stadt liegt auf dem 33° 45′ 25″ Breitengrad Nord. 
Den Weihnachtsmann, den Sie im Sinn haben, der alte Mann mit weißen Bart, rotem Mantel und schwarem Gürtel, ist eine PR-Figur. Sie kommt mit christlichem Flair daher ist aber frei erfunden. Die Vorlage ist Bischhof Nikolaus von Myra dessen Todestag der 6. Dezember (Tag 340) ist. Der 6.12. quasi das Ende der Katherinawelle. Vom Tag 329 bis 340. Auch zeigen sich die religiösen Wurzeln der Kultur gerade in den USA.  

Coca Cola Flasche by Ivan Yerokhin
Weihnachtsmann

Coca Cola Flasche by Ivan Yerokhin

Washington, D.C.

Die Hauptstadt ist ein Staat im Staat. D.C. District of Columbia. Dort wird ein Baustil gepflegt, der an die Antike erinnert und so gar nicht modern ist. In der Auswahl und Anordnung der Gebäude wollen "Eingeweihte" geheimes Wissen erkannt haben. 

Pierre Charles L’Enfant * 2. August 1754 war ein französischer Künstler, Wissenschaftler und der Stadtplaner von Washington, D.C. Der fächerförmige Aufbau der Straßen stammt übrigens aus Karlsruhe in Deutschland. 

Das Nummernschild dazu passt 100% und die Bürgermeisterin Muriel Elizabeth Bowser

2. August 1972 ist natürlich auch ein Löwe.

Photograph of a 2013 license plate from District of Columbia (USA)

Photograph of a 2013 license plate from District of Columbia (USA) by Qpqqqq

Das beste Beispiel für die Architektur mit klassischen Anleihen ist erstmal das Kapitol selbst.

Es ist 88m hoch und wurde gebaut von William Thornton † 28. März 1828 (Tag 88). Hier sein Entwurf, der am 25. Juli 1793 ausgewählt wurde. Die Bezeichnung Kapitol bezieht sich auf den Tempel des Jupiter Optimus Maximus auf dem Kapitolshügel in Rom.

United States Capitol, Washington, D.C. (ursprünglicher Entwurf Thorntons)

United States Capitol, Washington, D.C. (ursprünglicher Entwurf Thorntons)

Das weiße Haus, der Sitz des Präsidenten ist 21,33m hoch und sieht ebenso klassisch aus. Der Grundstein für den Erstbau wurde am 13. Oktober 1792 (Ausgang Jom-Kippur-Welle)gelegt. Der Bau dauerte acht Jahre und kostete $232.371 (in heutiger Kaufkraft: rund $3,35 Millionen). Vom Sitz des Präsidenten kann man das höchste Monumentalbauwerk sehen. Den Obelisken mit Pyramide an der Spitze. 

Das Weiße Haus in Washington D.C.Quelle: ap/Susan Walsh

Das Weiße Haus in Washington D.C. Nordseite mit 3 Etagen.

Quelle: ap/Susan Walsh

Das Washington Monument besteht aus 3 verschiedenen Schichten Marmor und wurde von Robert Mills12. August 1781 ; † 3.3. 1855 entworfen. Der Grundstein wurde durch eine Freimaurerloge gestiftet und wurde am 9. Oktober 1888 (Jom-Kippur-Welle) der Öffentlichkeit freigegeben.

Das Washington Monument aus der Luft, im Hintergrund das Weiße Haus

Das Washington Monument aus der Luft, im Hintergrund das Weiße Haus

Das Lincoln Memorial ist praktisch ein antiker Temple, der von Henry Bacon 

* 28. November 1866 (Tag 332) entworfen wurde. Es besitzt 36 dorische Säulen in griechischem Stil. Die Statue Lincolns wurde von Daniel Chester French * 20. April 1850 ; † 7. Oktober 1931 (Jom-Kippur-Welle) entworfen. Bei der Einweihung des Memorials am 30. Mai 1922 war Robert Todd Lincoln * 1. August 1843; † 26. Juli 1926 (2+6+7+1+9+2+6=33), der Sohn von Abraham Lincoln, zugegen.

Lincoln Memorial in Washington, D.C.

Lincoln Memorial in Washington, D.C.

Das Gebäude des Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten / Supreme Court of the United States ist praktisch eine 1zu1 Kopie eines griechischen Tempels. Er tagte zum ersten Mal am 2. Februar 1780 (Tag 33). Grundsteinlegung des Gebäudes war der 13. Oktober 1932 (Ausgang Jom-Kippur-Welle).

Fassade des Supreme Court Building by Jeff Kubina - Eigenes Werk

Fassade des Supreme Court Building by Jeff Kubina - Eigenes Werk

Unten das Nummernschild des Vorsitzenden, ganz vorne 3 31. 

​Washington, D.C. license plate issued to Chief Justice Earl Warren in 1965. Collection of the Supreme Court of the United States

Washington, D.C. license plate issued to Chief Justice Earl Warren in 1965. Collection of the Supreme Court of the United States

33c Briefmarken

In den USA gibt es Sammlerstücke mit dem Nennwert von 33c Die Themen sind natürlich immer positiv besetzt. 

33ct Briefmarke by United States Postal Service

33c Briefmarke by United States Postal Service

33c Woodstock Stamps by treasurefoxstamps.com

33c Woodstock Stamps by treasurefoxstamps.com

Das Pentagon

Das markante Gebäude des Verteidigungsministeriums wurde per Beschluss des Kongresses vom 14. August 1941 gebaut. Also Monate vor dem Kriegseintritt am 11.12.1941.

Die 360° werden hier durch 5 dividiert und es entstehen somit Ecken mit 72° = Fsk Echo.
Am 11.9.1941 wurde dann wirklich mit dem Bau begonnen. Sie haben richtig gelesen am 60. Geburtstag des Pentagon am 11.9.2001 flog dort der 3 Jet in das Gebäude.
Das Ministerium selbst wurde am 26.7.1946 durch den National Security Act gegründet. Im Zeichen des Löwen und 26 + 7 = 33. Am 27. Juli 1989 wurde das Pentagon als Gebäude in das National Register of Historic Places eingetragen.

Koordinaten: 38.871111°, -77.055833°

Der ehemalige Minister der Verteidigung ist Lloyd James Austin III. Er hat am 8. August 1953 Geburtstag. Also auch ein Löwe

LLOYD J. AUSTIN III Secretary of Defense www.defense.gov/

LLOYD J. AUSTIN III Secretary of Defense by www.defense.gov/

Von David B. Gleason from Chicago, IL - The Pentagon,

Von David B. Gleason from Chicago, IL - The Pentagon,

Zufälligerweise hat das Wappen des Zylonischen Imperiums (Kampfstern Galactica) dieses Fünfeck als Form.

Wappen des Zylonenimperiums

Wappen des Zylonen-Imperiums

Kampfstern Galactica 1978 ABC / NBCUniversal

Zylonenjäger mit Fünfeck

Zylonenjäger mit Fünfeck

Kampfstern Galactica 1978 ABC / NBCUniversal

Das Logo de Firma Chrysler besteht aus einem 5 strahligen Stern mir Rahmen. Ein Pentastar. Gründer war der deutschstämmige Walter Percy Chrysler † 18. August 1940 (KW-33).

älteres Markenlogo Chrysler

Parallelen im Bezug auf das 3. Reich

Die USA sehen sich heute noch gerne als die Weltmacht, die den deutschen Nationalsozialismus besiegt hat und für die Freiheit, die Menschlichkeit und Allgemein das Recht gekämpft haben. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

In den Jahren vor 1941, der deutschen Kriegserklärung" an die USA, waren dort ebenso 

Antisemitismus, Rassen-Denken und Eugenik an der Tagesordnung. siehe Doku. 

Auch gab es nach dem 2.Weltkrieg noch Rassengesetze in den USA und die Ära Trump zeigt, dass es auch heute noch starke rechte Kräfte gibt. Das ist also kein deutsches Phänomen.

33 von 48 US-Bundesstaaten haben am 1.4.1934 das sog. Erbgesundheitsgesetz in Kraft gesetzt.

Das beinhaltet Zwangssterilisation von "Kranken" bis ins Jahr 1974.
In Summe beweist es einfach nur den 4 & 6. Hauptsatz der AWT.

Das wirkt in allen Arten von Staatsformen. Egal ob Demokratie oder Diktatur. 

Außerdem muss man wissen, dass das 3. Reich auch noch während des Kriegs von US-Lieferanten versorgt wurde. Das ist schon erstaunlich zw. Kriegsgegner. Dazu gibt es eine ausführliche und gut belegte ARD-Doku.

Medizinische Versuche an KZ-Häftlingen haben die USA analog mit ihren eigenen Leuten gemacht. 

  • CIA-Projekt MKUltra - Drogen, Schlafentzug, Hypnose und  Elektroschocks, als Mittel zur Gedankenkontrolle an tausenden Menschen. Der Bericht des US-Senats über MKUltra, datiert vom 3. August 1977 liest sich wie eine Verschwörungstheorie ist aber eine Tatsache.

  • Tuskegee-Syphilis-Studie an Afro-Amerikanern durch John Charles Cutler
    * 29. Juni 1915. QS 33


Hitler lies den Sender Gleiwitz von SS-Leuten überfallen um einen Vorwand für den Angriff auf Polen zu haben. Die USA planten ähnliches am 13. März 1962 QS 25 gegen Kuba.​

  • Operation Northwoods: Pentagon plant False Flag gegen Kuba mit der Rechtfertigung eines Angriffs aus US Zivilisten.

  • Tonkin-Zwischenfall 2.-4. August 1964 als Vorwand für den US-Einsatz in Vietnam. Wird im Bereich "Kalter Krieg" bearbeitet. Ebenso der Irak-Krieg usw. Die CIA ist seit ihrer Gründung in unzählige Verbrechen verwickelt worden.
     

Hier ein kleines YT-Video dazu.
 

Ein grundsätzliches Dilemma der Politik Hitlers war die unausweichliche Dauerkriegsführung, weil der Machtanspruch allumfassend ist. Das trifft aber auch auf die USA zu. Hier nur mal die Liste der Indianerkiege und hier die Liste der militärischen Konflikte und Interventionen. Die Letzte war am 2. Februar 2024 gegen den Irak und Syrien. Tag 33 - Der Murmeltiertag

Das der Baustil sich sehr ähnelt können Sie selbst beurteilen. Einmal das Kapitol in Washington D.C. und das Modell der großen Halle in Germania / Berlin.   

Bundesarchiv, Bild 146-1986-029-02 / CC-BY-SA 3.0

Bundesarchiv, Bild 146-1986-029-02 / CC-BY-SA 3.0

Präsidenten

Der erste Präsident, der in den USA geboren wurde, war Martin van Buren

* 5. Dezember 1782 (Tag 339) † 24. Juli 1862. Er war der 8. Präsident der USA.

John Tyler * 29. März 1790 (Tag 88) war der 10. Präsident der USA und war der Erste, der nicht gewählt worden war. Er kam durch den Tod seines Vorgängers als Vize-Präsident zur Präsidentschaft. Er hat die Annexion von Texas genehmigt. 

Der 11. Präsident der USA dürfte in Deutschland fast niemandem bekannt sein und doch hat er maßgeblich in nur einer Amtszeit die Geschichte der USA geprägt wie kaum ein anderer. Die Rede ist von James Knox Polk der die Manifest Destiny - die die offensichtliche Bestimmung der USA darin sah, sich unentwegt auszubreiten und die Zivilisation und das Wissen in alle Ecken der Welt zu tragen. Dieser Ansprach wird natürlich auch theologisch unterfüttert, weil man das ja alles für die Menschheit und höhere Werte macht. Auch heute ist die Macht der Evangelikalen ein entscheidender Faktor der US-Politik. Die messianische Erwartung ist nirgendwo größer als in dieser Gruppe. Hier dazu eine ARTE-DOKU Evangelikale in den USA. 

Polk führte daher auch Krieg gegen Mexiko und Großbritannien und erweiterte das Staatsgebiet der USA um mehr als 3.1 Mio. km^2. Im Vertrag von Guadalupe Hidalgo wurde am 2. Februar 1848 der Frieden beschlossen. Der 2. Februar ist der 33. Tag des Jahres. 

In den neuen entstandenen Bundesstaaten kam gleich darauf Streit auf, ob man dort Sklaven halten sollte oder nicht. Etwas, was in Mexiko vorher verboten war, weil unchristlich. Der Streit entwickelte sich dann später zum Bürgerkrieg und die Wurzeln liegen auch im Krieg gegen Mexiko. Die Verluste der USA dort betrugen 1733 Gefallene. Die heutige Grenze der beiden Staat hat eine Länge von 3326 km und sie wird sehr gut überwacht.

Mitchell_A_New_Map_of_Texas,_Oregon,_and_California_1846_UTA

1846 Mitchell's Map of Texas Oregon and California

In der US Sitcom -  Eine schrecklich nette Familie ist die berühmte Polk-High School nach ihm benannt. 

Al Bundy polk High #33

Eine schrecklich nette Familie AL Bundy Polk High 33 FOX

Geheimbünde

Neben den Freimaurern und Illuminaten gibt es noch die studentische Verbindung der

"Skull & Bones". 

Es ist heute nicht mehr genau zu ermitteln ob jetzt die Freimaurer oder die Illuminaten die USA stärker geprägt haben. Aber bei einigen Personen kann man deutliche Marker erkennen.

Charles Thomson * 29. November 1729 (Tag 333) ; † 16. August 1824 hat das Wappen und den Leitsatz "Novus Ordo Seclorum" entworfen.

Die Illuminaten wurden von Adam Weishaupt (* 6. Februar 1748 in Ingolstadt; † 18. November (QS 23) gegründet. Die Gedenktafel wurde am Anwesen Theresienstr. 23 in Ingolstadt angebracht. Das Stadtgebiet von Ingolstadt erstreckt sich über 133,35 km² und 12 Stadtbezirke. Das Stadtwappen besteht aus einem Panther (Löwe ähnlich). Die Stadtflagge von Ingolstadt hat vier gleich breite, horizontale Streifen in den Farben Weiß-Blau-Weiß-Blau und ein Seitenverhältnis von 3:5.

Skull & Bones wurde 1832 gegründet. William Huntington Russell * 12. August 1809 und 13 andere waren die ersten Mitglieder. Russell hatte die Studentischen Verbindungen in Deutschland kennengelernt. 3 US-Präsidenten entstammen dieser Verbindung. Darunter die beiden Bushs und deren Vater/Großvater Prescott Sheldon Bush † 8. Oktober 1972 (JKW). Auch dieser Verbindung wird eine Reihe von Verschwörungstheorien angedichtet. 

Die Freimaurer stellen sogar 15 Präsidenten und 2 weitere sind "Ehrenmitglieder". Das wären 21 fast die Hälfte aller Präsidenten in der Geschichte der USA. 

FunFact am Rand sind die Anzahl der Sprachen bei Wikipedia zu den jeweiligen Themen.

Charles Thomson in 8 Sprachen

William Huntington Russell in 8 Sprachen
Novus ordo seclorum in 23 Sprachen

Skull & Bones in 33 Sprachen

Prescott Bush in 33 Sprachen

Illuminatenorden in 77 Sprachen

Ingolstadt in 100 Sprachen

Die Familie Bush stellte 2 Präsidenten.

George H.W. Bush († 30. November 2018 Tag 334) und dessen Sohn

George Walker Bush (* 6. Juli 1946 QS 33). 

Dessen Töchter Jenna Welch Bush Hager und Barbara Pierce Bush (* 25. November 1981 Katharinatag QS 27) sind Zwillinge.
Die Familie Bush kann einen Stammbaum bis zu den Gründervätern der Mayflower vorweisen. Sie ist mit 16 anderen Präsidenten verwandt und sogar Pocahontas kommt in der Ahnenreihe vor.

George H.W. Bush wurde am 30. Januar 1976 Chef der CIA und das ist ein Unikum bei allen Präsidenten. In seiner Zeit als CIA Chef lies der Präsident die Executive Order 11905 durchsetzen. Die CIA durfte weder gegen US-Staatsbürger vorgehen noch Attentate im Ausland verüben. Zumindest sich nicht dabei erwischen lassen. 

Herbert Clark Hoover

Die Präsidentschaft von Herbert Clark Hoover * 10. August 1874 (KW-33) war geprägt durch die Weltwirtschaftskrise und die Steuer-/Sparpolitik, die vergleichbar mit der Politik von Reichskanzler Heinrich Brüning * 26. November (Tag 330) 1885 † 30.3 1970, die Krise nochmals verschärfte. Hoover schied als einer der unbeliebtesten Präsidenten der amerikanischen Geschichte aus dem Amt. Ohne seine Politik und die von Brüning wären die Nationalsozialisten 1933 wohl nicht an die Macht gekommen. Der Hoover-Damm trägt seinen Namen, es ist der größte Stausee der USA. Der 2-größte ist der Lake Powell mit 33,3 km³ Volumen.

Herbert Hoover (1928) Library of Congress

Herbert Hoover (1928) Library of Congress 

Great Depression

Great Depression www.thebigad.com

Harry S. Truman

Der 33. Präsident Harry S. Truman beendete symbolisch den 2. Weltkrieg mit dem Abwurf der F33 Atombombe und der darauffolgenden Kapitulationserklärung am 15.8.1945 (1+5+8+1+9+4+5=33) in der KW-33.

Sein Geburtstag war der 8. Mai. Also dem Tag an dem Deutschland bedingungslos kapitulierte und Truman offiziell ins Weiße Haus einzog. Seine Wiederwahl gelang ihm 1948 mit 303 Wahlstimmen gegen jede Prognose.

Harry S. Truman starb am 26. Dezember 1972 (Stephanstag) im Alter von 88 Jahren. 

Truman hatte den 33. Freimaurergrad. 

Der Mann war weder ein studierter Politologe oder hochdekorierter Weltkriegsheld im 1. Weltkrieg. Keine seine Unternehmungen hat ihn reich gemacht, sondern eher arm, aber er hat sich davon nicht aufhalten lassen. Er muss an sich geglaubt haben und er war Larger than Life.
Der Zwischenfall von Roswell Koordinaten: 33° 24′ N geschah während seiner  Präsidentschaft.

Harry S. Truman #33

Harry S. Truman  Wikipedia Richard Zietz

Harry S. Truman  Freimaurer Stufe 33

Harry S. Truman  Freimaurer Stufe 33

Harry S. Truman  wins  /www.trumanlibrary.gov

Die Wahl 1948 by www.trumanlibrary.gov

Die Kennedys

Der Kennedy-Clan Foto: AP/Boston Glob

Der Kennedy-Clan Foto: AP/Boston Glob

Die Kennedys waren ein Politikclan in den USA, der systematisch den eigenen Aufstieg im Sinn hatte und mit einem geradezu legendären "Fluch" belastet ist. Der Fluch ist extrem mit dem Zeichen des Löwen und der Zahl 33 verbunden. Bei den 44. Präsidentschaftswahlen der USA gewann Kennedy mit 303 Stimmen

Das geht schon los als die Kennedys den Boden der USA betreten.

Zitat:1858: Am 22. November stirbt Patrick Kennedy, keine zehn Jahre, nachdem er nach Amerika ausgewandert ist. Der Urahn des Clans erliegt einer Schwindsucht, was in dieser Zeit nicht ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich ist das Datum: Auf den Tag genau 105 Jahre später wird der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, in Dallas erschossen."

Der 22.11. ist addiert 22+11=33. JFKs Ermordung war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Staatsstreich durch Teile der CIA. Die ähnliche Umstürze davor und danach angezettelt hat. Siehe Kriege nach 1945. Der Militärisch-Industrielle Komplex wollte den Konflikt in Vietnam und Kennedy wurde dafür aus dem Weg geräumt. Diese These ist weitaus plausibler als die eines kommunistischen Einzeltäters mit einem klapprigen Gewehr aus dem 2.Weltkrieg.

Für den Schutz des Präsidenten waren zwar 350 Polizisten der Stadt Dallas abgestellt worden –ein Drittel ihrer Gesamtstärke - aber das reichte scheinbar nicht.


Der "Attentäter" Lee Harvey Oswald ist allerdings hoch interessant im Sinne der AWT:

Zitat:"

Am 22. August 1957 wurde er nach Abschluss seiner Ausbildung (bei den Marines) auf dem geheimen Luftwaffenstützpunkt Atsugi in Japan stationiert... Er bat im August 1959 um vorzeitige Entlassung, die ihm,... am 11. September 1959 gewährt wurde. Am 8. Oktober 1962 (Jom-Kippur-Welle) siedelte er mit seiner Frau nach Dallas um. Er machte am 31.3.1963 Fotos die von der Warren-Kommission als Beweisstücke 133-A und CE 133-B verwendet wurden.

​Er hatte im Sommer 1963 pro-Castro und Kommunismus Flyer verteilt. Das gab Ärger und eine Radiostation räumte Oswald zwei Termine zur Darlegung seiner Position ein, welche er am 17. und 21. August wahrnahm. Er versuchte nach Mexiko zu reisen was misslang. Am 4. Oktober 1963 (Jom-Kippur-Welle) traf er wieder in New Orleans ein.

Er soll gegen 12:30 Uhr die tödlichen Schüsse auf den US-Präsidenten John F. Kennedy abgegeben haben. Bis zu einem Drittel aller Ohrenzeugen des Kennedymords gaben an, die Schüsse seien nicht aus dem Schulbuchlager gekommen, sondern von einem Grashügel am Dealey Plaza.

Oswald, J. D. Tippit und Kennedy wurden alle am 25.11.1963 begraben. Katharinatag

Der Vater von John F. Kennedy war Joseph Patrick „Joe“ Kennedy,

der Mann hat so ziemlich alles, was man in einen Politkrimi verwenden würde, um die Figur "anrüchig" zu zeichnen. Alkoholschmuggel, Börsenspekulationen und Mafiakontakte. Dazu ein unbedingter Wille ganz an die Spitze der Macht zu gelangen. Die Präsidentschaft.

Irgendwie erinnert mich diese kriminelle Energie eines Clanoberhaupts an die Zustände in Deutschland heutzutage. Nur das die Kennedys katholisch und aus Irland eingewandert waren.   

Eine beachtliche Menge Geld und Unternehmung legte J.P. Kennedy in der aufstrebende Filmbranche an. Hier lernte er, sich und seine Familie, in Szene zu setzen und später sogar, um für J.F.K. einen Heldenmythos zu spinnen. Es ging um seinen Einsatz am 2. August 1943 bei dem sein Schnellboot durch Rammstoß eines jap. Zerstörers versenkt wurde. 

Man sieht, wie sehr die Traumfabrik aus Träumen Realität erschaffen kann. Das klappte in den ersten Jahrzehnten auch im sog. Western-Genre wo der Völkermord an den Indigenen Stämmen in einer Täter-Opfer-Umkehr auch noch als Heldenmythos verklärt wurde. Karl May tat ein übriges dazu, aus weißen Invasoren, die sich mit Waffengewalt Land aneignen, zu wehrlosen Siedlern mit besten Absichten zu stilisieren.  

Lt._Joseph_P._Kennedy,_Jr._Navy

​Joseph P. Kennedy Jr. Von John F. Kennedy Presidential Library & Museum - John F. Kennedy Presidential Library & Museum

Eigentlich sollte der ältere Bruder von J.F. Kennedy, Joseph P. mal Präsident werden. Er war auch im Gegensatz zu John gesund, litt an keiner chronischen Krankheit und er war ein Sternzeichen Löwe. Also ein echter Anführer.  

Leider stürzte sein Flugzeug am Samstag, den 12.8.1944 ab. Kurz vor der KW-33. Erst sein Tod macht die Präsidentschaft seines jüngeren Bruders möglich.

Am 9.8.1963 starb Patrick der 2. Sohn von JFK und Jacqueline - 2 Tage nach seiner Geburt. Auch er war also ein Löwe, der im selben Zeichen starb. Der Sohn von Robert Kennedy, Joe verursachte am 13. August 1973 einen schweren Autounfall, bei dem seine Beifahrerin querschnittsgelähmt blieb.

John und Jacqueline hatten zwei Kinder,

Caroline27. November (331. Tag) 1957 und

John F. Kennedy Jr.25. November (329 Tag) 1960, (Katharina-Tag).

Jacqueline kam am 28. Juli 1929 als Löwin zu Welt. Sie hatte Stil, Würde und natürliche Schönheit.

Sie heiratete später den Milliardär Onassis, der für sie die Beziehung zu Maria Callas 

* 2./3 Dezember (Tag 336/7) 1923 beendete. Trotz all dem Ruhm und dem vielen Geld waren die Frauen nicht wirklich glücklich. 

JACQUELINE KENNEDY Photo: AFP/AFP/Getty

JACQUELINE KENNEDY Photo: AFP/AFP/Getty

JACQUELINE KENNEDY

JACQUELINE KENNEDY

Nach dem Tod wird der Vize-Präsident Lyndon B. Johnson Präsident. 

Sarah Tilghman Hughes * 2. August 1896 vereidigt ihn an Bord der Air Force One am 22.11.1963.

Johnson wird am 10. August 1964 die Tonkin-Resolution Public Law 88-408 unterzeichnen und damit die USA in den Vietnamkrieg reinziehen. 88 Senatoren hatten sie bereits befürwortet. Am 30. November (Tag 334) 2005 gab die NSA Unterlagen frei, die bewiesen dass manipulierte Unterlagen zu dieser Fehleinschätzung führten. Der Krieg basiert auf Lügen und wird den USA massiv schaden. 

Am 6. August 1965 unterschrieb Johnson den Voting Rights Act ein amerikanisches Bürgerrechtsgesetz, das die gleiche Beteiligung von Minderheiten, besonders Afroamerikanern, bei US-Wahlen gewährleisten soll. Also 100 Jahre nach dem Bürgerkrieg. Die Schwarzen hatten fast 10 Jahre lang gegen den Alltags-Rassismus gekämpft.

Am 1. Dezember 1955 (Tag 335) weigerte sich die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks in Montgomery, ihren Sitzplatz in einem öffentlichen Bus für einen Weißen freizumachen. Sie wurde festgenommen und zu einer Geldstrafe verurteilt.

Marilyn Monroe - Sexbomben

Die Geschichte John F. Kennedys ist auch mit der von Marilyn Monroe verbunden. 

Von 1947 bis 1962 spielte Marilyn Monroe in 30 Filmen mit. Dazu kommen 3 Einsätze als Komparsin. 

Sie hat also aktiv an 33 Filmen mitgewirkt. 

Wikipedia bezeichnet sie als Popikone und 

archetypisches Sexsymbol des 20. Jahrhunderts. 

Sie war das erste Playmate in der Erstausgabe des Playboy-Magazins am 1.12.1953 (Tag 335)

Marilyn Monroe starb am 4. August 1962, im Alter von nur 36 Jahren. Sie wurde am 8.8.62 auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery  34° 3′ 30″ N. 

 

Nachdem ihr Psychiater Greenson gegen 3:30 Uhr das Fenster zum Schlafzimmer eingeschlagen hatte, fand er Monroe tot in ihrem Bett.

Sie ist eine Stilikone und auch ihr früher Tod hat dazu beigetragen einen Mythos zu erschaffen.

 

Der Prototyp der blonden amerikanischen Sexbombe war allerdings Jean Harlow3.3.1911. Sie spielte 1933 in dem Film "Sexbombe" die Hauptrolle. Das Muster der vollbusigen Blondie steht für pure sexuelle Attraktivität. Die US-Air Force stattete im 2. Weltkrieg ihre Bomber oftmals mit solchen Pinup "Sexbomben" aus. Dazu passt es, dass es sogar mal Pinups mit "Torpedobrüsten" gab. Die Form gab ein Bullet-BH vor. Also ein Geschoss-BH. 

Marilyn Monroe © Getty/Moviepix
Marilyn Monroe © Getty/Moviepix
Torpedo-Tits
Sexbomben mit Torpedo Tits und Bullet-BHs im kalten Krieg. Webarchive
Ava Gardner: Life Is Bigger Than The Movies by www.primevideo.com
Ava Gardner: Life Is Bigger Than The Movies by www.primevideo.com

Zitat: "Nach ihrer Schauspielkunst befragt, sagte sie einmal: „Ich war niemals wirklich eine Schauspielerin. Unter uns Kids von MGM war das niemand. Wir sahen einfach nur gut aus.

image.png
Tina Ruhland * 9. Oktober 1966 
Playboycover 5-1989.

Ein weiteres Beispiel für so eine Ikone ist Ava Gardner24. Dezember 1922 .

Selbst in der TV-Serie über einen absoluten Looser muss das "Super-Weibchen" dieses Schema erfüllen. Christina Applegate könnte ein Marylin Monroe-Klon sein. Im amerikanischen Prekariat bzw. dem white trash dürfte man solche Traumfrauen eher nicht finden.

Christina Applegate
Christina Applegate * 25. November 1971

Das Schema der vollbusigen Blondine mit Löwenmähne erfüllt auch Tina Ruland

* 9. Oktober 1966 (Jom-Kippur-Welle) Sie war 3x im Playboy 5/89; 9/95 und 10/2023 (Jom-Kippur-Welle) und hat anfangs auch Klischeerollen für Blondinen übernommen. Dass auch das nicht beliebig ist, erkläre ich im Bereich Sexualität. 

Richard Milhous Nixon

Die US-Präsidenten waren allesamt keine Chorknaben und Gutmenschen aber Richard Nixon war der bisher einzige Präsident, der zurücktreten musste, weil ihm ein Amtsenthebungsverfahren ins Haus stand. 

Die wesentlichen Highlights seiner 5 Jahre im Weißen Haus sind:

Die Aufhebung des Goldstandards für den US-$ am 15. August 1971. Der Wert des US-$ gegenüber der DM brach in den folgenden Wochen um 9,3 Prozent auf 3,32 D-Mark je Dollar ein. 

1972 besuchte Nixon die VR China und leitete eine Politik der Annäherung ein. Das China von heute wurde damals von Nixon mit erschaffen.

Er leitete die Entspannungspolitik durch Abrüstungsverträge mit ein. SALTABM-Vertrag.

Nixon musste am 9. August 1974 wegen der Watergate-Affäre zurücktreten.

Dem Tag des 1. Atombombenabwurfs.

Sein Nachfolger wurde Gerald Ford.

Das Repräsentantenhaus stimmte seiner Ernennung zum Vizepräsidenten am 27. November (Tag 331) 1973 zu, nachdem Spiro Theodore Agnew * 9. November 1918 vorher zurückgetreten war. Ford starb am 26. Dezember 2006 (Stephanstag), wie Truman und Beide waren als Vizepräsident ins Amt gekommen.   

Richard Nixon and Leonid Brezhnev_sign_ABM_treaty_and_SALT agreement_in_Moscow
Richard Nixon und Leonid (=Löwe) Brezhnev unterzeichnen den ABM und SALT Vertrag in Moskau Von Richard Nixon Presidential Library

Ronald W. Reagan

Den kalten Krieg gewann der Schauspieler Ronald W. Reagan (* 6. Februar 1911). 

Sein Vater war John Edward Reagan (* 13.7. 1883, 137 FSK-Echo; † 18. Mai 1941; Tag 138 - Echo der BSK). Seine Mutter war Nelle Clyde Wilson Reagan (*24. Juli 1883 QS 33; † 25. Juli 1962). Damit entsteht ein ungewöhnlich dichter Familien- und Karrierecluster, der Reagan als mediale Machtfigur der USA vorbereitet erscheinen lässt.

Er war eine Art Werbefigur für die Finanzlobby, den Militärisch-Industriellen Komplex sowie extreme Evangelikale. Er hat am selben Tag Geburtstag wie Eva Braun, Alice Weidel und die AFD. 

Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien; von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten. Er hat die Russen bankrott gerüstet und Hollywood hat das cineastisch begleitet. Er senkte den Spitzensteuersatz von 70% auf 33%, was als expansive Fiskalpolitik enorme Auswirkungen hatte. Der Ausbau der Navy brachte ihm einen, nach ihm benannten, Flugzeugträger ein. Am 11. August 1984 erregt er weltweites Aufsehen, als er einen Atomangriff auf die Sowjetunion als Sprechprobe in ein Mikro vom Stapel lässt. Reagan zur Seite stand Caspar Weinberger * 18. August 1917 (KW-33) als Verteidigungsminister. Sein Außenminister war George Shultz † 6. Februar 2021. Mit ihm zusammen traf er am 11.-12. Oktober 1986 (Jom-Kippur-Welle) in Reykjavík auf Gorbatschow. Das Eis des kalten Kriegs begann zu tauen. 

Zusammen besiegten sie die Russen und stabilisierten die amerikanische Vorherrschaft für weitere 3 Jahrzehnte. 
Reagan kam aus der Traumfabrik Hollywoods, war ein charismatischer Redner mit echter tiefer Religiosität und einem Glauben an Astrologie. Seine Politik war ein totaler Gegenentwurf zu der von Jimmy Carter. Reagan entfesselte die Kräfte des Kapitalismus und das führte zu irreparablen Schäden an der Gesellschaft und Umwelt. Seine Bilanz ist alles andere als gut. 

Hier zwei Dokus dazu.

Michael Moore - Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte

Ronald Reagan - Der Werdegang vom Schauspieler zum Präsidenten (F, BRD 2016 & 2020)
Die NYT hatte anhand der Zahl 33 schon sein Potential erkannt. Larger Than Life.

Ronald_Reagan_1985_presidential_portrait
Ronald Reagan 1985 presidential portrait
Ronald Reagan #33 www.nytimes.com/
Ronald Reagan #33 www.nytimes.com/

Reagan erklärte selbst, dass die 33 seine Glückszahl gewesen sei: Sie war seine Trikotnummer beim Football, später wurde er der 33. Gouverneur von Kalifornien, und sogar der Abschluss des Ranch-Kaufs fiel in seiner Erinnerung auf den 3. Dezember (Tag 337) um 3:33 Uhr.

Er sprach den einfachen Mann an, der Football spielt, seine Rechnungen bezahlen muss, mit einem undankbaren Job und auch mal gerne Bier trinkt. Kein Wunder das Al Bundy in seiner Präsidentschaft loslegte. Eine Art Museum des kalten Kriegs, ist ein Atomraketen Silo aus der Reagan Ära. Sie nennt sich "NOVEMBER-33" RONALD REAGAN MINUTEMAN MISSILE STATE HISTORIC SITE. Sie wurde am 29 Juli 2009 eröffnet. Ebenso der 333m lange Flugzeugträger der seinen Namen trägt und am 12. August 1994 bestellt wurde.​​

USS RONALD REAGAN
USS Ronald Reagan  (CVN-76) Photographer's Mate 3rd Class Elizabeth Thompson 

Am 20.11.1983 sah Reagan den TV Film "the Day after" Der Tag danach. Die Story spielt in der Stadt Lawrence (Lorbeerkranz) in Kansas. Ein kleiner aber enorm wichtiger Ort. 
Die Hauptrollen des Ehepaars Oaks werden von Jason Nelson Robards, Jr. 26. Juli 1922 (26+7=33) ; † 26. Dezember 2000 (Stephanstag) und Georgann Johnson 15. August 1926 gespielt. Oaks sind Eichen - Baumkult.

Nicholas Meyer24. Dezember 1945 führte Regie.

Die starke Filmmusik kam von David Raksin * 4. August 1912 ; † 9. August 2004 und 

Virgil Thomson * 25. November 1896 (Katharinatag) ; † 30. September 1989 (Jom-Kippur-Welle). 

​Der Film kam am 2.12.1983 (Tag 336) in die deutschen Kinos. Er wurde in den USA von über 100 Mio. Menschen gesehen und in Deutschland von 3,6 Mio. Kinobesuchern. Er ist bis heute der erfolgreichste TV-Film aller Zeiten und hat den Lauf der Geschichte verändert. 

Die 3 Bilder zeigen den Moment der ersten Atomexplosion in der oberen Atmosphäre, der NEMP zerstört die Stromversorgung. Die Uhren bzw. das Licht fällt aus. Es ist 3:38 ! (55:27min)

Danach folgen sofort die Einschläge dicht über Grund und zerstören Alles und Jeden. Reagan war von dem Film tief beeindruckt und hat danach seine Politik geändert. Die gleiche Uhrzeit ist auf 3 Uhren nur jeweils <1s zu sehen. Das muss also genau so im Drehbuch verlangt worden sein. Man konnte sich sicher sein, dass der Schauspieler Reagan diesen Film sehen würde und die Lage kippte danach hin zur Entspannung und Abrüstung. Diese 3 Sekundenaufnahmen haben einen Atomkrieg verhindert. Bewusst oder unbewusst - spielt keine Rolle; haben die Macher des Films genau kalkuliert, wie Reagan auf die Botschaft reagieren würde. 
Um jeden Preis verhindern, dass es jemals einen "the Day after" geben würde.

Der einzige Moment im Film der von der Uhrzeit gleich dreifach belegbar ist 3:38pm. 

3:38 pm The Day after 1983 by ABC
The Day After 1983 by ABC
3:38 pm The Day after 1983 by ABC
The Day After 1983 by ABC
3:38 pm The Day after 1983 by ABC
The Day After 1983 by ABC

Unten Sehen Sie einen Screenshot aus dem Dokumentarfilm "First Strike" 1979. Ein fiktiver Erstschlag der Sowjets gegen die USA. Die Szenen wurden in dem Film "The Day After" verwendet. 

"First Strike" 1979.
"First Strike" 1979.

Eine weiteres Bsp. für so eine Momentaufnahme ist der Militärfilm "Eine Frage der Ehre" Colombia Pictures 1992 von Rob Reiner.
Die analoge Uhr an der Wand wird in diesem Film nur sehr kurz gezeigt. Als die Szene endet steht sie bei 3:33:33 - 3 Uhr, 33Minuten und 33 Sekunden. Es geht hier um den Befehl für den "Code Red".  

Eine Frage der Ehre Colombia Pic. 3:33:33
"Eine Frage der Ehre" Colombia Pictures 1992

Am 30.3. 1981 wurde Reagan von einen Attentäter angeschossen und überlebte. Der Attentäter sitze 35 Jahre ab und durfte am 5. August 2016 wieder in die Freiheit entlassen werden. 

President_Reagan_and_Prime_Minister_Margaret_Thatcher_at_Camp_David_1986
Ronald Reagan mit Margaret Thatcher in Camp David. 1986
John Hinckley, Jr. Aufnahme des FBI am Tag des Attentats
John Hinckley, Jr. Aufnahme des FBI am Tag des Attentats

Henry Kissinger / Zbigniew Brzeziński 

Ein sehr einflussreicher US-Politiker der USA war Henry Alfred Kissinger aus Fürth. Am 20. August 1938 flohen Kissinger mit seinen Eltern und seinem Bruder aus Deutschland, um der antisemitischen Verfolgung zu entkommen. Sie waren Juden und gehörten zu den Wenigen die in die USA entkommen konnten. Dort konnte er über Jahrzehnte wirken und wurde mannigfaltig geehrt. Er wurde 100 Jahre alt und starb am 29. November (Tag 333) 2023.

Sein Vater Louis kam am 2.2. (Tag 33) 1887 auf die Welt.

Zbigniew Brzeziński * 28. März 1928 (Tag 88) war Berater des US-Präsidenten Carter * 1. Oktober 1924 (Jom-Kippur-Welle) und ein Hardliner, der gegenüber den Sowjets offensiv agierte. Er war aber ein klarer Gegner der Politik von George W. Bushs "Krieg gegen den Terror". Als Pole sah er seine Heimat von den Kommunisten besetzt und so erklärt sich auch seine Motivation. Mit Jan Nowak-Jeziorański * 3. Oktober 1914 (Jom-Kippur-Welle) betrieb er in Polen eine mannigfaltige Zersetzung gegen das Regime der Kommunisten. Zu Erzbischof Stefan Kardinal Wyszyński * 3. August 1901 hatte er ebenso Kontakt. Die Gründung der Gewerkschaft Solidarność war eine wichtige Bresche in den Reihen des Ostblocks. In Danzig kam es auf der Leninwerft am 14. August 1980 (KW-33) zum Streik. Der unmittelbare Auslöser war die Entlassung der Kranführerin Anna Walentynowicz * 15. August 1929 (KW-33), eine Galionsfigur der polnischen Streikbewegung des Jahres 1970. Der bekannte Gewerkschaftsführer Lech Wałęsa * 29. September 1943 (Jom-Kippur-Welle) wurde schließlich Präsident der 3. Polnischen Republik. 

Von U.S. Department of State from United States - Kenry A. Kissinger, U.S. Secretary of State
Von U.S. Department of State from United States - Kenry A. Kissinger, U.S. Secretary of State
Zbignew Brzeziński (1977) Von Kightlinger, Jack E.
Zbignew Brzeziński (1977)
Von Kightlinger, Jack E.

Donald John Trump

Donald J. Trump ist, wie alle Mächtigen, an die AWT gekoppelt. Er wird in der Popkultur sogar als Realversion von "Biff Tannen" aus BTTF 2 erkannt.
Eingangs mal ein Exkurs in Astrologie dazu:
Er ist Aszendent Löwe, Mars und Pluto im Löwen, ist besessen von Gold, hat deutsche Wurzeln und seine Großeltern haben 1902 in Ludwigshafen am Rhein geheiratet. Also quasi bei mir um die Ecke. ;-). Ich habe Sonne, MC und Merkur im Löwen und ich kann mich in Trump hineinversetzen. Putin hat ebenso 3 Löweaspekte und Mond im Zwilling, statt Sonne wie Trump. Er ist quasi eine Art Trump-Zwilling, was deren Beziehung erklärt. Putin hat Aszendent Skorpion und Medium Coeli im Löwen. Genau wie ich - ich verstehe also auch wie Putin tickt und kann mich in Beide einklinken. Hitler hatte Medium Coeli ebenfalls im Löwen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Putin ein chin. Drache ist.

Präsident Xi Jinping hat am 15. Juni 1953 Geburtstag und Mond + Pluto im Löwen. Er hat einen Tag nach Trump Geburtstag aber seine Geburtszeit ist unbekannt daher kann man bei ihm nur grob berechnen wie seine Daten sind. Aber was man sieht ist eine sehr große Ähnlichkeit, was die Anziehung zw. all diesen Männern erklärt. 

        

Flankiert wird Donald von seiner Tochter Ivana Marie „Ivanka“ Trump * 30. Oktober 1981 (Tag 303).

Donalds Vater Frederick Christ „Fred“ Trump Sr. * 11. Oktober 1905 (Jom-Kippur-Welle) seine Mutter Mary Anne MacLeod Trump † 7. August 2000  und seine Schwiegertochter Lara Lea Trump * 12. Oktober 1982 (Jom-Kippur-Welle) sind erwähnenswert. Macleod ist der Clan des Highlander. Seine Großmutter war Elizabeth Christ Trump * 10. Oktober 1880 (Jom-Kippur-Welle) und ein berühmter Onkel war John George Trump * 21. August 1907.

Trumps Urgroßmutter hieß auch noch Katharina. Er selbst wurde in NJ-Queens geboren. Der Stadtteil wird nach Katharina von Braganza benannt * 25.11. (Katharina Tag) 1638.

Dort hat auch Eddie Murphy als Prinz aus Zamunda seine Königin gesucht.

Zusammen mit Elon Musk wird Vivek Ganapathy Ramaswamy * 9. August 1985 die Bürokratie abbauen. 

Trump mag Frauen mit großen Brüsten womit er offen kokettiert. Genau wie viele seiner Vorgänger stolpert er über eine Affäre. In seinem Fall heißt sie Stephanie. Stephanie Clifford wurde in der August-Ausgabe 2008 des Porno-Magazins Genesis auf Platz 1 im „Porn’s Hot 100“-Ranking von Pornodarstellern gelistet. Sie ist blond und vollbusig. 

​Schon im Wahlkampf 2016 machte Trump mit der Jom-Kippur-Welle Bekanntschaft,

am 7. Oktober 2016 erregte die Veröffentlichung von Tonbandaufzeichnungen aus dem Jahre 2005 Aufsehen. Trump erklärte wie er Frauen an die "Pussy" griff und das ganz normal wäre.
Er hat das politisch überlebt und trotzdem die Wahl gewonnen. Jetzt folgen 33er-Wellen zu Hauf:

  • 11.12.2016 33 Tage nach der US-Wahl: Trump will offenbar Putin-Freund als Außenminister.

  • 23.03.2017 haben 33 Psychologen vor Trump gewarnt. 

  • Am 8. August 2022 durchsuchten FBI-Agenten Trumps Räumlichkeiten in Mar-a-Lago. Sie fanden 33 Kisten mit 11.000 geheimen Dokumenten. Die Adresse des Staatsanwalts ist Miami, Fl 33132. CASE NO. 22-MJ-8332-BER.

CASE NO. 22-MJ-8332-BER
CASE NO. 22-MJ-8332-BER
Mar-a-Lago_Search_and_Seizure_Warrant_08-05-2022_(S.D._Fl._22-mj-8332-BER).pdf
33 Kisten Modell 33250 bei Trump zu Hause
33 Kisten Modell 33250 bei Trump zu Hause
  • 30.8.2023 Anführer der Proud Boys drohen bis zu 33 Jahre Gefängnis für seine Rolle beim Trump-Putsch.

  • 10.3. 2024 36 Prozent der Wähler vertrauen Trump, 33 Prozent Biden.

  • Die Simpsons haben es kommen sehen... 

  • Trump wurde am 30.5.2024 in 34 Anklagepunkten schuldig gesprochen. 


Auch sein "Buddy" Stephen Bannon * 27. November 1953 (Tag 331) spielt eine wichtige Rolle.

Er verlässt das Weiße Haus am 18. August 2017 (KW- 33) und wird wieder Executive Chairman bei Breitbart. Am 20. August 2020 wurde Bannon wegen Verschwörung von einer Grand Jury angeklagt.
Stephen Miller * 23. August 1985 ist ein möglicher Nachfolger im Amt.
Sein Außenminister ist Marco Antonio Rubio * 28. Mai 1971 QS33 und dessen Frau ist 

Jeanette Rubio 5. Dezember 1973 (Tag 339). 

Paula White * 20.4.1966,  eine evangelikale Predigerin führte für Trump die Bewegung „Faith and Opportunity Initiative“  / Glaube und Chance an. Mit den Stimmen der Evangelikalen konnte Trump die Wahlen gewinnen. Diese Vorgehensweise wurde übrigens auch von dem Brasilianer Jair Messias Bolsonaro21.3 1955 erfolgreich kopiert wurde. Gegen Bolsonaro wurde wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Militärputsches in zehn Bundesstaaten mit 33 Durchsuchungsbefehle vorgegangen...  
Auch eine so extreme Persönlichkeit wie Nick Fuentes18. August 1998 gehört zu den Trump-Anhängern. Nicht zu vergessen Peter Andreas Thiel * 11. Oktober 1967 (Jom-Kippur-Welle). 

​Umgeschwenkt ist mittlerweile Tucker McNear Carlson (* 16. Mai 1969, QS 37, Tag 136), er koppelt an Carl und mit 136 im Nahbereich von 137 was mit MCNear zusätzlich betont wird.

Das Attentat vom 13.7.2024 wurde von Thomas Matthew Crooks aus Bethel Park, verübt. Bethel Park hat ca. 33.000 Einwohner und liegt auf 338m Höhe über N. N.  

J.D. Vance wurde am 15.7.2024 als sein möglicher Vize-Präsident ins Spiel gebracht. Er kommt aus dem "Rust Belt" Ohios, hat am 2. August 1984 Geburtstag und war bei den Marines.

Wenn Trump im Amt ausfällt, würde er automatisch Präsident werden... ;-)   

Vance ist der Vorsitzende des Senats und „Chuck“ Grassley * 17. September 1933 (1+7+9+1+9+3+3=33)  ist der Präsident pro tempore,

Der Senat hat 100 Mitlieder die in 3 Klassen geteilt sind. 2x33 und 1x 34 Mitglieder. Diese Klassen werden jeweils alle 2 Jahre neu gewählt und sind dann 6 Jahre lang im Amt. 

Unter Trump wird Linda Marie McMahon * 4. Oktober 1948 (Jom-Kippur-Welle) für Bildung zuständig sein. Sie hat viel vor..

Es gibt sogar eine Ministerin für Kleine Gewerbebetriebe Kelly Lynn Loeffler 

* 27. November 1970 (Tag 331). Die Behörde hat 3.300 Angestellte - Stand  21.2.2025. 

Der Fraktionsvorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus ist Stephen Joseph „Steve“ Scalise6. Oktober 1965 (Jom-Kippur-Welle). Der Majority Whip ist „Tom“ Emmer Jr.

3.3.1961. 

Der Fraktionsvorsitzende der Demokraten ist  im Repräsentantenhaus ist Hakeem Jeffries 4. August 1970 und seine Minority Whip ist Katherine Clark * 17.6. 1963 (1+7+6+1+9+6+3=33).

Aktuell hat das Repräsentantenhaus 433 Mitglieder da 2 Sitze vakant sind. 

Stormy Daniels, 2007 Von Alan from Chicago, USA - DSC00870 - Stormy Daniels, CC BY-SA 3.0
Stormy Daniels, 2007 Von Alan from Chicago, USA - DSC00870 - Stormy Daniels, CC BY-SA 3.0
J. D. Vance (2023) Von United States Congress
J. D. Vance (2023) Von United States Congress

Trumps Meme ist Kek - der Frosch. Damit bauen seine Anhänger einen regelrechten Kult auf. Kek ist eine altägyptische Gottheit, der mit seiner Partnerin Keket zu den 8 Göttern der Hermopolis zählt. Kek wird als der Erschaffer des Tages - Lichts beschrieben. Alle 8 Götter bilden je 4 Paare aus Mann und Frau. Wobei die Männer mit Froschkopf und die Frauen mit Schlangen dargestellt werden.
Mittlerweile haben seine Gegner den Frosch als Symbol selbst übernommen. 
Die Analogie des Froschs wandert durch die Jahrtausende und wird später bei den Ableitungen genau erklärt. 

Ein typisches „Kek“-Meme, das Donald Trump und Pepe den Frosch kombiniert.
“Have you seen what @realDonaldTrump just tweeted?!” Flickr
“Have you seen what @realDonaldTrump just tweeted?!” Flickr
Ein typisches „Kek“-Meme, das Donald Trump und Pepe den Frosch kombiniert. by www.splcenter.org/

Lisa Simpson

Lisa Marie Simpson * 2. August 1984 wird die erste Frau im Weißen Haus sein. Sie hat die Kinderpuppe "Lisa Löwenherz" erfunden und ist natürlich hochbegabt. Sie hat am selben Tag Geburtstag wie J.D. Vance. Die Autoren der Simpsons haben eine Verbindung ins kollektive Unterbewusstsein, nur so ist deren Orakel zu erklären. Homer ist daher auch der "Auserwählte".

Lisa Simpson / Kamala Harris by PHOTO: AL JEAN/X
Lisa Simpson / Kamala Harris by PHOTO: AL JEAN/X

Philanthropen

Solomon R. Guggenheim ist ihnen vielleicht ein Begriff des berühmten Guggenheim Museum. Er war durch die Heirat in die Rothschild-Familie sehr wohlhabend und hat viel gespendet. Z.B. eben für das besagte Museum und auch für die Luft,- und Raumfahrtforschung am MIT. Das Gebäude dazu hat die Nr. 33.
Er hat am 2. Februar 1861 Geburtstag. (Tag 33).

Andrea Carnegie hat als Stahlmagnat sehr viel Geld verdient und auch viel davon wieder gespendet. Z.B. für öffentliche Bibliotheken. Er hat am 25.11.1835 Geburtstag (Katharinatag) und er starb am 11. August 1919 (KW-33) im Zeichen des Löwen. Er hat das Evangelium des Reichtums verfasst.  

Henry Ford kam als Löwe am 30.7.1863 auf die Welt und seine Arbeit hat die industrielle Fertigung revolutioniert. Am 30. November 1901 (Tag 334) entstand die Henry Ford Company.

Er war für seine Zeit erstaunlich sozial eingestellt und zahlte seinen Arbeiten gutes Geld. Er lehnte als überzeugter Antisemit das Treiben an der Wall Street ab. Er hat aber niemals Geld an Hitler oder die NSDAP gespendet. Henry Ford war Freimaurer im höchsten Grad 33. In die Loge war er am 28. November 1894 (Tag 332) eingetreten. 1908 bringt Ford ein neues Fahrzeug auf den amerikanischen Markt: das "Model T". Die Produktion beginnt am 12. August 1908. Am 27. September verlässt das erste Modell die Werkhallen von Ford.

Melinda French Gates * 15. August 1964 (KW-33) die Ex-Frau von Bill Gates hat mit ihm und MacKenzie Scott zusammen jeweilige Stiftungen initiiert. Sie hat mit Bill Gates 3 gemeinsame Kinder und war 2012 auf Platz 3 der Rangliste der mächtigsten Frauen der Welt. Bill Gates hatte 1/3 seines Vermögens ihrer gemeinsamen Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung gespendet. Melinda hat sich von Bill scheiden lassen und auch die gemeinsame Stiftung verlassen.

George Soros * 12. August 1930 (KW-33) hat mit seiner Open Society Foundations die 2. größte Stiftung nach der von Bill-Gates ins Leben gerufen. Er hat sein Vermögen mit Aktienspekulationen gemacht, was ihm auch vorgeworfen wird. Über 32 Mrd. Dollar hat er laut Angabe der Stiftung für ebendiese gespendet. 

Ich zitiere hier mal Homer J. Simpson: Du kannst das Karma nicht kaufen.

Hilton

Die berühmte Hotelkette Hilton wurde von Conrad Nicholson Hilton Sr. * 25. Dezember 1887 

gegründet. Er war der Sohn von Augustus Halvorsen. Er stammt aus Norwegen und seine Mutter Mary aus dem Hunsrück.  

Das erste selbstgebaute Hotel "Dallas Hilton" eröffnete am 2. August 1925. Er war 3x verheiratet. 

Die Wertpapiernummer der Hotelkette ist ISINUS 43300A2033.

Sein Enkel ist Richard Howard „Rick“ Hilton * 17. August 1955 (KW-33).

Dessen Tochter Nicky Hilton * 5. Oktober 1983 (Jom-Kippur-Welle) trägt die Welle weiter.

Am 15. August 2004 (KW-33) heiratete Hilton in einer Hochzeitskapelle in Las Vegas, die Ehe wurde jedoch bereits am 9. November 2004 annulliert. Sie ist aktuell mit James Rothschild * 19. August 1985 verheiratet. 

Mit den blonden Haaren, den blauen Augen und dem symmetrischen Gesicht ist sie extrem attraktiv. Sie hat im Gegenteil zu ihrer Schwester Paris auch keinerlei Skandälchen abgeliefert. 

Evel Knievel

Evel Knievel ist eine Stuntman-Legende der in den Jahren seiner unzähligen Motorrad-Sprunge 433 Knochenbrüche erlebt hat. 
Zitat:" Wenige Monate vor seinem Tod gab Knievel ein christliches Bekenntnis ab, nachdem er nach eigener Aussage „jahrzehntelang vor Gott weggelaufen“ sei und „in Sünde gelebt“ habe. Er bezeichnete seine Bekehrung als die größtmögliche Veränderung seines ganzen bisherigen Lebens. Sein sehr persönliches Zeugnis seiner Gotteserfahrungen gab er unter anderem im „Hour-of-Power“-Gottesdienst. Evel Knievel starb am 30. November 2007 (Tag 334) in Clearwater (Florida) im Alter von 69 Jahren an Lungenversagen." Sein Markenzeichen war ein Anzug mit Sternen der US-Flagge und spezielle auf dem Bild, die Wellenform des Buchstaben "E".

Evel Knievel, 1974. Chris O'Meara/AP/Shutterstock.com
Evel Knievel, 1974.
Chris O'Meara/AP/Shutterstock.com

Baseball

Eine Sportart, die es so nur in den USA gibt, ist Baseball. In Deutschland kennt kaum jemand überhaupt die Regeln oder die aktuelle Ligatabelle. Was ein Homerun ist könnten vielleicht noch ein Paar Leute erklären, aber in den USA ist es ein Kultsport und einige Namen kennt man auch hierzulande, durch Filme. Nice to know - im 2. Weltkrieg konnten die USA alle deutschen Agenten und Soldaten in US-Armee Uniformen, auch mit besten Englischkenntnissen, allein dadurch enttarnen, indem sie ihnen einfache Fragen zu Baseball stellten. Etwas was Schulkinder auswendig wussten war für die Deutschen komplett unbekannt.   

Peter Edward „Pete“ Rose † 30. September 2024 (Jom-Kippur-Welle) war ein Top Spieler der Rekorde aufstellte. Er war aber auch in einen Wettskandal verwickelt und gilt als gefallener Stern. Seine Batting Average war 0,303 und sein letzter MLB-Einsatz am 17. August 1986 (KW-33).

Mickey Charles Mantle † 13. August 1995. Die teuerste Sammelkarte aller Zeiten trägt sein Gesicht.  

​Joseph Paul „Joe“ DiMaggio * 25. November 1914 (Katharinatag) war mit Marilyn Monroe verheiratet. Er muss ein Ausnahmespieler gewesen sein, der mehrere Rekorde aufgestellt hat. Er wird als Person in Billy Joels "We didn't start the fire" in der ersten Strophe genannt. Wie Marilyn auch, aber sie in der zweiten.

George Herman „Babe“ Ruth Jr. * 6. Februar 1895 ; † 16. August 1948. Baseball Hall of Fame Member.

Christopher „Christy“ Mathewson * 12. August 1880 (KW-33) ; † 7. Oktober 1925 (Jom-Kippur-Welle) Baseball Hall of Fame Member.​

Mickey Mantle gewann mit den NY Yankees sieben Mal die World Series.  © DPA pa
Mickey Mantle gewann mit den NY Yankees sieben Mal die World Series.  © DPA pa

World Series 1919 / Black Sox Skandal

Der größte Wettskandal im Baseball fand vom 1. Oktober – 9. Oktober 1919 (Jom-Kippur-Welle) während 8 Spielen durch 8 Spieler statt. Im Rahmen des Prozesses wurde ein weiterer Spieler, „Honest“ Eddie Murphy * 2. Oktober 1891 (Jom-Kippur-Welle), bekannt. Seinen Spitznamen „Honest“ (der ehrliche Eddie) erhielt er, weil er sich nicht an den Schiebereien beteiligte. Der Begriff „Honest Eddie“ gilt heute als geflügeltes Wort. Hier wird ihm der 30. Juli als Feiertag gewidmet. Der Skandal an sich wurde ausgiebig in Filmen und Büchern verarbeitet. Er hat die USA massiv geschockt.

„Honest“ Eddie Murphy
„Honest“ Eddie Murphy-Day am 30.7.2022

Am 7. August 1982 rettete Jim Rice das Leben des 4-jährigen Jonathan Keane, der heftig von einem Baseball getroffen worden war. Es machte Rice zu einem gefeierten Lebensretter dem man das heute noch hoch anrechnet, weil er so beherzt reagiert hat. 

7. August 1982, Boston Red Sox , Dave Stapleton , Fenway Park , Jim Rice
7. August 1982, Boston Red Sox , Dave Stapleton , Fenway Park , Jim Rice

Dallas Soap Opera

Die erfolgreichste Serie der 70.er und 80er Jahre war Dallas. Es ging um Öl und Intrigen usw. 
Das Zentrum der ganzen Handlung war die Southfork Ranch. Sie liegt auf folgenden Koordinaten 33° 2′ 57″ N, 96° 36′ 33W.

Das Eingangstor zur Southfork Ranch by https://gypsyroadtrip.com/
Das Eingangstor zur Southfork Ranch

Barbara Bel Geddes spielte die Clanmutter Miss Ellie. Sie ist der Ausgangspunkt des Clans und sie starb am 8. August 2005. Die jüngste Tochter in der Serie heißt Lucy Ann Ewing gespielt von Charlene Tilton * 1. Dezember 1958 (Tag 335). Die typische Blondine wie wir sie oben schon besprochen haben. Die goldene Löwenmähne und die pralle Oberweite sind das Maß aller Dinge. 

Barbara Bel Geddes _ Charlene Tilton Dallas 1978 by CBS 
Barbara Bel Geddes _ Charlene Tilton Dallas 1978 by CBS 

Mediengravitation – Informationsmonopole, Rosebud und die Steuerung des öffentlichen Feldes

Das Prinzip (Ω₅, Wiederholung, Deutungsraster)

Nachrichtendienste, Nachrichtenagenturen, Medienkonzerne und Presseorgane haben eines gemeinsam: Sie sammeln Daten, analysieren sie, ordnen sie in ein bestimmtes Deutungsraster ein und geben sie anschließend über ausgewählte Kanäle wieder aus. Dadurch entsteht nicht nur Information, sondern gerichtete Information.

AWT-seitig wirkt hier Ω₅ = 1/37 als Welle der Wiederholung. Eine einzelne Nachricht ist noch kein Weltbild. Wird dieselbe Deutung jedoch über viele Kanäle, Stimmen, Bilder, Schlagzeilen und Gesichter wiederholt, entsteht kollektive Resonanz. So wird öffentliche Meinung nicht immer grob erzwungen, sondern oft subtil geformt: durch Auswahl, Wiederholung, Gewichtung, Bildsprache und emotionale Kopplung.

Hearst & Citizen Kane – Der Ursprung

Wie nah Information und Desinformation im öffentlichen Raum beieinander liegen können, zeigt sich früh am Beispiel von William Randolph Hearst (* 29. April 1863; † 14. August 1951, KW 33).

Hearst war einer der großen amerikanischen Medienmagnaten und prägte den Sensationsjournalismus entscheidend mit. Seine Presse gilt als wichtiger Verstärker jener aufgeheizten Stimmung, die im Umfeld des Spanisch-Amerikanischen Krieges wirksam wurde. Damit erscheint Hearst als frühe Modellfigur eines Medienakteurs, der nicht nur berichtet, sondern Wirklichkeit durch Wiederholung und emotionale Zuspitzung mitformt.


Er baute sich für 37 Millionen US-$ ein Schloss und wurde später zur Vorlage für eine der berühmtesten Figuren der Filmgeschichte: Charles Foster Kane in Citizen Kane.

George Orson Welles (* 6. Mai 1915, QS 27; † 10. Oktober 1985, QS 25, JKW)

verdichtete in dieser Figur den amerikanischen Medienmagnaten zum Mythos. Kane besitzt Zeitungen, Bilder, Kanäle und Einfluss. Er kann Wirklichkeit nicht vollständig kontrollieren, aber er kann sie rahmen.

Genau darin liegt die AWT-Relevanz: Medienmacht ist nicht nur Besitz von Papier, Sendern oder Geld. Medienmacht ist die Fähigkeit, Wahrnehmung zu ordnen.

Die Figur Charles Foster Kane trägt selbst Marker. Schon der Name Charles koppelt an Karl. Kane besitzt im Film ein Zeitungsimperium; die Zahl 37 erscheint im Umfeld seiner Medienmacht. Am Ende stirbt er mit einem einzigen Wort: „Rosebud“.

Dieses Wort wird zum Rätsel des Films. Es ist kein politischer Begriff, kein Geldsymbol und keine Schlagzeile, sondern eine Erinnerung. Kane, der alles besitzt, kehrt im Moment des Todes zu einem verlorenen Kindheitsmoment zurück. In dieser Szene erscheint auch die Schneekugel: eine Miniaturlandschaft im Winter, die durch Schütteln künstlichen Schneefall erzeugt. Schneeflocken sind natürliche Fraktale auf Basis hexagonaler Ordnung und eignen sich damit perfekt, um den Grundgedanken der AWT zu veranschaulichen: In kleinster Form wiederholt sich eine Struktur, die zugleich zufällig und geordnet wirkt.

 

Auch der menschliche Körper spiegelt grundsätzlich die bereite bekannte Mathematik wieder. Die Eulersche Zahl beim Goldenen Schnitt, der idealen Proportionen sind nicht zufällig das Schönheitsideal und generieren automatisch Anziehung.

Rosebud ist die Rosenknopse und das koppelt an die Rosensymbolik der 11.-12. Vermutung. In Bezug auf öffentliche Medien kann man hier den Einsatz der weiblichen Brustwarzen (Brustknospe) ableiten. Die darf man normalerweise nicht zeigen und genau das beweist deren attraktive Wirkung auf wenig Fläche. In den Boulevard-Zeitungen wurde gerne mit diesem Mittel um Aufmerksamkeit gearbeitet. Die Rose ist nicht nur Schmuck, Liebe oder Nostalgie. Sie ist ein verdichtetes Symbol für Erinnerung, Begehren, Verlust, Geheimnis und Öffnung. Kane kann sein Imperium bauen, aber die Rosebud-Spur zeigt, dass der eigentliche Kipppunkt seines Lebens viel früher liegt: in der Trennung von der Mutter und der Übergabe an eine neue Machtstruktur.

 

Kane wird später selbst zum Akteur. Mit 25 Jahren tritt er in die Rolle des Medienmachers ein und baut ein Imperium auf Boulevard-Niveau. Damit wird aus dem Kind, das aus seinem Ursprungsfeld herausgelöst wurde, ein Mann, der selbst Ursprungsfelder anderer Menschen beeinflusst. Die verlorene Rose wird zum Medienapparat. Das private Trauma wird zur öffentlichen Maschine.

An diesem Punkt berühren sich Medien, Sexualität und Aufmerksamkeit. Boulevardmedien arbeiten nicht nur mit Fakten, sondern mit Reizen. Körper, Gesichter, Schönheit, Skandal, Angst, Begehren und Empörung werden als Aufmerksamkeitsverstärker eingesetzt. In der AWT-Sprache verstärkt diese Kombination den Ω₅-Effekt erheblich: Die Information wird nicht nur verstanden, sondern körperlich und emotional mitgeführt.

Die Kombination aus perfekt arrangierten Informationen und dazu perfekte Körper mit sexueller Subbotschaft kombiniert verstärkt die Ω₅-Wirkung enorm. Man wählt dann so wie es die Nachrichten suggerieren und die bildhübsche Dame (Nachrichtensprecherin) und vollbusige Wetterfee werden das sexuell konnotiert untermalen. Der Flow in eine perfekte Welle geraten zu sein wird damit bewusst herbeigeführt. 

Im Film trägt Kanes bester Freund Jedediah Leland eine weitere Achse. Gespielt wird er von

Joseph Cheshire Cotten (* 15. Mai 1905 /Datumsdiagonale, in Petersburg, Virginia; † 6. Februar 1994, QS 31, Tag 37) Petersburg koppelt an Peter, Fels und Fundament; der Ort liegt bei etwa 37° 13′ N, 77° 24′ W. Auch hier erscheinen 37 und 13 im Feld. Der Ort hat 33.458 Einwohner (Stand 2020).

Everett Sloane (* 1. Oktober 1909, QS 21, JKW; † 6. August 1965) spielte Mr. Bernstein, Kanes Buchhalter.

Dass Citizen Kane später selbst in der Popkultur weiterlebt, passt zur AWT-Logik.
Die Simpsons greifen das Kane-Motiv auf; auch Columbo verwendet „Rosebud“ als Auslöser einer Mordstruktur. Das Symbol wandert weiter. Aus einem Filmwort wird ein kultureller Code.

Die Analogien der Rose in all ihren Facetten werden wir im Kapitel Sexualität ausbreiten und schon Sigmund Freud wusste, dass in der Sexualität der Schlüssel zum Verständnis des Menschen liegt.

Moderne Medienmogule setzen diese Achse fort.

 

​CNN & Fox News – Krieg, Echtzeit und politische Medienmacht

Robert Edward Turner III. 

(* 19. November 1938, QS 33; † 6. Mai 2026, QS 21) gründete CNN und veränderte damit die Nachrichtenwelt. CNN war der erste reine 24-Stunden-Nachrichtenkanal und wurde durch den Golfkrieg 1991 weltweit sichtbar. Hier entsteht nicht nur Berichterstattung, sondern ein neues Verhältnis von Krieg, Kamera, Echtzeit und öffentlicher Meinung. Der sogenannte CNN-Effekt beschreibt genau diese Veränderung: Weltpolitik wird nicht mehr nur in Amtsstuben und Zeitungen verarbeitet, sondern live, emotional und global sichtbar.

 

„Die spätere Form des Embedded Journalism zeigt, wie eng Medien und Kriegsführung gekoppelt werden können.“

 

CNN wird aktuell seit Oktober 2023 von Mark Thompson (* 31. Juli 1957, QS 33) geführt.
Wichtige Akteure des Senders waren:

Peter Gregg Arnett (* 13. November 1934, QS 23; † 17. Dezember 2025) wurde durch seine Kriegsberichterstattung bekannt und steht exemplarisch für die Live-Reportage aus dem Kriegsraum.

Louis Carl „Lou“ Dobbs (* 24. September 1945; † 18. Juli 2024) gehört ebenfalls zur frühen CNN-Achse.

​John Carl Malone (* 7. März 1941, QS 25) als Verleger und Miteigentümer von Warner Bros.

Christopher Charles „Chris“ Cuomo (* 9. August 1970) war Moderator bei CNN und ist der Bruder von Andrew Mark Cuomo (* 6. Dezember 1957, Tag 340) dem ehem. Gouverneur des Staates New York. Also eine sehr enge Verbindung zw. Medien und Politik.

​Das erste Nachrichtenduo waren Lois Hackbert Hart Walker (* 5. Februar 1950, QS 22) und David Edward Walker (* 21. Mai 1941, QS 23). Sie heirateten und am 26. November 2008 (Tag 331 - Schaltjahr) gingen Walker und Hart bei KCRA in den Ruhestand.

Am 8. Oktober 2012 (JKW) kündigte CNN die Gründung von CNN Films an.

Damit geht der Nachrichtenkanal erneut in den Bildraum: Aus Nachricht wird Dokumentarfilm, aus Ereignis wird Erzählung, aus Bericht wird dramaturgisch geordnete Wirklichkeit.

Auch Fox News gehört in diese Struktur.

Roger Eugene Ailes

(* 15. Mai 1940, QS 25 Datumsdiagonale; † 18. Mai 2017, Tag 138 - BSK-Echo ) 

war über Jahrzehnte eine Schlüsselfigur des konservativen Fernsehens. Er arbeitete als Medienberater für republikanische Präsidenten und baute später Fox News zu einer politischen Medienmacht aus. Damit zeigt sich die nächste Stufe: Medien berichten nicht nur über Politik, sondern werden selbst politische Infrastruktur.

Der Sender Fox ging am 9. Oktober 1986 (als Fox Broadcasting Company) (JKW) auf Sendung und dort laufen die Simpsons in bisher 37 Staffeln. 

Bloomberg – Finanzdaten, Blüte und Berg

 

Bloomberg ist AWT-seitig auffällig: „Bloom“ bedeutet blühen und koppelt an Rose, Blüte und Rosebud; „Berg“ verweist auf Tetraeder, Höhe und feste Struktur.

Michael Rubens Bloomberg (* 14. Februar 1942)trägt zusätzlich den Valentinstag und damit das rote Rosenfeld für die Geliebte. Sein zweiter Vorname Rubens erinnert an Peter Paul Rubens, den Maler üppiger Körperlichkeit. Damit verbinden sich Finanzen, Daten, Blüte, Berg, Körperbild und New York.

Bloomberg begann als Investmentbanker, gründete Bloomberg L.P am 1. Oktober 1981 im JKW-Fenster und wurde später Bürgermeister von New York. Damit läuft dieselbe Achse erneut: Daten, Kapital, Medien, Politik und Stadtmacht. Bloomberg hält einen sehr großen Anteil an seinem Unternehmen; die Firma arbeitet global und verbindet Finanzdaten, Nachrichten, Handelssysteme und technische Infrastruktur.

Er hält 88% der Anteile. 2300 Mitarbeiter in 72 Ländern (FSK-Echo) arbeiten für ihn.

Bloomberg.com wurde am 29. September 1993 (QS 42, JKW) als Finanzportal mit Informationen zu den Märkten gegründet.

Am 13. August 2019 (KW 33) übernahm Bloomberg das Unternehmen RegTek.Solutions, um sein Angebot an Dienstleistungen im Bereich der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung und des Datenmanagements zu erweitern.

Am 13. März 2023 (Tag 72-FSK-Echo) schloss Bloomberg eine Vereinbarung zur Übernahme von Broadway Technology, einem Anbieter von Hochleistungs-Handelssystemen und Lösungen für den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren.

Seit 2015 ist John Micklethwait (* 11. August 1962) Chefredakteur.

Der Hauptsitz von Bloomberg L.P. befindet sich in der 731 Lexington Avenue (im Volksmund als „Bloomberg Tower“ bekannt) in Midtown Manhattan, New York City.

Die 731 ist als Spiegelung der 137 lesbar.

Das Gebäude wurde entworfen von César Pelli (* 12. Oktober, 1926; 19. Juli 19, 2019).

Paul Goldberger (* 4. Dezember 1950, QS 22, Tag 338) lobte in der Ausgabe des Magazins „The New Yorker“ vom 6. August 2007 die Bloomberg-Büros als „eine Redaktion, die wahrhaftig für das elektronische Zeitalter konzipiert wurde … eine beeindruckende Arbeitsumgebung, eingebettet in einen eleganten, aber konventionellen Wolkenkratzer.

Goldberg ist selbsterklärend.

Am 30. September 1991, erneut im JKW-Fenster, ging The Charlie Rose Show auf Sendung. Der Name Charles Peete Rose Jr. (* 5. Januar 1942, QS 22) koppelt erneut an Karl, Peter/Peete, Stein und Rose. Damit blüht die Rose im Bloomberg-Feld noch einmal auf: Daten, Kapital, Gespräch, Medienraum und Rosenname fallen zusammen.

Zusammenfassung – Ω₅ im Medienzeitalter

Damit entsteht in der US-Geschichte ein eigener Mediencluster:

Hearst liefert den frühen Medienmagnaten.
Citizen Kane liefert Rosebud und die Schneekugel.
CNN liefert Echtzeit, Krieg und globale Wiederholung.
Fox News liefert politische Medienmacht.
Bloomberg liefert Finanzdaten, elektronische Redaktion und Rose/Berg-Symbolik.

AWT-seitig zeigt sich darin ein klares Prinzip: Wer die Kanäle besitzt, besitzt nicht automatisch die Wahrheit. Aber er besitzt die Möglichkeit, Wiederholung, Gewichtung und Bildrahmen zu steuern.

Genau dort wirkt Ω₅: nicht als Einzelimpuls, sondern als kollektive Sättigung über Kanäle, Bilder, Stimmen und Wiederholungen.

Man muss das gesamte Bild betrachten — genau das sagt Rubens. Es geht nicht darum, einzelne Körpermerkmale isoliert herauszustellen. Aber ohne Körperlichkeit, Rundung, Haut, Blickführung und erotische Spannung wäre das Bild deutlich schwächer. Die nackte Brust ist nicht das ganze Bild, aber sie erzeugt Anziehung, Tiefe und Aufmerksamkeit.

AWT-seitig ist das entscheidend: Wirkung entsteht nicht nur durch Information, sondern durch Komposition. Text, Bild, Körper, Stimme, Farbe, Blick und Begehren bilden gemeinsam das Feld. Die sexuelle Subbotschaft ist dabei kein Fremdkörper, sondern ein Verstärker. Sie zieht Aufmerksamkeit an, bindet den Blick und erhöht die Resonanz.

Rubens zeigt genau das: Schönheit, Körperlichkeit und Fülle sind keine bloße Dekoration. Sie sind Teil der Bildlogik. Ohne sie wäre das Bild vielleicht korrekt, aber langweilig.

Damit eine Botschaft geglaubt wird, muss die Argumentation messerscharf sein — und die Frauen, die sie umrahmen, scharf wie eine Rasierklinge. Diese simple Gleichung ging sehr lange auf. Caesar und Cleopatra wären mit diesem Prinzip heute noch erfolgreich: Macht braucht nicht nur Inhalt, sondern Inszenierung.

Damit wird beim Empfänger nicht nur ein rationaler Informationskanal bedient, sondern ein ganzes Bündel: Argument, Stimme, Gesicht, Körper, Blickführung, Begehren und Wiederholung. Die Botschaft wird nicht nur gehört, sondern gesehen, gefühlt und unterbewusst eingeordnet.

Wenn die Wetterfee die Schneekugel schüttelt und dabei die vollen Brüste gleich mit, während die Brustwarzen durch den Stoff hervorstehen, sagt das Unterbewusstsein nicht: „Das ist meteorologisch relevant.“ Es sagt einfach nur: „Rosebud.“

AWT-seitig ist genau das der Rosebud-Effekt der Massenmedien: Eine kleine, emotional aufgeladene Bildstelle kann mehr Wirkung erzeugen als eine lange Erklärung. Nicht, weil sie sachlich wahrer wäre, sondern weil sie tiefer andockt. Das Sichtbare rahmt die Information, das Verbotene verstärkt den Blick, und aus Aufmerksamkeit wird Resonanz.

Die AWT versucht nicht, die Welt so zu beschreiben, wie man sie gerne hätte, sondern so, wie sie tatsächlich wirkt. Dazu gehört auch, unbequeme, rohe oder unästhetische Wirkmechanismen nicht zu verdrängen. Medien arbeiten nicht nur mit Wahrheit, sondern mit Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit entsteht nicht nur durch Argumente, sondern auch durch Körper, Begehren, Wiederholung, Verbot und Inszenierung.

Wer das aus falscher Scham ausblendet, versteht die Wirkung nicht. Wer es nüchtern betrachtet, erkennt das Feld.

Die Welt muss so gesehen werden, wie sie ist — nicht so, wie man sie gerne hätte.

Globale Ausbreitung des American Dreams

Denkt man an die USA fällt einem eher früher als später das Franchisemodell McDonalds ein.

Diese extrem erfolgreiche und sehr stark optimierte (Updatepflicht!) Variante eines Fastfood-Restaurants erfüllt natürlich auch die Gesetze der AWT. Gehen wir mal an den Ursprung.

Das McDonald’s-Restaurant in 10207 Lakewood Blvd., Downey (Kalifornien) ist seit 1953 geöffnet und das älteste noch in Betrieb befindliche McDonald’s-Restaurant. Die Koordinaten sind 33° 56′ 50,9″ N, 118° 7′ 4,3″ W 

Downey Mcdonalds Photo by Bryan Hong
Downey Mcdonalds Photo by Bryan Hong

Natürlich kennen Sie auch das berühmte Logo. Die „Golden Arches“ (deutsch „goldene Bögen“). Man sieht sie auf dem Bild oben noch im Original. Mittlerweile sind es goldene M-Bögen aber Sie wissen dass es sich hier um Wellen handelt. Die Fastfood Welle hat Deutschland ebenso überflutet.

McDonald's_Golden_Arches
McDonald's Golden Arches

Den Antrieb sich ständig selbst zu optimieren und Updates zu generieren ist systemtypisch für so ein erfolgreiches Unternehmen und es ist die Blaupause für nahezu alle anderen Branchen. Die Amerikaner haben hier, nach der industriellen Massenproduktion von Kriegsgerät im 2. Weltkrieg, eine weitere Sparte für Optimierung aufgetan. In dem Buch "Die McDonaldisierung der Gesellschaft" wird das sehr gut dargestellt. Das sog. Franchisesystem ist eine 1zu1 Umsetzung des viralen Gedankens. Man kopiert den Bauplan und das Geschäftskonzept einfach immer weiter und verdrängt damit die etablierte Konkurrenz. Den Begriff Wirts(zelle) kann man hier gerne verwenden. Er verteilt freiwillig die Essenskopien, deren Bauplan (Zubereitung) ihm zugewiesen wurde. Es gibt keine Abweichung davon.

Aber McDonalds ist nur ein kleiner Fisch gegen den größten Player den es überhaupt gibt. Als Deutsche ist uns dieser Riese kaum im Bewusstsein, weil dieser ausgerechnet in Deutschland nicht erfolgreich agieren konnte. Wir reden hier vom umsatzstärksten Unternehmen weltweit. Ein Gigant: Wal-Mart. Ich habe praktisch keine direkten Bezüge zum Wert 33, Löwensymbolik oder Wellencharakter entdeckt. Was verwundert bei dem Top-Unternehmen. Gehen wir an den Anfang der Geschichte. 

Den ersten "Supermarkt" genannt "Piggly Wiggly" wurde 1916 von Clarence Saunders * 9. August 1881 eröffnet. Geheiratet hat er am 6. Oktober 1903 (Jom Kippur-Welle). Am 11.9.1916 eröffnet er das erste Selbstbedienungsgeschäft.

Das Patent des "Selbst-Bedienungsladens" wurde am 9. Oktober 1917 (Jom Kippur-Welle) mit der Nr. 1,242,872 erteilt. 

Er zog 1904 nach Memphis Tennessee, der Ort boomte. 1880 hatte die Stadt noch 33.000 Einwohner, 1904 mehr als das 3-fache. Clarence Saunders hat diese Welle von dort aus gestartet.

Danach habe ich mir noch das Logo und den Namen von Wal-Mart angeschaut. 
Wal Mart kommt von Waltons Market. Hier sind einfach die Initialen W und M der Schlüssel. Dazu ein Stern wie bei den meisten Flaggen. Dazu später mehr. Das neue Logo vereint die beiden Worte zu Wal-Mart packt aber 6 Streifen dazu. Also 2*3. Die Streifen werden übrigens als Funken interpretiert. 

In den USA gab es 2022 5335 Filialen. Im August 2016 übernahm Walmart den erst 2014 gegründeten und seit Juli 2015 aktiven Amazon-Klon Jet.com für 3,3 Milliarden US-Dollar. 

Am 2. Oktober 2020 (Jom Kippur-Welle) verkauft Walmart britische Supermarktkette Asda.

Wal Mart ist ebenso ein Champion was Optimierung und Upgrades angeht. Immerhin wurde allein das Logo schon 7x geändert. 

Wal-Mart_logo,_1992–2008
by Wal-Mart Stores,
Walmart_logo

Man kann ohne viel Vorurteile und Übertreibung sagen, dass sowohl McDonalds als auch Walmart keine hoch angesehenen Arbeitgeber sind. Die neuen Mitarbeiter an der Basis bei Walmart müssen mit 33,3% weniger Gehalt auskommen, als die gewerkschaftlich organisierten Kollegen in anderen Ketten. In den USA belehren Eltern ihre Kinder, dass wenn sie in der Schule nicht lernen und dumm bleiben, sie bei McDonalds arbeiten müssten. So wie man bei uns das gleiche Spiel etwa mit der Müllabfuhr macht. Der Charakter der Sklavenhaltung und der Ausbeutung in den USA drückt sich auch hier aus.

Die beiden theoretischen Begründer des modernen Kommunismus würden sich auf diese Zustände einschießen. Sie hießen Marx und Engels was als Initialen M und E ergibt. Den sog. Ur-Kommunismus gab es übrigens schon zu Zeiten von Jesus Christus. Dieser Gegensatz führte über die Jahrhunderte immer wieder zu Konflikten wie dem 30jährigen Krieg und den Kriegen der Kapitalistischen System gegen die kommunistischen Regime oder islamischen Theokratien.

Und damit schließt sich der Kreis auch schon wieder.  

Amazon

Jeffrey Preston „Jeff“ Bezos 12. Januar 1964 passt nicht direkt in das AWT Raster aber das ändert sich wenn man an die Quelle des "Amazonas" zurückgeht. Seine Mutter Jacklyn Bezos starb am 14. August 2025 (KW-33) und sein Vater Theodore John Jorgensen Jr. kam am 10. Oktober 1944 (JKW) auf die Welt. Jeff Bezos Stiefvater, Miguel Bezos kam am 29. September 1945 (JKW) auf die Welt. 

Am 2. Februar 2021 (Tag 33) gab Bezos bekannt, im dritten Quartal 2021 als CEO von Amazon zurückzutreten, diesen Posten Andy Jassy * 13. Januar 1968 zu übergeben

Den maximalen Gewinn den Amazon jemals erreichte war genau 33,36 Mrd. US-$ im Jahr 2021. 

Der Umsatz des Deutschland-Geschäfts von Amazon belief sich im Jahr 2022 auf 33,6 Milliarden US-Dollar. Diese Werte nochmal zu steigern, wird extrem schwer. 

leichtes-plus-in-euro-starkes-minus-in-dollar
Grafik: Bert Rösch/TWQuelle: Amazon 
33,36 Mrd. Maximalwert Grafik: Bert Rösch/TW  Quelle: Statista

Grafik: Bert Rösch/TW  Quelle: Statista 

Logo AT&T

Der US-Telekommunikationskonzern AT&T

wurde am 3.3.1885 gegründet.

Logo AT&T

3M Logo

Der S&P 100 (Standard & Poor’s 100) Aktienindex listet die Unternehmen alphanummerisch und das bringt 3M auf

Platz 1. durch MMM.  

3M Logo by Siegel & Gale

Boeing hat in den USA 33.000 Mitarbeiter. William Edward Boeing * 1. Oktober 1881 ; † 28. September 1956 (2x Jom-Kippur-Welle) der Gründer des Konzerns hat deutsche Wurzeln. 

Am 3.3. 1919 transportierte William E. Boeing zusammen mit seinem Partner Conrad Westervelt die erste Luftpost zwischen den USA und Kanada.

MAD-Magazin Logo

Als Teenager habe ich grob gesagt 3 Arten von Heften gelesen. 
Reine Wissenschaftsmagazine wie P.M. & GEO; dann Flugzeugmagazine wie AERO und Flugrevue und das MAD-Magazin. Mein Sarkasmus wäre ohne MAD völlig verkümmert und ich spiele da in einer Liga mit Harald Schmidt.

Die Erstausgabe in den USA kam im August 1952 raus. Gegründet von Harvey Kurtzman

 * 3. Oktober 1924 (Jom-Kippur-Welle). In Deutschland kam das Magazin im September 1967 heraus und nach 32 Ausgaben übernahm Herbert Feuerstein † 6. Oktober 2020 (Jom-Kippur-Welle). 1995 nach 300 Ausgaben war dann Schluss bis am 7. Oktober 1998 (Jom-Kippur-Welle) der Dino-Verlag einen Neustart versuchte. Am 4. Dezember 2018 (Tag 338) war dann wieder Schluss. Als Bsp. hat man bei Wikipedia den Comicstrip "Der Froschkönig" verwendet. 13.9.2006. 

Bild des Comicstrips „Der Froschkönig“ von I. Astalos by wiki Ivica Astalos - Aus einem alten MAD-Heft

Bild des Comicstrips „Der Froschkönig“ von I. Astalos by wiki Ivica Astalos - Aus einem alten MAD-Heft CC BY-SA 2.5

FBI - Federal Bureau of Investigation

Das FBI ist die Bundespolizeibehörde der USA und ermittelt in Kriminalfällen, die mehr als einen Bundesstaaten betreffen. Hauptsächlich Terrorismus, Drogen, Gewalt und  Wirtschaftsverbrechen. Gegründet wurde das FBI am 26. Juli 1908 (26+7 =33) vom Großneffen Napoleon Bonapartes zusammen mit 34 Agenten. Chef des FBI ist Christopher Asher Wray seit

2. August 2017, sein Vorgänger war Robert Swan Mueller III * 7. August 1944. Der Nachfolger Kash Patel wurde am 30. November 2024 (Tag 335) von Trump nominiert. 

Innenminister ist „Doug“ Burgum * 1. August 1956 und den Heimatschutz übernimmt Kristi Lynn Noem * 30. November 1971 (Tag 334). Das passt alles zusammen. 

Das J. Edgar Hoover FBI Building ist das Hauptquartier des Federal Bureau of Investigation. Das Gebäude wurde am 30. September 1975 (Jom-Kippur-Welle) eingeweiht. Das Wappen des FBI beinhaltet wie erwartet 12 Sterne, einen Lorbeerkranz und 3 Begriffe als Motto:

Treue, Mut und Integrität. Die Waage ist Sternbild ist im September-Oktober dran - Jom-Kippur-Welle. 

Wappen des FBI

Wappen des FBI

Indianer

Leider blieben die Ureinwohner bei der Ausbreitung der neuen Herren auf der Strecke und wurden aus ihren Siedlungsgebieten vertrieben. Das umgangssprachlich so genannte Indianer- Territorium. Das Gebiet erstreckte sich zwischen 33° 35' und 37° nördlicher Breite sowie 94°20' und 98° westlicher Länge. Neben den unzähligen Gefechten im Lauf der Jahrhunderte gab es auch hier auffällige Ereignisse, die extreme Höhepunkte darstellen. 

Das Sand-Creek-Massaker vom 29. November 1864 (Tag 333). Hier wurden 133 Indianer von US-Kavalleristen aus Fort Lyon regelrecht abgeschlachtet. Die amerikanische Öffentlichkeit war trotz der Verrohung durch den laufenden Bürgerkrieg geschockt von der Brutalität der eigenen Uniformträger. Die Indianer wurden stetig weiter nach Westen getrieben bis auch dort wieder Gold gefunden oder Viehweiden angelegt werden mussten.   

Ein herausragender Kämpfer der Indianer war Machpiya-luta englisch Red Cloud

* 1. Dezember 1822 (Tag 331)
Ein berühmter Indianer war Nicholas Black Elk „Schwarzer Hirsch“ oder eigentlich „Schwarzer Wapiti“; Hehaka Sapa; † 19. August 1950. (KW-33)

Später dienten die Indianer im Krieg als lebende Codebücher. Aber es zeigt eben die unausweichliche Verdrängung "überholter" Versionen durch Upgrades mittels Gewalt. Egal wie man das auch Umdeuten oder Vertuschen will. 6. Hauptsatz der AWT. 

Indianer Image by Andrew James

Indianer Image by Andrew James

UNO 

Die USA haben den Sitz der UNO in New York platziert.  

The emblem of the United Nations

The emblem of the United Nations

Das UN-Logo hat 33 Felder eingerahmt in einen Lorbeerkranz. Im Original in Gold.

Normdaten (Körperschaft) der UN: GND333-5.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschloss 1974 in ihrer Resolution 3355 (XXIX), dass nach der Erklärung der beiden deutschen Staaten, die Kosten der Resolution zu tragen, die Vereinten Nationen bestimmte Dokumente auch in deutscher Sprache veröffentlichen würden.

Zitat: "Formell hat die chinesische Regierung

die Menschenrechts Konventionen der Vereinten Nationen größtenteils ratifiziert. Laut Artikel 33 Absatz 3 der chinesischen Verfassung von 2004 „respektiert und gewährleistet der Staat die Menschenrechte."

Das dürfte in der Praxis aber im Sinn der chinesischen KP ausgelegt werden.

USA heute

Die Vereinigten Staaten haben den Zenit ihrer Macht erreicht. Das lässt sich durch signifikante Zahlen darstellen.

Die Bevölkerung hat die Marke von 333 Mio. erreicht. Die Bevölkerungsdichte liegt bei ca. 33-34 Personen/km^2. Die längste Straße des Landes ist die Route 20 mit 3365 Meilen.

Die renommierteste Universität des Landes ist Harvard in Cambridge, Massachusetts hat im Jahr 2023 43.330 neu eingeschriebene Studenten.

Am MIT Massachusetts Institute of Technology arbeiten 6333 wissenschaftliche Mitarbeiter.

Es wird in 33 Fächern unterrichtet. 

Über 330 Millionen Besucher in Amerikas Nationalparks

usa reisetraum logo

Ebenfalls 330 Mio. US-Bürger haben sich weitergebildet 

poped-logo
Arlington Image by Jimmy Woo

Arlington Image by Jimmy Woo

Als stark übergewichtig gelten ca. 33,7% der Bevölkerung. 

Die Staatsverschuldung beträgt im Juni 2023 ca. 32,33 Billionen US-$. Wenn die 33-Marke überschritten ist, kommt es zum Kollaps. Passenderweise ist in dieser Phase Janet Yellen13. August 1946 (KW-33) als Finanzministerin in der Verantwortung. 

Der Aspekt der Kriegsführung wird ausführlich in den jeweiligen Bereich ausgeführt. Hier zeigt sich am deutlichsten der Wellencharakter.

Zum Bsp.

Die Bezeichnung der Guantanamo Bay Naval Base in Kuba ist WW33+68Q

Guantanamo Bay WW33

Guantanamo Bay WW33 by Google screenshot​

Die Stärke der US Air-Force ca. 330.000 Soldaten (2020). 
Die US-Navy ebenso. ca. 336.000 Soldaten (2019). 
Die Grenze wurde mittlerweile gerissen, wegen des Kriegs in der Ukraine.

Dort finden sich dafür umso mehr 33er-Folgen. Im Jahr 2024 geben die USA 3,38% ihres BIP für ihr Militär aus.  

In den USA gibt es aktuell eine Welle der Unzufriedenheit. Die Amerikaner sind tendenziell viel zu dick, nehmen unglaublich starke Drogen, sind chronisch pleite und gewalttätig. Das dieser American Dream vom Ausland abgelehnt wird wundert da nicht.      

Fettsucht
Zeltstädte von Nevada bis New Jersey

Zeltstädte von Nevada bis New Jersey

Foto: www.zaronews.world

USA Fentanyl Zombies

Foto: TikTok/@urbanvisuals2.0)

Opfer von Amokläufen / Robb Elementary School in Uvalde, Texas. Jae C. Hong/AP

Opfer von Amokläufen / Robb Elementary School in Uvalde, Texas. Jae C. Hong/AP

Das Streben nach Glück funktioniert nicht. Die Menschen dort sind nicht glücklich und auch nicht frei. Was mal mit Kaffee zum Wachwerden und einer Zigarette zum Entspannen begonnen hat, ist in 10.000x stärkeren Drogen angekommen, die Menschen in Zombies verwandelt. 

Gegner

Insgesamt ist die Größe der Arabischen Liga * 7. Oktober 1944 (Jom-Kippur-Wlle) fast gleich mit der Einwohnerzahl der USA +330 Mio. und man kann Beide mehr als Gegner, denn als Freunde bezeichnen. Das Handelsvolumen zw. China und der Arabischen Liga beträgt 330 Mrd. $. Bericht vom ​30. November 2022 (Tag 334

Hier blockieren die USA z.B. 33 iranische Webseiten.

Die gegenseitige Abneigung der Araber und den USA hat eine sehr lange "Tradition", die sich bis zu den Kämpfen der US-Marines gegen die Korsaren des Mittelmeers im 19. Jahrhundert verfolgen lässt. Dort führten die USA ihren 1. Krieg außerhalb ihres eigenen Landes und es sollte nicht der Letzte sein. 

Zitat:" Hymne des Marine-Corps: „From the Halls of Montezuma,/ To the shores of Tripoli;/ We fight our country’s battles/ In the air, on land, and sea.“ "

Arabische-Liga

Karte von Danalm000 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 und Flagge der Arabischen Liga mit Lorbeerkranz

Allgemeine Wellentheorie
Impressum

  • alt.text.label.YouTube

©2023-25 von Allgemeine Wellentheorie.

bottom of page